Der Data Artist gehört zweifelsohne zu den Berufen der Zukunft im IT-Bereich. Doch was genau sind die Aufgaben eines Data Artist, welches Gehalt ist realistisch und was braucht jemand, der als Data Artist Fuß fassen möchte? In diesem Artikel tauchen wir tiefer in die Materie ein.

Was macht ein Data Artist?

Der Data Artist, auch als Data Visualizer bezeichnet, gehört zur immer größer werdenden Gruppe der Analytics-Experten und grenzt nah an das Berufsbild des Data Scientist an. Die Aufgaben eines Data Artist und eines Data Scientist sind sehr ähnlich, unterscheiden sich jedoch in einem wichtigen Detail. Während der Data Scientist Daten erhebt, analysiert und interpretiert, bereitet der Data Artist diese zusätzlich visuell auf. Was nach einem kleinen Teilbereich klingt, ist in Wahrheit äußerst komplex. Der Data Artist muss auf verschiedene Dinge achten, z. B. welches Format für die Präsentation vorliegender Daten geeignet ist und welches nicht, damit seine Arbeit am Ende zu den richtigen Interpretationen beiträgt und nicht zu falschen Schlüssen verleitet.

Wie sind die Berufs- und Gehaltsaussichten für Data Artists?

2019 führte eine der führenden Management- und Unternehmensberatungen, Bain & Company, eine aufschlussreiche Studie über das Berufsfeld der Data-Analysten durch. Das Ergebnis: Die Nachfrage an qualifiziertem Personal steigt in diesem Bereich rasant an und wird künftig kaum mehr zu decken sein. Vor allem an Data Engineers, Data Architects und Data Scientists bzw. Data Artists mangle es enorm. Die Folge: Unternehmen werden künftig noch stärker in den Wettstreit um die vorhandenen Fachkräfte gehen. Für dich als Bewerber mit einer Qualifikation zum Data Artist sind das hervorragende Aussichten. Doch auch als Quereinsteiger mit soliden IT-Kenntnissen kannst du dich für diesen Job bewerben. Das gängige Gehalt eines Data Artist liegt im Mittel bei etwa 74.000 € Jahresbrutto, kann sich aber, abhängig von Berufserfahrung, Qualifikation und Unternehmensgröße, auch darüber hinausbewegen.

Warum brauchen Unternehmen Data Artists?

Für ein Unternehmen sind Data Artists so wertvoll, weil ihre Arbeit oftmals die Grundlage wichtiger strategischer Planungen ist. Nur wenn ein Data Artist Daten korrekt erhebt, interpretiert und für die Entscheider im Unternehmen verständlich aufbereitet, sind diese in der Lage, wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen zu treffen. Konkret: Ist die Aufbereitung erhobener Daten nicht klar genug, erkennt das Management möglicherweise die Notwendigkeit wichtiger Entscheidungen nicht rechtzeitig. Es kommt zu Versäumnissen, die im schlimmsten Falle auch negative finanzielle Folgen haben.

Welche Vorkenntnisse braucht ein Data Artist?

Wenn du zehn Data Artists nach ihrer Berufsausbildung fragst, wirst du vermutlich mindestens fünf verschiedene Antworten bekommen. Fakt ist, dass es keine einheitliche Ausbildung zum Data Artist gibt, wohl aber eine Häufung innerhalb bestimmter Disziplinen. Viele Data Scientists bzw. Data Artists haben ein Studium in einem der folgenden Fächer absolviert:

Darüber hinaus sind auch persönliche Kompetenzen wie ein gutes visuelles Verständnis und ein lösungsorientiertes Denken von Vorteil. Wenn du dich als Quereinsteiger für den Job als Data Artist interessierst, solltest du dir Kenntnisse in den wichtigsten Programmiersprachen aneignen. Zu den im Bereich der Datenanalyse und -aufbereitung gefragtesten gehört Python. Aber auch Java oder Spark sind gern genutzte Programmiersprachen für den Data Artist. Bevor du dich bewirbst, lohnt es sich also, dich in mindestens einer Programmiersprache wie Python weiterzubilden.

Arbeitsalltag eines Data Artist

Wie darfst du dir den Alltag eines Data Artist konkret vorstellen? Der übliche Arbeitsprozess gestaltet sich in der Regel wie folgt:

Beruf für kreative Analysten

Die Kombination aus hochkomplexer Analyse und gleichzeitig visuell-kreativer Arbeit macht den Data Artist zu einem sehr vielseitigen Beruf der Zukunft. Wenn du genau diese Vielseitigkeit suchst, kannst du in diesem Bereich sehr erfolgreich und glücklich werden.

Megatrends wie die digitale Transformation oder Globalisierung sorgen zunehmend dafür, dass es nicht nur für einzelne Unternehmen zu größeren Veränderungsprozessen kommt. Die Corona-Pandemie wirkt hierbei wie ein Brandbeschleuniger. Ganze Branchen müssen sich neu oder anders aufstellen. Und genau hier kommt der Change Manager zum Einsatz. Welche Aufgaben und Ziele er konkret verfolgt, welche Herausforderungen die Digitalisierung dabei für ihn bereithält und wie man überhaupt Change Manager wird, darum geht es in diesem Beitrag.

Warum der Change Manager immer gefragter wird

Unternehmen haben immer mit Veränderungsprozessen zu tun. Denn „nichts ist beständiger als der Wandel“. Dies wusste Heraklit von Ephesus schon vor zweieinhalbtausend Jahren. Ob politische Rahmenbedingungen, neue Verordnungen, strukturwirtschaftliche Veränderungen oder vieles andere mehr: Unternehmen müssen sich ständig dem Wandel anpassen, um am Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Und dies gilt umso mehr im Zuge Digitalisierung und anderer Megatrends unserer heutigen Gesellschaft, die einige grundlegende Veränderungen mit sich bringen. Sie gehen sogar bis an die Substanz eines Unternehmens und verlangen einen vollumfänglichen Kultur- und Organisationswandel.

Fokus und Ziele des Change Managements

Im Change Management steht der langfristige Wandel anstelle der kurzfristigen Anpassung im Fokus. Ziele dabei sind, den notwendigen Wandel erfolgreich umzusetzen sowie die Risiken einzugrenzen, die mit einschneidenden Veränderungen einhergehen.

Die Capgemini Change Management Studie 2017 belegt, dass die digitale Transformation das zentrale Thema des heutigen Change Managements bildet. Dabei stellt die Schaffung digitaler Infrastrukturen aber nur die Grundvoraussetzung für den Wandel dar. Die größte Herausforderung des Change Managements besteht zukünftig darin, einen Kulturwandel hin zu einer digitalen Unternehmenskultur herbeizuführen.

Wirkungsbereiche des Change Managements

Laut oben genannter Capgemini-Studie bilden die drei bewährten Wirkungsbereiche des Change Managements auch im Zuge der Digitalisierung die Stellschrauben des Wandels. Diese sind:

  1. Organisation
  2. Struktur
  3. Kultur

Anders ausgedrückt können Veränderungen im Change Management sowohl die Ablauforganisation (z. B. Prozesse) als auch die Aufbauorganisation (Strukturen) betreffen oder sich auf die Arbeitsweisen und das Sozialverhalten der Mitarbeiter im Unternehmen auswirken. Im Mittelpunkt bei all diesen Veränderungen steht immer der Mitarbeiter.

Was gibt’s zu tun für den Change Manager?

Wenn größere Veränderungen im Unternehmen anstehen, ist der Change Manager gefragt. Er plant und steuert betriebliche Veränderungsprozesse und unterstützt Management und Mitarbeiter darin, den notwendigen Wandel erfolgreich zu meistern.

Seine Aufgaben sind:

Soweit zu den allgemeinen Aufgaben des Change Managers.

Fokusthemen des Change Managers

Mit Blick auf die digitale Transformation ergeben sich für den Change Manager einige Fokusthemen, die ihn mehr und mehr beschäftigen werden. Denn wie auch die Capgemini-Studie herausstellt, geht es darum, eine digitale Kultur zu schaffen. Diese versetzt Unternehmen in die Lage, ihre Wertschöpfung mit Hilfe der Digitalisierung zu steigern und dadurch den langfristigen Erfolg zu sichern. Da es aber viele Menschen gibt, die den Wandel und das Neue fürchten, sind die Kommunikation im Unternehmen und die Information der Mitarbeiter essenziell, um deren Ängsten entgegenzuwirken.

Zu den Fokusthemen zählen:

Voraussetzungen, die der Change Manager erfüllen sollte

Um für die Herausforderungen als Change Manager gewappnet zu sein, liegen Sie mit einem akademischen Abschluss wie einem Master in Betriebswirtschaftslehre (BWL) auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

Zwar gibt es auch spezielle Change-Management-Studiengänge an Fernuniversitäten und Hochschulen, jedoch kommt es für Change Manager vor allem auch auf die Berufserfahrung an. Um gemeinsam mit dem Management im Unternehmen auf Augenhöhe agieren und große Veränderungsprozesse begleiten zu können, sollte der Change Manager fundiertes betriebswirtschaftliches Know-how mitbringen. Das bedeutet eben nicht nur ein (BWL-)Studium, sondern auch jahrelange praktische Berufserfahrung.

Weiterbildung und Qualifikationen statt Studium

Das nötige Spezialwissen im Change Management erwerben Sie am besten über eine Weiterbildung mit einer anerkannten Zertifizierung zum Change Manager. Ähnlich wie ein Fernstudium können Sie diese auch berufsbegleitend und von zu Hause als Online-Weiterbildung absolvieren.

Auch eine Weiterbildung in ITIL® Foundation ist eine lohnenswerte Zusatzausbildung für einen Change Manager, da eine ITIL®-Zertifizierung insbesondere bei solchen Change-Manager-Jobs verlangt wird, bei denen es darum geht, moderne IT-Geschäftsprozesse aufzusetzen.

Ansonsten sind für den Change Manager alle Qualifikationen relevant, die die oben genannten Fokusthemen tangieren. Beispielsweise können Change Manager mit einer Zusatzqualifikation als Scrum Master gezielt den Wandel hin zum agilen Unternehmen begleiten.

Kompetenzen, die der Change Manager mitbringen sollte

Menschen davon zu überzeugen, dass sie ihre Arbeitsweisen verändern sollen, ist kein leichtes Unterfangen. Daher brauchen Change Manager ein ausgesprochenes Kommunikationstalent.

Massive Veränderungen im Unternehmen sind oft begleitet von Sorgen und Ängsten der Mitarbeiter. Ohne Empathie und emotionale Intelligenz, die ihn in die Lage versetzen, auf die Mitarbeiter einzugehen, wird es für den Change Manager schwierig werden, notwendige Veränderungen umzusetzen. Diese müssen mit überzeugenden Argumenten kommuniziert werden, daher benötigt der Veränderungsmanager ebenso Überzeugungsfähigkeit.

Klar, wer Change Manager sein will und von anderen verlangt, flexibel auf Veränderungen einzugehen, muss auch selbst sehr viel Flexibilität aufbringen. Schließlich haben Change Manager ständig mit Veränderungen zu tun und müssen auch auf Schwierigkeiten bei der Umsetzung geplanter Veränderungen flexibel reagieren können.

Fachliche Kenntnisse benötigt der Change Manager vor allem in Betriebswirtschaftslehre und Projektmanagement, denn er muss zum einen schnell einen Überblick über die betriebliche Organisation als Ganzes gewinnen und zum anderen bei Bedarf auch einzelne Prozesse und Abläufe des Betriebs im Detail verstehen können.

Zusammengefasst sollte der Change Manager folgende Kompetenzen mitbringen:

Die Herausforderungen für den Change Manager

Die digitale Transformation hält bereits in vielen Firmen Einzug. Für die meisten von ihnen bedeutet dies ein enormer Wandel – nicht nur ein technologischer, sondern auch ein Wandel der Unternehmenskultur, der Arbeitsweisen und Prozesse. Daher gibt es Jobs für Change Manager gerade wie Sand am Meer und das deutschlandweit.

Einsatzbereiche

Change Manager kommen in großen und mittelständischen Unternehmen in jeglicher Branche, in Organisationen und staatlichen Einrichtungen zum Einsatz. Wichtig hierbei zu erwähnen ist, dass Change Manager nicht nur als externe Unternehmensberater engagiert werden. Große Konzerne beschäftigen immer häufiger auch festangestellte Inhouse-Consultants für das Change Management.

Spezialisierungen

Häufig spezialisieren sich Change Manager aufgrund ihres beruflichen Backgrounds auf eine bestimmte Branche oder einen Fachbereich. Da viele Unternehmen im Zuge des technologischen Wandels gerade ihre komplette IT-Landschaft umbauen, sind zum Beispiel IT-Change-Manager und Change Manager nach ITIL® aktuell besonders gefragt.

Aber wie bereits oben erwähnt rückt der notwendige Kulturwandel in Unternehmen immer mehr in den Fokus. Dadurch werden in Zukunft auch Change Manager mit Expertise im Personalmanagement und darin, was eine digitale Führungskultur ausmacht – Stichwort Digital Leadership –, gefragt sein. Dies sind übrigens alles auch Themen des kostenfreien Online-Trainings „Digitales Leben und Arbeiten 4.0“ von karriere tutor®.

Warum Change Manager werden?

Für welchen Einsatzbereich oder welche Spezialisierung Sie sich auch immer entscheiden. Eines ist sicher: Als Change Manager haben Sie viel zu tun und einen sehr gefragten Beruf. Zudem widmen Sie sich der spannenden Herausforderung, als Experte und (Inhouse-)Berater Unternehmen auf ihrem Weg hin zum entscheidenden Wandel zu begleiten. Damit helfen Sie diesen Unternehmen, langfristig erfolgreich am Markt zu sein.

Wie wird unsere Arbeitswelt nach Corona aussehen? Das ist aktuell eine der Fragen, die sich viele bereits jetzt – auch wenn das Virus noch lange nicht bekämpft ist – stellen. Vieles dreht sich in der medialen Diskussion um das Arbeiten im Home-Office sowie um den „erzwungenen“ Digitalisierungsschub für viele Unternehmen. Aber das ist längst nicht das Ende der Fahnenstange. Die Gelegenheit zur Veränderung unserer Arbeitsgewohnheiten sowie ganzer Unternehmensorganisationen ist so günstig wie noch nie.  Es ist darum Zeit, dass wir uns vor dem Hintergrund von New Work damit auseinandersetzen, was modernes Arbeiten in der neuen Arbeitswelt eigentlich auszeichnet, wo wir stehen und was uns letztlich glücklich und damit erfolgreich macht.

Herausforderungen unserer heutigen Arbeitswelt

Unser heutiger Arbeitsmarkt steht neben der digitalen Transformation vor mehreren großen Herausforderungen:

  1. Fachkräfteengpass

In einigen Branchen wie der IT-Branche gibt es bereits seit Jahren einen großen Fachkräfteengpass. Wenn wichtige Stellen über Monate hinweg unbesetzt bleiben, leidet darunter die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit nicht nur einzelner Unternehmen, sondern mitunter ganzer Industrien. Zudem verabschiedet sich die Babyboomer-Generation in naher Zukunft in den Ruhestand. Dadurch wird der Mangel an Fachkräften noch prekärer.

  1. Überlastete und veraltete Infrastrukturen für den Berufsverkehr

Überlastete und veraltete Infrastrukturen erschweren den Berufsverkehr. Wenn Berufstätige Woche für Woche stundenlang im Stau stehen, statt die verfügbare Zeit in produktive Arbeitszeit umwandeln zu können, leidet darunter die volkswirtschaftliche Produktivität.

  1. Schaffung von Chancengleichheit und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Work-Life-Balance

Chancengleichheit, etwa zwischen berufstätigen Frauen und Männern, sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wichtige Voraussetzungen für eine florierende Wirtschaft, gerade vor dem Hintergrund des Fachkräfteengpasses.

  1. Generationswechsel und Wertewandel

Die Generationen X, Y und Z prägen zunehmend unsere Arbeitswelt. Jede einzelne dieser Generationen unterscheidet sich mehr oder weniger von den anderen und handelt nach unterschiedlichen Werten. Daher müssen sich Unternehmen auf einen Wandel der Führungskultur einstellen.

Die Frage ist: Wie soll unsere neue Arbeitswelt aussehen, um diesen Herausforderungen zu begegnen, und inwiefern ist die Corona-Pandemie eine Chance, New Work nicht nur in jungen Start-ups, sondern flächendeckend einzuführen?

Corona-Folgen und New Work

Wenn wir heute von New Work („neue Arbeit“) sprechen, wird im gleichen Atemzug auch die Digitalisierung genannt. Handelt es sich doch um den Megatrend, von dem wir aktuell den größten Einfluss auf unsere zukünftige Arbeitswelt erwarten. Umfassend betrachtet beschäftigen wir uns bei dem Thema New Work damit, wie wir in Zukunft (zusammen) arbeiten wollen, was uns bei der Arbeit wichtig ist, was uns glücklich macht und wie wir der digitalen Transformation innovativ begegnen können.

Doch welche Learnings können wir aus der Corona-Krise in Bezug auf unsere „neue Arbeit“ mitnehmen?

Flexibilisierung: Home-Office kein Karrierekiller mehr

Was vor Corona für viele Unternehmen und insbesondere für einzelne Führungskräfte undenkbar war, ist nun von heute auf morgen Realität: das unternehmensweite Arbeiten im Home-Office für so viele Mitarbeiter wie möglich.

Die großen Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley wie Twitter und Facebook gingen mutig voran und verkündeten, dass ein Großteil der Mitarbeiter auch nach Corona im Home-Office arbeiten darf bzw. wird.

Argumente für das Home-Office

Inzwischen hört man auch von deutschen Firmen Verlautbarungen, das Home-Office als dauerhafte Lösung für Mitarbeiter anzubieten. Unter den ersten sind Banken und Dienstleistungsunternehmen, bei denen ein Großteil der Tätigkeiten problemlos auch von zu Hause aus erledigt werden kann. Nicht nur die hohen Kosten für Büroimmobilien in teuren Großstädten wie München oder Frankfurt treiben die Überlegungen an. Neben den möglichen Kosteneinsparungen ergeben sich viele weitere Chancen für Arbeitgeber, insbesondere im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation und -bindung.

Vorgesetzte dürften inzwischen festgestellt haben, dass die Produktivität ihrer Mitarbeiter durch die Home-Office-Tätigkeit eher steigt als sinkt. Und Mitarbeiter, die sich vorher für den Bürojob zur Rushhour in den Berufsverkehr Richtung Großstadt drängen mussten, haben nun erfahren, wie es ist, wenn man sich morgens ohne Stress direkt an den Schreibtisch setzen und einfach arbeiten kann. Wenn wir dadurch an Lebenszeit gewinnen, wird dies unweigerlich dazu führen, dass uns unsere Arbeit mehr Spaß macht und wir dieses Work-Life-Blending-Modell, in dem sich Berufs- und Privatleben mehr und mehr vermischen, befürworten werden.

Zusammengefasst gibt es viele Gründe anzunehmen, dass das durch Corona salonfähig gewordene Home-Office den Weg für eine fortschreitende Flexibilisierung ebnen wird.

Argumente gegen das Home-Office

Aber nicht für jeden Beschäftigten ist das Home-Office der Weisheit letzter Schluss. Einige befürchten die soziale Isolation und dass die Teamarbeit darunter leidet. Andere sehen die Gefahr, dass das Berufs- und das Privatleben immer mehr verschwimmen.

Führungskräfte sollten aktuell den Corona-bedingten Ausnahmezustand – wie etwa für berufstätige Eltern mit Kindern zu Hause – berücksichtigen. Langfristig gilt es für Unternehmen, flexible Arbeitskonzepte anzubieten, die auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der Mitarbeiter eingehen und Freiheiten schaffen.

Flexible Arbeitszeitmodelle

Was flexible Arbeitszeitmodelle wie Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit oder Lebensarbeitszeitkonten betrifft, greift das gleiche Prinzip wie bei der freien Wahl des Arbeitsortes: Wenn uns solche Modelle ermöglichen, Privates und Berufliches besser unter einen Hut zu bekommen, fühlen wir uns als Gestalter unserer eigenen Lebenszeit und nicht als der sprichwörtliche Hamster im Hamsterrad.

Schenkt uns unser Arbeitgeber das Vertrauen, unsere verfügbare Arbeitszeit im Sinne des Unternehmenserfolges produktiv einzusetzen, fühlen wir uns diesem umso verbundener. Unsere Wechselwilligkeit sinkt, unsere Motivation und Produktivität steigen. Wenn das nicht nach einer veritablen Lösung für die Herausforderung des Fachkräftemangels klingt!

Vernetzung und Kollaboration nehmen zu

Was bereits vor der Pandemie am Kommen war, wurde nun durch das neuartige Virus befeuert: Im Handumdrehen wurden weltweite Forschungsprojekte aus dem Boden gestampft, um einen Impfstoff zu finden. Konkurrierende Tech-Unternehmen arbeiten nun eng zusammen, um schnellstmöglich eine Corona-Nachverfolgungs-App zu entwickeln.

Dies zeigt, dass in der globalen Krise auch die Chance steckt, uns global, branchen- und teamübergreifend stärker zu vernetzen. Wenn wir hierbei die Erfahrung sammeln, dass uns neue Kollaborationsformen stärker machen und wir sogar ungeahnte Potenziale freisetzen können, werden die Vernetzung und Kollaboration in unserer Arbeitswelt nach Corona zunehmen. Und das ist auch wichtig, denn zukünftig werden Unternehmen sich mehr und mehr Herausforderungen stellen müssen, bei denen vereinte Kräfte gefragt sind.

Damit dies jedoch gelingt, müssen Unternehmen intensiv daran arbeiten, Mitarbeiter aus ihren Silos herauszuholen und stärker zu vernetzen. Hierbei kommt es darauf an, dass die tägliche Arbeit Perspektivenwechsel, Adaption und Wissenstransfer ermöglicht. Agile Arbeitsweisen wie Scrum® oder Projektmanagementmethoden wie ITIL® oder PRINCE2® helfen Ihnen, die digitale Transformation in Ihrem Unternehmen umzusetzen. Nicht schon wieder dieses Buzzword „agil“, denken Sie jetzt?

New Work und Agilität – nichts als Buzzwords?

Zugegeben: „Agil“ wird gern auch als modernes Schlagwort genutzt, um als Unternehmen besonders „hip“ zu wirken. Auch mag es vorkommen, dass agile Arbeitsmethoden von Personen praktiziert werden, die nicht wirklich verstanden haben, worum es beim agilen Arbeiten geht bzw. welche Verantwortung sie mit ihrer Rolle tragen. So werden in manchen Bereichen Scrum Master® auch gern mal dauerhaft als Organisatoren für Meetings eingesetzt. Das hat mitunter nichts mit Scrum® und Agilität zu tun.

So verstanden ist die Wertigkeit solcher New-Work-Konzepte natürlich zu hinterfragen. Aber wenn Sie in Ihrem Unternehmen Agilität ernst nehmen und alle Beteiligten korrekt und konsequent danach arbeiten, hat dies immense Vorteile und Potenziale.

Digitale Tools und Technologien dank Corona endlich praxiserprobt

Digitale Tools und Technologien, die durch die Corona-Quarantäne verstärkt zum Einsatz gekommen sind, werden auch in der „neuen Normalität“ im Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken sein. Videokonferenztools wie Microsoft Teams oder Skype for Business haben sich als sehr effiziente Kommunikationsmittel in der Business-Welt erwiesen. Sehr wahrscheinlich werden sie zukünftig auch so manch eine Geschäftsreise ersetzen. Fluggesellschaften wie die Lufthansa rechnen damit, dass das Geschäft mit den Business-Flügen nicht mehr das Niveau wie vor Corona erreichen wird, und wollen stattdessen mehr auf die private Reisetätigkeit ihrer Kunden setzen.

Demokratisierung der Unternehmensführung und Abbau von Hierarchien?

New Work sieht vor, dass Angestellte selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten, weil dies die Motivation fördert. Dadurch wiederum steigen Produktivität, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. So wurden in den letzten Jahren in einigen Unternehmen innovative Führungskonzepte entwickelt und erprobt, in denen Mitarbeiter mehr mitgestalten und mitentscheiden. Viele Betriebe hinken hier aber noch hinterher.

Wandel des Führungsstils

Die New-Work-Bewegung plädiert daher für einen Wandel des Führungsstils in Unternehmen. Oberstes Ziel sollte dabei die vertrauensvolle, ergebnisorientierte und tolerante Zusammenarbeit sein. Ein Beispiel für einen New-Work-Führungsstil ist das sogenannte „Digital Leadership“. Digital Leadership soll den digitalen Wandel im Unternehmen vorantreiben. Der Führungsstil der Digital Leader ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ihre Mitarbeiter darin bestärken, Neues auszuprobieren, eigene Ideen nicht nur zu entwickeln, sondern auch hartnäckig zu verfolgen sowie aus Fehlern zu lernen. Auch sollten Führungskräfte im Sinne einer New-Work-Kultur ihren Mitarbeitern selbst vorleben, wie sie vernetzt arbeiten und ihr Wissen mit Kollegen teilen. Sie sollten ihre Mitarbeiter ferner darin coachen, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen und danach zu handeln.

Fokus auf Kompetenzentwicklung und Skillmanagement

Dies setzt wiederum voraus, dass Führungskräfte und Personalentwickler Kompetenzentwicklung und Skillmanagement in den Fokus stellen. Dafür gilt es, die unverzichtbaren Fähigkeiten für die digitale Arbeitswelt zu entwickeln sowie im Rahmen von Personalentwicklungsgesprächen die persönlichen Hard und Soft Skills jedes einzelnen Mitarbeiters zu definieren und aufzubauen.

New Work für ein schlagkräftiges Krisenmanagement?

Kritiker eines solchen New-Work-Führungsstils geben hierbei eine mögliche Überforderung zu bedenken. Nicht jeder Mitarbeiter könne und wolle selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten oder gar entscheiden. Zumal im Zuge der Corona-Pandemie viele Angestellte unvorbereitet von heute auf morgen ihre Arbeitsweisen umstellen und auf sich allein gestellt im Heimbüro arbeiten sollten bzw. mussten.

Es gibt auch Diskussionen darüber, ob nicht gerade in der Krise eine Geschäftsführung benötigt werde, die kurzerhand Top-down-Entscheidungen treffen und schnell durchgreifen kann. So könne auch ein zu großes Mitspracherecht der Mitarbeiter dazu führen, dass das Unternehmen nicht mehr schnell genug auf Marktveränderungen reagieren kann. All solche Überlegungen gilt es schließlich für jedes Unternehmen selbst abzuwägen.

Chancen erkennen und schnell handeln

Halten wir fest, dass wir in vielen Bereichen noch ganz am Anfang der Arbeitswelt 4.0 stehen. Die Corona-Krise hat jedoch definitiv einen Beitrag zur digitalen Transformation geleistet. Dass wir uns einen anderen Zünder gewünscht hätten, steht hierbei außer Frage. Nun gilt es für uns alle, die Chancen der Krise zu erkennen und Modelle, die uns glücklicher und erfolgreicher machen können, schnell umzusetzen. Legen wir los!b

Die Corona-Krise verlangt nicht nur jedem Einzelnen, sondern auch Unternehmen derzeit viel ab. Mit der Verlagerung der Arbeitsplätze ins Home-Office ist es nicht unbedingt getan. Einige Firmen müssen ihre Geschäftsprozesse und Arbeitsweisen neu denken, damit der Betrieb am Laufen gehalten werden kann. Aber gerade die Krise bietet nun die Chance, ein agileres, schnelleres Arbeiten zu implementieren und dadurch handlungsfähig zu bleiben. Agile Arbeitsweisen gibt es jedoch einige. Ob Scrum®, Kanban, Design Thinking oder andere – Sie haben die Qual der Wahl. Doch wann nutze ich welche agile Methode? Finden Sie es in diesem Beitrag heraus!

Was sind agile Arbeitsweisen?

Der lateinische Begriff „agilis“ bedeutet „beweglich“. Agiles Arbeiten bezeichnet demnach eine bewegliche, sprich dynamische und schnelle Handlungsfähigkeit innerhalb von Prozessen. Im Unternehmen können dabei verschiedene Dinge gemeint sein:

Ziel der agilen Methoden und Arbeitsweisen ist es, auf die steigende Komplexität von Prozessen im Unternehmen zu reagieren und trotz dieser Komplexität handlungsfähig zu bleiben. Dafür werden große Projektpläne aufgebrochen und in kleine Sprints unterteilt (Scrum®), Produktionsschritte transparenter dargestellt (Kanban), ressourcenschonende Alternativen innerhalb der Wertschöpfungskette gesucht (Lean Management) oder wechselseitige Feedback-Ströme zwischen Kunden und Entwicklern bereits während der Produktion aufgebaut (DevOps). Auch der Ansatz des Design Thinkings taucht immer wieder auf, wenn es um agiles Arbeiten geht. Hier geht es darum, schnell kreative Lösungen für komplexe Probleme zu finden. Allesamt Methoden, die Unternehmen das Arbeiten in der Digitalisierung erleichtern und es gerade in einschneidenden Zeiten – wie der aktuellen Corona-Krise – erlauben, handlungsfähig zu bleiben.

Agile Methoden im Überblick

Für welche Zwecke eignen sich Scrum®, Kanban, Design Thinking & Co? Wann setzen Unternehmen welche Methode bzw. Arbeitsweise ein? Und wo liegen die Unterschiede zwischen den verschiedenen Ansätzen? Werfen wir einen Blick darauf.

Scrum®: Rahmenwerk für agiles Arbeiten

Der Scrum® Master gehört zu den Top 5 der Berufe mit Zukunft 2020. Als Teil eines agilen Teams, das neben dem Scrum® Master aus dem Product Owner und dem Development-Team besteht, trägt er Verantwortung für den gesamten Scrum®-Prozess. In diesem Prozess werden die Rollen, die in der agilen Zusammenarbeit wichtig sind, zu Beginn zwischen diesen Personen bzw. Personengruppen verteilt. Innerhalb eines sogenannten „Sprints“ soll ein fertiges „Increment“ – ein Produktteil – von höchstmöglichem Wert entstehen. Das Scrum®-Team organisiert sich dabei selbst und arbeitet sehr iterativ – in kleinen Arbeitsschlaufen und festgelegten Zyklen. Dazu stimmt sich das Development-Team im „Daily“ täglich neu ab und bespricht den Fortschritt vom Sprint-Start bis zum Sprint-Ziel.

Das Development-Team arbeitet eigenverantwortlich und entscheidet selbst, wie viele Aufgaben es in den nächsten 24 Stunden, bis zum nächsten Daily, bearbeiten kann. Das Prinzip des Scrum®-Frameworks beruht darauf, dass die Entwicklungsschlaufen hin zu einem fertigen Produkt so kurz wie möglich und so lang wie nötig gehalten werden. Anstelle eines starren Projektplans bildet die Arbeitsgrundlage des Scrum®-Teams das „Product Backlog“. Dieses ist sehr dynamisch und unterliegt ständigen Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen und Kundenbedürfnisse. Stakeholder werden in die Produktentwicklung über das „Sprint Review“-Meeting konsequent mit eingebunden.

Vorteile von Scrum®

Es braucht wenig starre Regeln und die Umsetzung ist sehr zügig und flexibel möglich.

Jeder am Prozess Beteiligte weiß durch die täglichen Meetings, wie der Stand der Dinge ist und auf welche möglicherweise kurzfristig auftretenden Probleme zu reagieren ist.

Scrum® erlaubt als Framework sehr eigenverantwortliches Arbeiten und erhöht dadurch auch die Motivation vieler Beteiligter, weil es keine starren Vorgaben eines bestimmten Pensums gibt, was abzuarbeiten ist. Was bei Scrum® zählt, ist der Teamerfolg, nicht die Ergebnisse jedes Einzelnen.

Durch die kurzen Produktentwicklungszyklen werden Risiken im Vergleich zum gängigen Projektmanagement minimiert und Kosten gesenkt.

Nachteile von Scrum®:

Kanban: Starke Teamarbeit im Projektmanagement

Agiles Arbeiten mit Scrum, Kanban, Design Thinking

Kanban und Scrum® haben viele Gemeinsamkeiten, dienen sie doch beide dem Zweck, komplexe Geschäftsprozesse in kleine, einfach umsetzbare Teilbereiche aufzubrechen. Doch Kanban wird meist eher als Projektmanagementmethode verstanden, die vor allem der Stärkung der Teamarbeit dient. Ein wesentlicher Unterschied liegt darin, dass bei Kanban keine festen Rollen vorgeschrieben sind, wie es bei Scrum® der Fall ist. Bei Kanban wird ein sogenanntes Kanban-Board, auf dem alle zu erledigenden Prozessschritte aufgelistet werden, kontinuierlich gepflegt und befüllt. Es ist vielmehr workflowbezogen. Wenn bei Scrum® ein Sprint erledigt ist, wird ein Scrum®-Board gelöscht und ein neues begonnen.

Wann aber lohnt sich nun Scrum® und wann eher Kanban? Grob zusammengefasst eignet sich bei komplexeren Aufgaben meist Scrum® besser, da es einen stabileren Rahmen aus Regeln vorgibt. Von der Klarheit eines Kanban-Boards profitieren vor allem flexible Teams im Supportbereich, da sie einander schnell und ohne lange Einarbeitung in den Prozess unterstützen können.

Vorteile von Kanban: Freie Kapazitäten im Team können unmittelbar genutzt werden, da im Kanban-Board sofort ersichtlich wird, wo Ressourcen benötigt werden und wo gerade welche nutzbar sind.

Nachteile von Kanban: Es eignet sich weniger für größere Teams, da die Zuständigkeiten dann nur schwer zu überblicken sind.

Lean Management: Ganzheitlich schlanke Prozesse

Lean Management steht als Oberbegriff für verschiedene Möglichkeiten, Prozesse zu verschlanken. Ziel dabei ist es, das Projektmanagement oder die Produktionskette effizienter und kostengünstiger zu machen und dabei keine Ressourcen zu verschwenden. Kanban ist eine Methode, die Teil eines „leanen“ Prozesses sein kann, denn Lean Management bezeichnet nicht nur eine einzelne Veränderung, sondern eine komplette Umstellung entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens.

Vorteile von Lean Management: Ein konsequent eingeführtes Lean-Management-System erleichtert die Planung von Prozessen und trägt zu einer höheren Kundenzufriedenheit bei. Dank der optimal aufeinander abgestimmten Prozesse profitieren Kunden zum Beispiel von einer kürzeren Wartezeit für das gewünschte Produkt.

Nachteile von Lean Management: Die im Lean Management geforderte Null-Fehler-Toleranz kann als sehr schwer realisierbare Anforderung angesehen werden. Lean Management verlangt dadurch noch mehr die Bereitschaft des Teams, als es einfacher zu implementierende Methoden wie beispielsweise Kanban tun.

DevOps: Mehr Kundennähe dank Direktaustausch

Der agile Ansatz DevOps gilt längst als unverzichtbar, wenn ein Unternehmen in der IT-Anwendungsentwicklung zukunftsfähig aufgestellt sein möchte. Es ist eine Methode, die den Kunden in den Mittelpunkt rückt und dadurch schnelle und zielgerichtete Umsetzung der realen Kundenbedürfnisse ermöglichen soll. In kurzen Zyklen werden Entwicklungen an den Nutzer gegeben und mithilfe des erfolgenden Feedbacks optimiert.

Vorteile von DevOps: Der Entwicklungszyklus von Software wird durch DevOps agil und schlank. Das reduziert Kosten und erlaubt eine zeitnahe Produktion eines von den Nutzern gut angenommenen Produktes.

Nachteile von DevOps: Der Grundgedanke von DevOps verlangt von Entwicklern im Team die Bereitschaft, die eigene Arbeit kontinuierlich bewerten zu lassen, auch wenn sie noch nicht komplett fertiggestellt ist. Auch Kunden müssen sehr aktiv eingebunden werden, um konstruktives Feedback geben zu können. Ein Vorgehen, das für die meisten IT-Abteilungen eine große Umstellung bedeutet.

Design Thinking: Kreative Lösungen für komplexe Probleme

Wie auch DevOps rückt Design Thinking den Kunden in den Mittelpunkt des Geschehens. Es ist ein Ansatz, der Kompetenzen ganz unterschiedlicher Teams bündelt, um so schneller zu einer kreativen und guten Lösung für ein Design zu kommen. Die beteiligten Teammitglieder, die sowohl aus Designern als auch bewusst aus Mitarbeitern ganz anderer Unternehmensbereiche bestehen, befassen sich dabei vor allem mit der Frage, welche Herausforderungen die eigenen Kunden haben, und suchen anschließend nach möglichst vielen Lösungsansätzen für dieses Kernproblem. Anschließend werden die Ansätze in Form von Prototypen auf ihre Praxistauglichkeit überprüft und entweder weiterverfolgt, oder es wird ein Schritt weiter vorne angesetzt und nach weiteren Ideen gesucht.

Vorteile von Design Thinking: Der Ansatz ist schnell erlern- und umsetzbar, es braucht keine komplexen Regeln und keine spezifischen Rollen innerhalb des Teams.

Nachteile von Design Thinking: Der sehr experimentelle Ansatz kommt nicht jedem entgegen und birgt die Gefahr, dass vorschnelle Lösungen umgesetzt werden, bevor eine gute Idee im Prozess entstehen konnte. Auch braucht es eine große Bereitschaft seitens der Designer, Ideen aus einem so stark gemischten Team anzunehmen und umzusetzen.

Die Zukunft vieler Unternehmen ist agil

Welche Methode auch immer die Ihre sein wird, eines steht fest: Die Zukunft ist in vielen Unternehmen ganz oder zum Teil agil. Natürlich kann nicht jeder Bereich auf agiles Arbeiten umgestellt werden, aber bei manchen Prozessen, beispielsweise in den meisten Marketing-Abteilungen, ist es durchaus sinnvoll. Es lohnt sich deshalb sehr, sich mit der einen oder anderen Methode näher zu beschäftigen und in die Kompetenzen der Mitarbeiter im Bereich agile Methoden zu investieren, um Ihr Unternehmen krisen- und zukunftsfest zu machen.

Programmierer, Webdesigner, Redakteure oder Fotografen: Die berufliche Bandbreite, auf der sich das ortsunabhängige Arbeiten erstreckt, ist facettenreich. Mirjam Hruby, Content Managerin bei karriere tutor®, arbeitet seit zwei Jahren immer mal wieder an exotischen Orten und kennt die üblichen Herausforderungen als digitaler Nomade. Aktuell ist sie in Südostasien – einem Hotspot für Remote Worker – und gibt Ihnen in diesem Beitrag wertvolle Tipps aus erster Hand, wenn auch Sie digitaler Nomade werden wollen.

Es ist acht Uhr morgens an einem sonnigen Montag auf einer kleinen Insel im Süden Thailands. Die Blätter der Palmen am Strand von Koh Phangan wehen friedlich im Wind, das Brummen der Roller dröhnt von den rauen Straßen in den kühlen Co-Working-Space mit Meerblick. Wo viele Deutsche Urlaub machen, sitzen 30 digitale Nomaden zusammen in dem gläsernen Büroraum und starten ihre Arbeitswoche. Mittendrin Content Managerin Mirjam Hruby. Sie verbindet hier die Vorteile, die ihr der „New-Work-Spirit“ bei karriere tutor® bietet, mit ihrem Traum, das Reisen und Arbeiten miteinander zu verbinden.

Mirjam Hruby New Work

„New Work bedeutet für mich in erster Linie Flexibilität im Hinblick auf den Ort, an dem ich arbeite. Alles, was ich für meinen Job brauche, ist gutes Internet und meinen Laptop“, erklärt Mirjam Hruby. So sieht auch das Basis-Equipment des Großteils der digitalen Nomaden in Koh Phangan aus: MacBooks an jedem Arbeitsplatz, wahlweise mit portablem Zweitbildschirm für die Programmierer, oder auch iPads zum Zeichnen für die Illustratoren.

Herausforderung Nr. 1: Immer auf der Jagd nach dem schnellsten Internet

Was für einige verrückt klingt, ist für digitale Nomaden essenziell: Das persönliche Reiseziel wird nach der Qualität des Internets ausgewählt. Internetseiten wie Nomadlist.com bieten einen hervorragenden Überblick über die Orte mit dem schnellsten WiFi. In fast jeder Destination empfiehlt es sich außerdem, sich eine lokale SIM-Karte zuzulegen. „In Thailand arbeite ich meist mit dem mobilen Internet meines Smartphones als Hotspot für den Laptop”, sagt Mirjam Hruby. „Damit bin ich besonders auf Inseln viel schneller unterwegs als mit dem lokalen WLAN.”

Das schnellste Internet bieten häufig Co-Working-Spaces. Wer viele Skype-Calls am Tag hat wie Mirjam Hruby, sollte im Vorfeld sicherstellen, dass es separate Meeting- oder Skype-Räume gibt. „Ich kontaktiere meist den Betreiber des Co-Workings und reserviere mir für meine Termine einen eigenen Raum”, erklärt Mirjam Hruby ihre Strategie. „So kann ich sichergehen, dass ich in Ruhe mit meinem Team sprechen kann.”

Wie viele digitale Nomaden gibt es?

Weltweit ist das Feld des Neo-Nomadismus oder des ortsunabhängigen Arbeitens noch nicht tiefgreifend erforscht. Die Begrifflichkeiten für diesen Lebensstil wie etwa digitaler Nomade, Remote Worker, Online-Worker oder New Work als Sammelbegriff für die verschiedenen Strömungen des ortsunabhängigen Arbeitens definieren grundsätzlich einen multilokalen Arbeits- und Lebensstil. Dem Handelsblatt zufolge gibt es weltweit etwa eine halbe Million digitale Nomaden – Tendenz steigend. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens PwC sei besonders die Generation Y (Personen zwischen 25 und 35 Jahren) offen für den ortsunabhängigen Lebensstil: Jeder Fünfte könne sich vorstellen, von unterwegs an unterschiedlichen Orten zu arbeiten.

Viele Remote Worker verbringen die Winterzeit gerne in der Sonne und kehren im Sommer nach Deutschland zurück. Zu dieser Zeit finden in vielen Großstädten Meetups statt. Seit 2014 gibt es beispielsweise im Mai ein „Digitale-Nomaden-Event“ in Berlin, das mittlerweile über 1.500 Besucher lockt. Die DNX verbindet Business-Vorträge über persönliche Stories von ortsunabhängigen Online-Unternehmern mit Workshops zu gesundheitlichen Themen und Networking-Events für ihre Zielgruppe.

Herausforderung Nr. 2: Den richtigen Ort und Platz zum Arbeiten finden

Während sich Freunde und Familie in Deutschland mit dem nasskalten Wetter herumschlagen müssen, können remote arbeitende Reisefans dem Winter in wärmere Gefilde entfliehen. Über mangelnde Vitamin-D-Versorgung braucht man sich jedenfalls in den meisten Hotspots für digitale Nomaden nicht beklagen. Die beliebtesten Orte sind laut Nomadlist.com aktuell Lissabon, das balinesische Canggu und Koh Phangan im Süden Thailands, wo auch Mirjam Hruby aktuell ihre digitalen Zelte aufgeschlagen hat. Der Vorteil südostasiatischer Länder liegt auf der Hand: Die Lebenshaltungskosten betragen nicht einmal 400 bis 600 Euro monatlich und dazu genießt man Traumstrände und gutes Essen.

Laissez-faire-Stimmung am Strand? Fehlanzeige!

Treffpunkte und Arbeitsplätze der WiFi-hungrigen Internet-Nomaden sind beinahe überall auf der Welt die zahlreichen Co-Working-Spaces, die Surfen mit Höchstgeschwindigkeit möglich machen. Die Arbeitsatmosphäre dort entspricht aber keinesfalls dem Klischee vom digitalen Nomaden mit Laptop in der Hängematte und einer Kokosnuss daneben. Auch wenn die Weltarbeiter dem matten Neonlicht der Büroräume in Deutschland entflohen sind, herrscht in den Co-Working-Spaces eine fokussierte Stimmung wie in einer Universitätsbibliothek. Jeder ist vertieft in seine Projekte, es gibt separate Skype- und Meeting-Räume und ein angeschlossenes Restaurant für die Mittagspausen.

Doch nicht nur schnelles Internet treibt viele Remote Worker in die Gemeinschaftsbüros. Die Co-Working-Spaces weltweit dienen auch als Ort der Vernetzung, regen zum Austausch über die eigenen Berufsprofile an und oft werden auch Skill-Sharing-Events veranstaltet. „Mich haben die dort geknüpften Kontakte sehr inspiriert”, erzählt Mirjam Hruby. „Ob Affiliate Marketer, Dating-Vermittler oder Ernährungs-Coaches: Es ist spannend, wie unterschiedlich die Menschen online Geld verdienen.”

Hirnforschung bestätigt: Reisen fördert Kreativität

Was früher für Schriftsteller wie Goethe und Schiller zur Arbeitsroutine gehörte, nutzen heute viele Remote Worker aus. Der Tapetenwechsel durch das Reisen sorgt nachweislich für mehr kreativen Input sowie Inspiration, der auch auf den eigenen Job Einfluss nimmt. Der Hirnforscher Professor Adam Galinsky von der Columbia Business School wies anhand von mehreren Studien den positiven Einfluss von internationalem Reisen auf die Kreativität nach. „Auslandsaufenthalte vergrößern sowohl unsere kognitive Flexibilität als auch die Fähigkeit, ein Verständnis für andersartige Lebensformen herzustellen”, so Galinsky. Der Schlüssel für mehr Kreativität liege laut Galinsky im Eintauchen in das lokale kulturelle Umfeld. „Jemand, der sich nicht in die lokale Gemeinschaft einbringt, bekommt weniger kreative Förderung als Personen mit lokaler Integration.”

Herausforderung Nr. 3: In verschiedenen Zeitzonen gleichzeitig leben und arbeiten

Bei der Meeting-Planung gilt es vielerorts, die Zeitverschiebung zu berücksichtigen. Viele digitale Nomaden empfinden die Zeitdifferenz in asiatischen Ländern einerseits als angenehm. Sie starten ihren Arbeitstag meist ohne Ablenkung, da die Kollegen in Europa noch schlafen. Andererseits bedeutet das Reisen in eine andere Zeitzone auch, dass man seine Termine entsprechend den europäischen Uhrzeiten koordinieren muss. Damit das Umrechnen auf deutsche Zeit nicht zu kompliziert wird, können Apps wie Time Buddy unterstützen. Auch die Desktop-Version des Google Calendars bietet die Option, zwei verschiedene Zeitzonen einzustellen. So sieht man auf einen Blick, wo gerade welche Uhrzeit herrscht.

Boarding soon … oder nur am Wochenende

Was für Urlauber oder Langzeitreisende ohne Arbeitsverpflichtung kein Problem darstellt, ist für Remote Worker in Vollzeit nur mit Einschränkungen möglich: Zwar haben die meisten Online-Worker flexible Arbeitszeiten, doch von überall zu arbeiten bedeutet auch, dass werktags keine größeren Freizeitaktivitäten oder Ausflüge möglich sind. Besonders herausfordernd ist auch das Weiterreisen oder das Zurückreisen in das Heimatland, das für viele oft nur am Wochenende möglich ist, da unter der Woche dafür keine Zeit ist. Der dazugehörige Jetlag ist anschließend nur mit ein paar Extraurlaubstagen auszukurieren.

Herausforderung Nr. 4: Daten und Equipment sichern

Ob als Tourist oder digitaler Nomade, beinahe überall spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Ihren Laptop und das technische Equipment beschützen Online-Worker daher wie ihren eigenen Augapfel. Denn nichts Schlimmeres könnte passieren, als dass der Laptop oder andere wichtige Arbeitsutensilien abhandenkämen. „Ich habe mir vor ein paar Jahren einen PacSafe gekauft”, erklärt Mirjam Hruby. „Das ist eine Art portabler Taschen-Tresor mit Zahlenschloss für meine Wertsachen.” Bei der Absicherung des eigenen Handwerkszeugs sind den persönlichen Sicherheitsbedürfnissen keine Grenzen gesetzt. Von Back-ups zur Datensicherung über wasserfeste Taschen für schaukelige Fahrten mit Wassertaxis bis hin zu Staub- und Flüssigkeitsschutz für die Laptop-Tastatur – jeder sorgt anders für einen sicheren Workflow.

Herausforderung Nr. 5: „Slow Traveling“ – Berufliches und Privates vereinbaren können

Wie viele digitale Nomaden ist auch Mirjam Hruby in die Ferne zum Arbeiten gereist, um neben der Arbeit andere Länder und Sitten kennenzulernen. „Ich sehe die Umgebung hier als Inspiration für meine eigene Arbeit, die mir Kreativität gibt“, so Mirjam Hruby. Jedoch stellt sich auch am selbstgewählten „Wunscharbeitsort“ – ähnlich wie in den heimatlichen Gefilden – die Herausforderung, Berufliches und Privates vereinbaren zu müssen, so dass weder das eine noch das andere zu kurz kommt. Eine gute Möglichkeit bietet dem digitalen Nomaden hier das „Slow Traveling“:

Während an Firmenstandorte gebundene Erwerbstätige nur zwei bis drei Wochen im Jahr eine Fernreise genießen und oftmals einen regelrechten Sightseeing-Marathon absolvieren, können sich Remote Worker oft beliebig viel Zeit nehmen. Das lange Verweilen an bestimmten Orten nennt sich Slow Traveling und dient nicht nur dazu, seine Arbeitsroutine beizubehalten, sondern ermöglicht auch das Eintauchen in die jeweilige Kultur. „Ich versuche während meiner Reisen in Kontakt mit den Einheimischen zu kommen. Am besten klappt das, wenn man sich in einem „Homestay“ bei einer einheimischen Familie einmietet”, empfiehlt Mirjam Hruby.

5 Lifehacks für das Arbeiten als digitaler Nomade:

Wagen Sie das Abenteuer Remote Work

Das Leben als digitaler Nomade erfordert also nicht nur viel Organisationsgeschick, sondern auch ein Maximum an Flexibilität und den Willen, die eigene Komfortzone zu verlassen. Nicht immer geht alles glatt, doch wer sich den Herausforderungen stellt, gewinnt ein Überraschungspaket an einzigartigen und unvergesslichen Momenten fürs Leben. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, ins Abenteuer digitaler Nomade zu starten, kann sich freuen. „Jeder kann digitaler Nomade werden, wenn er das entsprechende Skill-Set besitzt, das für eine Tätigkeit in der Online-Welt notwendig ist“, weiß Mirjam Hruby.

Willkommen im Digitalisierungsdschungel! Fragen auch Sie sich: Digitalisierung – was versteht man darunter? Was verändert sich für mich und meine Arbeit und wie gehe ich damit um, auch wenn ich nicht viel mit Technik zu tun habe? Daniel de la Roche ist Dozent bei karriere tutor®. Er gibt Ihnen in diesem Beitrag eine kurze Einführung in das Thema „Digitalisierung“ und beantwortet grundlegende Fragen zum digitalen Wandel.

Digitalisierung – was versteht man darunter?

Im ursprünglichen Sinne bedeutet Digitalisierung das Umwandeln analoger Informationen in digitale Formate. Heute verbindet man mit dem Begriff häufig den digitalen Wandel von Privat- und Geschäftsleben. Private und geschäftliche Informationen werden digital erfasst, gemessen und verwertet. Dies bringt viele Veränderungen mit sich. Über das Internet werden unser Kommunikations- und Einkaufsverhalten, unsere privaten und beruflichen Beziehungen und Netzwerke, die Art, wie wir leben und arbeiten, auf einmal sehr transparent. Alle Lebensbereiche werden sich durch die Digitalisierung grundlegend verändern. Man kann also von einer echten Revolution sprechen. Hierbei entstehen viele Chancen für die Menschen, aber eben auch Risiken, die es abzuwägen gilt.

Wie die Digitalisierung unsere Wirtschaft und Arbeitswelt verändert

Jede Minute werden z. B. 188 Millionen E-Mails versendet und rund 4,5 Millionen Suchanfragen bei Google gestellt (2019). Hieran lässt sich auch schon erkennen, dass ganze Geschäftsmodelle auf der Digitalisierung und dem Internet basieren. E-Commerce hat sich bereits als eigenständige Branche etabliert. Auch in Organisationen und Unternehmen dreht sich vieles um die Datenerfassung, -messung und -verwertung. Die Planung von Logistiklieferketten oder der Produktion in der Industrie 4.0 basiert heute schon vielfach auf der Nutzung von Big Data bis hin zu Künstlicher Intelligenz (KI). Diese Themen werden in Zukunft eine noch größere Rolle spielen. Davon ist auszugehen.

In nahezu jedem Job wird die Digitalisierung zukünftig zu spüren sein. Daniel de la Roche erklärt dazu: „Personalverantwortliche machen beispielsweise die Arbeitseinsatzplanung auf der Grundlage digitaler Daten. Der Lagerarbeiter trägt bei seiner Arbeit eine datengeführte Brille, die ihm anzeigt, welches Produkt an welcher Stelle im Regal liegt. Der Online Marketing Manager entwickelt im Zuge der digitalen Transformation seine Kreativkampagnen vielleicht nur noch oder hauptsächlich datenbasiert. Für mich als Dozent bedeutet die Digitalisierung, dass ich den Berufstätigen die Inhalte mithilfe digitaler Medien näherbringe.“

Sich mit dem Thema Digitalisierung auseinanderzusetzen, sei nach Ansicht von Daniel de la Roche für einen Fliesenleger, dessen Kerngeschäft bisher noch nichts mit digitalen Technologien zu tun hatte, genauso relevant wie für den Marketingleiter eines Autoherstellers. Nur die Einstiegsebene in das Thema sei eben unterschiedlich.

Der Mensch im Mittelpunkt der Digitalisierung

Schlüsselfaktoren der Digitalisierung

Denjenigen, die tiefer in die Materie einsteigen wollen, empfiehlt Daniel de la Roche die Studie vom Institute of Electronic Business unter Prof. Dr. Dr. Thomas Schildhauer in Zusammenarbeit mit dem Rat der Internetweisen über die „Schlüsselfaktoren der Digitalisierung“: Hierin werden vier Schlüsselfaktoren identifiziert, die sowohl den digitalen Wandel maßgeblich beeinflussen als auch selbst dem Wandel unterliegen:

  1. Technologie
  2. Kommunikation
  3. Gesellschaft und Politik
  4. Wirtschaft und Arbeit

Schlüsselfaktoren der Digitalisierung

Herausforderungen der Digitalisierung und der Umgang damit

Die Grafik zu den Schlüsselfaktoren der Digitalisierung veranschaulicht, dass die Technologie zwar ein wichtiger Bereich ist, mit dem Sie sich auseinandersetzen müssen. Aber sie ist eben nur einer von vier großen Bereichen, die uns im Zuge des digitalen Wandels beschäftigen. Bereits was die Technologie angeht, stehen wir in Deutschland vor nicht zu unterschätzenden Herausforderungen. Denken wir zum Beispiel einmal an die flächendeckende Einführung des 4G-Mobilfunknetzes oder gar an die des 5G-Standards.

Die andere Seite ist jedoch, dass für die digitale Transformation ein Wandel im Kopf stattfinden muss. Hierbei geht es um die gedankliche Umstellung auf Anwenderseite. Für Unternehmen und öffentliche Verwaltungen ist die Digitalisierung insofern eine Herausforderung, als dass sie die Mitarbeiter und Angestellten alle mit an Bord holen müssen. Ein Umdenken sei unbedingt notwendig, um die Potenziale der Digitalisierung ausschöpfen zu können, meint Daniel de la Roche. Doch wie können Unternehmen und Berufstätige mit diesen Herausforderungen umgehen, um nicht den Anschluss zu verpassen, sondern die digitale Revolution aktiv mitzugestalten?

Digital und lebenslang lernen

„Unternehmen müssen es auf verschiedenen Wegen ermöglichen, dass sich die Belegschaft permanent mit dem digitalen Wandel auseinandersetzt“, so der Dozent. Ein banales Beispiel: Ein Unternehmen verordnet den Mitarbeitern, sich pro Woche eine Arbeitsstunde lang Podcasts zu einem digitalen Thema zu widmen. Hierbei müssen sich Beschäftigte auch im Lernen umstellen. Was zählt ist, dass Sie sich stetig weiterentwickeln und Ihre Fähigkeiten und Ihr Wissen permanent aktualisieren. Das digitale Lernen bietet dabei den Vorteil, dass es in den Alltag der Mitarbeiter integriert werden kann und lernen jederzeit möglich ist.

Agil sein

Auch Agilität ist eine geeignete Herangehensweise für Unternehmen, mit den neuen Anforderungen umzugehen. Einige mögen sich jetzt die Haare raufen und denken: „Nicht schon wieder dieses Buzzword!“ Oder „Unser Unternehmen steht seit 100 Jahren für Stabilität und Konstanz. Und wir sind bisher sehr erfolgreich damit gefahren. Wozu brauchen wir da jetzt Agilität?“ Aber wenn man genauer darüber nachdenkt, was Stabilität für ein Unternehmen eigentlich bedeutet, dann wird schnell klar: Letztlich geht es darum, dass das Unternehmen am Markt überleben kann.  Wenn ich als Unternehmer verstanden habe, dass ich mich schneller und kontinuierlich an Veränderungen anpassen muss, damit das Unternehmen langfristig erfolgreich ist, dann wird auch der Vorteil des agilen Handelns deutlich. Denn Stabilität ergibt sich heute aus einer anderen Grundlage als früher. Und die Grundlage heißt eben unter anderem Agilität: Also offen sein für Veränderungen und Feedback, anpacken und schnell handeln, integrativ arbeiten, das heißt raus aus meiner „Komfortzone“ bzw. meinem Silo und so nah wie möglich ran an den Kunden und seine Bedürfnisse.

Schnell sein

Früher haben Unternehmen u. a. dadurch ihre Existenzberechtigung geschaffen, dass sie eine tolle Idee, einen tollen Prozess oder eine tolle Technologie hatten, deren bzw. dessen Entwicklung sie nach außen hin abgeschottet haben. Nach dem Motto: „Wir machen das für uns und keiner darf das sehen. Erst wenn es fertig ist, bieten wir es am Markt an.“ Dadurch hatten sie idealerweise einen Vorlauf, bis die anderen verstanden hatten, wie es geht. Heutzutage ist der Ansatz anders. Partner und Kunden werden von Anfang an viel stärker in die Wertschöpfungsprozesse einbezogen. Die neue Devise lautet: Nicht Kompetenzen aufbauen und abschotten, sondern überlegen: „Wie können wir am schnellsten den Zugang zu Kompetenzen und zum Markt finden?“

Was bedeutet Digitalisierung für mich und meinen Arbeitsbereich?

Die Frage „Was bedeutet Digitalisierung für mich und meine Arbeit?“ sei laut Daniel de la Roche ein guter Einstieg in das Thema Digitalisierung. Seinen Teilnehmern empfiehlt er hierzu die folgende praktische Übung:

Setzen Sie sich zunächst einmal allein oder auch gemeinsam im Team hin und skizzieren Sie Ihren eigenen Arbeitsbereich mit den wichtigsten Aufgaben. Im nächsten Schritt können Sie sich dann die wichtigsten Arbeitsprozesse und -produkte anschauen und darüber nachdenken, wo hier digitale Technologien zum Einsatz kommen könnten. So schaffen Sie sich Ihre individuelle Darstellung der für Sie relevanten Aspekte zur Digitalisierung. Hierauf aufbauend können Sie sich gezielt weiterbilden.

Welche Kompetenzen benötige ich für die Digitalisierung?

Neben der Fachkompetenz treten im Zuge der Digitalisierung Sozial- und Methodenkompetenz noch stärker in den Vordergrund. Hier gilt es also die Weiterbildung zu finden, mit der Sie diese Kompetenzen am besten entwickeln können.

Dozent Daniel de la Roche ist außerdem der Meinung: „Egal, in welchem Bereich oder in welcher Branche wir arbeiten, wir brauchen alle eine grobe „informatische Kompetenz“. Das heißt, wir müssen alle ungefähr verstehen, wie digitale Informationsstrukturen zusammenhängen und was sich daraus für Chancen ergeben.“ Der Einsatz von Software wird in vielen Jobs eine noch größere Bedeutung haben.

Gleichzeitig müssen wir aber auch die Herausforderungen, die damit einhergehen, kennen und bewerten können. Vielen schießen hierzu gleich der Datenschutz und die Wahrung der Persönlichkeitsrechte in den Kopf. Wenn heutzutage alle Daten online erfasst, gemessen und verwertet werden, welche Konsequenzen hat das für mich und mein Handeln?

Diese Herausforderungen und Konsequenzen müssen Sie im Einzelfall für sich bewerten: Empfinden Sie es zum Beispiel als gewinnbringend, wenn Sie nur noch mit gezielter, personalisierter Werbung konfrontiert werden? Dann muss Ihnen bewusst sein, dass dies nur mit einer digitalen Weitergabe persönlicher Daten möglich ist. Möchten Sie lieber möglichst viele Ihrer persönlichen Daten für sich behalten und nicht online zur Verfügung stellen? Dann hätte das die Konsequenz, dass Sie möglicherweise ganz nach dem Gießkannenprinzip mit nicht relevanter Werbung überschüttet werden.

Dieses Beispiel soll Ihnen verdeutlichen, dass Sie sich für die Vor- und Nachteile sowie Chancen und Risiken der Digitalisierung zunächst öffnen und diese dann für sich persönlich abwägen sollten. Eine gute Einführung in die Digitalisierung sowie einen hilfreichen Orientierungsrahmen bietet Ihnen der Weiterbildungskurs bei karriere tutor®.

Der unternehmerische Alltag ist im digitalen Zeitalter vor allem von einer Sache geprägt: zunehmend großen Datenmengen, die immer mehr Ressourcen wie Zeit und Geld beanspruchen. Wie Unternehmen mithilfe eines ERP-Systems effizienter arbeiten können und warum Know-how im Umgang mit ERP-Systemen auch für Mitarbeiter immer wichtiger wird, beantwortet dieser Beitrag.

Was ist ein ERP-System ?

ERP steht für Enterprise Resource Planning und ist die Bezeichnung für meist modular aufgebaute Software-Anwendungen, die Unternehmen ermöglichen, alle Geschäftsprozesse eines oder mehrerer Bereiche in einem einzigen System zu integrieren. Dies hat verschiedene Vorteile:

 

Das ERP-System als digitales Herzstück eines Unternehmens

Enterprise Resource Planning ist keine Nischenlösung, sondern stößt auf breites Interesse. Rund 90 % der Befragten der Studie „Digitalisierung im deutschen Mittelstand“ gaben an, dass Unternehmen im Zeitalter von Industrie 4.0 moderne Systeme wie ERP-Softwarelösungen brauchen, um erfolgreich agieren zu können. Eingesetzt wird die Software in nahezu jedem Unternehmensbereich, je nachdem, für welche Lösung sich ein Unternehmen entscheidet. Die folgende Aufzählung zeigt nur einige der zahlreichen Aufgabengebiete, in denen ERP-Systeme eingesetzt werden können:

Je nach Größe eines Unternehmens kann eine ERP-Software als Unterstützung eines einzelnen Geschäftsbereiches genutzt werden, sich aber auch zum digitalen Herzstück eines Unternehmens entwickeln, das Daten aller Geschäftsprozesse in einem einzigen System bündelt. Ganze 62 % der Befragten der erwähnten Studie planten, in den nächsten zwei Jahren in die Modernisierung bestehender ERP-Systeme zu investieren. Marktführer in diesem Bereich ist der deutsche Konzern SAP. Erst einige Prozentpunkte hinter SAP folgen bekannte Namen wie Oracle, Microsoft, Infor und Epicor.

 

Die Rolle des Mitarbeiters beim Einsatz von ERP-Systemen

 Einsatz von ERP-Systemen

Je mehr Bereiche ein ERP-System im Unternehmen unterstützt, umso wichtiger wird es, dass nicht nur die Geschäftsführung den Umgang mit der Software beherrscht, sondern auch der einzelne Mitarbeiter. Denn die Leistungsfähigkeit der Software ist nur dann gewährleistet, wenn die verschiedenen Funktionen im Umgang mit den Daten jedem, der mit dem System in Kontakt kommt, bekannt sind. Wenn Sie als Bewerber bereits erste Erfahrungen besitzen oder Anwenderschulungen absolviert haben, verfügen Sie über einen klaren Wettbewerbsvorteil gegenüber denjenigen, die noch nie mit SAP, Oracle oder einem anderen ERP-System gearbeitet haben. Sie sind als potenzieller Mitarbeiter in diesem Fall zeitnah nach Arbeitsantritt einsetzbar und können Ihren Arbeitgeber bestmöglich unterstützen. Ein entscheidender Vorteil, den Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen klar herausstellen sollten.

Übrigens ergeben sich mit diesem Know-how nicht nur gute Einstiegs-, sondern auch interessante Aufstiegschancen. Je verbreiteter ERP-Systeme in Unternehmen werden, umso gefragter werden auch Tätigkeiten wie die des SAP-Beraters. Für Arbeitnehmer also gleich zwei gute Gründe, sich mit dem Konzept von Enterprise Resource Planning auseinanderzusetzen und ihre Skills für die digitale Arbeitswelt zu erweitern.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt viele Veränderungen mit sich. Doch nicht nur das Arbeitswerkzeug, wie unsere Maschinen und unsere Software, verändert sich, sondern auch die Anforderungen an den Menschen. In diesem Artikel erklären wir, welche neun Fähigkeiten Sie in der digitalen Arbeitswelt brauchen und warum diese für die Zukunft der Arbeit tatsächlich unverzichtbar sind.

Auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten

Der Wandel von der analogen zur digitalen Arbeitswelt ist längst in nahezu allen Branchen und Berufsbildern angekommen. Daten werden digital verarbeitet und Prozesse automatisiert. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, ist es aber wichtig, nicht nur neue Programme einzusetzen, sondern die Veränderung ganzheitlich anzugehen. Neben der Bereitschaft der Mitarbeiter, sich zum „Mitarbeiter 4.0“ weiterzubilden, rücken auch ganz bestimmte Fähigkeiten in den Fokus. Im diesjährigen Hochschul-Bildungsreport des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. werden diese Fähigkeiten für die Arbeit der Zukunft als „Future-Skills“ bezeichnet. Interessant an dieser Publikation ist vor allem die Tatsache, dass die herausgestellten Top-Fähigkeiten sich am derzeitigen Bedarf deutscher Unternehmen orientieren. Die genannten Schlüsselqualifikationen sollten Sie also kennen, wenn Sie sich bestmöglich auf Ihre Zukunft in der digitalen Arbeitswelt vorbereiten möchten.

Top-9-Fähigkeiten der beruflichen Zukunft

Im Hochschul-Bildungsreport werden die einzelnen Kompetenzen in drei großen Kategorien zusammengefasst. Diese sind:

Nicht-digitale Fähigkeiten:

Auch wenn die Digitalisierung der Arbeitswelt eine ganze Palette neuer Fähigkeiten und Kompetenzen einfordert, bleiben zahlreiche nicht-digitale Qualifikationen auch in Zukunft wichtig. Gemeint sind hierbei Fähigkeiten wie:

Digitale Fähigkeiten:

Digitale Faehigkeiten Digital Literacy

Je intensiver Sie an Ihren digitalen Fähigkeiten arbeiten, umso größere Chancen haben Sie auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft. Denn Mitarbeiter ohne digitale Kernkompetenzen brauchen zeit- und kostenaufwendige Schulungen, die nicht jeder Arbeitgeber gleich zu Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses finanzieren möchte. Wer bereits digitale Fähigkeiten mitbringt, hat klare Vorteile. Zu den gefragtesten Future-Skills dieses Bereichs zählen:

Technologische Fähigkeiten:

Neben digitalen und nicht-digitalen Fähigkeiten sind es technologische Skills, die in der digitalisierten Arbeitswelt eine immer größere Rolle spielen. So suchen Unternehmen oft nach Mitarbeitern, die zusätzlich zu ihrer Fachexpertise eine oder mehrere der folgenden Skills mitbringen:

Vorteile neuer Skills in der Digitalisierung

Die Kombination aus fachlicher Expertise und methodischem Know-how ist es also, die Bewerber für Arbeitgeber heute besonders attraktiv macht. Sich auf die digitale Arbeitswelt einzustellen und persönlich weiterzuentwickeln, hat also zahlreiche Vorteile. Zum Beispiel:

Weiterentwickeln statt stehenbleiben

Wenn die Entwicklung der digitalen Arbeitswelt eines zeigt, dann dass weder die Verbesserung unserer Arbeitswerkzeuge noch wir als Menschen stehenbleiben sollten. Arbeiten bedeutet heute mehr denn je, fortlaufend in sich und seine eigenen Fähigkeiten zu investieren. Wenn Sie diese Chancen nutzen, die die Arbeit der Zukunft uns bringt, werden Sie Ihre beruflichen Ziele erreichen.

SAP und die Digitalisierung gehören untrennbar zusammen. Am Beispiel der Fachbereiche Controlling und IT erklären wir warum SAP gerade heute eine enorm große Rolle spielt. Lesen Sie unbedingt rein, wenn Sie up to date sein wollen und Ihr Unternehmen erfolgreich durch den digitalen Wandel führen möchten.

 „Die Digitale Transformation ist keine Option mehr, sondern eine entscheidende Voraussetzung für mehr Umsatz, Gewinn und Wachstum.“

Vivek Bapat

Die künftige Entwicklung und der Erfolg der Kostenrechnung als operatives und strategisches Controlling-Instrument hängen stark vom Digitalisierungsgrad eines Unternehmens ab. Experten sagen voraus, dass die fortschreitende Digitalisierung sowie der damit einhergehende digitale Wandel unsere Wirtschaft nachhaltig und von Grund auf verändern werden. Der Bedarf an Integration von digitalen Lösungen in die IT-Prozesse wird enorm ansteigen. Betroffen sind demnach alle internen Unternehmensbereiche: sowohl der operative Kernbereich (Beschaffung, Produktion und Vertrieb) als auch das Finanzwesen. Beide stehen vor großen Herausforderungen:

Neue Zusammenarbeit zwischen Controlling und IT

Auch die Rolle der Controller wird sich mit dem zunehmenden Digitalisierungsgrad im Unternehmen ändern, insbesondere in ihrer Zusammenarbeit mit den IT-Abteilungen und in der Art ihrer Leistungserbringung. Die Zusammenarbeit zwischen Controlling und IT muss laut Experten neu überdacht und strukturiert werden. Es bedarf eines engen Schulterschlusses zwischen IT und Controlling. Nur so können die Controller ihr Know-how adäquat einbringen und hinreichenden Einfluss auf die Entwicklung behalten. In Bezug auf die Art der Leistungserbringung kann Digitalisierung als Chance betrachtet werden. Um externe Pflichtberichte (FI) und interne Reportings (CO) in Zukunft überhaupt bewältigen zu können, müssen sie automatisiert werden. Dabei werden die nötigen Kapazitäten freigemacht, um für eine wertschöpfende Tätigkeit, wie die Kommentierung und Ableitung sowie Nachverfolgung von Maßnahmen, zur Verfügung zu stehen. Neue Technologien werden somit zu einem Wandel grundlegender Rahmenbedingungen des Unternehmens führen. Jedoch werden weder das Controlling noch die IT allein die Planung und die Implementierung dieser Lösung stemmen können. Zu komplex und zu interdisziplinär ist die Aufgabenstellung, zu tief greift die Digitalisierung in die Wertschöpfungsketten hinein und zu strategisch ist ihre Bedeutung für den Unternehmenserfolg. Gelingt es dem Controlling, im Schulterschluss mit der internen IT zu agieren, wird mithilfe IT-basierter Controlling-Lösungen, zum Beispiel SAP, die Grundlage geschaffen, sich als kompetenter und leistungsstarker Businesspartner zu positionieren.

SAP ermöglicht unternehmensweite Transformation

Laut einer Studie von SAP sehen 84 Prozent der Unternehmen weltweit in der digitalen Transformation eine entscheidende Voraussetzung für ihr erfolgreiches Bestehen in den nächsten fünf Jahren. Doch nur drei Prozent haben bereits unternehmensweite Transformationsprojekte abgeschlossen.Es gibt also viel zu tun. Fachabteilungen müssen stärker als bisher zusammenarbeiten, die Grenzen zwischen IT und CO sowie zwischen FI und CO verschwimmen. Wer sein eigenes Unternehmen jetzt in eine erfolgreiche Zukunft führen möchte, hat heute gute Chancen, das zu tun. Die Digitalisierung mit SAP anzugehen und sich rechtzeitig in die Software, zum Beispiel in SAP FI/CO für Finanzen und Controlling, einzuarbeiten, ist eine Möglichkeit, diese Chancen zu nutzen.

Du hast keine Lust, von morgens bis abends im Büro zu sitzen? Du möchtest reisen und von unterwegs Geld verdienen? Immer mehr Menschen entdecken den Lifestyle der digitalen Nomaden für sich und möchten remote arbeiten. Wenn dir Freiheit und Unabhängigkeit wichtig sind, du aber noch nicht genau weißt, in welchen Jobs du ortsunabhängig arbeiten kannst, haben wir hier ein paar Vorschläge für dich.

1. Blogger

Du schreibst gern und begeisterst dich für ein spezielles Thema wie Food, Reisen, Persönlichkeitsentwicklung? Dann kannst du relativ einfach als Blogger loslegen und Geld mit Produktempfehlungen, bezahlten Posts oder digitalen Produkten – E-Books, Webinare etc. – verdienen. Eines ist dabei jedoch wichtig: Wenn du wirklich vom Bloggen leben möchtest, solltest du es als Business verstehen und nicht als Hobby. Das heißt, dass du zunächst recherchierst, ob dein Thema gesucht wird und ob es nicht viel zu viel Konkurrenz in dem Bereich gibt. Je größer die Nachfrage und je weniger konkurrierende Angebote, umso größer sind die Möglichkeiten, deinen Blog tatsächlich zu monetarisieren.

Bringe in Erfahrung, welche Partnerprogramme es passend zu deinem Thema gibt, welche Werbekunden und andere Wege, Geld mit dem Blog zu verdienen. Last but not least solltest du deine Zielgruppe kennen – mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Problemen, damit du deinen Content entsprechend aufbereiten kannst. Liefere mit deinen Blogtexten Mehrwert, positioniere dich als Experten, finde eine thematische Nische, in der andere Menschen Unterstützung brauchen, für die sie auch bezahlen. Und natürlich ist es wichtig, sich ein gewisses technisches Wissen anzueignen, um einen Blog (z. B. mit WordPress) zu erstellen, oder auch Kenntnisse der Analyse von Daten zur Suchmaschinenoptimierung, damit deine Artikel bei Google ranken.

2. Buchhalter

Auch als Buchhalter kannst du selbstständig von überall arbeiten. Dank verschiedener Tools und Programme ist ein nahezu komplett papierloses Büro in diesem Beruf möglich. Um als selbstständiger Buchhalter arbeiten zu dürfen, benötigst du eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich und Berufserfahrung. Du solltest dich vorab gut informieren, denn freie Buchhalter dürfen weniger Aufgaben übernehmen als angestellte. Zum Beispiel ist es selbstständigen Buchhaltern nicht erlaubt, für Kunden die Bilanzierung oder Umsatzsteuervoranmeldungen vorzunehmen.

3. Journalist

Wenn Schreiben dein Talent ist, kannst du als freiberuflicher Journalist arbeiten, Print- und Online-Medien mit Texten beliefern, redaktionelle Projekte von der Themenfindung über die Recherche bis zur kreativen Umsetzung betreuen oder suchmaschinenoptimierte Blogbeiträge für deine Auftraggeber verfassen. Es gibt keinen klassischen Einstieg in den Job als Journalist; dieser Begriff ist ebenfalls nicht geschützt. Es gibt unter den Journalisten sowohl Germanisten als auch Naturwissenschaftler oder Mediziner. Wichtiger als die Vorbildung sind ein solides sprachliches Ausdrucksvermögen und die Spezialisierung auf einen Themenbereich, beispielsweise New Work oder Gesundheit.

Du kannst ohne viel Aufwand als Freiberufler starten (für die Arbeit als Journalist benötigst du keine Gewerbeanmeldung) und hast sogar den Vorteil, dass du dich bei der Künstlersozialkasse versichern kannst, die 50 Prozent deiner Beiträge für die Krankenkasse, die Pflege- und Rentenversicherung übernimmt.

4. Online Marketing Manager

Der Beruf des Online Marketing Managers ist sehr gefragt, denn Unternehmen müssen online sichtbar und gut positioniert sein – und dafür brauchen sie Fachpersonal. Dieses kümmert sich um sämtliche Marketing-Kampagnen im Netz – von der Planung über die Durchführung bis zur Erfolgskontrolle. Online Marketing Manager entwickeln je nach den Bedürfnissen der Zielgruppe Strategien, um ein Unternehmen durch Newsletter, den Social-Media-Auftritt, Google-Werbeanzeigen oder Bannerwerbung von der besten Seite zu zeigen. Und weil das alles online passiert, kannst du diesen Job sehr gut von überall erledigen.

Was du für diese Tätigkeit in jedem Fall brauchst, ist Leidenschaft fürs Digitale. Eine staatlich geregelte Ausbildung zum Online Marketing Manager gibt es nicht. Oft steigen Absolventen von BWL- oder Marketing-Studiengängen in dieses Feld ein. Es ist jedoch auch möglich, sich notwendiges Wissen in einer Weiterbildung anzueignen und parallel Berufserfahrung zu sammeln.

5. Programmierer

Hohes Einkommen und ein hohes Maß an Freiheit und Selbstbestimmung: Das sind zwei schlagende Argumente, um sich als Programmierer selbstständig zu machen. Und auch im IT-Bereich gibt es keinen typischen Ausbildungsweg. Meistens haben Programmierer Informatik studiert, aber auch Absolventen naturwissenschaftlicher Studiengänge, Softwareentwickler und Quereinsteiger haben gute Chancen, in dem Beruf Fuß zu fassen.

Was zählt, sind Wissen und Erfahrung. Und natürlich ein Talent fürs Programmieren von Apps und Software. Du solltest ein guter Problemlöser sein und gewillt zu lernen. Die Karten für selbstständige Programmierer sind sehr gut, weil die Zusammenarbeit mit Freelancern vor allem für viele kleinere Unternehmen günstiger ist. Auch hier gilt: Bau dir ein Netzwerk auf, mach dir einen Namen, bleibe auf dem neuesten Stand – und du wirst langfristig erfolgreich sein.

10 Jobs fuer digitale Nomaden

6. SEO-Experte

Du kannst als SEO-Experte dafür sorgen, dass die Websites deiner Kunden bei Google gefunden werden. Für diesen Job gibt es keine klassische Ausbildung, meist haben sich SEO-Experten ihr Wissen autodidaktisch angeeignet oder kommen durch eine Weiterbildung zu diesem Tätigkeitsfeld. Um hier zu starten, musst du nicht groß investieren: Wenn du von überall arbeiten kannst, benötigst du lediglich einen Laptop und ein Smartphone, die du, wenn dich für den Job als SEO-Experte interessierst, ohnehin schon besitzt. Und natürlich sollte deine eigene Website suchmaschinenoptimiert sein. Im besten Fall führst du einen Blog zu Themen, die deine potenziellen Kunden bewegen, bist auf Social Media gut vernetzt, produzierst Content für YouTube oder Fachmagazine.

Wenn du eine Weiterbildung im Bereich Suchmaschinenmarketing machen möchtest, findest du hier Informationen. Wir bieten außerdem Suchmaschinenoptimierung-Vertiefungskurse an: Technisches SEO und Redaktionelles SEO. „Technisches SEO ist der Grundstein einer erfolgreichen Website. Auch wenn man nicht alles selbst umsetzen muss, ist ein technisches Verständnis super hilfreich. Durch redaktionelles SEO werden Beiträge mit ein paar Kniffen noch erfolgreicher und vor allem in den Suchmaschinen besser sichtbar. Und das kann man von jedem Ort zu jeder Zeit umsetzen“, sagt Dozentin Samanta Piskor.

7. Social-Media-Spezialist

Wenn du ohnehin den halben Tag bei Facebook, Twitter oder Instagram verbringst, könnte ein Job im Bereich Social Media gut zu dir passen. Als Spezialist in diesem Gebiet erstellst du Content- und Redaktionspläne, verfasst und veröffentlichst Posts, kommunizierst mit Usern. Betreust du verschiedene Kanäle für verschiedene Kunden, so musst du gut organisiert sein, um zur richtigen Zeit das richtige Publikum zu erreichen. Du solltest Kontakte zu Influencern pflegen und einen Blick dafür haben, was in den sozialen Netzwerken funktioniert. Das sind oft Geschichten oder Themen, die Menschen berühren.

Du solltest auf dem neuesten Stand bleiben und ein Gespür für Trends entwickeln. Was auf Facebook oder Instagram vor zwei Jahren funktioniert hat, interessiert heute möglicherweise niemanden mehr. Spricht dich das Thema an und du kannst dir vorstellen, eine Weiterbildung zum Social Media Manager zu absolvieren? Dann schau doch mal hier.

8. Videograf

Filme sind absolut dein Ding? Du hast immer deine Kamera dabei, um besondere Momente oder das Außergewöhnliche im Alltäglichen festzuhalten? Möglicherweise hast du schon an eine Karriere als Videograf gedacht. Und es ist durchaus möglich, selbstständig und ortsunabhängig zu arbeiten. Videografen konzipieren eine Story, sie filmen, schneiden und bearbeiten das Rohmaterial. Wenn du Erfahrung mitbringst und ein gutes Portfolio aufweist, kannst du beispielsweise von Agenturen gebucht werden, die Dokus oder andere Formate (auch im Ausland) produzieren. Oder du reist als Hochzeitsvideograf durch die Welt. Um in diesen Beruf einzusteigen, gibt es Medienstudiengänge. Oft kommt es aber nicht auf ein Zertifikat an, sondern auf dein Talent und die Praxis, die du erworben hast.

9. Virtueller Assistent

Immer mehr Selbstständige und Unternehmen beschäftigen virtuelle Assistenten, die im Grunde ein mobiles Sekretariat darstellen und ihren Auftraggebern den Alltag erleichtern. Virtuelle Assistenten beantworten unter anderem E-Mails, stellen Recherchen an, kümmern sich um die Terminkoordinierung, buchen Reisen. Je nach Vorbildung oder Qualifikation sind auch Aufgaben im Marketing, Vertrieb und Design denkbar. Mittlerweile gibt es verschiedene Plattformen, auf denen du dich als virtueller Assistent anmelden kannst, zum Beispiel my-vpa. Du benötigst sehr gute Deutschkenntnisse, eine hohe Internet- und PC-Affinität und Kenntnisse in MS Office.

10. Webdesigner

Als Webdesigner konzipierst, gestaltest und „baust“ du Websites für deine Auftraggeber. Um Webdesigner zu werden, gibt es nicht DEN einen Weg. Manche kommen über eine Ausbildung zum Mediengestalter zu diesem Beruf, andere über Studiengänge wie Medieninformatik oder Digitale Medien. Und dann gibt es noch jene, die sich alles selbst beigebracht haben und mit WordPress Websites erstellen. Praktische Erfahrungen sind auch hier ein wichtiges Kriterium. Wenn du dich als Webdesigner CMS oder Webdesigner WordPress weiterbilden möchtest, haben wir die passenden Kurse für dich.

Wir hoffen, dass du in dieser kleinen Auswahl eine Job-Möglichkeit für dich gefunden hast. Natürlich gibt es noch diverse weitere Jobmöglichkeiten für digitale Nomaden. Damit du den für dich optimal passenden Job findest, stelle dir folgende Fragen: Welche Talente bringst du mit? Welche Qualifikationen hast du schon? Welcher berufliche Bereich begeistert dich?

Wenn du ortsunabhängig arbeiten möchtest, dann tue etwas dafür, um dieses Ziel zu erreichen. Informiere dich über Wege in die Selbstständigkeit, lerne Neues, absolviere eine Weiterbildung in dem Feld, das dir spannend und zukunftsträchtig erscheint oder starte nebenberuflich dein Online-Business, wenn du die Sicherheit deiner Festanstellung nicht aufgeben möchtest. In jedem Fall lohnt es sich, seine Ziele zu verfolgen. Wir unterstützen dich gerne dabei und sind sicher, du schaffst das.

Wer etwas will, findet einen Weg. Wer es nicht will, findet eine Ausrede.

PS: Wir suchen aktuell flexible Remote-Arbeiter (m/w/d) in verschiedenen Positionen. Schau doch mal vorbei.

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