Du hast richtig viel Zeit investiert in die Vorbereitung für dein Vorstellungsgespräch? Und dank unserer Profitipps hält sich auch deine Nervosität in Grenzen? Sehr gut! Dann kann ja nichts mehr schiefgehen … Oder?

Leider doch. Denn ohne es zu wollen, könnte es passieren, dass du deine Gesprächspartner nervst – und dann sinken deine Chancen auf eine Zusage. Aber keine Sorge, wir helfen dir dabei, diese Falle zu umgehen.

Dazu wechseln wir gemeinsam mit dir mal eben die Perspektive. Die Frage lautet: Wie ticken Personaler? Was bringt dir bei ihnen Minuspunkte ein? Und was solltest du also unbedingt vermeiden? Wir verraten dir die sieben wichtigsten Tipps:

Tipp 1 fürs Vorstellungsgespräch: pünktlich, aber nicht überpünktlich!

Natürlich willst du rechtzeitig da sein! Lieber ein bisschen früher losfahren, als zu spät kommen – das ist ein kluger Ratschlag. Aber überpünktlich eintreffen solltest du auf keinen Fall. Warum?

Nun, Personaler haben einen extrem straffen Zeitplan. Ihre Termine sind eng getaktet. Oft haben sie bis kurz vor einem Bewerbungsgespräch noch ein anderes Meeting. Vielleicht sogar ein anderes Vorstellungsgespräch mit einem Mitbewerber? Dem du dann womöglich begegnen würdest – und das wäre indiskret und ist daher unerwünscht. Am besten meldest du dich etwa zwei Minuten vor der vereinbarten Zeit am Empfang.

Keine Chance für einen schlechten ersten Eindruck …

Insidertipp von Helene Trogisch, Dozentin für Bewerbercoaching bei karriere tutor®

Du bist sicherheitshalber früher losgefahren, möchtest aber unseren Tipp fürs Vorstellungsgespräch befolgen und nicht zu früh reingehen. Was also tun?

Auf keinen Fall solltest du auf dem Parkplatz oder vor dem Eingang nervös hin und her laufen, denn dabei könntest du beobachtet werden. Beispielsweise aus dem Fenster von den Personalern selbst. Oder vom Pförtner, bei dem sich deine Gesprächspartner dann telefonisch vorab über dich erkundigen.

Dein erster Eindruck könnte also schon ein schlechter sein, noch bevor du deinem Gesprächspartner überhaupt begegnet bist. Wenn noch ein bisschen Zeit vor dem Termin zu überbrücken ist, dann am besten im Park oder im Café um die Ecke – auf jeden Fall außer Sichtweite des Unternehmens, bei dem du dich gleich vorstellst!

Tipp 2 fürs Vorstellungsgespräch: vermeide lahme Standardantworten

Eins solltest du dir schon bei deiner Vorbereitung fürs Vorstellungsgespräch klarmachen: Du wurdest eingeladen, weil deine Bewerbung überzeugt hat. Deine Qualifikationen passen, dein Lebenslauf sieht gut aus, insgesamt hat man einen guten Eindruck von dir. Sonst wärst du nicht dort.

Wenn man dir im Vorstellungsgespräch die typischen Fragen nach deinen Stärken, Schwächen und Zielen stellt, dann vor allem, um dich noch besser einschätzen zu können. Passt du ins Team? Es geht um deine Persönlichkeit.

Logisch, dass Standardantworten jetzt nicht besonders authentisch wirken. Zumal Personaler diese Floskeln schon eine Million Mal gehört haben. Unzählige Bewerber vor dir haben schon gesagt, sie arbeiteten zu hart und seien ungeduldig mit sich selbst. Gääähn!

Unser Tipp: Sei echt, kein Papagei! Nenne konkrete Beispiele, beschreibe dich nicht nur mit Adjektiven. Nur dann wirst du den Personalern im Gedächtnis bleiben und vor allem positiv auffallen.

Tipp 3 fürs Vorstellungsgespräch: angebliche Überlegenheit – ein No-Go!

Noch schlimmer als die erwähnten Standardantworten ist die Behauptung, ein Perfektionist zu sein – das solltest du bei deiner Vorbereitung fürs Vorstellungsgespräch nicht vergessen. Denn: nobody is perfect. Nicht mal Superhelden.

Zudem bedeutet Perfektionismus nicht unbedingt, dass man besonders effektiv arbeitet, im Gegenteil: Die Angst, einen winzigen Fehler zu übersehen, kann den Fortschritt eines Projekts enorm bremsen.

Entscheidend ist es, zu unterscheiden, wo Übergenauigkeit angebracht ist und wo sie eher lähmt. Und aus Fehlern zu lernen.

Tipp 4 fürs Vorstellungsgespräch: langatmiges Geschwafel ist tabu

Du denkst, nichts sei schlimmer, als bei einer Frage auf dem Schlauch zu stehen? Irrtum. Das ist überhaupt kein Problem – denn ein bisschen Bedenkzeit hast du immer, und auch Nachfragen sind erlaubt.

Viel nerviger ist es für deine Gesprächspartner, wenn du zu ausführlich antwortest und dabei vom Hölzchen aufs Stöckchen kommst. Denn damit nimmst du ihnen die Chance, gezielter nachzufragen, und wirkst wie ein Plappermaul. Kein guter Eindruck!

Am besten, du beantwortest immer nur die Fragen, die dir gerade gestellt wurden. Im Zweifel kannst du auch anbieten, das Thema weiter auszuführen, wenn das gewünscht ist.

Persönlich, ja – aber professionell, nicht privat!

Zusatztipp von Helene Trogisch, Dozentin für Bewerbercoaching bei karriere tutor®

Die Personaler wollen dich kennenlernen. Ja, es geht dabei auch um deine Persönlichkeit. Aber hüte dich davor, zu viel Privates preiszugeben. Manchmal ist das ein Balanceakt – vor allem, wenn die Atmosphäre entspannt ist. Aber du solltest dir bewusst machen, dass es hier um deine Karriere geht und nicht um den Beginn einer wunderbaren Freundschaft. Behalte die Anekdoten aus deinem Privatleben lieber für dich!

Tipp 5 fürs Vorstellungsgespräch: bloß keine überzogene Schlaubergerei

Natürlich willst du kompetent rüberkommen, ist ja klar. Und du willst deinen Gesprächspartnern zeigen, dass du dich in der Materie, um die es geht, wirklich auskennst. Aber bitte übertreibe dabei nicht!

Wenn du schon im Vorstellungsgespräch damit auftrumpfst, wie du das Unternehmen umstrukturieren würdest und dass du im Grunde alles besser weißt als dein potenzieller künftiger Arbeitgeber, sammelst du leider keine Pluspunkte.

Zeige, dass du das nötige Know-how hast, aber vor allem auch, dass du dich gut integrieren kannst und teamfähig bist. Man sucht keinen Messias, sondern Verstärkung! Das solltest du schon bei deiner Vorbereitung fürs Vorstellungsgespräch bedenken.

Tipp 6 fürs Vorstellungsgespräch: nicht behaupten, sondern beweisen!

In der Stellenausschreibung stand, du solltest flexibel, belastbar, kreativ, lösungsorientiert, teamfähig, verantwortungsbereit und hoch motiviert sein? Nun, es genügt nicht, zu behaupten, dass du genau das alles bist – du solltest es auch belegen können.

Wie aber beweist du solche Soft Skills? Ganz einfach: durch konkrete Beispiele. Hast du etwa in deinem letzten Job einmal ein verzwicktes Problem auf kreative Weise gelöst? Konntest du durch besonderes Engagement punkten? Hast du Verbesserungsvorschläge eingebracht, die umgesetzt wurden?

Erzähle einfach davon. Die Personaler werden deine Beispiele richtig interpretieren und lernen dabei deine Stärken auf anschauliche Weise kennen.

Aufgeflogen …

Tipp von Helene Trogisch, Dozentin für Bewerbercoaching bei karriere tutor®

Du hast im Bewerbungsschreiben behauptet, deine Fremdsprachenkenntnisse seien fließend? Dann wundere dich nicht, wenn man im Vorstellungsgespräch urplötzlich ins Englische oder Spanische wechselt …

Wenn du wirklich so fit in diesen Sprachen bist, wird dich das nicht aus der Bahn werfen. Sollten deine Angaben aber übertrieben gewesen sein, fliegst du spätestens jetzt auf. Auch andere Flunkereien können im Gespräch herauskommen.

Generell gilt: In der Bewerbung solltest du bei der Wahrheit bleiben, selbst wenn du Lücken im Lebenslauf hast. Im Gespräch kannst du ehrlich erzählen, wie es dazu kam. Das wirkt authentisch und kommt auf jeden Fall besser an als Lügen.

Tipp 7 fürs Vorstellungsgespräch: Noch Fragen? Ja, sicher!

Das Vorstellungsgespräch ist fast zu Ende, da kommt die unvermeidliche Frage, ob du noch etwas von deinem Gesprächspartner wissen willst. Die falscheste aller Antworten darauf lautet: „Nein, alles klar.“ Denn natürlich hast du noch Fragen! Sonst wirkt es ja so, als wärst du schlecht vorbereitet oder desinteressiert.

Mit klugen Fragen kannst du an dieser Stelle noch mal so richtig punkten! Zum Beispiel nach der Unternehmenskultur oder Details über ausgeschriebene Position. Du kannst dich auch erkundigen, wie die Einarbeitung konkret abläuft und wie das Auswahlverfahren für die ausgeschriebene Stelle nun weitergeht. Am besten denkst du dir schon in der Vorbereitung auf dein Vorstellungsgespräch passende Fragen aus.

Aber Vorsicht, manche Fragen solltest du unbedingt meiden. Dazu gehört natürlich alles, was du vorab im Internet hättest recherchieren können. Wie viele Mitarbeiter das Unternehmen hat, wie hoch der Jahresumsatz im Durchschnitt ist oder aus welchen Branchen die wichtigsten Kunden kommen – solche Dinge solltest du bereits wissen. Auch Fragen nach der privaten Nutzung von PC und Internet sind eher unklug und damit tabu, ebenso wie die Themen Urlaub und Boni. Im ersten Gespräch sollte es vor allem um dich, deine Motivation und Leistung gehen – also darum, warum du genau auf diese Stelle passt.

Die Digitalisierung verändert den Bewerbungsprozess. Corona hat die Digitalisierung zudem beschleunigt. Was du heute wissen solltest, wenn du dich auf eine Stelle bewirbst, und worauf Unternehmen 2021 in Bewerbungen besonders achten, liest du in diesem Artikel.

Recruiting wird digital

Setzten in der Vergangenheit die wenigsten Unternehmen ausschließlich auf digitale Wege, um neue Mitarbeiter zu rekrutieren, änderte sich das 2020 schlagartig. Mit Beginn der Coronapandemie waren alle Unternehmen aufgefordert, umzudenken. Sie brauchten neue Lösungen, um in Zeiten von Kontaktbeschränkungen und Homeoffice-Pflicht an neue Mitarbeiter zu kommen, ohne gegen die gesetzlichen Auflagen zu verstoßen. Diese Situation wirkte sich extrem auf den gängigen Bewerbungsprozess aus und tut es weiterhin. Wenn du dich also heute auf eine neue Stelle bewerben möchtest, funktioniert das anders als vorher. Da es zu erwarten ist, dass viele Unternehmen auch nach Corona beim Online-Recruiting bleiben werden, sollten sich Bewerber auf die neuen Anforderungen einstellen.

So funktioniert Bewerben 2021

Was aber hat sich konkret verändert und was solltest du als Bewerber 2021 unbedingt berücksichtigen, um deine Chance auf ein Vorstellungsgespräch und eine Einstellung nicht zu vertun? Folgende vier Dinge sind besonders wichtig:

Jobs online suchen

Es gibt sie noch, die konventionellen Stellenanzeigen in der Tageszeitung. Da aber mehr und mehr Menschen ihre Tageszeitung online lesen oder komplett auf ein Abonnement verzichten, hat sich auch die Jobsuche digitalisiert. Wenn du also auf der Suche nach einer neuen Stelle bist, solltest du deinen Suchradius „auf online“ erweitern. Folgende Optionen kannst du im Blick behalten:

Online-Bewerbungen nutzen

Online-Bewerbungen nutzen

Nach der Online-Stellensuche folgt heute die Online-Bewerbung. Die war schon vor der Pandemie auf dem Siegeszug. Am wichtigsten bei digitalen Bewerbungen ist es, dass du genau auf die Anforderungen achtest, die das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, an eine Bewerbung stellt. Bevorzugt es zum Beispiel eine E-Mail-Bewerbung oder hat es ein eigenes Bewerbungsportal, bei dem du deine Unterlagen einfach hochladen kannst? Mehr hilfreiche Tipps, wie du bei der Online-Bewerbung einen professionellen Eindruck hinterlassen kannst, findest du in unserem Online-Bewerbungsguide.

Vorstellungsgespräche werden digital

Einer der größten Unterschiede, die sich im Bewerbungsprozess seit der Coronapandemie zeigen, ist das Format des Vorstellungsgespräches. Da Treffen vor Ort nicht mehr problemlos möglich sind, haben viele Unternehmen auf Online-Vorstellungsgespräche umgestellt. Ein Wechsel, der aber nicht nur übergangsweise Vorteile bringt, sondern tatsächlich das Format der Zukunft sein dürfte. Denn Online-Vorstellungsgespräche sparen beiden Seiten Zeit und Geld und verschlanken den Bewerbungsprozess spürbar. Wenn du folgende Dinge beachtest, kannst du auch im digitalen Zusammentreffen punkten:

Neue Anforderungen an Kompetenzen

Nicht nur die Form hat sich verändert, sondern auch der Inhalt deiner Bewerbungen sieht 2021 im besten Fall anders aus als noch vor zehn oder fünfzehn Jahren. Unternehmen stellen heute aufgrund der digitalen Arbeitswelt andere Anforderungen, die du kennen solltest. Diese teilen sich folgendermaßen auf:

2021 in Bewerbungen überzeugen

Die Krise bringt nicht nur Nachteile mit sich, sondern eröffnet auch neue Möglichkeiten. Heute ist die Chance für einen beruflichen Quereinstieg so gut wie nie zuvor. Außerdem kannst du durch gezielte Weiterbildungen ein einzigartiges Bewerberprofil kreieren, mit dem du dich weniger vergleichbar und dadurch für Personaler interessanter machst. Nutze die Möglichkeiten, die die Online-Bewerbung dir 2021 und in den kommenden Jahren bringt, und finde so deinen Traumjob.

Wie hebe ich mich im Bewerbungsprozess von meinen Mitbewerbern ab? Wie schaffe ich es, im Vorstellungsgespräch mit meiner Persönlichkeit zu punkten? Gerade jetzt vor dem Hintergrund der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt ist es wichtig, ein klares Profil zu zeigen. Ein exzellenter Weg, um dies zu tun, ist, die eigene Geschichte zu erzählen. In diesem Beitrag erfährst du, wie dir dies mithilfe von Storytelling gelingt.

Krisenzeiten als Chancenzeiten

Krisen sind herausfordernd. Aber sie sind auch eine gute Möglichkeit, um die eigene Komfortzone zu verlassen und neue Wege zu beschreiten; manchmal aus eigenen Stücken, manchmal notgedrungen, weil es die Umstände erfordern. Schon in den letzten Jahren zeichnete sich ein Trend ab: Personaler interessierten sich längst nicht mehr nur für die Hard Skills ihrer Bewerber, sondern zunehmend auch für deren Persönlichkeit. Es wird immer relevanter für sie, wie ein Mensch gestrickt ist, welche Charaktereigenschaften er mitbringt und was das für ein bestehendes Team, zu dem er als neuer Mitarbeiter stößt, bedeutet. Ein Trend, der sich während der Pandemie noch verstärkte, denn nun ist es noch wichtiger, dass Mitarbeiter neben dem nötigen Know-how auch die nötige Lebenserfahrung und -einstellung mitbringen, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Wenn du heute auf der Suche nach einer Stelle bist, kommst du also – erfreulicherweise – nicht mehr drum herum, mehr von dir zu zeigen. Deine persönliche Geschichte ist die Grundlage für erfolgreiche Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräche.

Durch Storytelling länger in Erinnerung bleiben

Sowohl in Bewerbungen als auch in Vorstellungsgesprächen bleibt in der Regel nicht die Zeit, um deinen ganzen Lebenslauf ausführlich auszubreiten. Trotzdem möchtest du als Bewerber natürlich in positiver Erinnerung bleiben – gerade weil sich nach dir unter Umständen noch viele weitere Bewerber vorstellen. Genau dabei hilft dir die Technik des Storytellings, denn durch sie kannst du deinem Gegenüber in kurzer Zeit präsent werden und bleiben. Experten der Stanford Graduate School of Business sagen, dass Geschichten sogar ganze 22 Mal besser erinnert werden als reine Fakten. Das liegt daran, dass Geschichten nicht nur unseren Verstand, sondern auch die Gefühlsebene ansprechen und durch die geweckten Emotionen viel besser und länger in Kopf (und Herz) bestehen bleiben.

So machst du deinen Werdegang zur Story

Wie aber kommst du nun zu dieser eigenen Geschichte? Wichtig ist, zunächst einmal zu reflektieren, was dich ausmacht und wie dein Weg bis zum heutigen Zeitpunkt aussah. Persönlichkeitsmodelle wie das Big-Five-Modell können dir helfen, deine persönlichen Stärken und Schwächen konkret zu erfassen. Notiere dir außerdem die relevantesten beruflichen Stationen, die du bisher durchlaufen hast. Wichtig: Notiere dir positive wie negative Aspekte, denn eine glaubhafte Story enthält nicht nur Höhepunkte, sondern immer auch Niederlagen und Rückschläge.

Hast du diese Übersicht angelegt, schreibst du daraus deine eigene Story, die du später in dein Bewerbungsschreiben einsetzt oder im Vorstellungsgespräch erzählst. Nutze hierfür eine der folgenden Vorlagen als Inspiration:

Storytelling mit der Heldenreise

Die klassische Heldenreise findet sich in zahlreichen Sagen und Märchen und ist die ursprüngliche Variante des Storytellings. Aber sie kann dir auch als Inspiration für eine spannende Bewerbergeschichte dienen, die einen bleibenden Eindruck bei deinen Gesprächspartnern hinterlässt. In der klassischen Heldenreise …

Übertragen auf deine berufliche Story bedeutet dies: Wo hat sich dir vielleicht schon einmal eine berufliche Chance eröffnet, die du nicht sofort genutzt hast? Was hat dir geholfen – vielleicht sogar unmittelbar vor dieser Bewerbung, für die du deine Story nutzen möchtest?

Eine Heldenreisen-Story im beruflichen Kontext kann beispielsweise so lauten:

„Ich habe mich schon immer für technische und gesellschaftliche Innovationen interessiert, nach meinem Studium aber zunächst die ganz klassische Laufbahn eingeschlagen. Doch dieses Bedürfnis, wirklich etwas Zukunftsfähiges zu entwickeln und dadurch das Leben vieler Menschen zum Positiven zu verändern, hat mich nicht losgelassen. Deshalb habe ich mich nebenbei mehr und mehr im Bereich Change Management weitergebildet. Das war neben meinem Job und der Familie eine zeitliche Herausforderung, aber dank meiner guten Dozenten und meines inneren Antriebs habe ich es geschafft und die Prüfung bestanden. Ich weiß noch, dass ich damals wegen eines defekten Laptops fast zu spät zur Abschlussprüfung kam, aber letztlich hat alles funktioniert und ich darf mich nun zertifizierter Change Manager nennen. Das bedeutet mir sehr viel, weil ich nun dieses tiefe Bedürfnis nach positiver Veränderung auch praktisch ausleben und Unternehmen damit in eine sichere Zukunft begleiten kann.“

Mithilfe dieser Story zeigst du sowohl Persönlichkeit als auch Know-how. Du präsentierst dich als engagierten potenziellen Mitarbeiter, der für seine Überzeugungen und den Unternehmenserfolg in seinem Fachbereich auch Hindernisse und Herausforderungen in Kauf nimmt. Durch den Aspekt der fast verpassten Prüfung wirkst du zudem menschlich und nahbar und bleibst in Erinnerung.

Storytelling mit dem Ist-Visions-Kontrast von Nancy Duarte

Die amerikanische Schriftstellerin und Speakerin Nancy Duarte analysierte zahlreiche Reden im Hinblick auf deren Erfolgsfaktor und stellte fest, dass vor allem Geschichten darin eine tragende Rolle spielen. Konkret Geschichten, an deren Ende eine verwirklichte Vision steht. Auch ihr Modell kannst du für deine eigene Story nutzen. Es besteht aus drei Elementen:

In Nancy Duartes Storytelling-Ansatz wird eine bestehende Situation dadurch verbessert, dass eine klare Zukunftsvision Wirklichkeit wird. Dies geschieht durch den Einsatz eines bestimmten Produktes bzw. in deinem Fall natürlich durch dich als potenziellen Mitarbeiter. Wichtig ist hierbei, dass du dich gut über das Unternehmen, bei dem du dich bewirbst, informierst. Denn diese Art der Story ist eine, die dich noch stärker mit dem Unternehmen verbindet, als es beispielsweise die sehr um dich zentrierte Heldenreise tut.

Deine Story mithilfe des Ist-Visions-Kontrastes könnte z. B. so lauten:

„In den letzten 15 Jahren war ich als HR-Mitarbeiterin angestellt und betreute unsere Bewerber. Ich rief sie an, schickte ihnen unseren Fragebogen zu und organisierte Besprechungsräume. Das funktionierte gut, war aber für alle Beteiligten immer recht kompliziert. Ich erinnere mich noch gut an doppelt belegte Räume oder Bewerber, die aufgrund der schwierigen Parkplatzsituation vor Ort völlig abgehetzt zu den Gesprächen kamen. Manchmal so spät, dass unser Vorgesetzter sich überhaupt kein Bild von der Person machen konnte, weil die ganze Atmosphäre so stressüberlagert war.

Ich wünschte mir immer, dass wir diesen Prozess anders, moderner und freier gestalten könnten. Dass wir uns z. B. einfach online treffen und ich dabei unterstützen könnte, dass alle Bewerber und natürlich auch unsere Personaler entspannt in solch wichtige Gespräche starten. So wie Sie es in Ihrem Unternehmen machen. Ich kann mir gut vorstellen, diesen Ansatz des Online-Bewerbungsgespräches tatkräftig zu unterstützen und nach und nach auszubauen, bis Ihrer Firma der Ruf als modernes, digital aufgestelltes Unternehmen weit über die Stadtgrenzen hinaus vorauseilt. Wäre das nicht schön, wenn uns das gelänge?“

In diesem Fall hast du als Bewerber einen positiven Aspekt des Unternehmens (führt bereits Online-Vorstellungsgespräche) mit einer positiven Vision (ist als moderne Arbeitgebermarke über die Stadtgrenzen hinaus bekannt) und deiner Person (du möchtest genau dabei unterstützen und siehst darin deine Passion) verknüpft. Durch deine Geschichte bleibst du also nicht nur in Erinnerung, sondern hebst dich zugleich von deinen Mitbewerbern ab.

Authentisch sein im Bewerbungsprozess

Es geht längst nicht mehr darum, perfekt zu wirken, sondern vielmehr um Authentizität. Dazu gehört auch, dass du deine Geschichte mit Höhen und Tiefen erzählst und von Stationen oder Situationen berichtest, die vielleicht nicht ideal abliefen. Wichtig ist, dass du aufzeigst, wie du der Situation noch eine positive Wendung gegeben hast und was du dabei gelernt hast. Dadurch wirkst du ehrlich und malst gleichzeitig ein positives Bild von dir als potenziellem neuem Mitarbeiter.

Wenn du auf der Suche nach einer neuen Stelle bist, kommt rasch auch die Frage nach dem gewünschten Gehalt auf. In diesem Artikel erklären wir dir, wann der richtige Zeitpunkt ist, um als Bewerber das Thema Geld anzusprechen, und was es dabei zu beachten gilt.

Kenne deinen Wert

Einer der wichtigsten Tipps gleich zu Beginn: Geh mit konkreten Gehaltsvorstellungen in einen Bewerbungsprozess. Nur so wirst du das Optimum für dich herausholen. Websites wie www.gehalt.de oder www.glassdoor.de geben dir sehr gute Vergleichswerte. Mit etwas Glück findest du dort sogar konkrete Informationen zu den Gehältern, die dein potenzieller Arbeitgeber durchschnittlich zahlt. Denk daran: Die Höhe des Gehalts hängt zum einen von deinen Qualifikationen und Erfahrungen ab. Zum anderen spielen aber auch externe Faktoren wie die Unternehmensgröße, die Region oder die Branche eine Rolle.

Gehaltsvorstellungen schon in der Bewerbung nennen

Jetzt hast du eine Zahl, die du in deinem Bewerbungsschreiben nennen kannst und häufig auch nennen musst. Denn tatsächlich fragen viele Unternehmen bereits früh im Bewerbungsprozess die Gehaltsvorstellungen ihrer Bewerber ab. Liegen beide Seiten zu weit auseinander, wird das Unternehmen deine Unterlagen wahrscheinlich direkt aussortieren. Das klingt zunächst hart, ist aber letztlich auch in deinem Sinne. Schließlich ist niemandem damit geholfen, wenn erst im Vorstellungsgespräch auffällt, dass ihr allein wegen des gewünschten Entgeltes keine Einigung finden werdet. In diesem Fall hätten beide Seiten Zeit investiert, aber nicht das gewünschte Ergebnis bekommen.

Unser Tipp: Gib nicht deine absolute Untergrenze, aber auch keine völlig übertriebene Vorstellung an, sondern lass im Idealfall etwas Spielraum für Verhandlungen. Wir raten davon ab, eine Gehaltsspanne zu nennen, weil du dir damit eben jenen Spielraum nimmst.

Der richtige Zeitpunkt für die Gehaltsverhandlung im Bewerbungsgespräch

Heißt das aber auch, dass das Gehaltsthema gleich im ersten Bewerbungsgespräch auf den Tisch kommt? In der Regel nicht. Im ersten Vorstellungsgespräch geht es meist erst einmal um deine grundsätzliche Eignung für die freie Stelle. Das Unternehmen möchte von deiner Expertise und Persönlichkeit erfahren und einschätzen, ob du ins bestehende Team passt. Deshalb unsere Empfehlung: Stelle die Frage nach dem Gehalt nicht im ersten Bewerbungsgespräch, sondern warte, bis dein Gesprächspartner das Thema auf den Tisch bringt. Sollte es zu einem zweiten oder dritten Gespräch kommen, kannst du als Bewerber aber durchaus die Initiative ergreifen, sofern das Gehalt zu diesem Zeitpunkt noch nicht thematisiert wurde.

Wie führe ich eine Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch?

Wenn es im Gespräch schließlich um das Thema Gehaltswunsch geht, ist es für dich als Bewerber ratsam, nicht einfach eine Zahl in den Raum zu werfen, sondern erst einmal überzeugende Argumente zu liefern, warum du die gewünschte Summe wert bist. Im Allgemeinen ist folgender Aufbau für eine Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch sinnvoll:

  1. Eignung für die Stelle: Betone nochmals dein Interesse an der ausgeschriebenen Stelle und nenne Argumente, warum du in besonderem Maße als neuer Mitarbeiter geeignet bist. Nenne deine Stärken, die du in deiner aktuellen Stelle einbringst. Dies kann zum Beispiel eine Expertise sein oder auch eine emotionale Stärke. Wenn es für deinen neuen Job relevant ist, kannst du auch frühere Projekte aufzählen, die du erfolgreich gemanagt hast.
  2. Perspektiven für das Unternehmen: Verknüpfe diese Stärken mit Erfolgen, die du für das Unternehmen erzielen könntest. Hast du beispielsweise eine besonders intensive Weiterbildung im Bereich der Geschäftsfeldentwicklung abgeschlossen und verfügst über Expertenkenntnisse, die dem Unternehmen in besonderem Maße nutzen, erwähne dies im Gespräch. Zeige auf, welche Vorteile diese Qualifikation dem neuen Arbeitgeber bringen wird. Wenn möglich, belege deine Erfolge auch mit Zahlen, aber achte dabei darauf, diskret zu bleiben. Nenne als Bewerber nur Zahlen deines vorherigen Arbeitgebers, die du auch wirklich nennen darfst.
  3. Gehaltswunsch: Nun hast du die beste Basis geschaffen, um die Gehaltsverhandlung zu einem erfolgreichen Ende führen zu können. Äußere nun, welche Gehaltsvorstellungen du hast.

Unser Tipp: Nimm dir im Vorfeld zwei bis drei Stunden Zeit und bereite dich intensiv auf dieses Gespräch vor. Gehe verschiedene Gesprächsverläufe durch und lege dir deine Argumente für die jeweiligen Situationen zurecht. Wenn du sie selbst im Schlaf aufsagen kannst, dann trittst du auch im Vorstellungsgespräch selbstbewusster auf und hast die nötige Lockerheit. Auch diese Top-Argumente für eine Gehaltserhöhung helfen dir ganz sicher dabei. Achte nur darauf, dass du nicht arrogant oder überheblich rüberkommst. Das hat eher den gegenteiligen Effekt.

Vergrößere die Verhandlungsmasse

Beachte, dass es bei Gehaltsverhandlungen nicht nur um die Summe geht, die am Ende des Monats auf deinem Konto eingeht. Zur Verhandlungsmasse können außerdem Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Prämien sowie der Dienstwagen gehören. Auch flexible Arbeitszeiten oder zusätzliche Urlaubstage kannst du in den Ring werfen. Sollte dein potenzieller Arbeitgeber also grundsätzlich Interesse an dir haben, aber deine Gehaltsforderungen aus irgendeinem Grund nicht erfüllen können, schlage ihm eine Alternative vor: Du verzichtest auf einen Teil deiner Forderungen, darfst dafür aber beispielsweise im Home-Office arbeiten. Das spart dem Unternehmen einen Arbeitsplatz und dir Zeit und Fahrtkosten.

Fazit: Erfolgreich verhandeln als Bewerber

Viele Menschen verhandeln nicht gerne – erst recht nicht, wenn es ums Gehalt geht. Sieh es professionell. Das wird auch dein Gegenüber tun. Es geht darum, welchen Wert du mit deinen Fähigkeiten, deinen Erfahrungen und deiner Persönlichkeit für das Unternehmen schaffen kannst. Kenne deinen Wert und untermauere ihn mit guten Argumenten, aber lass dir bei deiner Zielsumme auch Verhandlungsspielraum. Das Erfolgsgeheimnis ist die gewissenhafte Vorbereitung. Denn je besser du vorbereitet bist, desto selbstbewusster trittst du auf, desto überzeugender sind deine Argumente und desto höher deine Chancen, dein Wunschgehalt zu erreichen.

Wenn Sie sich auf eine neue Stelle bewerben, kann ein Erstanruf vor der eigentlichen Bewerbung Ihre Chancen enorm steigern. Wir haben unseren Karriereexperten Martin Saidi um seine Einschätzung gebeten, welche Fragen Sie beim Erstanruf stellen können und wann der beste Zeitpunkt für ein solches Telefonat ist. Lesen Sie in diesem Artikel seine Antworten und Tipps.

Ist ein Anruf vor der Bewerbung sinnvoll?

Wenn Sie es richtig angehen, hat ein Erstanruf vor dem Abschicken der Bewerbung viele Vorteile. Unser Experte Martin Saidi, der als Führungskraft bereits zahlreiche Vorstellungsgespräche mit Bewerbern geführt hat und darüber hinaus die Kursteilnehmer bei karriere tutor® sowie unsere Webinar-Teilnehmer rund um die Bewerbung coacht, nennt folgende:

Doch eine Sache sollten Sie unbedingt beachten: „Rufen Sie nicht unvorbereitet an, sondern bereiten Sie das Gespräch wie ein Interview vor“, rät Martin Saidi. Denn, wenn Sie als Bewerber schlecht vorbereitet sind und unnötige Fragen stellen, kann der gut gemeinte Ansatz schnell ins Gegenteil umschlagen und Ihnen mehr schaden als nützen. Wenn Sie am Telefon unkonzentriert wirken und nicht klar erkennen lassen, was Sinn und Zweck des Anrufs ist, laufen Sie Gefahr, als Bewerber ausgeschlossen zu werden.

Fünf gute Fragen für den Anruf vor der Bewerbung

Wenn Sie bei Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber anrufen und lediglich erzählen, dass Sie einfach mal ins Gespräch kommen wollten, verspielen Sie das große Potenzial, das in dieser Aktion liegt. Sie laufen Gefahr, als Zeiträuber abgestempelt und gleich aus dem Pool möglicher neuer Mitarbeiter aussortiert zu werden. Martin Saidi rät deshalb dazu:

„Vorbereitung ist wirklich die halbe Miete. Legen Sie sich Ihre Fragen vorher zurecht und haben Sie sie während des Gesprächs zur Hand.“

Doch welche Fragen sollten Sie stellen? Die folgenden fünf Fragen für den Anruf vor der Bewerbung können Ihnen weiterhelfen:

  1. Ist die Ausschreibung noch aktuell?

Wenn Sie sich auf eine Stelle bewerben möchten, die schon vor einigen Wochen oder gar Monaten ausgeschrieben wurde, ist diese Nachfrage absolut legitim. Sie bekunden damit Interesse und ersparen sich selbst, eine Bewerbung für eine längst vergebene Stelle vorzubereiten.

  1. Welche der genannten Qualifikationen sind Ihnen besonders wichtig?

„Stellenanzeigen beschreiben oft die eierlegende Wollmilchsau. Deshalb lohnt es sich, aus den vielen möglichen Qualifikationen die wirklich wesentlichen herauszufinden“, so der Experte. „Fragen Sie beispielsweise ganz konkret nach, welche der genannten Qualifikationen die wichtigsten sind“. Diese Frage bekundet tiefergehendes Interesse und erleichtert Ihnen, eine passende Bewerbung zu schreiben.

  1. Welcher Persönlichkeitstyp wird im Team gebraucht und was ist Ihnen bei der Besetzung der Stelle sonst noch wichtig?

Erfragen Sie, welche Kenntnisse oder sonstigen Qualifikationen für die Stelle förderlich sind. Unternehmen suchen nicht nur nach fachlicher Expertise, sondern auch nach persönlicher Eignung und sanften Faktoren wie Loyalität oder Empathie. Daher gilt es für Sie herauszufinden, auf welche Soft Skills das Unternehmen Wert legt. „Bewerber, die gezielt danach fragen, welcher Persönlichkeitstyp das Team am besten bereichern kann, beweisen damit Engagement, das immer gerne gesehen ist. Und nicht nur das. Sie erhalten wichtige Informationen über Themen, die Sie nun viel besser vorbereiten können“, erklärt Martin Saidi.

  1. Eigne ich mich trotz einer fehlenden Qualifikation für diese Stelle?

Auch wenn Sie nicht alle Qualifikationen mitbringen, die in der Stellenanzeige beschrieben werden, können Sie punkten. Wenn Sie konkret nachhaken, ob Sie geeignet sind, auch wenn der eine oder andere Punkt nicht zutrifft, zeigen Sie Hartnäckigkeit und Motivation. Zwei Stärken, die sehr gerne gesehen sind. Tipp: Betonen Sie, dass Sie gerne bereit sind, sich weiterzubilden und die gewünschte Qualifikation nachzuholen.

  1. Liege ich mit meiner Gehaltsvorstellung in Ihrer Spannbreite?

Detailfragen – wie die nach der genauen Anzahl der Urlaubstage und dem ganz konkret zu erwartenden Gehalt – sind im Erstanruf fehl am Platz. „Wenn jedoch in der Stellenanzeige ausdrücklich die Angabe Ihrer Gehaltsvorstellungen verlangt wird, ist es völlig in Ordnung, wenn Sie fragen, ob Ihre Gehaltsvorstellung im angedachten Budgetrahmen des Unternehmens liegt“, so Martin Saidi.

Anrufe richtig vorbereiten

Wie bereits angeklungen, ist die Vorbereitung auf den Anruf vor der Bewerbung die halbe Miete. Im Folgenden geben wir Ihnen noch einige Extratipps vom Karrierecoach mit auf den Weg. Erfahren Sie, wie Sie sich gezielt vorbereiten können und was Sie dabei unbedingt beachten sollten.

Wählen Sie einen Zeitpunkt direkt nach der Mittagspause oder am frühen Nachmittag, denn hier ist die Chance, einen aufmerksamen und geduldigen Gesprächspartner zu finden, am höchsten. Martin Saidi erklärt, warum. „Früh am Morgen sind wir produktiv und haben unseren Fokus auf den To-dos des Tages. Nachmittags sind die wichtigsten Dinge erledigt und die meisten Menschen haben mehr Ruhe für ein Gespräch.“ Nutzen Sie diesen Umstand, um nicht gleich nach dem ersten Satz abgewimmelt zu werden, weil Ihr Gegenüber keine Zeit hat.

 „Bauen Sie das Gespräch logisch auf“, rät Martin Saidi. Wer anruft und nach dem ersten Satz keinen logischen Anknüpfungspunkt hat, wirkt desinteressiert.

Oftmals, gerade in angespannten Situationen vernachlässigt, in der Praxis aber enorm wichtig, ist ein höflicher Umgangston. „Lassen Sie den anderen ausreden und gehen Sie auf dessen Antworten ein“, rät Martin Saidi. Denn dadurch ist es möglich, in ein wirklich tiefes Gespräch zu gelangen und nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. 

Anruf vor einer Initiativbewerbung ?

Bei einer Initiativbewerbung bewerben Sie sich nicht auf eine ausgeschriebene Stelle, sondern empfehlen sich selbst als potenziellen Mitarbeiter, ohne ein Gesuch zu kennen. Diese Art der Bewerbung kann sehr vielversprechend sein, jedoch sollten Sie von einem Anruf vorab in der Personalabteilung eher absehen.

Der Experte empfiehlt stattdessen eine andere Vorgehensweise: „Bringen Sie sich zunächst ins Blickfeld der Entscheider, z. B., indem Sie sich in einem beruflichen Netzwerk wie XING oder LinkedIn miteinander vernetzen. Ist eine erste Verbindung da, können Sie sich nach einer Weile erkundigen, ob Sie Ihre Expertise ins Unternehmen einbringen können. Im besten Fall passiert dies aber umgekehrt: Der Recruiter hat Sie durch die Vernetzung auf dem Schirm und kommt vor einer neuen Ausschreibung direkt auf Sie zu.“

Anruf nutzen

Nutzen Sie die Vorteile des Anrufs vor der schriftlichen Bewerbung, um Ihre Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch  zu erhöhen. Rufen Sie aber nur an, wenn Sie die Stelle unbedingt haben wollen und Sie sich gut darauf vorbereitet haben. Viel Erfolg dabei!

Wenn Sie arbeitslos werden, sollten Sie sich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit melden. Wie Sie vorgehen, wann Sie sich spätestens melden müssen und welche Unterlagen Sie für Ihre Arbeitslosmeldung benötigen, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel und geben Ihnen dafür eine Checkliste zum Downloaden an die Hand.

Arbeitslos oder arbeitsuchend melden?

Zunächst ist eine Unterscheidung wichtig, die die meisten Berufstätigen nicht kennen. Zwischen einer Arbeitslosigkeit und dem Status der Arbeitsuche gibt es im dritten Sozialgesetzbuch (SGB) eine klare Unterscheidung. Und danach richtet sich die Agentur für Arbeit. So gilt laut § 138 SGB III als arbeitslos, wer …

Arbeitslos sind Sie also erst dann, wenn Sie nicht mehr beschäftigt sind. Die notwendigen Vorbereitungen für eine ordentliche Arbeitslosmeldung beginnen aber bereits an dem Tag, an dem Sie wissen, dass Sie arbeitslos werden könnten. Zu diesem Zeitpunkt sind Sie im Sinne des SGB und damit für die Arbeitsagentur arbeitsuchend, und dies sollten Sie dann auch umgehend melden.


Fristen zur Arbeitslosmeldung

Nehmen wir an, Sie bekommen im August die Kündigung, die zum 31. Dezember des Jahres gültig wird. Auch wenn die Arbeitslosigkeit noch einige Monate entfernt liegt, sollten Sie die Agentur für Arbeit frühzeitig darüber informieren. Tun Sie das nicht, drohen Ihnen Sperrfristen in Form eines gekürzten Anspruchs auf Arbeitslosengeld.

Für die Arbeitsuchendmeldung – quasi die Vorabmeldung zur Arbeitslosmeldung –gilt die Regel, dass diese spätestens drei Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit erfolgen muss. Zunächst genügt ein Anruf oder auch die Meldung über ein Online-Formular. Ab diesem Zeitpunkt gelten Sie offiziell als arbeitsuchend.

Ist die von Ihrem Arbeitgeber einzuhaltende Kündigungsfrist kürzer, gilt die Regel, dass Sie sich spätestens innerhalb von drei Tagen nach der Kündigung melden müssen.

Spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit müssen Sie sich aber auch persönlich in Ihrer Arbeitsagentur vorstellen und arbeitslos melden. In unserem Beispiel wäre dies spätestens am ersten Werktag nach dem 1. Januar, da dieser ein Feiertag ist.


Möglichst vor der Frist erscheinen

Zwar ist es ausreichend, wenn Sie am ersten Tag der Arbeitslosigkeit in Ihrer zuständigen Arbeitsagentur erscheinen. Wollen Sie jedoch bereits ab diesem Tag Arbeitslosengeld erhalten, ist es sinnvoll, diesen Termin früher wahrzunehmen. Denn dadurch können Sie auch Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld rechtzeitig vor Beginn Ihrer Arbeitslosigkeit stellen. Bedenken Sie, dass es einige Tage bis Wochen dauern kann, bis der Antrag bewilligt wird. Zeit, in der noch keine Leistungen ausgezahlt werden.

Je früher Sie mit Ihrem Arbeitsvermittler sprechen, umso früher können Sie sich auch über einen geeigneten neuen Job und die Bedingungen dafür unterhalten. Ist es für Sie nicht möglich, vor Beginn der Arbeitslosigkeit beim Arbeitsamt zu erscheinen, verzögert sich möglicherweise auch die Vermittlung.


Welche Unterlagen brauche ich für die Arbeitslosenmeldung?

Frau auf Sofa schreibt am Laptop

Für Ihre Arbeitslosmeldung beim zuständigen Berater vor Ort benötigen Sie folgende Unterlagen:

Möchten Sie außerdem Arbeitslosengeld beantragen, sollten Sie zusätzlich den entsprechenden Antrag auf Arbeitslosengeld I mitbringen. Das Antragsformular bekommen Sie von den Mitarbeitern der Agentur für Arbeit zugeschickt, nachdem Sie Ihre nahende Arbeitslosigkeit gemeldet haben, oder direkt vor Ort.

Alternativ können Sie auch online Arbeitslosengeld beantragen. Das nötige Formular finden Sie im Portal der Arbeitsagentur. Sie müssen sich vorab für dieses Portal registrieren.


Warum brauche ich diese Unterlagen?

Einige Unterlagen, zum Beispiel der Personalausweis, dienen dazu, dass Ihr Berater Ihre Identität eindeutig feststellen kann. Andere wiederum erleichtern das Prozedere, das mit der Arbeitslosmeldung zusammenhängt.

Ihr Berater verfolgt mit Ihnen ein gemeinsames Ziel:

Ihre Arbeitslosigkeit soll so schnell wie möglich beendet sein. Auch Ihr Antrag auf Arbeitslosengeld soll schnellstmöglich bearbeitet werden.

Aus Ihrem Kündigungsschreiben bzw. dem befristeten Arbeitsvertrag entnimmt der Berater das Datum des Beschäftigungsendes. Dieses Datum ist wichtig für den Antrag auf Arbeitslosengeld, denn Ihr Anspruch beginnt am ersten Tag nach Ende der Beschäftigung.

Ihren Lebenslauf müssen Sie nicht zwingend schriftlich mitbringen, aber wenn Sie das tun, erleichtert das den Prozess enorm. Jede Arbeitslosmeldung bedeutet gleichzeitig, dass aktiv nach einer neuen Beschäftigung gesucht werden muss. Auf Basis Ihres beruflichen Werdegangs legt Ihr Berater ein Bewerberprofil für Sie an. Dank dieses Profils ist er in der Lage, Ihnen möglichst passende Stellenangebote zukommen zu lassen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihr Profil anonymisiert veröffentlichen zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass potenzielle Arbeitgeber, die noch kein Stellengesuch veröffentlicht haben, auf Sie aufmerksam werden können. Weitere Tipps zur Jobsuche über das Arbeitsamt finden Sie in diesem Artikel.


Warum brauche ich Nachweise über Leistungsbezüge?

Je nachdem, wie lange Sie beschäftigt waren, bevor die Arbeitslosigkeit eintrat, haben Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I oder gegebenenfalls auf Arbeitslosengeld II. Sofern Sie in den vergangenen 30 Monaten mindestens zwölf Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, können Sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen. Die Nachweise über mögliche frühere Leistungsbezüge erleichtern es Ihrem Berater, Ihren Anspruch einzuschätzen. Kommen Sie nicht auf zwölf Monate Beschäftigungszeit, können Sie sich zu einem Antrag auf Arbeitslosengeld II beraten lassen.


Was passiert, wenn ich die Unterlagen verspätet einreiche?

Den Antrag auf Arbeitslosengeld können Sie nicht rückwirkend stellen. Wenn Sie zwar ab dem 1. Januar arbeitslos sind, den Antrag aber erst am 15. Januar stellen, verfällt der Anspruch für die ersten beiden Januarwochen.

Wichtig ist daher, dass die telefonische bzw. persönliche Meldung rechtzeitig erfolgt. Möglicherweise warten Sie zu diesem Zeitpunkt noch auf einige Unterlagen; diese können Sie in der Regel problemlos nachreichen.

Im Download-Center der Arbeitsagentur gibt es hilfreiche Merkblätter für Arbeitslose mit und ohne Leistungsbezug, die auch auf die Antragstellung näher eingehen. Nutzen Sie diese gerne zur ergänzenden Information.


Gut vorbereitet zur Arbeitslosmeldung mit Checkliste

Sie sehen, es gibt einige Regeln und Fristen, aber wenn Sie gut vorbereitet sind, bewältigen Sie diese problemlos. Mit dieser Checkliste zum Arbeitslosmelden sind Sie auf der sicheren Seite.

Übrigens gibt es auch hervorragende Fördermöglichkeiten, um schnell wieder aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen. Um Ihnen den Wiedereinstieg in eine neue Beschäftigung zu erleichtern, werden Sie von Ihrem Berater bei der Arbeitsagentur dann gegebenenfalls auf eine Weiterbildung angesprochen. Welche Weiterbildung das Arbeitsamt zahlt und welche nicht wie Sie eine gute Weiterbildung finden und wie Sie einen Bildungsgutschein beantragen, erfahren Sie ebenfalls hier im Blog.

Im Leben lernt man niemals aus – diesen Spruch werden sicherlich viele von Ihnen schon mindestens einmal gehört haben. Und gerade mit Blick auf den beruflichen Bereich steckt da eine Menge Wahrheit drin. Denn ohne ausreichende Lernbereitschaft und die passende Aus-, Weiter- oder Fortbildung wird es in der heutigen Zeit immer schwieriger, den gewünschten Traumjob auch tatsächlich zu bekommen. Aus diesem Grund sollten Sie den Personalchef im Optimalfall schon mit Ihrem Lebenslauf von sich, Ihren Kenntnissen und Ihren Qualitäten überzeugen. Aber wie funktioniert das denn eigentlich am besten? Welche Fort- und Weiterbildungen sind überhaupt relevant? Und wo sollten diese im Lebenslauf auftauchen? Genau diese Fragen möchten wir für Sie in dem nun folgenden Artikel etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Diese Inhalte machen den Unterschied

Auf welche Inhalte achten Recruiter am häufigsten, wenn sie sich die Lebensläufe der zahlreichen Bewerber anschauen? Ganz vorne mit dabei: die Ausbildung (beziehungsweise das Studium) und natürlich auch die bisherige Berufserfahrung.

Doch da ein Großteil der Bewerber häufig beides vorweisen kann, bedarf es in der heutigen Zeit schon etwas mehr. Und genau hier kommen die sogenannten Fort- und Weiterbildungen ins Spiel. Wer sich von der Konkurrenz absetzen und sich so einen vielleicht entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Bewerbern verschaffen möchte, sollte dem Personaler schon im Lebenslauf zeigen, welche Seminare, Kurse und Workshops er bereits erfolgreich abgeschlossen hat.

Allerdings ist neben der Anzahl der Fort- und Weiterbildungen auch deren Qualität entscheidend, da nicht alle Weiterbildungen automatisch auch zu der gewünschten Stelle und der damit verbundenen Stellenbeschreibung passen.

Welche Fort- und Weiterbildungen gehören in den Lebenslauf?

Vorab sei gesagt, dass die Erwähnung jedes Seminares, jeder Fortbildung und jedes noch so kleinen Workshops grundsätzlich sinnvoll sein kann, wenn es darum geht, die Chancen auf den gewünschten Traumjob zu erhöhen. Schließlich zeigt dieses Engagement, dass Sie stets dazu bereit sind, sich weiterzubilden und Neues zu lernen.

Allerdings muss man zugleich auch abwägen, welche Zertifikate im Lebenslauf auftauchen sollten und welche besser nicht. Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn Sie sich im Personalwesen bewerben, in Ihrem Lebenslauf allerdings nur Fortbildungen im Bereich Vertrieb angeben, hilft Ihnen das vermutlich nicht viel weiter. Dementsprechend gilt: Je besser die Fortbildung zu der Stelle passt, auf die Sie sich bewerben möchten, desto höher ist auch der Mehrwert für den potenziellen Arbeitgeber.

Relevanz ist hier also das Zauberwort. Und diese bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Weiterbildung, sondern auch auf die Aktualität. Denn wenn sich der Recruiter Ihre Weiterbildungen anschaut, achtet er auch darauf, wie aktuell Ihr Wissen ist. Daher sollten die angegebenen Fortbildungen nicht schon viele Jahre zurückliegen.

In manchen Bereichen veraltet das Wissen sogar besonders schnell: Bewerben Sie sich zum Beispiel im IT-Sektor oder Steuerwesen, sammeln Sie mit einer Weiterbildung aus dem Jahre 2007 sicherlich keine Pluspunkte. Im unglücklichsten Fall denkt der Personaler vielleicht sogar: „Oh, sein Wissen ist ja ganz schön veraltet. Der Bewerber scheint sich nicht eigeninitiativ darum zu kümmern, auf dem neusten Stand zu bleiben. Das setzen wir aber bei unseren Mitarbeitern voraus.“ Daher der Tipp: Fragen Sie sich vorab immer, ob die jeweilige Weiterbildung für das Unternehmen einen Nutzen darstellen kann und wenn ja, welchen.

An welcher Stelle sollten die Weiterbildungen im Lebenslauf auftauchen? 

Um diese Frage beantworten zu können, kommt es vor allen Dingen auf die Art der Fortbildung an. Denn hier unterscheidet man vor allem zwischen drei verschiedenen Formen.

Unter die jeweilige berufliche Position

Eine berufliche Fortbildung oder Schulung, die während einer Festanstellung durchgeführt und gegebenenfalls auch von dem Arbeitgeber bezahlt wurde, sollte stets unterhalb der damit verbundenen beruflichen Station aufgelistet werden.

Unter „Ausbildung“

Sonstige Umschulungsmaßnahmen, die zu dem Erwerb eines anerkannten (Berufs-)Abschlusses geführt haben – wie zum Beispiel Handwerksmeister oder Techniker – fallen hingegen unter den Punkt „Ausbildung“.

Unter „Besondere Kenntnisse“

Und wenn Sie Qualifikationen durch Weiterbildungen im privaten Bereich erlangt haben, können Sie diese als gesonderten Punkt in Ihrem Lebenslauf auflisten, beispielsweise unter „Besondere Kenntnisse“.

Können Weiterbildungen im Lebenslauf fehlende Berufserfahrung und Lücken ausgleichen?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Wer zum Beispiel erst vor kurzer Zeit ins Berufsleben gestartet ist, hat bei den Personalern oft einen schwereren Stand als Bewerber, die schon einige Jahre in dem Beruf gearbeitet haben. Wenn Sie jedoch direkt nach Ihrem Schulabschluss oder während der Ausbildung an Weiterbildungslehrgängen teilgenommen und diese auch erfolgreich abgeschlossen haben, können Sie viel Boden gutmachen. Diese Fortbildungen ersetzen die praktische Berufserfahrung zwar nicht komplett, doch zeigen Sie dem Recruiter damit, dass Sie trotzdem über ein ausreichendes Maß an Kompetenz verfügen. Außerdem eignen sich Weiter- und Fortbildungen hervorragend dazu, um die allseits gefürchteten Lücken im Lebenslauf zu schließen, die beispielsweise durch Arbeitslosigkeit entstehen.

Dürfen nur zertifizierte Weiterbildungen in der Vita aufgeführt werden?  

In der Regel ist es üblich, für die im Lebenslauf erwähnten Weiterbildungen und Seminare ein Zertifikat als Kopie an die Bewerbung anzuhängen, um dem Personalchef damit zu beweisen, dass man auch tatsächlich daran teilgenommen und den Lehrgang erfolgreich beendet hat. Wer darauf verzichtet, muss mit Rückfragen des Recruiters rechnen – und riskiert im schlimmsten Fall sogar, dass die Bewerbung aufgrund fehlender Dokumente direkt auf dem Absagestapel landet. Hier gilt also: Wenn Sie eine Weiterbildung abgeschlossen haben und diese im Lebenslauf aufführen, sollten Sie auf jeden Fall auch einen Nachweis dafür liefern können.

Die erste Hürde ist geschafft: Ihre sorgfältig erstellten Bewerbungsunterlagen haben Ihren Wunscharbeitgeber neugierig gemacht und Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Wie Sie sich optimal auf das Kennenlerngespräch vorbereiten und einen perfekten ersten Eindruck hinterlassen, erklärte Karriereexperte Martin Saidi im karriere tutor®-Webinar „So meistern Sie Ihr ​Bewerbungsgespräch!​“.

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

Gleich zu Beginn des Webinars betonte Martin Saidi, wie wichtig Selbstreflexion und daraus abgeleitet ein gesundes Selbstvertrauen ist. Wer sich bereits bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen intensiv damit auseinandergesetzt hat, welche persönlichen Soft und Hard Skills er dem neuen Arbeitgeber zur Verfügung stellen kann, dem wird es auch im Vorstellungsgespräch leichter fallen, seinen Mehrwert für das Unternehmen darzulegen.

Soziale Medien als nützliche Informationsquellen

Zur konkreten Vorbereitung auf den Termin empfahl Martin Saidi, darauf zu achten, wer genau der Gesprächspartner ist, und dann einen Blick in Business-Netzwerke wie XING oder LinkedIn zu werfen. Die meisten Unternehmen pflegen dort eigene Profile und veröffentlichen eventuell sogar eigene Beiträge. So können Sie sich darüber informieren, welche Themen dem Unternehmen besonders am Herzen liegen, und gerade kununu ermöglicht einen authentischen Blick in die Unternehmenskultur bzw. in die Werte eines Unternehmens. Falls sich über die eigenen Kontakte auf XING oder LinkedIn schon Verbindungen zum neuen Arbeitgeber herstellen lassen, sollte man keine Scheu haben, auf diese Kontakte zuzugehen und um Informationen oder Kontaktvermittlung zu bitten. Je besser Sie darüber Bescheid wissen, was Ihrem Gesprächspartner und seinem Unternehmen wichtig ist, desto einfacher können Sie bei dem Gespräch glänzen und es wird zu einem Austausch auf Augenhöhe.

Facebook, XING und andere Social Media Profile oder auch die Website vom Unternehmen ermöglichen meist auch einen optischen Einblick in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter. Schauen Sie sich zum Beispiel Teamfotos an, um Hinweise auf den Dresscode zu erhalten.

Der Dresscode des Unternehmens

Wenn Sie sich dennoch unsicher sind, welcher Dresscode im Unternehmen herrscht, ist für die persönliche Vorstellung stilvolle Businesskleidung die sicherste Wahl. Die richtige Kleidung zu finden, ist für das Bewerbungsgespräch essenziell.

 

Der Ablauf des Gesprächs, typische Fragen & Körpersprache

Im Unternehmen und Gesprächsraum angekommen

Schon bevor das Gespräch beginnt, sind es oft Kleinigkeiten, die zum positiven Ablauf beitragen. Achten Sie beispielsweise bei der Sitzplatzwahl darauf, dass Sie nach Möglichkeit mit dem Gesicht zur Tür sitzen, damit Sie sich nicht umdrehen müssen, sobald jemand den Raum betritt.

Bringen Sie gerne etwas zum Schreiben mit, damit Sie sich während des Gesprächs Notizen machen können. Legen Sie den Stift aber nach jeder Notiz wieder beiseite, denn gerade in Stresssituationen verleitet ein Gegenstand in der Hand zu nervöser Gestik.

Wenn Ihnen ein Getränk angeboten wird, orientieren Sie sich am besten an dem, was bereits auf dem Tisch steht, oder halten es einfach: Kaffee oder Tee ist einfacher zuzubereiten als ein Cappuccino.

Der Gesprächsbeginn

Das Gespräch beginnt in der Regel mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Für eine gute Selbstpräsentation machen Sie sich im Vorhinein darüber Gedanken, welche Meilensteine in Ihrem Lebenslauf Sie besonders hervorheben möchten. Wenn Sie sich unsicher sind, wie weit Sie ausholen dürfen, fragen Sie ruhig, bei welcher beruflichen Station Sie beginnen dürfen.

Typische Fragen

Denken Sie daran, dass Ihre Gesprächspartner einschätzen möchten, ob Sie die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle sind, und dahingehend auch ihre Fragen formulieren werden. Typisch sind Fragen wie:

„Bereiten Sie sich auf diese Fragen vor und wägen Sie besonders bei Ihren Schwächen ab, welche Sie erzählen sollten und welche eher nicht“, riet Martin Saidi. „Dank Ihrer Selbstreflexion sollten die Antworten auf diese Fragen alle parat sein.“ Sie dürfen gerne auch auf frühere Erfolge verweisen und ehemalige Kollegen oder Vorgesetzte mit positiven Statements zur Zusammenarbeit mit Ihnen zitieren.

Ihre Körpersprache

Kommunikation findet nicht nur auf verbaler Ebene statt, sondern auch Ihre Körpersprache trägt wesentlich zur Einschätzung Ihrer Person bei. Versuchen Sie – trotz aller Aufregung – positive Signale zu senden, indem Sie eine entspannte, aufrechte Körperhaltung einnehmen, sich Ihrem Gegenüber zuwenden und „sich erden“, indem Sie beide Füße auf den Boden stellen. Wenn Sie Ihre Hände flach überkreuzt vor sich legen und während des Gesprächs immer wieder einen Stift zur Hand nehmen, um sich Notizen zu machen, wirken Sie offen und interessiert. Verschränkte Arme wirken abweisend und eine übertrieben entspannte Haltung ist ebenso unangebracht wie eine „Fluchtposition“ auf der Stuhlkante.

 

Stellen Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber die richtigen Fragen

Am Ende des Vorstellungsgesprächs erhalten Sie in der Regel die Möglichkeit, nun ihrerseits Fragen zu stellen – und dabei Ihre Gesprächspartner zu beeindrucken. Fragen Sie zum Beispiel Ihre zukünftigen Vorgesetzten:

 

Ein mutiger Gesprächsabschluss

„Wecken Sie Begehrlichkeiten und vereinbaren Sie eine SMART-Vorgehensweise – auch wenn das Mut erfordert“, empfahl Martin Saidi. SMART – das bedeutet spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert. Ein mutiger Gesprächsabschluss bedeutet, dass Sie bestimmen, wie es danach weitergeht, und nicht dem Recruiter die Entscheidung überlassen, bis wann eine Rückmeldung erfolgt. Signalisieren Sie eindeutiges Interesse und bitten Sie um Rückmeldung zu einem bestimmten Termin. So positionieren Sie sich als erste Wahl und geraten nicht ins Hintertreffen, wenn sich nach Ihnen noch andere Bewerber vorstellen. Hier schließt sich der Kreis zu Ihrem ganz am Anfang erarbeiteten Persönlichkeitsprofil: Sie sind wertvoll und dürfen das auch signalisieren!

In jedem Lehrgang von karriere tutor® ist übrigens ein professionelles Bewerber-Coaching inklusive.

 

Vorstellungsgespräche über Skype oder Zoom werden in Unternehmen immer beliebter. Doch viele Bewerber sind vor ihrem ersten Online-Vorstellungsgespräch unsicher, worauf sie achten sollten und was den Personalern beim Video-Interview wichtig ist. Wir haben fünf Tipps für Ihr nächstes oder erstes Online-Bewerbungsgespräch zusammengestellt.

Vorteile der Online-Vorstellungsgespräche

Warum setzen Unternehmen überhaupt darauf, nicht nur online Stellen auszuschreiben, sondern auch online mit ihren Bewerbern zu sprechen, statt sie klassisch in die Räumlichkeiten vor Ort einzuladen? Gundi Poch, HR-Leiterin bei karriere tutor®, kennt die Gründe aus eigener Erfahrung:

„In Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels weiten Unternehmen die Suche nach potenziellen neuen Mitarbeitern aus und rekrutieren nicht mehr nur lokal, sondern deutschlandweit und auch international“, weiß die Expertin. „Auch bei karriere tutor® nutzen wir Online-Gespräche, um die besten Fachkräfte zu finden, egal, wo sie gerade leben.“

Der aktuelle HR-Report 2019 „Beschäftigungseffekte der Digitalisierung“ des Personaldienstleisters Hays ergab, dass dies schon längst keine Ausnahme mehr ist: 50 % der befragten Unternehmen rekrutieren ihre Mitarbeiter bereits landesweit.

Neben dem größeren Recruiting-Radius spielt bei der Entscheidung der Unternehmen für das Online-Bewerbungsgespräch auch der Zeitfaktor eine große Rolle. „Bewerbungsgespräche bedeuten immer einen hohen Zeitaufwand, sowohl für die Personaler des Unternehmens als auch für die Bewerber“, erklärt Gundi Poch. Online-Bewerbungsgespräche können den Auswahlprozess messbar beschleunigen und beiden Seiten Zeit und auch Geld sparen, denn Fahrt- und eventuelle Übernachtungskosten entfallen.

5 Tipps für Online-Vorstellungsgespräche

Auch bei Ihnen steht in Kürze ein Online-Bewerbungsgespräch an? Wenn Sie sich optimal darauf vorbereiten möchten, sollten Sie einige Dinge beachten.

1. Technische Ausrüstung für Online-Vorstellungsgespräche

Welche technische Ausrüstung brauchen Sie als Bewerber für ein Online-Bewerbungsgespräch?

Wenn es sich nicht um ein reines Telefoninterview handelt, sondern um ein Video-Gespräch über Skype oder Zoom, ist Folgendes wichtig:

Separate Mikrofone und externe Kameras sind für das Online-Vorstellungsgespräch meist nicht nötig. Die eingebauten Standardgeräte in Laptop und Co. reichen vollkommen aus. Zusätzlich sollten Sie für eine stabile Internetverbindung sorgen, um Störungen oder gar Unterbrechungen mitten im Gespräch zu vermeiden. Bei den meisten Softwares kann man das Bild und auch den Ton vorab testen. „Dies sollten Bewerber im Vorfeld nutzen, denn Unterbrechungen stören nicht nur den Gesprächsfluss, sondern sind auch eine zusätzliche Quelle der Nervosität für den Bewerber“, rät Gundi Poch. Bitten Sie zum Beispiel auch einen Freund, mit Ihnen einen Test-Videoanruf durchzuführen. Das schafft zusätzliche Sicherheit.

Skype-Profil anlegen und aktualisieren

Wenn das Vorstellungsgespräch via Skype erfolgen soll und Sie sich ein neues Skype-Profil dafür einrichten, achten Sie darauf, dass Sie einen seriösen Profilnamen wählen. Ihr Vor- und Zuname wirkt professionell und ist ansprechender als ein kryptischer Fantasiename. Sollten Sie bereits ein Skype-Profil besitzen, nehmen Sie sich vorab die Zeit, dieses zu aktualisieren. Laden Sie ein aktuelles, geeignetes Foto von sich hoch und verzichten Sie auf missverständliche Abwesenheitsnotizen, die unterhalb Ihres Profilnamens angezeigt werden.

2. Auf die Umgebung achten

Neben den technischen Voraussetzungen spielt noch ein weiterer, in der Praxis oft vergessener Faktor eine Rolle: die richtige Umgebung. Auch beim Online-Bewerbungsgespräch möchten Sie sich ja optimal in Szene setzen. Dies können Sie im Vorfeld vorbereiten. Zum Beispiel, indem Sie eine optimale Kameraperspektive wählen. Achten Sie darauf, dass die Kamera Ihr volles Gesicht in einer guten Perspektive einfängt. „Der Bewerber sollte gut zu sehen sein, damit man einen guten Eindruck von ihm gewinnen kann“, ist Gundi Poch wichtig. Achten Sie also darauf, dass die Beleuchtung schräg von der Seite oder von vorne kommt, damit ihr Gesicht nicht im Schatten liegt. Der Bildausschnitt sollte so gewählt werden, dass Sie nicht zu nah, aber auch nicht zu weit weg von der Kamera platziert sind. Optimalerweise ist der Oberkörper gut zu sehen, sodass auch Ihre Gestik noch erkennbar ist. So haben Sie im Gespräch einen größeren Aktionsradius und werden sich wohler fühlen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der gewählten Kameraperspektive: Das Gespräch findet nicht im Meetingraum des Unternehmens, sondern in Ihrer selbst gewählten Umgebung statt. Das wird Ihnen vermutlich helfen, sich wohlzufühlen. Gleichzeitig verrät der Hintergrund auch eine Menge über den Bewerber. HR-Leitung Gundi Poch verrät: „Wir achten im Gespräch natürlich auch darauf, wie die Umgebung wirkt: Welches Zimmer hat der Bewerber für das Gespräch gewählt? Wirkt der Hintergrund freundlich und aufgeräumt? Oder sieht man den Korb mit Bügelwäsche oder die dicke Staubschicht auf dem Regal?“

Neben dem Hintergrund sollten Sie auch auf die Geräusche um Sie herum achten. Störende Geräuschquellen wie die Baustelle vor dem Fenster können das Gespräch erschweren und behindern. Auch Ihr Handy sollten Sie in jedem Fall vor dem Gespräch ausschalten.

3. Dresscode für Online-Bewerbungsgespräche

Dresscode fuer Online Bewerbungsgespraeche

Natürlich kommt es nicht nur auf den Eindruck an, den Ihre Umgebung macht, sondern auch auf einen guten ersten Eindruck von Ihrer Person. Und den erreichen Sie neben der richtigen Kameraperspektive über die gewählte Kleidung. Doch wie sollte man sich am besten kleiden? Gundi Poch verrät: „Bewerber sollten sich zur Vorbereitung mit dem Unternehmen auseinandergesetzt haben. Dadurch werden sie ein Gefühl dafür bekommen, welche Unternehmenskultur vorherrscht und welcher Dresscode dazu passt. So kann es sein, dass für ein Online-Vorstellungsgespräch bei einer Bank ein sehr klassisch-eleganter Look in Anzug oder Kostüm angemessen ist, Bewerber aber bei einem Medienunternehmen damit völlig overdressed erscheinen. Bei karriere tutor® herrscht eine eher lockere Atmosphäre. Business Casual ist deshalb bei uns gerne gesehen. Wichtig ist uns aber vor allem, dass der Bewerber sich nicht verkleidet, denn wichtiger noch als die Kleidung ist für uns die Authentizität.“ Der richtige Kleidungsstil kann von Branche zu Branche und von Unternehmen zu Unternehmen anders aussehen. Ein hilfreicher Tipp ist es deshalb, sich vorher die Teamfotos auf der Website eines Unternehmens anzusehen und sich dem darauf abgebildeten Dresscode anzupassen.

4. Die inhaltliche Vorbereitung

Egal ob Online-Bewerbungsgespräch oder persönliche Vorstellung vor Ort: die inhaltliche Vorbereitung eines Bewerbers ist entscheidend für den Ausgang des Gesprächs. Hier sind Gundi Poch vor allem zwei Punkte wichtig: die Beschäftigung mit dem Unternehmen und mit den eigenen Stärken. „Wenn ein Bewerber ins Online-Gespräch kommt und sich gar nicht mit unserem Unternehmen befasst hat, merken wir das sehr schnell. Doch bevor wir einen Job vergeben, wollen wir natürlich wissen, warum derjenige gut in unser Team passen würde und welche Motivation er mitbringt“, erklärt sie.

Wenn Sie kurz vor einem Online-Bewerbungsgespräch stehen, nehmen Sie sich also unbedingt auch hier vorher die Zeit, um sich mit dem Unternehmensprofil Ihres potenziellen neuen Arbeitgebers zu befassen.

Offline wie online erkundigen sich Führungskräfte im Bewerbungsgespräch auch gerne nach den persönlichen Stärken eines Bewerbers. Gundi Poch erklärt: „Uns ist es nicht wichtig, dass ein Bewerber alles hundertprozentig kann, aber er sollte seine eigenen Stärken kennen, und diese

persönlichen Stärken müssen dann auch zum neuen Job und ins bestehende Team passen. Außerdem achten wir sehr stark auf die eigene Motivation: Will der Bewerber etwas erreichen? Hat er Lust, das Team nach vorne zu bringen? Wenn er das vermitteln kann, ist er bei uns richtig.

5. Gehaltsvorstellungen klug kommunizieren

Findet ein Vorstellungsgespräch online statt, dient dies nicht immer gleich der Besprechung sämtlicher Details des späteren Arbeitsvertrags, sondern kann auch eine Art Vorgespräch sein. Achten Sie deshalb darauf, inhaltlich die richtigen Schwerpunkte zu setzen. Konzentrieren Sie sich zunächst auf die Fragen zur fachlichen und persönlichen Eignung. Wenn es von der Führungskraft bzw. Ihrem Gesprächspartner thematisiert wird, können Sie auch Ihre Gehaltsvorstellungen nennen. Denn natürlich ist es wichtig abzuklären, welches Jahresgehalt Sie sich wünschen. „Dies sind zwar wichtige, aber nicht die primären Fragen für ein Bewerbungsgespräch“, erklärt Gundi Poch. Bereiten Sie sich also vor und notieren Sie eine Summe in Euro, die Sie sich wünschen, aber warten Sie darauf, dass Ihr Gesprächspartner das Thema aufgreift.

Wenn Sie diese 5 Tipps beherzigen, steht einem erfolgreichen Online-Bewerbungsgespräch nichts mehr im Wege.

Der erste Eindruck zählt – das gilt vor allem im Vorstellungsgespräch. Doch wie gelingt die optimale Selbstpräsentation? In diesem Blogbeitrag verraten wir Ihnen, worauf es dabei ankommt.

Der erste Eindruck – Warum eine gelungene Selbstpräsentation so wichtig ist

Der erste Eindruck – Gelungene Selbstpräsentation

Der erste Eindruck

Egal ob im Privatleben oder im Job: wenn wir einen Menschen neu kennenlernen, bilden wir uns sofort einen ersten Eindruck. In nur wenigen Sekunden machen wir uns ein Bild vom Gegenüber und entscheiden, ob er uns sympathisch ist, ob wir ihn für attraktiv, kompetent und zuverlässig halten oder eben nicht. Diese Einschätzung läuft unbewusst ab und man kann sich kaum dagegen wehren.

Ist der erste Eindruck erst einmal entstanden, ist es schwierig, ihn wieder abzuändern. Deshalb ist gerade im Vorstellungsgespräch ein perfekter erster Eindruck besonders wichtig, um Personaler oder den neuen Chef von sich zu überzeugen.

Darauf kommt es an

Doch keine Angst! Denn wer weiß, worauf es beim ersten Eindruck ankommt, kann beim Vorstellungsgespräch punkten: Nach einer bekannten Studie des US-Psychologen Albert Mehrabian aus dem Jahr 1967 hängt der erste Eindruck zu 55 Prozent von unserer Körpersprache ab. Dazu zählen vor allem die Kleidung, unsere Mimik und Gestik. 38 Prozent des ersten Eindrucks entstehen durch die Stimme, also durch den Tonfall und die Art, wie Sie etwas sagen. Nur 7 Prozent des ersten Eindrucks werden durch das gebildet, was Sie sagen. Um einen perfekten ersten Eindruck zu machen, sollten Sie sich deshalb schon im Vorfeld Gedanken über Ihre Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch machen.

Die richtige Kleidung im Vorstellungsgespräch

Die richtige Kleidung im Vorstellungsgespräch

Die richtige Kleidung

Erstes wichtiges Kriterium hierfür ist die Kleidung. Diese sollte ordentlich und dem Anlass angemessen sein. Bewerben Sie sich bei einer Bank oder in einer Anwaltskanzlei wird ein konservativerer Dresscode von Ihnen erwartet als in einer Werbeagentur oder in einem anderen kreativen Umfeld.

Um sicherzugehen, dass Sie angemessen gekleidet sind, sollten Sie sich deshalb bereits im Vorfeld darüber informieren, wie der Dresscode bei Ihrem Wunscharbeitgeber aussieht. Damit können Sie sich wichtige Sympathiepunkte sichern, denn Studien haben herausgefunden, dass Sympathie durch Ähnlichkeit entsteht. Je ähnlicher Sie Ihrem Gegenüber sind, desto sympathischer sind sie ihm auch. Finden Sie also heraus, wer Ihnen im Vorstellungsgespräch gegenüber sitzt und wie dessen Kleidungsstil voraussichtlich sein wird und passen Sie dann Ihre Kleidung entsprechend an.

Doch nicht nur der Kleidungsstil ist entscheidend sondern auch, ob die gewählte Kleidung zu Ihnen passt. Ihre Kleidung sollte gut sitzen, damit Sie sich während des Gesprächs wohlfühlen. Fühlen Sie sich eingeengt oder verkleidet, wird es Ihnen schwerer fallen, Selbstbewusstsein auszustrahlen.

Achten Sie bei Ihrer Kleidung auch immer auf die Details. Der schönste dunkle Anzug und die schönste Krawatte wirken nicht mehr, wenn beim Hinsetzen weiße Tennissocken unterm Hosenbein hervorschauen. Mit gedeckten und dezenten Farben bei Ihren Kleidungsstücken liegen Sie dagegen immer richtig. Auch Accessoires sollten dezent sein, damit sie die Aufmerksamkeit nicht von Ihnen ablenken, Denn schließlich wollen Sie mit Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Fachkompetenz überzeugen und nicht mit Ihren Ohrringen.

Mimik, Gestik und Geruch: Die optimale Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch

Mimik, Gestik und Geruch: Die optimale Selbstpräsentation

Mimik, Gestik und Geruch

Neben der Kleidung sind auch Ihre Mimik und Ihre Gestik entscheidend für einen perfekten ersten Eindruck und eine gelungene Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch.

Hier gleich der wichtigste Tipp am Anfang:

Lächeln und Blickkontakt

Lächeln Sie! Denn ein ehrliches Lächeln öffnet Ihnen sprichwörtlich Tür und Tor. Studien haben herausgefunden, dass lächelnde Menschen häufig bevorzugt werden. Man erinnert sich besser an sie, sie bekommen bessere Job, sind beliebter und anerkannter, werden häufiger befördert und heiraten attraktivere Partner. Lächeln Sie also im Gespräch Ihr Gegenüber immer wieder an und achten Sie dabei auch auf einen guten Blickkontakt.

Der richtige Handschlag

Ein weiteres wichtiges Kriterium für eine gelungene Selbstpräsentation ist der Handschlag. Dieser sollte angenehm fest sein. Legen Sie also nicht nur Ihre Hand in die Ihres Interviewpartners, sondern drücken sie auch zu, aber auch nicht so fest, dass der Gegenüber Ihren Handschlag noch Minuten später spüren kann.

Düfte

Neben dem Sehen und Fühlen spielt auch das Riechen ein wichtige Rolle für eine gelungene Selbstpräsentation. Ihr gegenüber sollte Sie sprichwörtlich gut riechen können. Wenn Sie Parfum verwenden möchten, sollten Sie deshalb nicht übertreiben, denn wer stark nach Parfum duftet, verliert gleich einige wichtige Sympathiepunkte. Besser ist es, wenn das Parfum nur unterschwellig bemerkbar ist.

Studien haben ergeben, dass die Wirkung von Parfum auch vom Geschlecht abhängt. So beurteilten männliche Gesprächspartner in einem Versuch Parfum eher negativ und stuften Gegenüber als weniger kompetent und wenig zuverlässig ein. Bei Frauen war das Gegenteil der Fall. Auch hier lohnt es sich also herauszufinden, wer Ihr Gesprächspartner sein wird, um den Parfumgebrauch entsprechend anzupassen.

Nach dem perfekten ersten Eindruck

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, steht einem perfekten ersten Eindruck nichts im Wege und sie können den Personaler und ihren künftigen Chef im Anschluss mit Ihrem Fachwissen und ihrer Sozialkompetenz überzeugen.

 Übrigens: Als Teilnehmer unserer Online-Weiterbildungen können Sie die professionellen Bewerbercoachings von karriere tutor® kostenlos nutzen. Darin Sie gezielt Ihre persönlichen Fragen zum perfekten ersten Eindruck dem Karriereexperten stellen und sich dadurch optimal auf Ihr Bewerbungsgespräch vorbereiten.