Wenn Sie arbeitslos werden, sollten Sie sich rechtzeitig bei der Agentur für Arbeit melden. Wie Sie vorgehen, wann Sie sich spätestens melden müssen und welche Unterlagen Sie für Ihre Arbeitslosmeldung benötigen, zeigen wir Ihnen in diesem Artikel und geben Ihnen dafür eine Checkliste zum Downloaden an die Hand.

Arbeitslos oder arbeitsuchend melden?

Zunächst ist eine Unterscheidung wichtig, die die meisten Berufstätigen nicht kennen. Zwischen einer Arbeitslosigkeit und dem Status der Arbeitsuche gibt es im dritten Sozialgesetzbuch (SGB) eine klare Unterscheidung. Und danach richtet sich die Agentur für Arbeit. So gilt laut § 138 SGB III als arbeitslos, wer …

Arbeitslos sind Sie also erst dann, wenn Sie nicht mehr beschäftigt sind. Die notwendigen Vorbereitungen für eine ordentliche Arbeitslosmeldung beginnen aber bereits an dem Tag, an dem Sie wissen, dass Sie arbeitslos werden könnten. Zu diesem Zeitpunkt sind Sie im Sinne des SGB und damit für die Arbeitsagentur arbeitsuchend, und dies sollten Sie dann auch umgehend melden.


Fristen zur Arbeitslosmeldung

Nehmen wir an, Sie bekommen im August die Kündigung, die zum 31. Dezember des Jahres gültig wird. Auch wenn die Arbeitslosigkeit noch einige Monate entfernt liegt, sollten Sie die Agentur für Arbeit frühzeitig darüber informieren. Tun Sie das nicht, drohen Ihnen Sperrfristen in Form eines gekürzten Anspruchs auf Arbeitslosengeld.

Für die Arbeitsuchendmeldung – quasi die Vorabmeldung zur Arbeitslosmeldung –gilt die Regel, dass diese spätestens drei Monate vor Eintritt der Arbeitslosigkeit erfolgen muss. Zunächst genügt ein Anruf oder auch die Meldung über ein Online-Formular. Ab diesem Zeitpunkt gelten Sie offiziell als arbeitsuchend.

Ist die von Ihrem Arbeitgeber einzuhaltende Kündigungsfrist kürzer, gilt die Regel, dass Sie sich spätestens innerhalb von drei Tagen nach der Kündigung melden müssen.

Spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit müssen Sie sich aber auch persönlich in Ihrer Arbeitsagentur vorstellen und arbeitslos melden. In unserem Beispiel wäre dies spätestens am ersten Werktag nach dem 1. Januar, da dieser ein Feiertag ist.


Möglichst vor der Frist erscheinen

Zwar ist es ausreichend, wenn Sie am ersten Tag der Arbeitslosigkeit in Ihrer zuständigen Arbeitsagentur erscheinen. Wollen Sie jedoch bereits ab diesem Tag Arbeitslosengeld erhalten, ist es sinnvoll, diesen Termin früher wahrzunehmen. Denn dadurch können Sie auch Ihren Antrag auf Arbeitslosengeld rechtzeitig vor Beginn Ihrer Arbeitslosigkeit stellen. Bedenken Sie, dass es einige Tage bis Wochen dauern kann, bis der Antrag bewilligt wird. Zeit, in der noch keine Leistungen ausgezahlt werden.

Je früher Sie mit Ihrem Arbeitsvermittler sprechen, umso früher können Sie sich auch über einen geeigneten neuen Job und die Bedingungen dafür unterhalten. Ist es für Sie nicht möglich, vor Beginn der Arbeitslosigkeit beim Arbeitsamt zu erscheinen, verzögert sich möglicherweise auch die Vermittlung.


Welche Unterlagen brauche ich für die Arbeitslosenmeldung?

Frau auf Sofa schreibt am Laptop

Für Ihre Arbeitslosmeldung beim zuständigen Berater vor Ort benötigen Sie folgende Unterlagen:

Möchten Sie außerdem Arbeitslosengeld beantragen, sollten Sie zusätzlich den entsprechenden Antrag auf Arbeitslosengeld I mitbringen. Das Antragsformular bekommen Sie von den Mitarbeitern der Agentur für Arbeit zugeschickt, nachdem Sie Ihre nahende Arbeitslosigkeit gemeldet haben, oder direkt vor Ort.

Alternativ können Sie auch online Arbeitslosengeld beantragen. Das nötige Formular finden Sie im Portal der Arbeitsagentur. Sie müssen sich vorab für dieses Portal registrieren.


Warum brauche ich diese Unterlagen?

Einige Unterlagen, zum Beispiel der Personalausweis, dienen dazu, dass Ihr Berater Ihre Identität eindeutig feststellen kann. Andere wiederum erleichtern das Prozedere, das mit der Arbeitslosmeldung zusammenhängt.

Ihr Berater verfolgt mit Ihnen ein gemeinsames Ziel:

Ihre Arbeitslosigkeit soll so schnell wie möglich beendet sein. Auch Ihr Antrag auf Arbeitslosengeld soll schnellstmöglich bearbeitet werden.

Aus Ihrem Kündigungsschreiben bzw. dem befristeten Arbeitsvertrag entnimmt der Berater das Datum des Beschäftigungsendes. Dieses Datum ist wichtig für den Antrag auf Arbeitslosengeld, denn Ihr Anspruch beginnt am ersten Tag nach Ende der Beschäftigung.

Ihren Lebenslauf müssen Sie nicht zwingend schriftlich mitbringen, aber wenn Sie das tun, erleichtert das den Prozess enorm. Jede Arbeitslosmeldung bedeutet gleichzeitig, dass aktiv nach einer neuen Beschäftigung gesucht werden muss. Auf Basis Ihres beruflichen Werdegangs legt Ihr Berater ein Bewerberprofil für Sie an. Dank dieses Profils ist er in der Lage, Ihnen möglichst passende Stellenangebote zukommen zu lassen. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, Ihr Profil anonymisiert veröffentlichen zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass potenzielle Arbeitgeber, die noch kein Stellengesuch veröffentlicht haben, auf Sie aufmerksam werden können. Weitere Tipps zur Jobsuche über das Arbeitsamt finden Sie in diesem Artikel.


Warum brauche ich Nachweise über Leistungsbezüge?

Je nachdem, wie lange Sie beschäftigt waren, bevor die Arbeitslosigkeit eintrat, haben Sie einen Anspruch auf Arbeitslosengeld I oder gegebenenfalls auf Arbeitslosengeld II. Sofern Sie in den vergangenen 30 Monaten mindestens zwölf Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, können Sie einen Antrag auf Arbeitslosengeld I stellen. Die Nachweise über mögliche frühere Leistungsbezüge erleichtern es Ihrem Berater, Ihren Anspruch einzuschätzen. Kommen Sie nicht auf zwölf Monate Beschäftigungszeit, können Sie sich zu einem Antrag auf Arbeitslosengeld II beraten lassen.


Was passiert, wenn ich die Unterlagen verspätet einreiche?

Den Antrag auf Arbeitslosengeld können Sie nicht rückwirkend stellen. Wenn Sie zwar ab dem 1. Januar arbeitslos sind, den Antrag aber erst am 15. Januar stellen, verfällt der Anspruch für die ersten beiden Januarwochen.

Wichtig ist daher, dass die telefonische bzw. persönliche Meldung rechtzeitig erfolgt. Möglicherweise warten Sie zu diesem Zeitpunkt noch auf einige Unterlagen; diese können Sie in der Regel problemlos nachreichen.

Im Download-Center der Arbeitsagentur gibt es hilfreiche Merkblätter für Arbeitslose mit und ohne Leistungsbezug, die auch auf die Antragstellung näher eingehen. Nutzen Sie diese gerne zur ergänzenden Information.


Gut vorbereitet zur Arbeitslosmeldung mit Checkliste

Sie sehen, es gibt einige Regeln und Fristen, aber wenn Sie gut vorbereitet sind, bewältigen Sie diese problemlos. Mit dieser Checkliste zum Arbeitslosmelden sind Sie auf der sicheren Seite.

Übrigens gibt es auch hervorragende Fördermöglichkeiten, um schnell wieder aus der Arbeitslosigkeit herauszukommen. Um Ihnen den Wiedereinstieg in eine neue Beschäftigung zu erleichtern, werden Sie von Ihrem Berater bei der Arbeitsagentur dann gegebenenfalls auf eine Weiterbildung angesprochen. Welche Weiterbildung das Arbeitsamt zahlt und welche nicht wie Sie eine gute Weiterbildung finden und wie Sie einen Bildungsgutschein beantragen, erfahren Sie ebenfalls hier im Blog.

Die Begriffe Fort- und Weiterbildung werden oft synonym verwendet. Sie klingen ja auch so ähnlich. Dennoch ist eine Fortbildung nicht das Gleiche wie eine Weiterbildung. Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung und verdeutlichen Ihnen anhand von praktischen Beispielen, in welcher Situation Sie welche Bildungsmaßnahme wählen sollten.

Definition und Ziel der Weiterbildung

Mit einer Weiterbildung bauen Sie Ihr Wissen und Können aus und erweitern damit Ihren beruflichen Handlungsspielraum. Vorrangiges Ziel der beruflichen Weiterbildung ist es, Ihnen bessere Jobperspektiven zu eröffnen. Sie baut auf das Wissen auf, das Sie bereits während Ihres Berufslebens gewonnen haben. Jedoch muss sie sich nicht unmittelbar auf Ihren aktuell ausgeübten Job beziehen. Nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Weiterbildung erhalten Sie ein Zertifikat, welches Ihre erworbenen Qualifikationen bescheinigt.

Die Weiterbildung unterstützt Sie damit bei dem Ziel, entweder aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder in eine Anstellung zu finden, oder darin, Sie in Ihrem aktuellen Job noch weiterzubringen.

Passende Weiterbildungsangebote finden Sie bei zertifizierten Weiterbildungsträgern, wie karriere tutor®, (Fach-)Hochschulen oder Fernuniversitäten.

Du willst eine Online-Weiterbildung belegen, hast aber noch viele Fragen? Dann melde dich jetzt zu unserer kostenfreien Infoveranstaltung an.

Beispiele für eine Weiterbildung

Sie haben beispielsweise bisher im Marketing als Texterin gearbeitet und suchen nun eine neue Herausforderung als Online Marketing Managerin. Aus dem Anforderungsprofil der Stellenanzeigen geht allerdings hervor, dass Sie dafür Kenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und der Suchmaschinenwerbung (SEA) benötigen. In diesem Fall wäre eine Weiterbildung im Suchmaschinenmarketing genau die richtige Wahl für Sie.

Ein anderes Beispiel für eine Weiterbildung: Seit einigen Jahren arbeiten Sie in der Finanzbuchhaltung. Sie brennen für Zahlen und Buchungen, wollen nun aber im wahrsten Sinne des Wortes gerne auch „Bilanz ziehen“. Hierfür benötigen Sie Kenntnisse in der Bilanzierung. Sie müssen also Ihr Fachwissen noch weiter ausbauen. Eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter (IHK) verhilft Ihnen dann zum entscheidenden Karrieresprung.

Finanzierung der Weiterbildung

Wenn Sie sich in einer Anstellung befinden, können Sie mit Ihrem Arbeitgeber darüber reden, ob er die Kosten für die Weiterbildung entweder ganz oder teilweise trägt. Viele Unternehmen fördern heutzutage die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter allein aufgrund der Tatsache, dass lebenslanges Lernen zur Notwendigkeit geworden ist. Zudem fördert Weiterbildung auch die Mitarbeitermotivation und -bindung und wird daher häufig finanziell unterstützt.

Sollte für Ihre gewünschte Weiterbildungsmaßnahme das Budget dennoch nicht ausreichen, haben Sie die Möglichkeit, staatliche Fördergelder in Anspruch zu nehmen. Auch als Nicht-Arbeitsloser können Sie sich beim Arbeitsamt zu den Fördermöglichkeiten Ihrer beruflichen Weiterbildung beraten lassen. Über das Qualifizierungschancengesetz werden der Arbeitsagentur durch den Bund umfangreiche staatliche Fördermittel für Weiterbildung zur Verfügung gestellt.

Sollten Sie derzeit arbeitslos sein, stehen Ihnen vielfältige Fördermöglichkeiten über die Agentur für Arbeit zur Verfügung, die Sie zur Finanzierung Ihrer Weiterbildung nutzen können. Hier bietet sich zum Beispiel der Bildungsgutschein oder der AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) an.

Was ist eine Fortbildung? – Definition und Ziel

Der Begriff der Fortbildung ist im Berufsbildungsgesetz (§ 1 Absatz 4) geregelt. Demnach setzt die Fortbildung einen Berufsabschluss sowie einschlägige Berufserfahrung voraus. Ziel der Fortbildung ist, die „berufliche Handlungsfähigkeit“ im aktuellen Job zu sichern und anzupassen (Anpassungsfortbildung) oder zu erweitern (Aufstiegsfortbildung). Wenn Sie in Ihrer derzeitigen Anstellung beispielsweise neue Aufgaben übernehmen sollen oder im Unternehmen aufsteigen, ist die Fortbildung die geeignete Bildungsmaßnahme für Sie.

Fortbildungen werden von Berufsverbänden, Kammern und Fort- und Weiterbildungsträgern angeboten.

Beispiele für eine Fortbildung

Angenommen, Sie sollen in Ihrem Unternehmen von der Sachbearbeiterin zur Teamleiterin aufsteigen. Damit Sie Ihre neue Rolle als Führungskraft ausführen können, empfiehlt Ihr Arbeitgeber Ihnen eine Fortbildung zum Thema Mitarbeiterführung. Man spricht hier von einer Aufstiegsfortbildung.

Ein anderes Beispiel für eine Fortbildung: Ein Lagermitarbeiter eines Logistikunternehmens soll zukünftig die komplette Lagerverwaltung übernehmen. Dazu zählt auch, die Waren in Empfang zu nehmen und in die Regale einzuräumen. Der Gabelstaplerführerschein wäre beispielsweise eine zielführende Fortbildung für den Lagermitarbeiter. Hierbei handelt es sich um eine Anpassungsfortbildung.

Finanzierung der Fortbildung

Die Kosten für die Fortbildung trägt in der Regel der Arbeitgeber, weil diese Bildungsmaßnahme innerbetrieblich initiiert bzw. vom Arbeitgeber selbst ausdrücklich erwünscht ist.

Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung

Um es am Ende noch einmal auf den Punkt zu bringen: Der wesentliche Unterschied zwischen den Begriffen Fort- und Weiterbildung liegt darin, dass die Fortbildung einer sehr konkreten Anforderung bezogen auf Ihren aktuellen Job dient, während die Weiterbildung sich nicht auf Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit beziehen muss.

Die Weiterbildung dient in erster Linie dazu, Ihr Qualifikationsprofil zu erweitern. In gewisser Weise ist sie also flexibler als die Fortbildung, da Sie sie in jeder beruflichen Situation und Lebensphase durchführen können. Sie entscheiden selbst, worin Sie sich weiterbilden möchten. Auch ist die berufliche Weiterbildung in der Regel umfangreicher und kann im Unterschied zur Fortbildung sogar einige Monate in Anspruch nehmen.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung liegt in der Kostenübernahme: Währen die Fortbildung vom Arbeitgeber übernommen wird, gibt es bei der Weiterbildung ganz unterschiedliche Finanzierungsmodelle und Fördermöglichkeiten. Es gibt Weiterbildungen, die das Arbeitsamt bezahlt oder auf anderem Wege gefördert werden können.

Hier zur Veranschaulichung eine Zusammenfassung zum Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung:

Tabelle-Unterschiede zwischen Fortbildung und Weiterbildung

Die Umschulung – zurück auf „Los“

Vielleicht haben Sie bei der Suche nach dem Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung auch den Begriff „Umschulung“ aufgeschnappt und fragen sich nun: „Was ist denn nun hier wieder der Unterschied zur Fort- und Weiterbildung?“

Mit einer Umschulung fangen Sie beruflich noch einmal komplett neu an. Sie möchten sich beruflich neu orientieren und einer ganz anderen Tätigkeit nachgehen? Dann können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine vom Arbeitsamt geförderte Umschulung machen. Ein Beispiel: Bisher waren Sie Pflegerin in einem Altenheim. Aufgrund eines Unfalls können Sie den mit Ihrem Beruf einhergehenden körperlichen Belastungen jedoch nicht mehr standhalten. In dieser Situation eignet sich etwa eine Umschulung für einen Bürojob.

Im Rahmen einer Umschulung erwerben Sie nicht nur neue Qualifikationen, sondern auch einen neuen, anerkannten Berufsabschluss. Dieser muss gar nichts mit Ihrem bisherigen Beruf zu tun haben und hilft Ihnen, sich neu aufzustellen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag den Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung klargemacht haben. Können Sie nun besser einordnen, in welcher Situation Sie welche Bildungsmaßnahme wählen sollten? Wenn Sie hierzu eine individuelle Beratung möchten, wenden Sie sich gerne an unsere Karriereberatung. Ihre Ansprechpartnerinnen bei karriere tutor® stehen Ihnen hierfür an 7 Tagen die Woche zur Verfügung.

Das Arbeitsamt, offiziell als Bundesagentur für Arbeit bezeichnet, unterstützt arbeitslose, arbeitsuchende und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen dabei, sich beruflich weiterzubilden. Doch welche berufliche Weiterbildung zahlt das Arbeitsamt und welche nicht? Antworten auf diese Fragen finden Sie im Artikel.

Voraussetzungen der Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit

Wenn Sie sich für eine geförderte Weiterbildung interessieren, nennen die Agenturen für Arbeit – bzw. bei Bezug von Arbeitslosengeld II die Jobcenter – bestimmte Voraussetzungen, die die gewünschte Weiterbildung oder Umschulung erfüllen muss. So wird nicht jede Weiterbildung vom Arbeitsamt bezahlt, sondern nur solche übernommen, die:

Eine Weiterbildung muss also einen dieser Zwecke erfüllen, damit das Arbeitsamt bzw. das Jobcenter die Kosten trägt. Berufliche Weiterbildungen, die Sie als Antragsteller aus reinem Interesse machen möchten, werden nicht gefördert.

Erfüllen Sie die Voraussetzungen und können eine vom Arbeitsamt finanzierte Weiterbildung bekommen, stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Die bekannteste ist die Förderung mittels AZAV-Bildungsgutschein. Aber auch der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)  dient dazu, die Kosten einer nötigen Weiterbildung ganz oder anteilig von der Arbeitsagentur übernehmen zu lassen. Welche Fördermöglichkeiten es außerdem gibt, können Sie unserer Übersichtsseite zur Förderung der beruflichen Weiterbildung entnehmen.

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Ist meine Weiterbildung förderfähig?

Ist meine Weiterbildung foerderfaehig

Wenn Sie eine Förderung, zum Beispiel mittels Bildungsgutschein, beantragen wollen, führt Sie der erste Weg zum zuständigen Berater Ihrer Agentur für Arbeit vor Ort. Im Gespräch wird Ihnen Ihr Berater Möglichkeiten nennen, wie Sie eine förderfähige berufliche Weiterbildung finden können, deren Kosten das Amt dann auch übernimmt. Erster Anlaufpunkt ist dabei meist die Kursdatenbank des Arbeitsamtes: das KURSNET. Im KURSNET können Sie nach geeigneten Maßnahmen in Ihrer Region suchen und diese nach verschiedenen Parametern filtern, z. B. nach:

Auf der Detailseite des gewünschten Lehrgangs finden Sie im KURSNET auch eine Angabe zur möglichen Förderung der Maßnahme. Ist dort zum Beispiel der Zusatz „Förderung mit Bildungsgutschein“ vermerkt, handelt es sich um eine Maßnahme, die Sie als Inhaber eines Bildungsgutscheins absolvieren können. Nach den ersten eigenen Recherchen sollten Sie im Gespräch mit Ihrem Berater klären, ob die Kosten für die gewünschte Weiterbildung in Ihrem Fall von der Arbeitsagentur übernommen werden. Auch Ihre Fragen, ob Sie eine Erstattung von Material- oder Fahrtkosten erhalten und welche Summe in Euro für die gewünschte Maßnahme möglich ist, können Sie direkt im Arbeitsamt bzw. Jobcenter stellen.

Förderinstrument und Lehrgangsziel beachten

Zwei Besitzer eines Bildungsgutscheins haben nicht automatisch den gleichen Anspruch auf Förderung. Grund dafür ist, dass der Bildungsgutschein immer an Ihre persönliche Situation angepasst wird und ein mit Ihrem Berater zuvor definiertes „Bildungsziel“ beinhaltet. Grundlage für das festgelegte Ziel der übernommenen Maßnahme sind Ihr Beruf, Ihre Berufsausbildung, eine bestehende Arbeitslosigkeit mit oder ohne Arbeitslosengeldbezug sowie Ihre Chancen auf einen Wiedereinstieg am Arbeitsmarkt

Verdeutlichen wir dies anhand eines Beispiels:

Beispiel A: Gewünschte Weiterbildung erfüllt das Bildungsziel

Situation: Sie sind in der Bilanzbuchhaltung tätig, haben jedoch keine entsprechende Berufsausbildung abgeschlossen. Mitarbeiter ohne adäquaten Berufsabschluss werden nun nach und nach entlassen: lediglich die ausgebildeten Bilanzbuchhalter können ihren Arbeitsplatz erhalten. Ein anerkannter Abschluss als Bilanzbuchhalter könnte Sie also vor der Arbeitslosigkeit bewahren. In diesem Fall würde das Amt höchstwahrscheinlich eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter fördern. Sie bekämen einen Bildungsgutschein mit dem Ziel, die drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, und hätten mit dem Bilanzbuchhalter-Lehrgang  einen dazu passenden Lehrgang gefunden.

Beispiel B: Gewünschte Weiterbildung erfüllt das Bildungsziel nicht

Situation: Sie sind ausgebildete Marketingfachkraft und derzeit arbeitslos. Bei Ihrer Jobsuche stellen Sie fest, dass im Marketingbereich immer wieder Mitarbeiter mit einer Qualifikation im Bereich Social Media gesucht werden, die Sie nicht haben. Jedoch stellen Sie nun einen Antrag auf Förderung einer Umschulung zur Bilanzbuchhalterin, weil Sie dieser Bereich schon immer interessiert hat und Sie sich lieber beruflich umorientieren möchten, als wieder im Marketing einzusteigen. Das Arbeitsamt würde diese Maßnahme wahrscheinlich nicht übernehmen, da das festgelegte Ziel ist, Ihre Arbeitslosigkeit schnellstmöglich zu beenden. Mit einem Lehrgang, mit dem Sie die gefragte Zusatzqualifikation im Bereich Social Media erwerben, wäre dies vermutlich schneller und auch günstiger möglich als mit einer Umschulung für einen ganz neuen Beruf.

Bei jeder geförderten beruflichen Weiterbildung wird Ihr zuständiger Berater der Agentur für Arbeit deshalb vor Ihrem Antrag mit Ihnen besprechen, welches Ziel die Maßnahme verfolgt, und dieses im Bildungsgutschein oder anderen Förderinstrumenten vermerken. So sind Sie in der Lage, Maßnahmen auszuwählen, bei denen die Chancen auf eine Förderung von Anfang an gut sind.

Welche Weiterbildung zahlt das Arbeitsamt nicht ?

Welche Weiterbildung zahlt das Arbeitsamt nicht

Es gibt nicht nur Bildungsziele, sondern auch Anforderungen an das Weiterbildungsinstitut und die Weiterbildungsmaßnahme, die über die Förderung einer Weiterbildung entscheiden. Das Arbeitsamt unterscheidet zwischen

Sowohl den Bildungsgutschein als auch den AVGS bekommen Sie nur, wenn Sie eine zertifizierte Maßnahme von einem zertifizierten Maßnahmenträger auswählen. Die Zertifizierung und Zulassung der Weiterbildungsanbieter und ihrer Weiterbildungsangebote erfolgt dabei durch spezielle Zertifizierungsgesellschaften. Ist ein Anbieter nicht zertifiziert, übernimmt die Agentur für Arbeit die Kosten der beruflichen Weiterbildung bei diesem Anbieter nicht. Ist zwar der Anbieter zertifiziert, die jeweilige Weiterbildung aber nicht, ist es ebenso. Nur wenn beide Zertifizierungen vorliegen, zahlt das Arbeitsamt den Lehrgang. Sofern Sie die KURSNET-Datenbank nutzen, können Sie sicher sein, dort von der Arbeitsagentur zugelassene Weiterbildungen zu finden.

Qualitätssicherung durch Zertifizierungen

Die Arbeit der Zertifizierungsgesellschaften sichert den Arbeitsagenturen zu, dass mit staatlichen Fördergeldern verantwortungsbewusst umgegangen wird. Doch auch Sie als Teilnehmer profitieren von diesem Prozess, denn eine Zertifizierung gibt Aufschluss darüber, ob es sich um eine fachlich hochwertige Weiterbildung handelt. Auch dass sich die Kosten einer Weiterbildung im marktüblichen Rahmen bewegen, wird im Zertifizierungsprozess berücksichtigt. Ist eine Zertifizierung nach spätestens drei Jahren ausgelaufen, muss sie erneuert werden. Eine Verlängerung ist nur möglich, wenn Qualität und Kosten des Lehrgangs weiterhin überzeugen. Auch dies sichert Antragstellern und Arbeitsagenturen zu, dass nur zielführende Weiterbildungen gefördert werden.

Fördermöglichkeiten klären

Die Frage, ob das Arbeitsamt Ihre Weiterbildung zahlt oder nicht, ist nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten. Lassen Sie sich deshalb in jedem Fall persönlich beraten. Dies können Sie direkt beim Arbeitsamt, aber auch bei vielen der zertifizierten Weiterbildungsanbieter tun.

Ein abschließender Tipp: Wenn Sie sich beruflich weiterbilden möchten, sehen Sie sich in Ruhe im KURSNET oder den Portfolios zertifizierter Weiterbildungsanbieter um und suchen Sie nach Lehrgängen, die zu Ihnen, Ihrem beruflichen Profil und Ihren Vorstellungen von Ihrer beruflichen Weiterentwicklung passen, und nehmen Sie diese ersten Überlegungen mit ins Gespräch beim Arbeitsamt. So können Sie und Ihr Berater gleich konkret ins Thema einsteigen und schnellst- und bestmöglich die für Sie optimale Maßnahme finden.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt viele Veränderungen mit sich. Doch nicht nur das Arbeitswerkzeug, wie unsere Maschinen und unsere Software, verändert sich, sondern auch die Anforderungen an den Menschen. In diesem Artikel erklären wir, welche neun Fähigkeiten Sie in der digitalen Arbeitswelt brauchen und warum diese für die Zukunft der Arbeit tatsächlich unverzichtbar sind.

Auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten

Der Wandel von der analogen zur digitalen Arbeitswelt ist längst in nahezu allen Branchen und Berufsbildern angekommen. Daten werden digital verarbeitet und Prozesse automatisiert. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, ist es aber wichtig, nicht nur neue Programme einzusetzen, sondern die Veränderung ganzheitlich anzugehen. Neben der Bereitschaft der Mitarbeiter, sich zum „Mitarbeiter 4.0“ weiterzubilden, rücken auch ganz bestimmte Fähigkeiten in den Fokus. Im diesjährigen Hochschul-Bildungsreport des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. werden diese Fähigkeiten für die Arbeit der Zukunft als „Future-Skills“ bezeichnet. Interessant an dieser Publikation ist vor allem die Tatsache, dass die herausgestellten Top-Fähigkeiten sich am derzeitigen Bedarf deutscher Unternehmen orientieren. Die genannten Schlüsselqualifikationen sollten Sie also kennen, wenn Sie sich bestmöglich auf Ihre Zukunft in der digitalen Arbeitswelt vorbereiten möchten.

Top-9-Fähigkeiten der beruflichen Zukunft

Im Hochschul-Bildungsreport werden die einzelnen Kompetenzen in drei großen Kategorien zusammengefasst. Diese sind:

Nicht-digitale Fähigkeiten:

Auch wenn die Digitalisierung der Arbeitswelt eine ganze Palette neuer Fähigkeiten und Kompetenzen einfordert, bleiben zahlreiche nicht-digitale Qualifikationen auch in Zukunft wichtig. Gemeint sind hierbei Fähigkeiten wie:

Digitale Fähigkeiten:

Digitale Faehigkeiten Digital Literacy

Je intensiver Sie an Ihren digitalen Fähigkeiten arbeiten, umso größere Chancen haben Sie auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft. Denn Mitarbeiter ohne digitale Kernkompetenzen brauchen zeit- und kostenaufwendige Schulungen, die nicht jeder Arbeitgeber gleich zu Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses finanzieren möchte. Wer bereits digitale Fähigkeiten mitbringt, hat klare Vorteile. Zu den gefragtesten Future-Skills dieses Bereichs zählen:

Technologische Fähigkeiten:

Neben digitalen und nicht-digitalen Fähigkeiten sind es technologische Skills, die in der digitalisierten Arbeitswelt eine immer größere Rolle spielen. So suchen Unternehmen oft nach Mitarbeitern, die zusätzlich zu ihrer Fachexpertise eine oder mehrere der folgenden Skills mitbringen:

Vorteile neuer Skills in der Digitalisierung

Die Kombination aus fachlicher Expertise und methodischem Know-how ist es also, die Bewerber für Arbeitgeber heute besonders attraktiv macht. Sich auf die digitale Arbeitswelt einzustellen und persönlich weiterzuentwickeln, hat also zahlreiche Vorteile. Zum Beispiel:

Weiterentwickeln statt stehenbleiben

Wenn die Entwicklung der digitalen Arbeitswelt eines zeigt, dann dass weder die Verbesserung unserer Arbeitswerkzeuge noch wir als Menschen stehenbleiben sollten. Arbeiten bedeutet heute mehr denn je, fortlaufend in sich und seine eigenen Fähigkeiten zu investieren. Wenn Sie diese Chancen nutzen, die die Arbeit der Zukunft uns bringt, werden Sie Ihre beruflichen Ziele erreichen.

In Zeiten von YouTube kann sich jeder jederzeit kostenlos weiterbilden. Doch welche Vorteile hat eine begleitete Weiterbildung im Gegensatz zum Selbststudium, wann lohnt sich das Lernen in Eigenregie und mit welchen Kosten sind die beiden Wege verbunden? Hier steht’s!

Vorteile des Selbststudiums

Wissen in Eigenregie ansammeln und sich auf eigene Faust weiterbilden ist ein Dauerbrenner. Millionen Menschen nutzen Fachliteratur oder digitale Wissensvermittler wie YouTube, um sich in den verschiedensten Fachbereichen weiterzubilden. Wie produziert man ein eigenes Imagevideo? Wie optimiere ich meine Website für die Suchmaschinen? Was muss ich als Gründer wissen, um meinen Businessplan zu schreiben? Informationen gibt es im Internet schier endlos. Womit wir bereits beim ersten riesigen Vorteil des Selbststudiums sind, doch es gibt noch einige weitere:

Nachteile des Selbststudiums

Doch ein Selbststudium ist auch eine Herausforderung. Denn auch wenn sehr viel Wissen schnell, kostenfrei und völlig unkompliziert zu erreichen ist, ist das autodidaktische Lernen an einige Anforderungen gekoppelt. Wenn sehr viele Informationen zur Verfügung stehen, ist das einerseits positiv, andererseits fällt die Auswahl aber auch enorm schwer. Gerade als Laie ist es sehr schwierig den Überblick über ein noch fremdes Wissensgebiet zu bekommen und die relevanten Lerninhalte von den zunächst unwichtigen Detailinformationen abzugrenzen. Dinge, die im Selbststudium ohne Begleitung eines Lehrers oder Dozenten aber zwangsläufig auftreten. Wer alleine lernen möchte, sollte sich diese Punkte im Vorfeld bewusst machen.

Vorteile der begleiteten Weiterbildung

Vorteile der begleiteten Weiterbildung

Eine begleitete Weiterbildung, sei es ein klassischer Kurs an der Abendschule, eine Weiterbildung bei der IHK oder ein Online-Lehrgang, wie wir ihn anbieten, glänzt vor allem dadurch, dass neues Wissen nicht komplett alleine erworben werden muss. Für viele der ausschlaggebende Grund unter den verschiedenen Faktoren, die bei der Suche nach einer guten Weiterbildung zählen. Denn das Anlesen von fachlichem Wissen bzw. das Selbststudium mit YouTube-Videos bietet in der Regel keinerlei Möglichkeit zum Austausch mit Dozenten oder anderen Teilnehmern. Gerade dieser Austausch, das gemeinsame Diskutieren, Ausprobieren und praktische Üben festigt einmal gehörten Lernstoff umso besser. Etwas einmal hören oder sehen schafft zwar erste Wissensinseln im Hirn, wirklich belastbare Pfade werden dadurch aber vor allem durch regelmäßige Wiederholung und praktische Anwendung gebildet. All das ist in einem definierten Lernkonzept einer begleiteten Weiterbildung möglich. Sie bietet zahlreiche Vorzüge:

Nachteile der begleiteten Weiterbildung

Vorteile hat die begleitete Weiterbildung tatsächlich sehr viele. Doch warum entscheidet sich dann nicht jeder für diese Form der beruflichen Fortbildung? Zum Beispiel, weil die begleitete Weiterbildung in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist, die sich nicht jeder leisten kann oder möchte. Aber auch, weil nicht jeder Weiterbildungsanbieter zeitnahe Kursstarts anbietet, das Wissen aber schnell benötigt wird. Die Kostenfrage sorgt bei vielen Menschen für das vorzeitige Aus einer begleiteten Weiterbildung, dabei müssen sie diese Kosten längst nicht immer alleine tragen. Möglichkeiten einer Förderung wie beispielsweise durch den AZAV-Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gibt es nicht nur für Arbeitslose, sondern auch für Menschen im Job. Wer sich also begleitet weiterbilden möchte, sollte sich über den Bildungsgutschein oder eine andere Art der Förderung informieren und sich unverbindlich beraten lassen. Denn oft müssen die Kosten dann nicht alleine getragen oder können sogar komplett erstattet werden. Berufliche Bildung ist dann kostenfrei, aber niemals umsonst, denn sie ist der Grundstein einer erfolgreichen Karriere und einer sicheren beruflichen Zukunft.

Wenn Sie mitten im Berufsleben stehen, sich 2019 aber noch nicht weitergebildet haben, dann haben Sie vermutlich noch nichts vom Qualifizierungschancengesetz gehört. Oder aber Sie sind ein Digital Native der neuesten Generation, der mit allen Wassern der Digitalisierung gewaschen ist und sich nicht um seinen Platz in der digitalen Arbeitswelt sorgen muss. Wem das neue Gesetz etwas bringt und wie Arbeitnehmer und Unternehmen davon profitieren können, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Qualifizierungschancengesetz erleichtert die Förderung

Durch das im Januar 2019 in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz wurde die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit deutlich mehr Budget zur Förderung beruflicher Weiterbildung ausgestattet. Für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sind 2019 rund 10 Milliarden Euro vorgesehen, wovon ein großer Anteil in aktive Weiterbildungsförderung fließen soll. Was so kompliziert klingt, bedeutet konkret eines:

2019 ist das Jahr der beruflichen Weiterbildung!

Und das aus gutem Grund. Sein Wissen und Können stets aktuell zu halten, ist gerade in der heutigen Arbeitswelt elementar wichtig für eine sichere berufliche Zukunft. Letztlich geht es darum, Anreize zu schaffen, dass Beschäftigte sich für den digitalen Wandel wappnen. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit, Annelie Buntenbach, erklärt in einer Mitteilung zum Haushaltsplan, dass Weiterbildung nicht nur für den Aufstieg zählt, sondern auch eine bedeutende Rolle spielt, wenn es darum geht, einen Arbeitsplatz zu erhalten. Wann also, wenn nicht 2019, können wir unsere Zukunft besser in die Hand nehmen?

Warum es sich für Sie lohnt, jetzt aktiv zu werden

Dass der Haushalt erhöht wurde, ist kein Zufall. Der Gesetzgeber hat erkannt, wie elementar Bildung ist und wie wichtig es ist, dass man nach seinem Berufsabschluss nicht stehen bleibt, sondern sich permanent weiterbildet. Stichwort: lebenslanges Lernen. Dies nützt am Ende gleich mehreren Beteiligten:

Es gibt kein Argument mehr, sich nicht weiterzubilden

War der Zugang zur Förderung beruflicher Weiterbildung bisher vor allem Arbeitslosen oder Beschäftigten über 45 Jahren vorbehalten, öffnet das neue Qualifizierungschancengesetz die geförderte Weiterbildung nun für deutlich mehr Menschen. Dies zeigt sich konkret in Form des rechtlichen Beratungsanspruchs für alle Arbeitnehmer.

Jeder, ob arbeitslos, arbeitssuchend oder in Anstellung, hat nun per Gesetz einen Anspruch auf eine fachliche Beratung zur beruflichen Weiterbildung. Zwar gibt es nach wie vor keinen Rechtsanspruch auf eine Weiterbildung und der AZAV-Bildungsgutschein bleibt eine Kann-Leistung, aber die Barrieren zur Förderung werden deutlich reduziert.

Auch das Förderprogramm WeGebAU öffnet sich und schließt künftig nicht mehr nur die Zielgruppe der 45-Jährigen und Älteren ein, sondern Arbeitnehmer unabhängig von ihrem Alter und ihrer Ausbildung. Eine echte Chance für Tausende von Menschen, die eine Weiterbildung nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können, aber trotzdem etwas tun möchten, um ihren Wert am Arbeitsmarkt zu steigern. Sämtliche Vorurteile, die sie vielleicht zuvor gehemmt haben, einen Antrag zur Förderung einer Weiterbildungsmaßnahme zu stellen, können sie mit der Qualifizierungsoffensive ad acta legen. Dazu zählen die folgenden Annahmen:

All diese Thesen gelten so nicht mehr. Das neue Qualifizierungschancengesetz richtet sich sowohl an Arbeitssuchende und Arbeitslose als auch an Arbeitnehmer und unterstützt sogar Unternehmen. Gerade für kleinere Unternehmen, die keine hohen Weiterbildungsbudgets haben, übernimmt die Bundesagentur bis zu 100 % der Kosten.

Foerderung Weiterbildungskosten

Neben den Zuschüssen zu den Weiterbildungskosten sind auch die Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während der Weiterbildung interessant, besonders für Unternehmen, die sich keine umfangreiche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter leisten können.

Arbeitsentgeld Zuschuesse

Mit Know-how in die digitale Zukunft

Die Digitalisierung verändert nicht nur Unternehmen und Unternehmensprozesse, sondern stellt auch ganz neue Anforderungen an Arbeitnehmer. Automatisierte Abläufe, agile Formen der Zusammenarbeit, digitale Methodenkompetenz – all das wird zunehmend wichtig und erfasst nach und nach alle Branchen. Wer also schon heute etwas für seine sichere berufliche Zukunft tun möchte, darf seinen Fokus auf diese Dinge legen. Möglichkeiten wie Blended Learning oder E-Learning kombinieren diese beiden Stränge heute bereits sehr gut und vermitteln fachliches, aber auch methodisches und soziales Know-how. Das spielt für Arbeitnehmer eine Rolle, aber auch Unternehmen dürfen zur Qualifizierung der Mitarbeiter neue Wege gehen.

Unser Tipp daher: Nutzen Sie im ersten Schritt Ihr Recht auf eine Beratung zur beruflichen Weiterbildung und ergreifen Sie dann die Chance der Weiterbildungsförderung, um sich rechtzeitig auf die Arbeitswelt 4.0 vorzubereiten.

Er hat erlebt, was für viele unvorstellbar scheint. Aber dank seines unerschütterlichen Lebensmutes und seiner herausragenden Motivation fand Mohammed Al Dowaik mithilfe einer Online-Weiterbildung neue Hoffnung in einer Zeit, in der schon alles verloren schien.

 

Der Erfolg der Normalität

Mohammed Al Dowaik, 38 Jahre alt, strahlt Stolz und Stärke aus, als wir uns das erste Mal begegnen. Doch diese Stärke ist eine ganz besondere, das wird sofort klar. Dieser Mann hat eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte über tiefste Niederschläge und die unglaubliche Kraft der Hoffnung auf einen echten Neuanfang.

Angefangen hat alles in einem ganz normalen glücklichen Leben. Er arbeitete nach seinem Studium viele Jahre erfolgreich als Ingenieur im Bereich Medizintechnik. Dabei vertrieb er die Produkte, war aber auch dafür verantwortlich, das Personal im Umgang mit den neuen Geräten zu schulen. Denn gerade die Installation nach dem Auftrag, das „Training ist wichtig, nicht nur der Verkauf“ fügt er hinzu und deshalb habe er nicht nur die Technik gerne gemacht, sondern den gesamten Prozess von Vertrieb bis Sales und Installation begleitet. Dermatologie, Ophthalmologie, Mikroskopie – im Laufe der Jahre lernte er viele Bereiche kennen und sammelte wertvolle Erfahrung. Sein Gehalt war mit durchschnittlich 1000 $ im Monat zuzüglich Provision sehr gut, er konnte mit seiner Frau und seinen Kindern ein gutes Leben in Damaskus führen. Eine ganz normale Karriere, wie er es heute bezeichnet.

 

Von einem Augenblick in die Ausweglosigkeit

Der Krieg kam unerwartet. „Alles war wie ein einziger Augenblick“ erinnert sich Mohammed Al Dowaik zurück. „Keiner konnte sich vorstellen, ob das wirklich passierte, ob das ein Traum war oder ein Albtraum“, alles schien unwirklich. Aber der 15.03.2011 war Wirklichkeit und stürzte ein ganzes Land in den Krieg und die Familie Al Dowaik stellvertretend für hunderttausende andere Familien in die Ausweglosigkeit. Ihn, seine Frau Lama, Sohn Dia, damals drei und Tochter Sama, gerade erst geboren. Stärke nach wie vor in seinem Blick als er erzählt, dass es anfangs zumindest nur in manchen Stadtteilen schwierig war. Nach und nach aber „wurde es überall schwierig“ und für die Familie begann eine Zeit der Rastlosigkeit.

Die Lage spitzte sich zu und war gleichzeitig unberechenbar. „Meine Cousins wurden beim Friseur ermordet. Einfach so, ohne einen Grund. Niemand sagt, warum das so war. Wir wussten nicht, ob wir vom Einkaufen zurück nach Hause kommen würden.“  Vor allem die Angst vor der Willkür machte ihm zu schaffen. Vor Waffen fürchte er sich nicht, aber vor „Diskriminierung und grundloser Verhaftung.“

Die kommenden Monate und Jahre waren schwer. Sehr schwer. Und dennoch erneut Stärke und Stolz in seinem Blick. Nur das leichte Zittern seiner Augenlider lässt das Ausmaß dieser Zeit erahnen. Wegzug aus einem Stadtteil in einen anderen. Wegzug aus Damaskus. Überteuerte Mieten. Erneut Willkür. „Wenn Gefechte losgingen, nutzte uns die Armee als menschliche Schutzschilde. Männer wurden morgens aus den Häusern gezerrt, wir wurden nicht gefragt, einfach geholt und dazwischen gestellt, um die Kämpfer zu schützen. Tage, an denen wir nicht wussten, ob wir wieder nach Hause zurückkommen werden oder sterben.“ Und doch keine Alternative zu alldem. Genügsamkeit. Und immer Zusammenhalt.

 

Mohammed Al Dowaik über Syrien, Lebenswille und Weiterbildung

 

Aufbruch in ein neues Leben

Mohammed Al Dowaik machte das Beste aus der Situation, egal, wie sie aussah. So beobachtete er, wann die Angriffe für gewöhnlich abebbten und nutze diese Zeit des Tages, um mit den Kindern zumindest ein bisschen vor dem Haus zu spielen. Ein paar Atemzüge frische Luft, einige Momente Kindheit auf sechs bis acht Quadratmetern Straße. Doch an einem Tag verspäteten sie sich. Als sie aus der Tür traten, ging ein Geschoss genau dort nieder, wo sie die Wochen zuvor jeden Tag Fußball gespielt hatten. Ein Nachbar starb, mehrere wurden verletzt, sein Auto zerstört. Doch er und seine Familie lebten. An diesem Tag wussten sie, dass sie nichts mehr zu verlieren hatten außer das eigene Leben. „Wenn wir an diesem Tag gespielt hätten, würden wir heute nicht leben! Wir konnten nicht mehr bleiben.“ Vieles nahm er in Kauf „wochenlang kein Strom und kein Wasser,“ aber an diesem Punkt mussten sie gehen. 

Mit mehreren Schichten Kleidung am Körper, weil sie keine Taschen für den Transport aus der Stadt mitnehmen durften, begann eine ziellose Reise raus aus Damaskus an der noch neuen aber inzwischen komplett zerstörten Eigentumswohnung vorbei und die Entscheidung, über Ägypten nach Europa zu kommen. Abschiebung, das rettende Boot angeschossen, dann Verhaftung, lange Nächte auf dem kalten Gefängnisboden, später Zwischenstationen im Libanon und dem Oman. Egal wo sie waren, kümmerte sich Mohammed Al Dowaik immer zuerst um eine Arbeit. „Ich habe immer geguckt, dass ich meine Familie ernähren kann.“ Arbeitstage von bis zu 20 Stunden, mehrstündige Arbeitswege, Ausbeutung in Form halber oder nur viertel Gehälter – nichts war Grund, eine Arbeit abzulehnen. Mohammed Al Dowaik wollte arbeiten und tat dies, egal welche Widrigkeiten dies mit sich brachte. Doch auch im Oman durften sie nicht bleiben und sollten nach Syrien zurück.

 

Einen Türspalt weit Hoffnung

Was tun, wenn alle Wege immer wieder abreißen und ins Nichts führen? Mohammed Al Dowaik findet positive Worte. „Das Leben hat uns eine Tür geöffnet“ sagt er milde und meint damit vor allem seinen spontanen Besuch in der deutschen Botschaft im Oman, um ein Visum zu beantragen. Ihm fiel schlichtweg keine andere Möglichkeit mehr ein. So bekam er wider Erwarten 2015 die Chance nach Deutschland zu kommen und dort neu anzufangen. Oder vielleicht gar dort weiterzumachen, wo er aufhören musste: beim Erfolg der Normalität. Die Widrigkeiten bei der Einreise, die vielen Rückschläge – all das wischt Mohammed Al Dowaik mit einem kraftvollen Satz weg „Wenn man alles verliert, hat man keine Sorgen mehr.“ Und so kennt sein Blick auch jetzt nur eine Richtung: nach vorne!

Nach dem Asylantrag in Bremen kümmerte er sich wie gehabt schnell um eine Arbeit. Er bewarb sich – insgesamt 400 Mal – doch bekam außer zwei standardisierten Antwortmails keinerlei Reaktion. Warum, weiß er nicht. Er ist qualifiziert in einem Beruf, der gerade in Deutschland enorm gefragt ist und in einer Branche beruflich zu Hause, die riesengroß ist. Er hat nicht nur rudimentäre Sprachkenntnisse, sondern sich bis zum Sprachniveau C1 vorgearbeitet. Inzwischen unterrichtet er sogar nebenbei als Deutsch-Dozent an einer Sprachschule. Absagen ohne Grund, ja. Doch keine Hoffnungslosigkeit. Stattdessen weitermachen. Gemeinsam mit seinem Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit bespricht er schließlich mögliche Weiterbildungen und absolviert den Lehrgang Business Development Manager bei karriere tutor® mit größtem Engagement. Sein Antrieb: für seine Familie sorgen zu können. 

 

Techniker, Manager, Ressource

Das Online-Lernen fiel ihm zunächst schwer, gibt er zu, weil er zwar den Dozenten sah, dieser aber nicht ihn. Doch er fand den Einstieg schnell und findet rückblickend nur gute Worte über diese Zeit. „Martin und Daniel, meine Dozenten, waren sehr gut und haben mich immer unterstützt. Ich habe viele Stunden gelernt und am Ende meine Projektarbeit erfolgreich beendet. Das hätte ich am Anfang nie gedacht.“

Warum seine Bewerbungen trotzdem scheitern? Der 38-Jährige vermutet, dahinter stecke „Angst und Ungewissheit bei den Arbeitgebern, weil sie nicht wissen, was es bedeutet mit einem Geflüchteten zu arbeiten.“ Deshalb war ihm wichtig, nicht nur sein Studium anerkennen zu lassen, sondern auch deutsche Zertifikate zu bekommen. „Ich verstehe, wenn ein Arbeitgeber nicht weiß, ob das klappen kann. Aber ich möchte alles geben, damit wir es versuchen können. Ich arbeite unter Stress ich arbeite unter Druck, ich kenne die deutschen Produkte in der Medizintechnik, ich setze mich immer ein und gebe immer mein Bestes bei meiner Arbeit.“ Sein Wille ist ungebrochen und so schließt er mit dem Satz, was Arbeiten für ihn bedeutet: „Arbeiten ist Leben. Ohne Arbeiten gibt es kein gutes Leben.“ Dieses Leben zu erreichen, treibt ihn Tag für Tag an. Doch das einzige, was er nicht entscheiden kann ist, ob ihm jemand die Chance gibt, dies zu beweisen.

 

Was bleibt, sind gemischte Gefühle. Demut und Achtung vor diesem Mann, der voller Hoffnung in seine Zukunft blickt. Wir wünschen ihm, dass sich seine Anstrengung bald für ihn auszahlen wird und ein Arbeitgeber erkennt, dass er nicht nur qualifiziert und gewillt, sondern eine bereichernde Ressource ist. Wenn du helfen möchtest, melde dich gerne und wir stellen den Kontakt her. 

Weiterbildungen absetzen und damit Steuern sparen, ist das eine. Doch kostspielige Lehrgänge überhaupt finanzieren eine ganz andere Herausforderung. Auch wenn Sie die Kosten für eine Umschulung, Weiterbildung oder Zertifizierung nicht alleine aufbringen können; müssen Sie deshalb nicht zwangsläufig auf sie verzichten. Wir zeigen Ihnen die vier besten Möglichkeiten für einen Weiterbildungsbonus vom Staat und öffentlichen Stiftungen.

 

Für junge Fachkräfte mit Ambitionen: das Weiterbildungsstipendium

Mit diesem Weiterbildungsbonus können Fachkräfte, die unter 25 Jahre alt sind, ihre Weiterbildung finanzieren. Die geförderten Weiterbildungen können fachlich oder fachübergreifend sein und sowohl dem Weiterkommen als Angestellter oder der Vorbereitung der Selbstständigkeit dienen. In Frage kommen auch Studiengänge, die auf der Ausbildung oder der Berufstätigkeit aufbauen. Seit 1991 werden jährlich etwa 6.000 Weiterbildungsstipendien vergeben.

Gewährt werden maximal 7.200 Euro, auf drei Jahre aufgeteilt. Also eine Summe, mit der Sie auch preisintensivere Lehrgänge gut stemmen können.

Wenn Sie die folgenden Bedingungen erfüllen, könnte ein Weiterbildungsstipendium der passende Weiterbildungsbonus für Sie sein:

  1. Sie sind unter 25 Jahre alt.
  2. Sie verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung.
  3. Die gewählte fachliche oder berufsübergreifende Weiterbildung ist berufsbegleitend und dauert drei Jahre.

Grundlage des Weiterbildungsstipendiums ist eine öffentlich-private Partnerschaft, koordiniert von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) in Bonn. Je nach erlerntem Beruf und Ort der Ausbildung gibt es unterschiedliche Ansprechpartner für diese Förderung. Ausführliche Informationen zum Weiterbildungsstipendium, den Voraussetzungen und dem Ablauf der Bewerbung sowie der zuständigen Stelle für deine Bewerbung erhalten Sie du auf der Internetpräsenz der SBB.

 

Ohne Altersgrenze: das Aufstiegs-BAföG

 

Ohne Altersgrenze: das Aufstiegs-BAföG

Über 700 verschiedene Weiterbildungsabschlüsse bei privaten und öffentlichen Trägern werden mit dem Aufstiegs-BAföG (früher: Meister-BAföG) gefördert. Hier übernimmt der Staat 40 Prozent der Lehrgangsgebühren bis zu einer Höhe von 15.000 Euro.

Wenn Sie die drei folgenden Bedingungen erfüllen, könnte dieser Weiterbildungsbonus für Sie in Frage kommen:

  1. Sie haben bereits eine Berufsausbildung oder ein Bachelor-Studium abgeschlossen. Auch nach dem Abitur oder nach dem Abbruch Ihres Studiums können Sie mit dem Aufstiegs-BAföG einen neuen beruflichen Weg beschreiten. Kein Aufstiegs-BAföG erhält, wer über einen Masterabschluss oder einen gleichwertigen staatlich anerkannten Hochschulabschluss verfügt.
  2. Der Berufsabschluss muss über einer Facharbeiter-, Gehilfen- oder einer Gesellenprüfung liegen und höher ausfallen als ein Berufsfachschulabschluss.
  3.  Die gewählte Fortbildung hat einen Umfang von mindestens 400 Unterrichtsstunden. Teilzeitmaßnahmen dauern höchstens vier Jahre und umfassen monatlich mindestens 18 Unterrichtsstunden. Vollzeitmaßnahmen dauern höchstens drei Jahre und umfassen wöchentlich 25 Unterrichtsstunden an vier Werktagen.

Förderfähig sind nicht nur Lehrgänge mit Präsenzunterricht, sondern auch Fernlehrgänge und mediengestützte Lehrgänge.

Anbieter der Bildungsmaßnahme müssen zertifiziert sein und den Fördervoraussetzungen des AFBG entsprechen; Fernlehrgänge müssen zusätzlich dem Fernunterrichtsschutzgesetz entsprechen.

Achtung: Es gibt keine Altersgrenze für das Aufstiegs-BAföG und keine Einkommensgrenze.

 

Vermögen für die Weiterbildung: der Spargutschein

Neben dem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist vor allem die Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) als Weiterbildungsbonus bekannt. Doch das Bildungsministerium hat mit dem Spargutschein eine weitere Unterstützung geschaffen, die unbekannter, aber nicht weniger attraktiv ist.

Mit diesem Weiterbildungsbonus können Sie Ihre Weiterbildung finanzieren, wenn Sie vermögenswirksame Leistungen ansparen und Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben. Grundlage dafür ist das Vermögensbildungsgesetz (VermBG).

Wenn Sie einen solchen Sparvertrag abgeschlossen haben, können Sie daraus Geld für Ihre Weiterbildung entnehmen, noch bevor die Sperrfrist abgelaufen ist – die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren.

So gehen Sie vor, um Ihren Spargutschein als Weiterbildungsbonus zu beantragen:

  1. Informieren Sie sich bei dem Finanzinstitut, das Ihr angespartes Guthaben verwaltet. Hier erhalten Sie Antwort auf die Fragen zu den Konditionen der Entnahme, also Gebühren für die Verfügung, Möglichkeit der Teilverfügung und einzuhaltende Fristen.
  2. Suchen Sie eine Bildungsprämien-Beratungsstelle auf. Diese finden Sie an mehr als 500 Standorten in Deutschland von Frankfurt über Hamburg bis Stuttgart oder Berlin. Hier können Sie klären, ob Ihr Weiterbildungswunsch die Voraussetzungen für die Förderung durch einen Spargutschein erfüllt. Passt Ihr Weiterbildungsziel zu Ihrem Beruf oder zu Ihrer aktuellen Tätigkeit und kostet die Maßnahme mindestens 30 Euro, erhalten Sie einen Spargutschein. In der Beratungsstelle erhalten Sie auf Wunsch auch Empfehlungen für geeignete Bildungsanbieter.
  3. Mit dem Spargutschein melden Sie sich zu einem Kurs bei dem Anbieter IhrerWahl an.

Eine ausführliche Information des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Spargutschein finden Sie in dieser Informationsbroschüre des Ministeriums.

Tipp: Der Spargutschein ist mit der Bildungsprämie des BMBF kombinierbar.

 

Zinsgünstig in den Endspurt gehen: der Studienkredit

 

Zinsgünstig in den Endspurt gehen: der Studienkredit

Gerade in der letzten Phase des Studiums kann das Geld knapp werden – wenn die Prüfungen keine Zeit für den Nebenjob lassen oder man die Studienzeit für einen erfolgreichen Abschluss um ein oder zwei Semester verlängern muss. Für solche Fälle ist das Bildungskreditprogramm gedacht – ein Angebot der Bundesregierung, um Schüler und Studierende gezielt bei ihrem Erst- oder Folgestudium oder bei der Promotion zu unterstützen. Anders als das BAföG wird der Studienkredit unabhängig vom eigenen Einkommen und dem der Eltern und des Ehepartners gewährt. Anträge nimmt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entgegen.

Gleich mehrere Vorteile unterscheiden den Studienkredit von sonstigen Bankkrediten:

Informationen über den Studienkredit finden Sie online auf der Website der KfW.

Weiterbildungsbonus-Übersicht

In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Punkte jeder Finanzierungsmöglichkeit für Sie zusammengefasst:

Finanzierungsart

Was wird gefördert

Wer wird gefördert

Wie wird gefördert

Information und Antragstellung

Weiterbildungsstipendium

Berufsbegleiten-

de Ausbildung

Fachkräfte unter 25 mit abgeschlossener Berufsausbildung

Max. 7.200 Euro auf drei Jahre verteilt. Keine Rückzahlung

Bewerbung an: Stiftung Begabten-förderung berufliche Bildung (SBB)

Aufstiegs-BAföG

Ausbildung mit Abschluss, der höher ist als Facharbeiter, Gehilfen-, Gesellen- und Berufsfachschul-abschluss.

Berufsbegleitend: max. 4 Jahre mit mind. 400 Unterrichts-stunden.

Vollzeit: max. 3 Jahre mit 25 Stunden an 4 Werktagen. Fernlehrgänge und medien-gestützte Lehrgänge.

Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Bachelor-abschluss

Max. 15.000 Euro, davon 60 % als Darlehen

Bundes-ministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Spargutschein

Weiterbildung, die zum Beruf oder zur aktuellen Tätigkeit passt

Alle, die Vermögenswirk-same Leistungen ansparen und Arbeitnehmer-sparzulage erhalten. Mit Bildungsprämie kombinierbar.

Zugriff auf Sparguthaben noch vor Ablauf der Sperrfrist und ohne Abzug der Arbeitnehmer-sparzulage

Bundes-ministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Studienkredit

Grundständige Studiengänge im Erst- oder Zweitstudium,

Postgraduale Studiengänge: Aufbau-, Ergänzungs-, Masterstudium und Promotion, ausbildungs-bedingte Praktika,

Aufwendungen für die Ausbildung durch Einmalzahlung

Studierende in der letzten Phase des Studiums. Altersgrenze: 44 Jahre (absolvierte Semester werden auf das Höchstalter angerechnet)

Zinsgünstiger Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Max. 7.200 Euro, verteilt auf 24 Monate,

Einmalzahlung bis zu 3.000 Euro für ausbildungs-bedingte Aufwendungen

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

 

Sie sehen also, dass Sie die finanzielle Last nicht alleine tragen müssen, wenn Sie sich beruflich weiterbilden möchten. Nutzen Sie die Chance, die Ihnen ein Bildungsbonus in Form eines Bildungsdarlehens, Bildungskredites oder einer komplette Kostenübernahme gibt.  

Eine gute Weiterbildung kann für dein Berufsleben entscheidend sein. Interessantere Aufgaben, mehr Verantwortung, mehr Geld und sogar der Aufstieg in deinen Traumjob – all das ist möglich, wenn du das dazu passende Wissen aufbaust. Entscheidend ist dabei allerdings, dass es sich um eine anerkannte, gute Weiterbildung handelt. Außerdem bedeutet sie auch immer eine Investition von Zeit und Geld. Da sollte das Ergebnis dann schon zu deinen Vorstellungen passen. Mit unseren Tipps fällt dir die Auswahl eines Kurses oder eines Seminars bei einem der vielen Weiterbildungsveranstalter leichter.

Objektive und subjektive Faktoren zählen

Die „eine“ Weiterbildung, die auf alle Menschen passt, gibt es nicht. Dafür sind wir alle zu verschieden und haben unterschiedliche Wünsche an das Lernen und Leben. Um eine gute Weiterbildung zu finden, ist es daher wichtig, dass du sowohl objektive als auch subjektive Faktoren bei deiner Suche berücksichtigst.

Tipp: Mach dir eine Liste mit allen Kriterien, die dir wichtig sind, und notiere dabei gleich, wie entscheidend der jeweilige Punkt ist. Damit erhältst du deine ganz persönliche Auswahl-Checkliste und hast alles Wichtige im Blick – bevor du eine Weiterbildung buchst.

passende Weiterbildung finden

Der Anbieter: staatliche Anerkennung und Co.

Wer eine gute Weiterbildung sucht, stellt schnell fest, dass das Angebot sehr groß und sehr unübersichtlich ist. Und jeder Anbieter zeigt auf seinen Webseiten Gütezeichen, Qualitätssiegel und Anerkennungsurkunden. Da durchzusteigen ist gar nicht so einfach.

Hast du dir ein paar Weiterbildungsanbieter mithilfe der Qualitätssiegel herausgesucht, stellen sich weitere Fragen.

Schau dir auch die Angebote von Verbänden und Vereinen aus deiner Branche an. Der große Vorteil dabei: Hier bekommst du Wissen vermittelt, das genau auf deinen beruflichen Bedarf zugeschnitten ist.

die Inhalte der Weiterbildung was wirst du hier lernen

Die Inhalte der Weiterbildung: Was wirst du hier lernen?

„Irgendwas mit Wirtschaft …“ – wenn du eine sinnvolle gute Weiterbildung planst, reicht ein solcher Wunsch nicht aus, um einen geeigneten Kurs zu finden. Hier bist du selbst gefordert: Was genau soll in dem Kurs oder in dem Seminar vermittelt werden? Welche Inhalte sollen in welcher Tiefe behandelt werden? Brauchst du einen Anfänger- oder einen Fortgeschrittenenkurs? Vielleicht fehlt dir für den nächsten Karriereschritt ein bestimmtes Zertifikat? Oder du willst einen ganz anderen Beruf einschlagen und suchst nun einen Kurs, der dich darauf vorbereitet? All das sind Punkte, über die du gründlich nachdenken solltest, bevor du dich für einen Kurs entscheidest.

Wenn du in deinem jetzigen Unternehmen vorankommen willst, sprich auch ruhig mit deinem Chef oder der Personalabteilungen, wie die deinen Weiterbildungswunsch einschätzen. Dann kannst du dich auch gleich erkundigen, ob ein Arbeitgeber dein Vorhaben finanziell unterstützt oder dich für Präsenzzeiten und Prüfungen freistellt.

Die Aufbereitung: Wie lernst du am besten?

Anschließend stellt sich die Frage, in welcher Form du am liebsten lernen möchtest. Wünschst du dir Webinare, die dir ein zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglichen? Damit du dich dann wirklich mobil und flexibel weiterbilden kannst, sollten alle Inhalte jederzeit abrufbar sein. Vielleicht möchtest du aber lieber den regelmäßigen Austausch mit anderen Studenten und Präsenzveranstaltungen haben? Oder ist dir beides gleichermaßen wichtig? Sieh dir die Didaktik des Lehrgangs genau an und prüfe, ob es eventuell auch eine Kombination von Videoinhalten, geführten Inhalten und Lerngruppen gibt. Je nach Anbieter ist eine Kombination aus E-Learning und persönlichem Austausch in der Lerngruppe möglich. Eine gute Weiterbildung ist die, die dir die Lerninhalte so vermittelt, wie du sie brauchst und optimal verinnerlichen kannst. 

Halte deine Überlegungen am besten wieder schriftlich fest und gleiche deine Anforderungen an Inhalte und Organisation mit den angebotenen Kursen ab. In den Kursbeschreibungen sollte genau enthalten sein, was dich während deine Weiterbildung erwartet. Ein Beispiel, wie das aussehen kann, siehst du auf unseren Produktdetailseiten, die die Inhalte ausführlich aufschlüsseln. Stelle dir außerdem Fragen wie:

Die Referenten: Von den Besten lernen

Nach den Inhalten ist es Zeit, sich die Referenten anzusehen. Schließlich willst du von den Besten lernen. Welche Qualifikationen kann der Referent oder die Referentin vorweisen? Wie nah ist der Kurs an der betrieblichen Praxis, die für die Qualität und die spätere Praxistauglichkeit deines neuen Wissens entscheidend ist? Hat der Vortragende eine entsprechende Ausbildung und bildet auch er sich regelmäßig weiter? Prüfe, ob du Informationen zu den Dozenten, Tutoren und Referenten findest oder ob diese eher versteckt sind.

Wichtig ist aber nicht nur das Fachwissen, sondern auch die pädagogische Kompetenz. Gibt den Namen einfach mal in eine Suchmaschine ein und lies dir die Ergebnisse durch. Mit etwas Glück findest du Kommentare ehemaliger Teilnehmer zu Kurs und Referenten in einem der Bewertungsportale.

Der Abschluss: Welche Bestätigung deiner Weiterbildung bekommst du?

In welcher Form wird dir die Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme bestätigt? Hier reichen die Möglichkeiten von einer einfachen Teilnahmebescheinigung bis hin zu staatlich anerkannten Abschlüssen, denen unterschiedliche Prüfungen vorausgehen. Oft arbeiten Anbieter wie auch karriere tutor® mit der IHK zusammen, sodass du am Ende der Weiterbildungsmaßnahme ein IHK-Zertifikat in den Händen hältst. Vor allem, wenn du dich mit deinen neuen Qualifikationen bewerben willst, kann ein gutes Zertifikat entscheidend sein, ob du die Stelle bekommst oder nicht.

passendes Lernmaterial

Das Material: Umfang und Aufbereitung

Nach all den Vorüberlegungen hast du vermutlich einen oder auch mehrere Kurse konkret in die nähere Auswahl gezogen. Um dich zu entscheiden, solltest du versuchen, einen Blick auf das Lernmaterial zu werfen. Wenn auf der Webseite des Anbieters eine Probelektion angeboten wird, lade sie herunter, ansonsten kannst du in der Regel Material bestellen. Sieh es dir gründlich an. Ist der Stoff logisch gegliedert und in der gebotenen Ausführlichkeit behandelt? Gefällt dir, wie du als Lernender angesprochen wirst? Sind die Erklärungen verständlich? Werden dir genügend Möglichkeiten gegeben, das Gelernte zu wiederholen und so zu festigen? Und ganz wichtig: Ist alles fehlerfrei?

Eine Probelektion gibt dir beim E-Learning auch die Möglichkeit, das technische Angebot zu überprüfen. Ist der Zugang tatsächlich so unkompliziert, das Material wirklich so interaktiv gestaltet und das Forum so lebhaft, wie der Anbieter behauptet? Wenn es hier zu Schwierigkeiten kommt, kann dir das die Lust am Lernen verleiden.

Tipp: Nutze diese Testphase auch gleich, um den Support zu testen!

Die Kosten: Was darf eine gute Weiterbildung kosten?

Nicht zuletzt sind natürlich auch die Kosten wichtig – aber nicht entscheidend. Es ist besser, einen Kurs zu wählen, der vielleicht etwas kostspieliger ist, aber dafür genau deinen Bedarf abdeckt, als in einem preiswerten Kurs zu sitzen und das Gefühl zu haben, deine wertvolle Zeit zu verschwenden. Achte unbedingt darauf, dass dir alle Kosten genannt werden, bevor du buchst und dass später nicht möglicherweise Gebühren für Prüfungen oder eine teure Hotline abverlangt werden.

Das alles klingt ganz schön aufwendig. Aber es lohnt sich, bei der Suche nach einer guten Weiterbildung systematisch und gründlich vorzugehen. Dann wirst du mit neuem Wissen belohnt, das dich wirklich weiterbringt. Und dann macht auch das Lernen gleich viel mehr Spaß.

 

Wenn Ihr Bildungsgutschein abgelehnt wird, können Sie dagegen Widerspruch einlegen. Worauf es dabei ankommt, wie Sie den verschiedenen Ablehnungsgründen begegnen und welche Alternativen Sie nach einem Widerspruch haben, zeigen wir in diesem Artikel.

Mit dem Bildungsgutschein zurück ins Arbeitsleben

Der Bildungsgutschein ist ein sehr gefragtes Fördermittel der Agentur für Arbeit und der Jobcenter der Arge und das wohl bekannteste Maßnahmenpaket zur Förderung der Integration in den Arbeitsmarkt. Aus dem Datenbericht des Bundesinstituts für Berufsbildung 2017 geht hervor, dass die Agentur für Arbeit bzw. das Jobcenter allein 2016 insgesamt 166.429 Menschen im Bereich des SGB II und SGB III förderten. Darunter waren also Antragsteller, die noch in Arbeit waren, die Arbeitslosengeld I oder bereits Arbeitslosengeld II (Hartz 4) bezogen. Sie bekamen eine Bewilligung und das Amt übernahm die Kosten einer nötigen Weiterbildung oder Umschulung. Eine Bewilligung verfolgt immer ein Ziel: Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren oder eine drohende Arbeitslosigkeit zu verhindern.

Sind also die Aussichten auf eine Bewilligung für jeden, der den Bildungsgutschein beantragt gleich gut? Nicht unbedingt, denn auch wenn Antragsteller aus ihrer persönlichen Sicht alle Voraussetzungen für die Bewilligung einer Förderung durch die BA erfüllen, kommt es trotzdem manchmal dazu, dass der Bildungsgutschein abgelehnt wird. Warum ist das so?

Kann-Leistung statt Rechtsanspruch

Das Sozialgesetzbuch hält klar fest, dass der Bildungsgutschein keine Muss-Leistung ist. Selbst wenn die Voraussetzungen also erfüllt sind, kann es sein, dass er abgelehnt wird. Es handelt sich bei dieser Maßnahme um eine sogenannte Kann-Leistung. Die letzte Entscheidung obliegt dem Sachbearbeiter der Agentur für Arbeit bzw. dem Berater beim Jobcenter. Im Merkblatt 6 der BA finden Sie weitere Informationen dazu, wie die Antragstellung abläuft und welche Kosten übernommen werden können. Auf den Punkt gebracht ist es so, dass jeder einen Antrag stellen kann, nicht jeder aber eine Bewilligung bekommt. Doch auch wenn Ihr Bildungsgutschein abgelehnt wird, haben Sie noch Möglichkeiten an eine Förderung zu kommen.

Bildungsgutschein abgelehnt: Ablehnungsgründe und Chancen

Die Sachbearbeiter der Agentur für Arbeit und des Jobcenters sind dazu angehalten, verantwortungsbewusst mit staatlichen Geldern umzugehen. Deshalb prüfen sie sehr genau, ob eine Förderung wirklich sinnvoll ist und den Kunden zurück in den Arbeitsmarkt bringen kann. Nicht immer kommt ein Sachbearbeiter zu dem Schluss, dass das im Einzelfall so ist und lehnt den Antrag schließlich ab. Wenn Sie der Meinung sind, dass diese Ablehnung unbegründet ist, können Sie Widerspruch einlegen, Doch Obacht! Wenn Sie sich für einen Widerspruch gegen die Ablehnung entscheiden, sollten Sie hierfür gute Gründe anbringen. Sehen Sie sich zunächst an, warum Ihr Bildungsgutschein nicht bewilligt wurde. Mögliche Gründe können diese sein:

Trifft einer dieser Gründe bei Ihnen zu, gilt es genau zu überprüfen, wie Sie dem begegnen können. Wenn Sie lediglich Widerspruch einlegen, wird das Ergebnis höchstwahrscheinlich gleich bleiben und Sie eine erneute Ablehnung des Bildungsgutscheins bekommen. Wie aber können Sie die Ablehnungsgründe widerlegen?

Widerspruch formulieren

Widerspruch richtig formulieren: So geht’s

Sie können innerhalb von vier Wochen ab dem Datum der Ablehnung Widerspruch einlegen, wenn Ihr Bildungsgutschein abgelehnt wurde. Diese Frist sollten Sie nicht verstreichen lassen, aber auch nicht in Panik verfallen und gleich an Tag 1 Widerspruch einreichen. Nehmen Sie sich die Zeit, die Gründe der Ablehnung zu überprüfen. Was genau gab das Amt als Ursache der Ablehnung an? Versuchen Sie, auf exakt die genannten Gründe zu reagieren, und beziehen Sie sich auf den Wortlaut im Ablehnungsbescheid. Einige Beispiele:

Was tun, wenn mein Widerspruch abgelehnt wurde?

Wurde auch Ihr Widerspruch abgelehnt, können Sie zwei Dinge unternehmen. Entweder Sie warten eine Weile ab und beantragen den Bildungsgutschein noch einmal. Dies lohnt sich vor allem, wenn der Bildungsgutschein zum Jahresende abgelehnt wurde. Sachbearbeiter müssen mit den Mitteln, die Ihnen zur Verfügung stehen, verantwortungsvoll haushalten. Wenn also gegen Jahresende schon sehr viele Förderungen bewilligt wurden, wird im Einzelfall gegebenenfalls kritischer hinterfragt, ob die Voraussetzungen wirklich zu 100 Prozent erfüllt sind. Den Antrag im neuen Jahr noch einmal stellen ist also eine Möglichkeit, die Sie haben. Alternativ empfehlen wir Ihnen, andere Förderungen zu überprüfen. Wenn der Bildungsgutschein abgelehnt wurde, heißt das noch lange nicht, dass Sie keine Chancen auf eine Förderung durch den BFD oder die Deutsche Rentenversicherung haben. Überprüfen Sie auf unserer Serviceseite zur geförderten Weiterbildung welche Möglichkeiten Sie haben. Glücklicherweise gibt es heute viele Wege, von denen einer hoffentlich genau der richtige zu Ihrer beruflichen Sicherheit ist.