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Gefragte Berufe | 14 Min. Lesezeit

Berufsbild UI/UX-Designer

Blaues Globussymbol neben dem blauen Text "intern-navi" auf transparentem Hintergrund.
Verfasst durch Carolin Fitzke
Zuletzt aktualisiert am 15.04.2026
Ein lächelnder Mann zeigt einer Frau App-Entwurfsskizzen, während er an einem Schreibtisch mit einem Computer arbeitet.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Im UI/UX-Design geht es darum, digitale Produkte so zu gestalten, dass sie sowohl gut funktionieren als auch ansprechend aussehen. UX kümmert sich um die Nutzerführung und die Funktionsweise, UI um das visuelle Design der Oberfläche. 
  • UI und UX arbeiten eng zusammen und sind fester Bestandteil interdisziplinärer Teams aus Produktmanagement, Entwicklung und Online-Marketing. In großen Unternehmen gibt es meist separate Rollen, in kleineren Projekten übernimmt oft eine Person beide Bereiche.
  • Typische Aufgaben sind Nutzerrecherche, die Erstellung von PersonasKonzeption und LayoutsPrototyping sowie Usability-Tests, um die Anwendung kontinuierlich zu verbessern. 
  • Für UI- und UX-Design brauchst du eine Kombination aus fachlichen und persönlichen Fähigkeiten: Dazu gehören der sichere Umgang mit Designtools, Grundkenntnisse in Frontend-Technologien sowie Erfahrung mit User Research und Testing. Gleichzeitig sind Soft Skills wie Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und Kritikfähigkeit entscheidend.

Das Berufsbild von UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designern hat in den letzten Jahren stark an Bedeutung für den Arbeitsmarkt gewonnen. Während Anfang der 2000er-Jahre mit der zunehmenden Webentwicklung die ersten Jobs entstanden sind, wurde das Zusammenspiel von User Experience (UX) und User Interface (UI) mit dem Aufkommen von Smartphones und Apps in den 2010er-Jahren immer wichtiger.

Heute gehören UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer fest in ein Produktteam und sie arbeiten eng mit Bereichen wie Entwicklung, Produktmanagement und Online-Marketing zusammen. Ihre Arbeit ist inzwischen in vielen Branchen gefragt – überall dort, wo digitale Produkte gestaltet werden.

In diesem Blogartikel erfährst du alles, was du über das UI/UX-Designer-Berufsbild wissen musst: Was sind typische UI/UX-Designer-Aufgaben, mit welchen Tools arbeiten sie, welche Qualifikationen werden vorausgesetzt und wie gelingt dir der Einstieg in dieses Berufsfeld?

Was ist UI/UX-Design?

Ein gut durchdachtes UX-Design und UI-Design sind entscheidend für die Gestaltung ansprechender und benutzerfreundlicher Websites und tragen somit zum Erfolg digitaler Produkte bei. Beim User Interface (UI) Design steht die optisch ansprechende Gestaltung der Benutzeroberfläche im Mittelpunkt. Ergänzt wird diese durch sinnvoll platzierte Interaktionselemente wie Buttons, Farben, Typografie und Layout.

Beim User Experience (UX) Design steht die Userin bzw. der User einer Website im Vordergrund. Der Fokus liegt auf dem gesamten Nutzungserlebnis vom ersten Touchpoint (Kontaktpunkt) bis zur letzten Interaktion. Das Ziel besteht darin, ein digitales Produkt so zu gestalten, dass es sich für die Benutzerin bzw. den Benutzer logisch, angenehm und effizient anfühlt. Um sicherzustellen, dass Websitebesuchende schnell das finden, wonach sie suchen, und sich gut zurechtfinden, umfasst dieser Bereich auch die Nutzerforschung, die Informationsarchitektur, das Prototyping und Usability-Tests.

Ein professionelles UI/UX-Design ist also ein entscheidender Faktor dafür, wie Nutzende ein digitales Produkt wahrnehmen und das Unternehmen bewerten. Sie sollen alle Informationen, nach denen sie suchen, intuitiv finden und dabei von einer ansprechenden visuellen Gestaltung überzeugt werden.

Was ist User Interface Design?

Das User Interface (UI) ist die sichtbare Oberfläche einer Anwendung, also alles, was Nutzende auf dem Bildschirm sehen und womit sie direkt interagieren. Ziel ist es, diese Oberfläche so zu gestalten, dass die Bedienung einfach und intuitiv funktioniert.

Dazu gehören zum Beispiel Buttons, Texte, Bilder oder andere Bedienelemente. Beim UI-Design geht es darum, diese Bestandteile sinnvoll anzuordnen und visuell stimmig umzusetzen. Das geschieht zum Beispiel durch passende Farben, klare Layouts, gut lesbare Schriften und ein einheitliches Erscheinungsbild. Auch Animationen und Übergänge zählen dazu und werden bewusst gestaltet.

Der Fokus liegt also auf dem visuellen und interaktiven Teil eines Produkts. Wichtig ist aber: UI-Design ist nur ein Teil der gesamten User Experience und ergänzt somit die Arbeit des UX-Bereichs.

Die Kernaufgaben des UI-Designs

  • Visuelles Erscheinungsbild: UI-Designerinnen und UI-Designer gestalten Farben, Schriften, Icons, Bilder und andere grafische Elemente, um ein stimmiges Layout zu schaffen. 
  • Interaktive Elemente: Buttons, Menüs, Formulare und andere Bedienelemente werden so gestaltet, dass sie leicht verständlich und benutzerfreundlich sind. 
  • Konsistenz: Durch Stilrichtlinien wird sichergestellt, dass das Design im gesamten Produkt einheitlich wirkt. 
  • Responsives Design: Das Layout und die Elemente sollten sich verschiedenen Geräten und Bildschirmgrößen anpassen. 
  • Animationen und Übergänge: Bewegungen und Effekte machen die Oberfläche lebendiger und unterstützen eine intuitive Nutzung.

Was ist User Experience Design?

UX-Design beschäftigt sich damit, wie eine Anwendung funktioniert und wie ihre einzelnen Elemente miteinander verbunden sind. Es geht darum, die Struktur und Navigation so zu gestalten, dass die Nutzung für die Anwenderin bzw. den Anwender möglichst einfach und logisch ist. Entscheidend ist dabei, wie reibungslos und angenehm die Interaktion verläuft: Ein gutes UX-Design sorgt dafür, dass Nutzende ihre Aufgaben effizient erledigen können, während schlechtes Design verwirrend oder mühsam wirkt.

Der Unterschied zum UI-Design liegt darin, dass UI-Designerinnen und UI-Designer das Aussehen der Oberfläche gestalten, während UX-Designerinnen und UX-Designer dafür sorgen, dass alles sinnvoll funktioniert. Beide Bereiche arbeiten eng zusammen, greifen aber auf unterschiedliche Aspekte der Gestaltung zurück.

UX-Designerinnen und UX-Designer arbeiten dabei oft iterativ: Sie erstellen Wireframes oder Prototypen und testen diese mit echten Nutzenden, um Feedback zu sammeln. So können sie die Anwendung Schritt für Schritt verbessern und ein genaues Verständnis dafür entwickeln, wie Menschen tatsächlich mit dem Produkt interagieren.

Die Kernaufgaben des UX-Designs

  • Recherche und Analyse: UX-Designerinnen und UX-Designer starten häufig mit ausführlicher Recherche, um herauszufinden, wie Nutzende denken und handeln und welche Bedürfnisse sie haben. Methoden dafür sind Interviews, Umfragen oder Beobachtungen im Nutzungskontext. 
  • Personas und Nutzungsszenarien: Auf Basis der Ergebnisse erstellen sie typische Nutzerprofile (Personas) und beschreiben konkrete Anwendungsfälle (User Storys), um die Bedürfnisse und Erwartungen der Nutzenden besser zu verstehen. 
  • Strukturierung der Inhalte: Die Informationsarchitektur legt fest, wie Inhalte innerhalb einer App oder Webseite organisiert sind, damit Nutzende sich leicht zurechtfinden und Informationen schnell finden. 
  • Prototypen und Wireframes: Mit frühen Entwürfen visualisieren UX-Designerinnen und UX-Designer Layouts und Bildschirmabläufe. Diese Prototypen helfen, die Navigation, Funktionen und den Ablauf der Anwendung zu prüfen und anzupassen. 
  • Usability-Tests: Durch Tests mit echten Nutzenden wird überprüft, wie gut die Anwendung funktioniert, wo Probleme auftreten und wie das Design verbessert werden kann.

Wie arbeiten UI- und UX-Design zusammen?

UI- und UX-Design greifen eng ineinander und ergänzen sich im gesamten Gestaltungsprozess. Während sich UX-Designerinnen und UX-Designer damit beschäftigen, wie ein Produkt aufgebaut ist und funktioniert, sorgen UI-Designerinnen und UI-Designer dafür, dass diese Struktur visuell klar, ansprechend und verständlich umgesetzt wird. Erst das Zusammenspiel beider Bereiche führt zu einem Produkt, das sowohl gut aussieht als auch intuitiv bedienbar ist.

In der Praxis arbeiten die Bereiche UI und UX daher selten getrennt voneinander. Entscheidungen auf der einen Seite haben fast immer Auswirkungen auf die andere, zum Beispiel, wenn sich durch eine neue Funktion auch das Layout verändert oder umgekehrt. Deshalb ist eine enge Abstimmung wichtig, damit am Ende ein stimmiges Gesamtbild entsteht.

Je nach Unternehmen sind diese Aufgaben unterschiedlich verteilt: In größeren Teams gibt es oft spezialisierte Rollen für UI und UX. In kleineren Unternehmen oder Projekten übernimmt dagegen häufig eine Person beide Bereiche als UI/UX-Designerin oder UI/UX-Designer. Diese Allrounder decken dann den gesamten Prozess ab, von der Konzeption bis zur visuellen Gestaltung.

Was macht ein UI/UX-Designer?

Die Hauptaufgabe einer UI/UX-Designerin bzw. eines UI/UX-Designers ist das harmonische Zusammenspiel zwischen einem ansprechenden User Interface (Benutzeroberfläche) und einer optimalen User Experience (Benutzererfahrung).

Damit dies gelingt, besteht ihr oder sein Arbeitsalltag aus vielen verschiedenen Tätigkeiten.

Welche Aufgaben hat ein UI/UX-Designer?

  • Nutzerforschung (User Research): Wer die Zielgruppe, ihre Bedürfnisse und ihr Verhalten nicht kennt, entwickelt das digitale Produkt ins Blaue hinein. Eine fundierte Nutzerforschung in Form von Zielgruppenanalysen, Interviews, Customer-Journey-Analysen und Umfragen ermöglicht eine faktenbasierte und zielgerichtete Designentwicklung. Hierzu werden zunächst Personas und User Journeys erstellt, um das Nutzungsverhalten und die Bedürfnisse definieren zu können.
  • Informationsarchitektur und Konzeption: UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer müssen die Inhalte und Funktionen einer Seite so strukturieren, dass sie für Userinnen und User logisch und intuitiv bedienbar sind. Auf diese Weise wird die Frustration reduziert und die Wahrscheinlichkeit einer Conversion erhöht. Typische UX-Designer-Aufgaben sind in diesem Zusammenhang die Entwicklung von Navigationskonzepten sowie die Erstellung von Sitemaps und Flowcharts.
  • Wireframes und Prototyping: Noch bevor eine Website programmiert und veröffentlicht wird, ist es essenziell, ihre Funktionalität und ihre Abläufe zu testen. UX-Designerinnen und UX-Designer erstellen hierfür Skizzen (Wireframes) und klickbare Modelle (Prototypen). Dann heißt es: testen, testen, testen! Das frühzeitige Erkennen von Fehlern und Unstimmigkeiten in Aufbau und Design spart Zeit und Geld, denn die Entwicklung ist der kostspieligste Teil des Prozesses.
  • UI-Design: Hier geht es um das Look-and-Feel der Website. Zu den Aufgaben von UI-Designerinnen und UI-Designern gehört es, Farben, Typografie, Icons und Layouts so festzulegen, dass sie die gewünschte Funktionalität unterstützen und ästhetisch aussehen. Hierfür erstellen sie Designsysteme und Styleguides und entwerfen responsive Interfaces für verschiedene Gerätetypen. All dies hat Einfluss auf den ersten Eindruck und die emotionale Einstellung zum Produkt.
  • Usability-Tests und Optimierung: Unabhängig davon, wie gut ein Design ist, zeigen sich die Schwächen erst im echten Gebrauch. Dafür müssen sogenannte Usability-Tests mit echten Nutzenden durchgeführt werden. Durch die Beobachtung und Auswertung des Verhaltens und des Feedbacks ergibt sich eine schrittweise Verbesserung des Designs und der Funktionalität.
  • Zusammenarbeit im Team: Nicht zuletzt arbeiten UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer eng mit den Bereichen Development, Produktmanagement, Marketing und anderen Stakeholderinnen und Stakeholdern zusammen, um das Produkt bestmöglich an die Webentwicklung übergeben zu können.

Tools und Softwares, die im UX/UI-Design gebraucht werden

In der täglichen Arbeit von UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designern geht es sehr viel um Design, Prototyping, Testing und Analyse. Hierfür kommen viele verschiedene Tools und Softwares zum Einsatz.

Zu den typischen Design- und Prototyping-Tools zählen beispielsweise Figma, Adobe XD oder Sketch. Sie alle eignen sich hervorragend für die Erstellung von UI-Designs. Ein großer Vorteil von Figma ist, dass es sich um ein kollaboratives Designtool handelt, das cloudbasiert ist und die Zusammenarbeit im Team somit sehr erleichtert. Adobe XD hingegen ermöglicht die Integration von Photoshop, Illustrator und After Effects, weshalb sich dieses Tool besonders für UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer eignet, die bereits im Adobe-„Ökosystem“ arbeiten. Sketch galt lange Zeit als Standard im UI-Design und eignet sich ausgezeichnet für statische Designs und die Verwaltung von Komponenten. Aufgrund seiner langjährigen starken Stellung am Markt verfügt das Tool über eine sehr große Community mit vielen Plug-ins.

Bekannte Tools im Bereich Kollaboration und Testing sind beispielsweise Miro, Notion oder Maze. Miro und Notion eignen sich beide perfekt für die Zusammenarbeit, das Brainstorming im Team und die gemeinsame Ideenfindung. Miro bietet die Möglichkeit, Templates, Empathy Maps (visuelle Übersicht, um die Gedanken und die Gefühlswelt der Zielgruppe nachzuvollziehen) und Flowcharts für Personas anzulegen, während Notion ideal als Wissensdatenbank fungiert und das Management von Projekten in interdisziplinären Teams erleichtert. Maze hingegen eignet sich sehr gut für Remote-Usability-Tests, Umfragen und A/B-Tests. Einer der größten Vorteile dieses Tools ist, dass es sich in Figma integrieren lässt. Dadurch ist sehr schnelles Nutzerfeedback zu Prototypen möglich.

Im Bereich Analyse und Optimierung sind insbesondere die Tools Hotjar und Google Analytics zu nennen. Hotjar ist ein Tool zur Heatmap-Analyse. Es zeigt an, wie sich Nutzende tatsächlich auf der Website bewegen, also wo sie klicken, scrollen und abbrechen. Somit eignet sich Hotjar ideal zur Optimierung bestehender Interfaces. Google Analytics ermöglicht die Analyse des Nutzungsverhaltens, des Conversion-Trackings, der Absprungrate und der Zielgruppenanalyse. Auf dieser Grundlage können im UX- und UI-Design Entscheidungen validiert und hinterfragt werden.

Warum sind UI/UX-Designer so wichtig für Unternehmen?

Eine gute UI/UX-Designerin bzw. ein guter UI/UX-Designer ist für ein Unternehmen heute unverzichtbar. Der wichtigste Grund dafür ist, dass eine starke Onlinepräsenz auf dem hart umkämpften Markt essenziell ist, um sichtbar zu sein und gefunden zu werden, sei es auf der firmeneigenen Website oder in den sozialen Medien. Auf diese Weise trägt diese Funktion maßgeblich zum Erfolg eines Unternehmens bei.

Darüber hinaus gibt es weitere wichtige Gründe dafür, warum UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer so wichtig für Unternehmen sind:

Kundenzentrierung & Nutzungserlebnis

In ihrer täglichen Arbeit stehen die intuitive, benutzerfreundliche und visuell ansprechende Gestaltung digitaler Produkte wie Websites, Apps oder Software im Fokus. Verschiedenste Studien, etwa von McKinsey, Forrester oder Eleken, zeigen, dass ein gutes Nutzungserlebnis die Kundenzufriedenheit, die Markenbindung, die Verweildauer sowie die Conversion-Rate und den ROI (Return on Investment) steigert. Somit tragen User Experience und User Interface maßgeblich zur Wertschöpfung eines Unternehmens bei.

Wettbewerbsvorteil

In nahezu jeder Branche ist der Markt hart umkämpft und es gibt viele Wettbewerbende. Daher können kleine Unterschiede im Design und in der Nutzerführung die Nutzungserfahrung maßgeblich beeinflussen und darüber entscheiden, für wen sich eine Kundin oder ein Kunde entscheidet. Mit einem exzellenten UI/UX-Design haben Unternehmen bei einem ähnlichen Produkt die Möglichkeit, sich von der Konkurrenz abzuheben.

Effizienz & Kostenersparnis

Durch frühes Prototyping und Testing werden Fehler und Probleme sichtbar, bevor die finale Umsetzung erfolgt. Auf diese Weise können Produkte nicht nur schneller und zielgerichteter entwickelt werden, sondern es spart auch ungemein viel Geld. Änderungen im Design und Layout sind in der Konzeptphase noch vergleichsweise günstig, in der Entwicklungsphase belaufen sich die Kosten jedoch auf ein Vielfaches.

Welche Qualifikationen brauchst du für UI- und UX-Design?

Gemessen an einer typischen UI/UX-Designer-Stellenbeschreibung erfordert die erfolgreiche Ausübung dieses Berufs eine Kombination aus Hard Skills und Soft Skills. Im Folgenden stellen wir dir die wichtigsten UI/UX-Designer-Anforderungen vor.

Hard Skills

Im Bereich der fachlichen Fähigkeiten wird insbesondere der sichere Umgang mit den oben genannten gängigen Tools und Softwares vorausgesetzt, die im UX-Design und UI-Design verwendet werden. Du solltest über Basiswissen im Bereich der Frontend-Technologien wie HTML, CSS und JavaScript verfügen, da dies die Zusammenarbeit mit Entwicklerinnen und Entwicklern enorm erleichtert. Du solltest auch wissen, wie zielgerichtete Usability-Tests, A/B-Tests und User Research durchgeführt und ausgewertet werden, um die gewonnenen Erkenntnisse direkt umzusetzen. Darüber hinaus solltest du die allgemeinen Best Practices aus den Bereichen UX und UI kennen und wissen, was gerade State of the Art ist.

Soft Skills

Für die Ausübung des UI/UX-Design-Berufs sind neben fachlichem Know-how auch eine Reihe persönlicher und sozialer Kompetenzen erforderlich, da diese Berufsgruppe eng und interdisziplinär mit vielen anderen Bereichen zusammenarbeitet. Team- und Kritikfähigkeit wird in diesem Berufszweig also zwingend vorausgesetzt, da Feedback essenziell ist, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Diese Kompetenz wird mit einer ausgeprägten Kommunikationsfähigkeit gepaart, da Feedback und konstruktive Kritik nicht nur aufgenommen und diskutiert, sondern die Ideen in erster Linie auch überzeugend dem Team präsentiert werden müssen.

Darüber hinaus solltest du als angehende UI/UX-Designerin oder angehender UI/UX-Designer über Kreativität, Problemlösungskompetenz und analytisches Denken verfügen. Nur so kannst du die ermittelten Daten richtig interpretieren und entsprechende Handlungen ableiten. Du solltest in der Lage sein, für komplexe Herausforderungen, wie beispielsweise Begrenzungen durch technische Systeme, schnell innovative Lösungen zu entwickeln. Nicht zuletzt solltest du kompromissbereit, sachlich und objektiv sein, wenn es um die Akzeptanz anderer Geschmäcker bei der Gestaltung eines digitalen Produkts geht.

Karriereperspektiven und Gehalt im UI/UX-Design

Der Stellenmarkt für UI/UX-Design in Deutschland ist vielversprechend und entwickelt sich bereits seit vielen Jahren sehr positiv. Die steigende Nachfrage nach Fachpersonal für UI- und UX-Webdesign in nahezu allen Branchen steht in direktem Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung.

Deine Möglichkeiten sind in diesem Bereich vielseitig: Du kannst beispielsweise als User-Experience- und User-Interface-Designerin/-Designer, UI/UX-Developerin/-Developer (auch oft als UI/UX-Entwicklerin/-Entwickler ausgeschrieben) oder in einer artverwandten Position als UX-Researcher, Interaction-Designerin/-Designer oder Product-Designerin/-Designer arbeiten.

Wie viel verdienen UX/UI-Designerinnen und UX/UI-Designer? Im Bereich UI/UX-Design ist ein Jahresgehalt zwischen 42.500 € und 57.500 € brutto zu erwarten, je nach Berufserfahrung. Junior-Gehälter beginnen in der Regel bei 38.000 € brutto pro Jahr, während Senior-UX-Designerinnen und Senior-UX-Designer bis zu 70.000 € jährlich verdienen können.

Welcher Designberuf verdient am meisten? Im Vergleich zu anderen Designberufen wie Grafikdesign, Product Design oder Electrical Design Engineers liegen UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer im Mittelfeld. Im Product Design kannst du ein ähnliches Gehalt erwarten, während Grafikdesignerinnen und Grafikdesigner mit durchschnittlich 41.000 € im Jahr eher darunter liegen und Electrical Design Engineers mit einem Spitzengehalt von über 70.000 € jährlich deutlich darüber.

Bei der Berufswahl sollte es aber nicht nur um das erwartbare Gehalt gehen, sondern auch darum, dass du deine Stärken gezielt einsetzen kannst und Freude an deiner Arbeit hast.

Dein Einstieg als UI- oder UX-Designer

Wie wird man UI/UX-Designerin oder UI/UX-Designer? Um im Bereich User Interface und User Experience Design Fuß zu fassen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine klassische UI/UX-Designer-Ausbildung gibt es nicht, dafür aber artverwandte Ausbildungsberufe im Bereich Mediengestaltung, digitale Kommunikation oder Grafikdesign, die den Einstieg ermöglichen.

Der typische Weg zur User-Experience-Designerin oder zum User-Experience-Designer und zur User-Interface-Designerin oder zum User-Interface-Designer führt meistens über ein Studium. Entweder direkt im UX-Design oder in den Bereichen Interaktionsdesign, Kommunikationsdesign oder Medieninformatik. Der große Vorteil hierbei ist der ideale Zugang zu Praktika und Business-Netzwerken, wodurch die Chancen auf einen Einstieg in große Unternehmen steigen.

Aber auch ohne vorheriges Studium oder eine Ausbildung ist im UI/UX-Design ein Quereinstieg möglich. Viele UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer haben zunächst in Bereichen wie Marketing, Psychologie, Geisteswissenschaften, IT oder Grafikdesign gearbeitet. Über eine Weiterbildung mit offizieller Abschlusszertifizierung, die die erworbenen theoretischen und praktischen Kenntnisse belegt, ist ein Einstieg ebenso gut möglich und gängig. In der Weiterbildung zum UI/UX-Designer von Karriere Tutor lernst du alles, was du für einen Einstieg in dieses Berufsfeld brauchst: von den Grundlagen bis hin zu praktischen Anwendungsbeispielen und eigenen Projekten.

Alles in allem ist das UI/UX-Designer-Berufsbild für alle geeignet, die nach einer abwechslungsreichen, interdisziplinären und kreativen Aufgabe suchen. Im Berufsalltag sind analytische Kompetenzen ebenso gefragt wie LösungsorientierungEmpathie und Kommunikationsfähigkeit, um ein funktionales und visuell ansprechendes Nutzungserlebnis zu gewährleisten.

FAQs zum Berufsbild UI/UX-Designer

Was macht ein UI/UX-Designer?

UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer beschäftigen sich mit der Konzeption, Gestaltung und Optimierung digitaler Produkte wie Websites, Apps oder Softwareanwendungen. Ihr Ziel ist es, Produkte zu entwickeln, die sowohl funktional als auch leicht zu bedienen sind.

Dabei analysieren sie die Bedürfnisse und Erwartungen von Nutzenden, erstellen Nutzerflüsse (User Flows), Wireframes und Prototypen und testen ihre Entwürfe regelmäßig. Während der UX-Teil sich stärker auf die Struktur, Logik und Nutzerführung konzentriert, kümmert sich der UI-Teil um das visuelle Erscheinungsbild.

UI/UX-Designerinnen und UI/UX-Designer arbeiten oft eng mit den Entwickler- und Produktteams sowie mit anderen Stakeholderinnen und Stakeholdern zusammen, um sicherzustellen, dass das Endprodukt technisch umsetzbar und nutzerfreundlich ist.

Was bedeutet User Experience (UX)?

User Experience (UX) beschreibt das gesamte Erlebnis, das eine Nutzerin oder ein Nutzer bei der Interaktion mit einem Produkt oder einer Dienstleistung hat. Dazu gehört nicht nur die Bedienbarkeit, sondern auch, wie sich die Nutzung anfühlt – ob sie intuitiv, effizient und vielleicht sogar angenehm oder begeisternd ist.

Eine gute UX sorgt dafür, dass Nutzende ihre Ziele schnell und ohne Frustration erreichen. Faktoren wie klare Navigation, verständliche Inhalte, schnelle Ladezeiten und logische Abläufe spielen dabei eine große Rolle.

UX geht also über reines Design hinaus und umfasst auch psychologische Aspekte, Nutzerverhalten sowie die Analyse und Verbesserung der gesamten Nutzerreise (Customer Journey).

Was versteht man unter User Interface (UI)?

Das User Interface (UI) ist die visuelle und interaktive Oberfläche eines digitalen Produkts, also alles, was Nutzende sehen und direkt bedienen können. Dazu gehören Elemente wie Buttons, Menüs, Icons, Farben, Typografie und Layouts.

Ein gutes UI sorgt dafür, dass Inhalte übersichtlich präsentiert werden und Nutzende sich schnell orientieren können. Es unterstützt die Nutzerführung und trägt maßgeblich dazu bei, wie professionell und vertrauenswürdig ein Produkt wahrgenommen wird.

Während sich UX mit dem „Wie funktioniert es?“ beschäftigt, beantwortet UI eher die Fragen „Wie sieht es aus und wie fühlt es sich an?“.

Braucht man Programmierkenntnisse als UI/UX-Designer?

Programmierkenntnisse sind in den meisten Fällen keine zwingende Voraussetzung, denn der Fokus liegt klar auf Konzept, Gestaltung und Nutzerverständnis.

Allerdings sind Grundkenntnisse in Technologien wie HTML, CSS oder JavaScript sehr hilfreich. Sie erleichtern die Zusammenarbeit mit Entwicklerinnen und Entwicklern, helfen bei der realistischen Einschätzung von Designideen und ermöglichen es, bessere Entscheidungen im Designprozess zu treffen.

Wichtiger als das eigentliche Coden ist das Verständnis dafür, wie digitale Produkte technisch aufgebaut sind und welche Einschränkungen oder Möglichkeiten es gibt.

Ist UI/UX-Design schwer zu lernen?

Der Einstieg im UI/UX-Design ist relativ zugänglich, weil es keine feste Ausbildung voraussetzt und viele Lernangebote online verfügbar sind. Die Grundlagen wie Designprinzipien, Nutzerführung und der Umgang mit Tools lassen sich gut Schritt für Schritt aufbauen. Herausfordernder wird es, wenn es darum geht, Nutzende wirklich zu verstehen und durchdachte Lösungen zu entwickeln. Das lernst du vor allem durch Praxis: eigene Projekte, Feedback und kontinuierliches Ausprobieren sind hier entscheidend.

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