Du möchtest dich beruflich weiterbilden, weißt aber nicht, welches die richtige Weiterbildung für dich ist? Dann mach hier den Praxischeck und finde heraus, wie du deinen persönlichen Erfolgsweg am besten beginnst.

Weiterbildung als Fundament beruflicher Zukunft

Du weißt es sicher längst, und gerade in Zeiten der Coronapandemie wurde es nochmals mehr als deutlich: Regelmäßige berufliche Weiterbildungen sind heute unverzichtbar. Auch wenn du also dein Studium oder deine Ausbildung längst abgeschlossen hast, lohnt es sich, weiterhin in dein Know-how zu investieren. Denn das einmal Gelernte ist zwar ein guter Grundstock, reicht aber nicht ewig aus. Gerade in einer digitalisierten Arbeitswelt wie unserer heißt es dranbleiben, weiterlernen und immer wieder offen sein für Veränderungen, die sich in unserem Fachbereich oder generell im Arbeitsleben ergeben.

Der richtige Zeitpunkt für deine Weiterbildung

Ob in deinem Fall dringend Zeit für eine Weiterbildung ist, kannst du mithilfe der folgenden Fragen herausfinden:

Fünf Fragen – fünf Argumente, die allesamt für eine Weiterbildung sprechen. Aber auch dann, wenn es gerade keinen akuten Handlungsbedarf gibt, kannst du dir durch regelmäßige Weiterbildungen einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Es lohnt sich also in jedem Fall.

Welche Weiterbildung ist aber nun die richtige für dich?

Welche Weiterbildungsformen gibt es?

In Bereichen mit derart großem Bedarf wie dem Weiterbildungssektor ist auch die Vielfalt der angebotenen Formate groß. So gibt es:

Kläre für dich zunächst die Frage, ob dich eher eine Weiterbildung im Selbststudium oder eine begleitete Weiterbildung anspricht. Beides hat Vor- und Nachteile. So verlangt ein Selbststudium mehr Eigeninitiative, ist dafür aber flexibel. Eine begleitete Weiterbildung bietet mehr Unterstützung, kann dafür aber an Vorgaben zu Zeit und Ort geknüpft sein. Manche Weiterbildung verbindet die Vorteile beider Seiten, zum Beispiel eine begleitete Online-Weiterbildung, wie sie bei karriere tutor® angeboten wird.

Tipp: Berücksichtige bei der Auswahl des Formates auch deine persönliche Lebenssituation. Hast du die Möglichkeit, täglich zum Seminarort zu fahren? Verlangen deine Lebensumstände eine Weiterbildung in Teilzeit statt Vollzeit? All das ist wichtig zu wissen.

Die richtige Weiterbildung auswählen

Hast du dich für ein Format entschieden, geht es anschließend um die inhaltliche Ausrichtung deiner Weiterbildung. Wichtig ist hierfür vor allem, dein persönliches Ziel festzulegen, das du mit der Weiterbildung erreichen möchtest. Frage dich:

Diese beiden Punkte sind quasi dein Navigationssystem zur richtigen Weiterbildung. Denn je nachdem, was du möchtest, kommen unterschiedliche Maßnahmen für dich infrage. Denkbare Ziele sind:

Generell ist die wichtigste Voraussetzung, um eine gute Weiterbildung zu finden, dein Ziel genau zu kennen, sagt Karriereberaterin Christiane Höfer. Sich nicht genau zu informieren und die erstbeste Weiterbildung zu wählen, gehört ihrer Erfahrung nach sogar zu den sechs häufigsten Fehlern bei der Weiterbildungssuche.

Wusstest du, dass unsere Karriereberatung immer auf Basis des individuellen Lebenslaufs erfolgt? So findest du schneller zur perfekten Weiterbildung, sowohl inhaltlich als auch vom Format.

Wie gut sind Online-Weiterbildungen?

Online-Weiterbildungen gewinnen mehr und mehr an Zuspruch, weil sie das Lernen nicht mehr an einen festen Ort binden, sondern flexibilisieren. Doch Online-Weiterbildung ist nicht gleich Online-Weiterbildung, sondern genauso vielfältig wie Seminare und Maßnahmen vor Ort. Wichtig ist, dass du dir einen ersten Eindruck vom jeweiligen Weiterbildungsanbieter verschaffst. Überprüfe:

Achte dabei auch auf das Ziel, das du dir vorab notiert hast. Wenn du dich beispielsweise für einen neuen Job bewerben möchtest, kann es sein, dass du eine zertifizierte Online-Weiterbildung mit einem international anerkannten Abschluss benötigst. Überprüfe, ob dein favorisierter Online-Weiterbildungsanbieter dies ermöglicht oder ob es sich um unternehmensinterne Abschlüsse handelt.

Nutze für die Suche nach dem perfekten Weiterbildungsanbieter gerne auch unseren Artikel mit Tipps von „Anbieter“ bis „Zertifikat“

Wie viel darf die richtige Weiterbildung kosten?

Je umfangreicher und länger, umso teurer werden Weiterbildungen in der Regel. Prüfe deshalb zu Beginn, welches Budget dir zur Verfügung steht, und wähle dementsprechend aus. Wer sich privat keine Weiterbildung leisten kann, hat übrigens gute Chancen auf eine Förderung. Denkbar sind drei Wege:

Es lohnt sich, wenn du dich beraten lässt, um abzuklären, ob eine Förderung für deine Weiterbildung denkbar ist und welche dafür infrage kommt. Nutze dazu gerne auch vorab unsere Übersichtsseite zum Thema Weiterbildungsförderungen.

Bist du auf der Suche nach einer beruflichen Weiterbildung, verlierst dich aber im Dschungel aus Möglichkeiten und Tipps? Das geht nicht nur dir so. Wir haben unsere Expertin für Karriereberatung, Christiane Höfer, nach den häufigsten Fehlern gefragt, die Arbeitnehmer und Arbeitssuchende bei der Auswahl ihrer Weiterbildung machen. Lies rein und erfahre, wie du diese Fehler vermeidest und wirklich deine ideale Maßnahme findest.

Die ideale Zeit für berufliche Weiterbildungen

Im Prinzip ist die Zeit für eine berufliche Weiterbildung immer richtig, denn nur, wenn du dich fort- bzw. weiterbildest, sicherst du langfristig deinen Platz am Arbeitsmarkt und bist in der Lage, dauerhaft beruflich erfolgreich zu sein. Trotzdem gibt es Zeitpunkte, die noch ein bisschen besser passen als andere. Dazu gehören:

(mehr …)

Bedingt durch die Coronapandemie erreichte der Anteil an Menschen in Kurzarbeit im Jahr 2020 ein neues Rekordhoch. Für die Betroffenen ist es ein Ausnahmezustand, der aber gleichzeitig auch große Chancen bietet. In diesem Beitrag erfährst du, wie du die Situation sinnvoll nutzt, wie du damit die Weichen für deine berufliche Zukunft stellst und welche Fördermöglichkeiten du dafür in Anspruch nehmen kannst.

Weiterbildung als Zukunftssicherung nach der Krise

Acht Millionen geprüfte Anzeigen für Kurzarbeit gleichzeitig – das war laut Agentur für Arbeit der Höchststand der Kurzarbeit 2020 in Deutschland. Ein Großteil dieser Anzeigen wurden genehmigt und zeitweise befand sich jeder fünfte Arbeitnehmer im Land in Kurzarbeit.  Und auch wenn sich die Situation inzwischen wieder etwas entspannt hat, sind weiterhin viele Menschen betroffen und beziehen Kurzarbeitergeld.

Eine einschneidende Zeit für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer. Dennoch: Wenn du gerade deine Arbeit nicht zu 100 % ausüben kannst, weil du dich in Kurzarbeit befindest, musst du dich nicht damit abfinden, untätig zu Hause zu sitzen. Du kannst die Kurzarbeit für deine berufliche Weiterbildung nutzen und so zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen:

Wie kann ich die Kurzarbeit beruflich nutzen?

Sehen wir uns das einmal ganz konkret an. Denn du kannst die Kurzarbeit auf ganz unterschiedliche Art und Weise nutzen. Zum Beispiel so:

Sind Weiterbildungen während der Kurzarbeit erlaubt?

Ja, Weiterbildungen sind auch während der Kurzarbeit erlaubt und können sogar gefördert werden. Denn im Qualifizierungschancengesetz (vormals WeGebAU) ist der Anspruch auf Weiterbildung für Arbeitnehmer gesetzlich verankert. Je kleiner das Unternehmen ist, umso größer ist der Anteil der Fördersumme, die vom Staat, konkret von der Agentur für Arbeit, übernommen werden kann. Gerade wenn du also bei einem eher kleinen Unternehmen arbeitest, bietet sich die Weiterbildung während der Kurzarbeit an, denn du kannst lernen, ohne dass dem Arbeitgeber Kosten entstehen. Im Gegenteil profitiert er sogar von deinem größeren Know-how, das du während der Kurzarbeitsweiterbildung erwirbst.

Aber auch größere Unternehmen können die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter in Kurzarbeit ganz oder zum Teil staatlich fördern lassen. Folgende Regeln gelten:

Alle Zahlen sowie die Anteile der Förderung bei größeren Unternehmen siehst du hier in unserer Übersicht zu aktuellen Förderhöhen.

Kurzarbeit für Aufbau von Digital Literacy nutzen

Kurzarbeit für Aufbau von Digital Literacy nutzen

Wie bereits erwähnt, kannst du die erzwungene Job-Auszeit in der Kurzarbeit auch dazu nutzen, deine digitalen Fähigkeiten zu verbessern. Denn ganz egal, welchen Job du gerade ausübst: Die Wahrscheinlichkeit, dass du über kurz oder lang mehr mit digitalen Medien zu tun haben wirst, ist sehr hoch.

Frage dich deshalb doch einmal ganz bewusst, wie fit du bereits für die Digitalisierung und die digitale Arbeitswelt bist. Wie sicher bist du im Umgang mit digitalen Medien? Wie wahrscheinlich ist es, dass du in der Lage wärst, ein Online-Meeting oder ein Online-Bewerbungsgespräch zu führen?

Wenn du hier noch Nachholbedarf hast, ist das gar kein Problem, denn du kannst die Kurzarbeit nutzen, um Digital Literacy aufzubauen, also deine Fähigkeit im Umgang mit digitalen Medien und Prozessen. Das kann auch auf ganz spielerische Art und Weise passieren.

Such dir wortwörtlich ein Online-Spiel aus, das dir gefällt, und übe dadurch den Umgang mit modernen Technologien und Medien. Schau auf einem sozialen Netzwerk wie Facebook oder Instagram vorbei und interagiere dort mit Freunden und Bekannten. Ein Tipp: Beachte dabei, dass du dich mit jeder Online-Aktivität automatisch positionierst und von Arbeitgebern gesehen werden kannst. Kein Grund zur Sorge, denn auch hier steckt eine Chance für dich. Suchst du beispielsweise nach einem neuen Job, kannst du dich online als vielversprechender Bewerber positionieren und dadurch deine Bewerbungschancen erhöhen. Die Möglichkeiten sind sehr vielfältig.

Dein Weg aus der Krise in die Zukunft

Auch wenn die Kurzarbeit im ersten Moment eine einschneidende Veränderung ist, bringt sie immer auch eine Chance mit sich. Nutze diese Zeit und lass dich beraten, von unserer Karriereberatung oder einem Berater der Arbeitsagentur, und mach für dich und deine berufliche Zukunft das Beste aus dieser Zeit.

Ob Elternzeit, berufliche Neuorientierung oder eine lange Pause wegen Krankheit oder Kindererziehung – der Wiedereinstieg in den Beruf kann eine große Herausforderung darstellen. Wie die Berufsrückkehr gelingen kann und was dabei zu beachten ist, darum geht es in diesem Blogbeitrag. Hier finden Sie auch eine Checkliste zum Wiedereinstieg, die Sie auf dem Weg zurück zum Job begleiten kann.

Ihre Ausgangslage – „Sesam, öffne dich!“

So unterschiedlich unsere Lebensläufe sind, so unterschiedlich können auch die Gründe dafür sein, dass wir einmal vor der Herausforderung stehen, wieder neu einsteigen zu müssen. Wollen Sie zum Beispiel aus der Elternzeit wieder in Ihren alten Beruf zurückkehren, erfordert dies ganz andere Maßnahmen, als wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit oder nach einer langen Pause wieder Arbeit finden möchten.

Die häufigsten Gründe für den Wiedereinstieg sind:

Angesichts dieser unterschiedlichen Ausgangslagen gibt es kein pauschales Erfolgsrezept für Ihre Berufsrückkehr. Ihr Weg zurück in den Job gestaltet sich je nach Situation und persönlichen Lebensumständen individuell.

Es gibt jedoch Themen und Fragestellungen, die bei allen Wiedereinsteigern gleich sind. In einer Phase, in der wir unseren beruflichen Wiedereinstieg vorbereiten, suchen wir vor allem nach …

Wenn Sie das erste Mal vor einer Situation des Wiedereinstiegs stehen, mag sich das anfänglich vielleicht so anfühlen wie bei Ali Baba, der vor der riesigen Felsenhöhle steht und sich fragt, wie sich der Eingang zum Felsen nun öffnet. Was könnte bloß das „Sesam, öffne dich!“ sein, das Ihre Tür zum neuen Job öffnet?

Natürlich ist es im echten Leben meistens nicht so einfach wie im Märchen. Dennoch kann die Berufsrückkehr jedem gelingen – mit einem festen Willen, einer guten Vorbereitung und den folgenden fünf Schritten zum beruflichen Wiedereinstieg.

Schritt für Schritt zum Wiedereinstieg mit Checkliste

Schauen wir uns diese fünf Schritte zu Ihrem beruflichen Wiedereinstieg einmal genauer an, damit Sie im Anschluss mit der Checkliste zum Download gleich loslegen können.

  1. Schritt: Bedingungen klären und persönliche Ziele festlegen

Wenn Sie aus einer Elternzeit wieder in Ihre vorherige Festanstellung zurückkehren, haben Sie ganz andere Rahmenbedingungen, als wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit, der beruflichen Neuorientierung oder einer längeren Krankheit wiedereinsteigen wollen.

Klären Sie daher im ersten Schritt die Bedingungen für Ihren Wiedereinstieg. Hierzu zählen sowohl individuelle als auch rechtliche Rahmenbedingungen, die sich aus Ihrer Ausgangssituation ergeben.

Zu den individuellen Bedingungen zählen u. a.:

Mögliche rechtliche Rahmenbedingungen könnten sein:

Für die Elternzeit beispielsweise gilt das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG). Bei längerer Krankheit wiederum haben Angestellte ein Recht auf Maßnahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM), hierzu zählt etwa das BEM-Gespräch (9. Sozialgesetzbuch/SGB IX). Sind Sie arbeitslos und erhalten Arbeitslosengeld I oder II (Hartz IV), gelten für Sie u. a. die rechtlichen Bestimmungen des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III). Die relevanten Rechte und Pflichten hierzu teilt Ihnen die Agentur für Arbeit mit, sobald Sie sich arbeitslos melden. In diesem Fall kommen Sie übrigens auch für verschiedene finanzielle Förderungen in Betracht.

Die Klärung Ihrer persönlichen und rechtlichen Voraussetzungen wird Ihnen nun helfen, Ihre beruflichen Ziele in Bezug auf den Wiedereinstieg festzulegen. Dieser Schritt ist entscheidend, denn er legt die Basis für eine gelungene Berufsrückkehr. Tools wie das Vision Board und die bekannte SMART-Formel helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erarbeiten und zu verwirklichen.

  1. Schritt: Persönliches Profil erarbeiten

Der zweite Schritt zum gelungenen Wiedereinstieg lautet: Ihr persönliches Profil erarbeiten. Arbeitslosigkeit oder ein anderer Grund, der uns zu einer längeren beruflichen Pause gebracht hat, kann uns einiges an Selbstbewusstsein kosten. Auch haben wir mit der Zeit vielleicht nicht mehr so klar vor Augen, was uns eigentlich ausmacht und wie wir uns am Arbeitsmarkt am besten profilieren können.

Wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihr persönliches Profil zu erarbeiten, dann nützt Ihnen das in mehrfacher Hinsicht:

Um Ihr persönliches Profil zu erarbeiten, sollten Sie keine Scheu davor haben, sich ausgiebig mit sich selbst zu beschäftigen. Fragen Sie sich:

Diese Selbstreflexion bildet eine Art Kompass auf Ihrem Weg zum Wiedereinstieg. Wenn Sie genau wissen, wer Sie sind, was Sie ausmacht, was Ihre Prioritäten sind und wo Sie hinwollen, werden Sie keine Probleme haben, erfolgreich wiedereinzusteigen. Notieren Sie all Ihre Antworten hierauf und Sie werden sehen, wie sich hieraus nach und nach Ihr persönliches Profil formt.

  1. Schritt: Den Wunschjob definieren

Nachdem Sie sich im Klaren darüber sind, wer Sie sind und was Sie wollen, geht nun darum, Ihren Wunschjob zu definieren. Vielleicht sind Sie während Ihrer beruflichen Auszeit ins Grübeln gekommen, ob es sinnvoll ist, einmal etwas ganz anderes zu machen – etwas, das Ihnen mehr Spaß macht. Oder Sie müssen sich aufgrund einer Krankheit oder weil Ihr alter Job keine Zukunft mehr hat, einen neuen Beruf suchen.

Fragen Sie sich daher konkret:

Mit Hilfe dieser Fragen können Sie Ihren Wunschjob einfacher definieren. Schließlich stellen Sie damit nicht nur sicher, dass Sie einen Beruf wählen, der Ihnen Spaß macht und in dem Sie richtig gut sind. Sie sorgen auch noch dafür, dass Sie einen Beruf mit Zukunft wählen. Beides sind wichtige Faktoren für einen erfolgreichen Wiedereinstieg.

  1. Schritt: Kompetenzen erweitern

Dass es in der heutigen Berufswelt unerlässlich ist, lebenslang zu lernen, ist keine Neuigkeit. Um sich jedoch den Wiedereinstieg zu erleichtern, ist eine berufliche Weiterbildung besonders zu empfehlen. Denn Weiterbildungen im Lebenslauf können schnell zu Ihrem USP (Unique Selling Point) gegenüber all den anderen Bewerbern werden. Sie können damit schwarz auf weiß nachweisen, dass Ihre Kenntnisse aktuell sind und genau Sie das Know-how besitzen, das für diesen Job benötigt wird. Deshalb sollten Sie sich fragen:

Wichtig ist, dass Sie sich ausführlich Gedanken machen oder sich beraten lassen, welche Weiterbildung für Sie die Richtige ist.

  1. Schritt: Bewerben und Arbeit finden

Für manch einen stellt das Bewerben und Arbeitfinden eine große Hürde dar. Gerade wenn seit der letzten beruflichen Tätigkeit ein paar Jahre vergangen sind. Dann kommen Unsicherheiten auf wie:

Da hilft es Ihnen, sich schlau zu machen, wie Sie die Online-Stellensuche richtig angehen oder wie Sie die Jobsuche über das Arbeitsamt für Ihre Berufsrückkehr nutzen können. Wir haben auch Tipps für Sie, wie Sie aus Lücken im Lebenslauf Trümpfe machen. Zudem überzeugen Sie mit Weiterbildungen im Lebenslauf selbst den kritischsten Personaler.

Wie Sie die optimale Bewerbung erstellen, ist schon ein Thema für sich und erfordert eine Menge Vorbereitung. Gerade wenn die Ausgangssituation für einen Wiedereinstieg etwas schwierig oder Ihr Lebenslauf nicht ganz selbsterklärend ist, kann ein Anruf vor der Bewerbung sehr hilfreich sein. Informieren Sie sich, wie Sie das am besten angehen.

Ist die Bewerbung erst einmal abgeschickt, können Sie kurz durchatmen. Aber dann geht es auch gleich damit weiter, sich darauf vorzubereiten, wie Sie im Bewerbungsgespräch überzeugen und sogar ein Online-Vorstellungsgespräch meistern, was immer häufiger von Unternehmen genutzt wird.

Fazit und ein Extra-Tipp zum Schluss

Der Wiedereinstieg in den Beruf verlangt eine gute Vorbereitung. Wenn Sie jedoch Schritt für Schritt vorgehen und Ihr berufliches Ziel genau vor Augen haben, wird Ihnen die Berufsrückkehr mit Sicherheit gelingen.

Nutzen Sie auch die Beratung, Unterstützungen und Fördermöglichkeiten, die Ihnen dabei geboten werden. Eine mögliche Anlaufstelle bietet karriere tutor® mit der kostenlosen Karriereberatung für Arbeitssuchende. karriere tutor® hilft Ihnen gerne dabei, durch den Aufbau von fachlichen und persönlichen Kompetenzen schneller an Ihr Ziel zu kommen.

Unser Extra-Tipp zum Schluss lautet: Bauen Sie gezielt persönliche Netzwerke für Ihren Wiedereinstieg auf, um sich mit anderen Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern zu vernetzen. Deren Erfolgsgeschichten werden Sie motivieren und vorantreiben. Holen Sie sich von ihnen hilfreiche Praxistipps und nutzen Sie die Erfahrungen, die andere Berufsrückkehrer vor Ihnen gemacht haben. Übrigens finden Sie auch hier bei uns im Blog Erfolgsgeschichten von Wiedereinsteigern.

Ebenso können Sie bei regionalen Verbänden und Initiativen Unterstützung suchen. Bei XING gibt es z. B. spezielle Gruppen für Wiedereinsteiger. Auch die Perspektive Wiedereinstieg – eine bundesweite Initiative – unterstützt mit zahlreichen Informationen bei der Berufsrückkehr.

Die Begriffe Fort- und Weiterbildung werden oft synonym verwendet. Sie klingen ja auch so ähnlich. Dennoch ist eine Fortbildung nicht das Gleiche wie eine Weiterbildung. Wir erklären Ihnen den Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung und verdeutlichen Ihnen anhand von praktischen Beispielen, in welcher Situation Sie welche Bildungsmaßnahme wählen sollten.

Definition und Ziel der Weiterbildung

Mit einer Weiterbildung bauen Sie Ihr Wissen und Können aus und erweitern damit Ihren beruflichen Handlungsspielraum. Vorrangiges Ziel der beruflichen Weiterbildung ist es, Ihnen bessere Jobperspektiven zu eröffnen. Sie baut auf das Wissen auf, das Sie bereits während Ihres Berufslebens gewonnen haben. Jedoch muss sie sich nicht unmittelbar auf Ihren aktuell ausgeübten Job beziehen. Nach erfolgreichem Abschluss Ihrer Weiterbildung erhalten Sie ein Zertifikat, welches Ihre erworbenen Qualifikationen bescheinigt.

Die Weiterbildung unterstützt Sie damit bei dem Ziel, entweder aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder in eine Anstellung zu finden, oder darin, Sie in Ihrem aktuellen Job noch weiterzubringen.

Passende Weiterbildungsangebote finden Sie bei zertifizierten Weiterbildungsträgern, wie karriere tutor®, (Fach-)Hochschulen oder Fernuniversitäten.

Du willst eine Online-Weiterbildung belegen, hast aber noch viele Fragen? Dann melde dich jetzt zu unserer kostenfreien Infoveranstaltung an.

Beispiele für eine Weiterbildung

Sie haben beispielsweise bisher im Marketing als Texterin gearbeitet und suchen nun eine neue Herausforderung als Online Marketing Managerin. Aus dem Anforderungsprofil der Stellenanzeigen geht allerdings hervor, dass Sie dafür Kenntnisse in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und der Suchmaschinenwerbung (SEA) benötigen. In diesem Fall wäre eine Weiterbildung im Suchmaschinenmarketing genau die richtige Wahl für Sie.

Ein anderes Beispiel für eine Weiterbildung: Seit einigen Jahren arbeiten Sie in der Finanzbuchhaltung. Sie brennen für Zahlen und Buchungen, wollen nun aber im wahrsten Sinne des Wortes gerne auch „Bilanz ziehen“. Hierfür benötigen Sie Kenntnisse in der Bilanzierung. Sie müssen also Ihr Fachwissen noch weiter ausbauen. Eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter (IHK) verhilft Ihnen dann zum entscheidenden Karrieresprung.

Finanzierung der Weiterbildung

Wenn Sie sich in einer Anstellung befinden, können Sie mit Ihrem Arbeitgeber darüber reden, ob er die Kosten für die Weiterbildung entweder ganz oder teilweise trägt. Viele Unternehmen fördern heutzutage die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter allein aufgrund der Tatsache, dass lebenslanges Lernen zur Notwendigkeit geworden ist. Zudem fördert Weiterbildung auch die Mitarbeitermotivation und -bindung und wird daher häufig finanziell unterstützt.

Sollte für Ihre gewünschte Weiterbildungsmaßnahme das Budget dennoch nicht ausreichen, haben Sie die Möglichkeit, staatliche Fördergelder in Anspruch zu nehmen. Auch als Nicht-Arbeitsloser können Sie sich beim Arbeitsamt zu den Fördermöglichkeiten Ihrer beruflichen Weiterbildung beraten lassen. Über das Qualifizierungschancengesetz werden der Arbeitsagentur durch den Bund umfangreiche staatliche Fördermittel für Weiterbildung zur Verfügung gestellt.

Sollten Sie derzeit arbeitslos sein, stehen Ihnen vielfältige Fördermöglichkeiten über die Agentur für Arbeit zur Verfügung, die Sie zur Finanzierung Ihrer Weiterbildung nutzen können. Hier bietet sich zum Beispiel der Bildungsgutschein oder der AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) an.

Was ist eine Fortbildung? – Definition und Ziel

Der Begriff der Fortbildung ist im Berufsbildungsgesetz (§ 1 Absatz 4) geregelt. Demnach setzt die Fortbildung einen Berufsabschluss sowie einschlägige Berufserfahrung voraus. Ziel der Fortbildung ist, die „berufliche Handlungsfähigkeit“ im aktuellen Job zu sichern und anzupassen (Anpassungsfortbildung) oder zu erweitern (Aufstiegsfortbildung). Wenn Sie in Ihrer derzeitigen Anstellung beispielsweise neue Aufgaben übernehmen sollen oder im Unternehmen aufsteigen, ist die Fortbildung die geeignete Bildungsmaßnahme für Sie.

Fortbildungen werden von Berufsverbänden, Kammern und Fort- und Weiterbildungsträgern angeboten.

Beispiele für eine Fortbildung

Angenommen, Sie sollen in Ihrem Unternehmen von der Sachbearbeiterin zur Teamleiterin aufsteigen. Damit Sie Ihre neue Rolle als Führungskraft ausführen können, empfiehlt Ihr Arbeitgeber Ihnen eine Fortbildung zum Thema Mitarbeiterführung. Man spricht hier von einer Aufstiegsfortbildung.

Ein anderes Beispiel für eine Fortbildung: Ein Lagermitarbeiter eines Logistikunternehmens soll zukünftig die komplette Lagerverwaltung übernehmen. Dazu zählt auch, die Waren in Empfang zu nehmen und in die Regale einzuräumen. Der Gabelstaplerführerschein wäre beispielsweise eine zielführende Fortbildung für den Lagermitarbeiter. Hierbei handelt es sich um eine Anpassungsfortbildung.

Finanzierung der Fortbildung

Die Kosten für die Fortbildung trägt in der Regel der Arbeitgeber, weil diese Bildungsmaßnahme innerbetrieblich initiiert bzw. vom Arbeitgeber selbst ausdrücklich erwünscht ist.

Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung

Um es am Ende noch einmal auf den Punkt zu bringen: Der wesentliche Unterschied zwischen den Begriffen Fort- und Weiterbildung liegt darin, dass die Fortbildung einer sehr konkreten Anforderung bezogen auf Ihren aktuellen Job dient, während die Weiterbildung sich nicht auf Ihre derzeitige berufliche Tätigkeit beziehen muss.

Die Weiterbildung dient in erster Linie dazu, Ihr Qualifikationsprofil zu erweitern. In gewisser Weise ist sie also flexibler als die Fortbildung, da Sie sie in jeder beruflichen Situation und Lebensphase durchführen können. Sie entscheiden selbst, worin Sie sich weiterbilden möchten. Auch ist die berufliche Weiterbildung in der Regel umfangreicher und kann im Unterschied zur Fortbildung sogar einige Monate in Anspruch nehmen.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung liegt in der Kostenübernahme: Währen die Fortbildung vom Arbeitgeber übernommen wird, gibt es bei der Weiterbildung ganz unterschiedliche Finanzierungsmodelle und Fördermöglichkeiten. Es gibt Weiterbildungen, die das Arbeitsamt bezahlt oder auf anderem Wege gefördert werden können.

Hier zur Veranschaulichung eine Zusammenfassung zum Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung:

Tabelle-Unterschiede zwischen Fortbildung und Weiterbildung

Die Umschulung – zurück auf „Los“

Vielleicht haben Sie bei der Suche nach dem Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung auch den Begriff „Umschulung“ aufgeschnappt und fragen sich nun: „Was ist denn nun hier wieder der Unterschied zur Fort- und Weiterbildung?“

Mit einer Umschulung fangen Sie beruflich noch einmal komplett neu an. Sie möchten sich beruflich neu orientieren und einer ganz anderen Tätigkeit nachgehen? Dann können Sie unter bestimmten Voraussetzungen eine vom Arbeitsamt geförderte Umschulung machen. Ein Beispiel: Bisher waren Sie Pflegerin in einem Altenheim. Aufgrund eines Unfalls können Sie den mit Ihrem Beruf einhergehenden körperlichen Belastungen jedoch nicht mehr standhalten. In dieser Situation eignet sich etwa eine Umschulung für einen Bürojob.

Im Rahmen einer Umschulung erwerben Sie nicht nur neue Qualifikationen, sondern auch einen neuen, anerkannten Berufsabschluss. Dieser muss gar nichts mit Ihrem bisherigen Beruf zu tun haben und hilft Ihnen, sich neu aufzustellen.

Wir hoffen, dass wir Ihnen mit diesem Beitrag den Unterschied zwischen Fort- und Weiterbildung klargemacht haben. Können Sie nun besser einordnen, in welcher Situation Sie welche Bildungsmaßnahme wählen sollten? Wenn Sie hierzu eine individuelle Beratung möchten, wenden Sie sich gerne an unsere Karriereberatung. Ihre Ansprechpartnerinnen bei karriere tutor® stehen Ihnen hierfür an 7 Tagen die Woche zur Verfügung.

Das Arbeitsamt, offiziell als Bundesagentur für Arbeit bezeichnet, unterstützt arbeitslose, arbeitsuchende und von Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen dabei, sich beruflich weiterzubilden. Doch welche berufliche Weiterbildung zahlt das Arbeitsamt und welche nicht? Antworten auf diese Fragen finden Sie im Artikel.

Voraussetzungen der Kostenübernahme durch die Agentur für Arbeit

Wenn Sie sich für eine geförderte Weiterbildung interessieren, nennen die Agenturen für Arbeit – bzw. bei Bezug von Arbeitslosengeld II die Jobcenter – bestimmte Voraussetzungen, die die gewünschte Weiterbildung oder Umschulung erfüllen muss. So wird nicht jede Weiterbildung vom Arbeitsamt bezahlt, sondern nur solche übernommen, die:

Eine Weiterbildung muss also einen dieser Zwecke erfüllen, damit das Arbeitsamt bzw. das Jobcenter die Kosten trägt. Berufliche Weiterbildungen, die Sie als Antragsteller aus reinem Interesse machen möchten, werden nicht gefördert.

Erfüllen Sie die Voraussetzungen und können eine vom Arbeitsamt finanzierte Weiterbildung bekommen, stehen verschiedene Möglichkeiten offen. Die bekannteste ist die Förderung mittels AZAV-Bildungsgutschein. Aber auch der Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS)  dient dazu, die Kosten einer nötigen Weiterbildung ganz oder anteilig von der Arbeitsagentur übernehmen zu lassen. Welche Fördermöglichkeiten es außerdem gibt, können Sie unserer Übersichtsseite zur Förderung der beruflichen Weiterbildung entnehmen.

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Ist meine Weiterbildung förderfähig?

Ist meine Weiterbildung foerderfaehig

Wenn Sie eine Förderung, zum Beispiel mittels Bildungsgutschein, beantragen wollen, führt Sie der erste Weg zum zuständigen Berater Ihrer Agentur für Arbeit vor Ort. Im Gespräch wird Ihnen Ihr Berater Möglichkeiten nennen, wie Sie eine förderfähige berufliche Weiterbildung finden können, deren Kosten das Amt dann auch übernimmt. Erster Anlaufpunkt ist dabei meist die Kursdatenbank des Arbeitsamtes: das KURSNET. Im KURSNET können Sie nach geeigneten Maßnahmen in Ihrer Region suchen und diese nach verschiedenen Parametern filtern, z. B. nach:

Auf der Detailseite des gewünschten Lehrgangs finden Sie im KURSNET auch eine Angabe zur möglichen Förderung der Maßnahme. Ist dort zum Beispiel der Zusatz „Förderung mit Bildungsgutschein“ vermerkt, handelt es sich um eine Maßnahme, die Sie als Inhaber eines Bildungsgutscheins absolvieren können. Nach den ersten eigenen Recherchen sollten Sie im Gespräch mit Ihrem Berater klären, ob die Kosten für die gewünschte Weiterbildung in Ihrem Fall von der Arbeitsagentur übernommen werden. Auch Ihre Fragen, ob Sie eine Erstattung von Material- oder Fahrtkosten erhalten und welche Summe in Euro für die gewünschte Maßnahme möglich ist, können Sie direkt im Arbeitsamt bzw. Jobcenter stellen.

Förderinstrument und Lehrgangsziel beachten

Zwei Besitzer eines Bildungsgutscheins haben nicht automatisch den gleichen Anspruch auf Förderung. Grund dafür ist, dass der Bildungsgutschein immer an Ihre persönliche Situation angepasst wird und ein mit Ihrem Berater zuvor definiertes „Bildungsziel“ beinhaltet. Grundlage für das festgelegte Ziel der übernommenen Maßnahme sind Ihr Beruf, Ihre Berufsausbildung, eine bestehende Arbeitslosigkeit mit oder ohne Arbeitslosengeldbezug sowie Ihre Chancen auf einen Wiedereinstieg am Arbeitsmarkt

Verdeutlichen wir dies anhand eines Beispiels:

Beispiel A: Gewünschte Weiterbildung erfüllt das Bildungsziel

Situation: Sie sind in der Bilanzbuchhaltung tätig, haben jedoch keine entsprechende Berufsausbildung abgeschlossen. Mitarbeiter ohne adäquaten Berufsabschluss werden nun nach und nach entlassen: lediglich die ausgebildeten Bilanzbuchhalter können ihren Arbeitsplatz erhalten. Ein anerkannter Abschluss als Bilanzbuchhalter könnte Sie also vor der Arbeitslosigkeit bewahren. In diesem Fall würde das Amt höchstwahrscheinlich eine Weiterbildung zum Bilanzbuchhalter fördern. Sie bekämen einen Bildungsgutschein mit dem Ziel, die drohende Arbeitslosigkeit abzuwenden, und hätten mit dem Bilanzbuchhalter-Lehrgang  einen dazu passenden Lehrgang gefunden.

Beispiel B: Gewünschte Weiterbildung erfüllt das Bildungsziel nicht

Situation: Sie sind ausgebildete Marketingfachkraft und derzeit arbeitslos. Bei Ihrer Jobsuche stellen Sie fest, dass im Marketingbereich immer wieder Mitarbeiter mit einer Qualifikation im Bereich Social Media gesucht werden, die Sie nicht haben. Jedoch stellen Sie nun einen Antrag auf Förderung einer Umschulung zur Bilanzbuchhalterin, weil Sie dieser Bereich schon immer interessiert hat und Sie sich lieber beruflich umorientieren möchten, als wieder im Marketing einzusteigen. Das Arbeitsamt würde diese Maßnahme wahrscheinlich nicht übernehmen, da das festgelegte Ziel ist, Ihre Arbeitslosigkeit schnellstmöglich zu beenden. Mit einem Lehrgang, mit dem Sie die gefragte Zusatzqualifikation im Bereich Social Media erwerben, wäre dies vermutlich schneller und auch günstiger möglich als mit einer Umschulung für einen ganz neuen Beruf.

Bei jeder geförderten beruflichen Weiterbildung wird Ihr zuständiger Berater der Agentur für Arbeit deshalb vor Ihrem Antrag mit Ihnen besprechen, welches Ziel die Maßnahme verfolgt, und dieses im Bildungsgutschein oder anderen Förderinstrumenten vermerken. So sind Sie in der Lage, Maßnahmen auszuwählen, bei denen die Chancen auf eine Förderung von Anfang an gut sind.

Welche Weiterbildung zahlt das Arbeitsamt nicht ?

Welche Weiterbildung zahlt das Arbeitsamt nicht

Es gibt nicht nur Bildungsziele, sondern auch Anforderungen an das Weiterbildungsinstitut und die Weiterbildungsmaßnahme, die über die Förderung einer Weiterbildung entscheiden. Das Arbeitsamt unterscheidet zwischen

Sowohl den Bildungsgutschein als auch den AVGS bekommen Sie nur, wenn Sie eine zertifizierte Maßnahme von einem zertifizierten Maßnahmenträger auswählen. Die Zertifizierung und Zulassung der Weiterbildungsanbieter und ihrer Weiterbildungsangebote erfolgt dabei durch spezielle Zertifizierungsgesellschaften. Ist ein Anbieter nicht zertifiziert, übernimmt die Agentur für Arbeit die Kosten der beruflichen Weiterbildung bei diesem Anbieter nicht. Ist zwar der Anbieter zertifiziert, die jeweilige Weiterbildung aber nicht, ist es ebenso. Nur wenn beide Zertifizierungen vorliegen, zahlt das Arbeitsamt den Lehrgang. Sofern Sie die KURSNET-Datenbank nutzen, können Sie sicher sein, dort von der Arbeitsagentur zugelassene Weiterbildungen zu finden.

Qualitätssicherung durch Zertifizierungen

Die Arbeit der Zertifizierungsgesellschaften sichert den Arbeitsagenturen zu, dass mit staatlichen Fördergeldern verantwortungsbewusst umgegangen wird. Doch auch Sie als Teilnehmer profitieren von diesem Prozess, denn eine Zertifizierung gibt Aufschluss darüber, ob es sich um eine fachlich hochwertige Weiterbildung handelt. Auch dass sich die Kosten einer Weiterbildung im marktüblichen Rahmen bewegen, wird im Zertifizierungsprozess berücksichtigt. Ist eine Zertifizierung nach spätestens drei Jahren ausgelaufen, muss sie erneuert werden. Eine Verlängerung ist nur möglich, wenn Qualität und Kosten des Lehrgangs weiterhin überzeugen. Auch dies sichert Antragstellern und Arbeitsagenturen zu, dass nur zielführende Weiterbildungen gefördert werden.

Fördermöglichkeiten klären

Die Frage, ob das Arbeitsamt Ihre Weiterbildung zahlt oder nicht, ist nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten. Lassen Sie sich deshalb in jedem Fall persönlich beraten. Dies können Sie direkt beim Arbeitsamt, aber auch bei vielen der zertifizierten Weiterbildungsanbieter tun.

Ein abschließender Tipp: Wenn Sie sich beruflich weiterbilden möchten, sehen Sie sich in Ruhe im KURSNET oder den Portfolios zertifizierter Weiterbildungsanbieter um und suchen Sie nach Lehrgängen, die zu Ihnen, Ihrem beruflichen Profil und Ihren Vorstellungen von Ihrer beruflichen Weiterentwicklung passen, und nehmen Sie diese ersten Überlegungen mit ins Gespräch beim Arbeitsamt. So können Sie und Ihr Berater gleich konkret ins Thema einsteigen und schnellst- und bestmöglich die für Sie optimale Maßnahme finden.

In Zeiten von YouTube kann sich jeder jederzeit kostenlos weiterbilden. Doch welche Vorteile hat eine begleitete Weiterbildung im Gegensatz zum Selbststudium, wann lohnt sich das Lernen in Eigenregie und mit welchen Kosten sind die beiden Wege verbunden? Hier steht’s!

Vorteile des Selbststudiums

Wissen in Eigenregie ansammeln und sich auf eigene Faust weiterbilden ist ein Dauerbrenner. Millionen Menschen nutzen Fachliteratur oder digitale Wissensvermittler wie YouTube, um sich in den verschiedensten Fachbereichen weiterzubilden. Wie produziert man ein eigenes Imagevideo? Wie optimiere ich meine Website für die Suchmaschinen? Was muss ich als Gründer wissen, um meinen Businessplan zu schreiben? Informationen gibt es im Internet schier endlos. Womit wir bereits beim ersten riesigen Vorteil des Selbststudiums sind, doch es gibt noch einige weitere:

Nachteile des Selbststudiums

Doch ein Selbststudium ist auch eine Herausforderung. Denn auch wenn sehr viel Wissen schnell, kostenfrei und völlig unkompliziert zu erreichen ist, ist das autodidaktische Lernen an einige Anforderungen gekoppelt. Wenn sehr viele Informationen zur Verfügung stehen, ist das einerseits positiv, andererseits fällt die Auswahl aber auch enorm schwer. Gerade als Laie ist es sehr schwierig den Überblick über ein noch fremdes Wissensgebiet zu bekommen und die relevanten Lerninhalte von den zunächst unwichtigen Detailinformationen abzugrenzen. Dinge, die im Selbststudium ohne Begleitung eines Lehrers oder Dozenten aber zwangsläufig auftreten. Wer alleine lernen möchte, sollte sich diese Punkte im Vorfeld bewusst machen.

Vorteile der begleiteten Weiterbildung

Vorteile der begleiteten Weiterbildung

Eine begleitete Weiterbildung, sei es ein klassischer Kurs an der Abendschule, eine Weiterbildung bei der IHK oder ein Online-Lehrgang, wie wir ihn anbieten, glänzt vor allem dadurch, dass neues Wissen nicht komplett alleine erworben werden muss. Für viele der ausschlaggebende Grund unter den verschiedenen Faktoren, die bei der Suche nach einer guten Weiterbildung zählen. Denn das Anlesen von fachlichem Wissen bzw. das Selbststudium mit YouTube-Videos bietet in der Regel keinerlei Möglichkeit zum Austausch mit Dozenten oder anderen Teilnehmern. Gerade dieser Austausch, das gemeinsame Diskutieren, Ausprobieren und praktische Üben festigt einmal gehörten Lernstoff umso besser. Etwas einmal hören oder sehen schafft zwar erste Wissensinseln im Hirn, wirklich belastbare Pfade werden dadurch aber vor allem durch regelmäßige Wiederholung und praktische Anwendung gebildet. All das ist in einem definierten Lernkonzept einer begleiteten Weiterbildung möglich. Sie bietet zahlreiche Vorzüge:

Nachteile der begleiteten Weiterbildung

Vorteile hat die begleitete Weiterbildung tatsächlich sehr viele. Doch warum entscheidet sich dann nicht jeder für diese Form der beruflichen Fortbildung? Zum Beispiel, weil die begleitete Weiterbildung in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist, die sich nicht jeder leisten kann oder möchte. Aber auch, weil nicht jeder Weiterbildungsanbieter zeitnahe Kursstarts anbietet, das Wissen aber schnell benötigt wird. Die Kostenfrage sorgt bei vielen Menschen für das vorzeitige Aus einer begleiteten Weiterbildung, dabei müssen sie diese Kosten längst nicht immer alleine tragen. Möglichkeiten einer Förderung wie beispielsweise durch den AZAV-Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gibt es nicht nur für Arbeitslose, sondern auch für Menschen im Job. Wer sich also begleitet weiterbilden möchte, sollte sich über den Bildungsgutschein oder eine andere Art der Förderung informieren und sich unverbindlich beraten lassen. Denn oft müssen die Kosten dann nicht alleine getragen oder können sogar komplett erstattet werden. Berufliche Bildung ist dann kostenfrei, aber niemals umsonst, denn sie ist der Grundstein einer erfolgreichen Karriere und einer sicheren beruflichen Zukunft.

Wenn Sie mitten im Berufsleben stehen, sich 2019 aber noch nicht weitergebildet haben, dann haben Sie vermutlich noch nichts vom Qualifizierungschancengesetz gehört. Oder aber Sie sind ein Digital Native der neuesten Generation, der mit allen Wassern der Digitalisierung gewaschen ist und sich nicht um seinen Platz in der digitalen Arbeitswelt sorgen muss. Wem das neue Gesetz etwas bringt und wie Arbeitnehmer und Unternehmen davon profitieren können, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Qualifizierungschancengesetz erleichtert die Förderung

Durch das im Januar 2019 in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz wurde die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit deutlich mehr Budget zur Förderung beruflicher Weiterbildung ausgestattet. Für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sind 2019 rund 10 Milliarden Euro vorgesehen, wovon ein großer Anteil in aktive Weiterbildungsförderung fließen soll. Was so kompliziert klingt, bedeutet konkret eines:

2019 ist das Jahr der beruflichen Weiterbildung!

Und das aus gutem Grund. Sein Wissen und Können stets aktuell zu halten, ist gerade in der heutigen Arbeitswelt elementar wichtig für eine sichere berufliche Zukunft. Letztlich geht es darum, Anreize zu schaffen, dass Beschäftigte sich für den digitalen Wandel wappnen. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit, Annelie Buntenbach, erklärt in einer Mitteilung zum Haushaltsplan, dass Weiterbildung nicht nur für den Aufstieg zählt, sondern auch eine bedeutende Rolle spielt, wenn es darum geht, einen Arbeitsplatz zu erhalten. Wann also, wenn nicht 2019, können wir unsere Zukunft besser in die Hand nehmen?

Warum es sich für Sie lohnt, jetzt aktiv zu werden

Dass der Haushalt erhöht wurde, ist kein Zufall. Der Gesetzgeber hat erkannt, wie elementar Bildung ist und wie wichtig es ist, dass man nach seinem Berufsabschluss nicht stehen bleibt, sondern sich permanent weiterbildet. Stichwort: lebenslanges Lernen. Dies nützt am Ende gleich mehreren Beteiligten:

Es gibt kein Argument mehr, sich nicht weiterzubilden

War der Zugang zur Förderung beruflicher Weiterbildung bisher vor allem Arbeitslosen oder Beschäftigten über 45 Jahren vorbehalten, öffnet das neue Qualifizierungschancengesetz die geförderte Weiterbildung nun für deutlich mehr Menschen. Dies zeigt sich konkret in Form des rechtlichen Beratungsanspruchs für alle Arbeitnehmer.

Jeder, ob arbeitslos, arbeitssuchend oder in Anstellung, hat nun per Gesetz einen Anspruch auf eine fachliche Beratung zur beruflichen Weiterbildung. Zwar gibt es nach wie vor keinen Rechtsanspruch auf eine Weiterbildung und der AZAV-Bildungsgutschein bleibt eine Kann-Leistung, aber die Barrieren zur Förderung werden deutlich reduziert.

Auch das Förderprogramm WeGebAU öffnet sich und schließt künftig nicht mehr nur die Zielgruppe der 45-Jährigen und Älteren ein, sondern Arbeitnehmer unabhängig von ihrem Alter und ihrer Ausbildung. Eine echte Chance für Tausende von Menschen, die eine Weiterbildung nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können, aber trotzdem etwas tun möchten, um ihren Wert am Arbeitsmarkt zu steigern. Sämtliche Vorurteile, die sie vielleicht zuvor gehemmt haben, einen Antrag zur Förderung einer Weiterbildungsmaßnahme zu stellen, können sie mit der Qualifizierungsoffensive ad acta legen. Dazu zählen die folgenden Annahmen:

All diese Thesen gelten so nicht mehr. Das neue Qualifizierungschancengesetz richtet sich sowohl an Arbeitssuchende und Arbeitslose als auch an Arbeitnehmer und unterstützt sogar Unternehmen. Gerade für kleinere Unternehmen, die keine hohen Weiterbildungsbudgets haben, übernimmt die Bundesagentur bis zu 100 % der Kosten.

Foerderung Weiterbildungskosten

Neben den Zuschüssen zu den Weiterbildungskosten sind auch die Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während der Weiterbildung interessant, besonders für Unternehmen, die sich keine umfangreiche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter leisten können.

Arbeitsentgeld Zuschuesse

Mit Know-how in die digitale Zukunft

Die Digitalisierung verändert nicht nur Unternehmen und Unternehmensprozesse, sondern stellt auch ganz neue Anforderungen an Arbeitnehmer. Automatisierte Abläufe, agile Formen der Zusammenarbeit, digitale Methodenkompetenz – all das wird zunehmend wichtig und erfasst nach und nach alle Branchen. Wer also schon heute etwas für seine sichere berufliche Zukunft tun möchte, darf seinen Fokus auf diese Dinge legen. Möglichkeiten wie Blended Learning oder E-Learning kombinieren diese beiden Stränge heute bereits sehr gut und vermitteln fachliches, aber auch methodisches und soziales Know-how. Das spielt für Arbeitnehmer eine Rolle, aber auch Unternehmen dürfen zur Qualifizierung der Mitarbeiter neue Wege gehen.

Unser Tipp daher: Nutzen Sie im ersten Schritt Ihr Recht auf eine Beratung zur beruflichen Weiterbildung und ergreifen Sie dann die Chance der Weiterbildungsförderung, um sich rechtzeitig auf die Arbeitswelt 4.0 vorzubereiten.

Er hat erlebt, was für viele unvorstellbar scheint. Aber dank seines unerschütterlichen Lebensmutes und seiner herausragenden Motivation fand Mohammed Al Dowaik mithilfe einer Online-Weiterbildung neue Hoffnung in einer Zeit, in der schon alles verloren schien.

 

Der Erfolg der Normalität

Mohammed Al Dowaik, 38 Jahre alt, strahlt Stolz und Stärke aus, als wir uns das erste Mal begegnen. Doch diese Stärke ist eine ganz besondere, das wird sofort klar. Dieser Mann hat eine Geschichte zu erzählen. Eine Geschichte über tiefste Niederschläge und die unglaubliche Kraft der Hoffnung auf einen echten Neuanfang.

Angefangen hat alles in einem ganz normalen glücklichen Leben. Er arbeitete nach seinem Studium viele Jahre erfolgreich als Ingenieur im Bereich Medizintechnik. Dabei vertrieb er die Produkte, war aber auch dafür verantwortlich, das Personal im Umgang mit den neuen Geräten zu schulen. Denn gerade die Installation nach dem Auftrag, das „Training ist wichtig, nicht nur der Verkauf“ fügt er hinzu und deshalb habe er nicht nur die Technik gerne gemacht, sondern den gesamten Prozess von Vertrieb bis Sales und Installation begleitet. Dermatologie, Ophthalmologie, Mikroskopie – im Laufe der Jahre lernte er viele Bereiche kennen und sammelte wertvolle Erfahrung. Sein Gehalt war mit durchschnittlich 1000 $ im Monat zuzüglich Provision sehr gut, er konnte mit seiner Frau und seinen Kindern ein gutes Leben in Damaskus führen. Eine ganz normale Karriere, wie er es heute bezeichnet.

 

Von einem Augenblick in die Ausweglosigkeit

Der Krieg kam unerwartet. „Alles war wie ein einziger Augenblick“ erinnert sich Mohammed Al Dowaik zurück. „Keiner konnte sich vorstellen, ob das wirklich passierte, ob das ein Traum war oder ein Albtraum“, alles schien unwirklich. Aber der 15.03.2011 war Wirklichkeit und stürzte ein ganzes Land in den Krieg und die Familie Al Dowaik stellvertretend für hunderttausende andere Familien in die Ausweglosigkeit. Ihn, seine Frau Lama, Sohn Dia, damals drei und Tochter Sama, gerade erst geboren. Stärke nach wie vor in seinem Blick als er erzählt, dass es anfangs zumindest nur in manchen Stadtteilen schwierig war. Nach und nach aber „wurde es überall schwierig“ und für die Familie begann eine Zeit der Rastlosigkeit.

Die Lage spitzte sich zu und war gleichzeitig unberechenbar. „Meine Cousins wurden beim Friseur ermordet. Einfach so, ohne einen Grund. Niemand sagt, warum das so war. Wir wussten nicht, ob wir vom Einkaufen zurück nach Hause kommen würden.“  Vor allem die Angst vor der Willkür machte ihm zu schaffen. Vor Waffen fürchte er sich nicht, aber vor „Diskriminierung und grundloser Verhaftung.“

Die kommenden Monate und Jahre waren schwer. Sehr schwer. Und dennoch erneut Stärke und Stolz in seinem Blick. Nur das leichte Zittern seiner Augenlider lässt das Ausmaß dieser Zeit erahnen. Wegzug aus einem Stadtteil in einen anderen. Wegzug aus Damaskus. Überteuerte Mieten. Erneut Willkür. „Wenn Gefechte losgingen, nutzte uns die Armee als menschliche Schutzschilde. Männer wurden morgens aus den Häusern gezerrt, wir wurden nicht gefragt, einfach geholt und dazwischen gestellt, um die Kämpfer zu schützen. Tage, an denen wir nicht wussten, ob wir wieder nach Hause zurückkommen werden oder sterben.“ Und doch keine Alternative zu alldem. Genügsamkeit. Und immer Zusammenhalt.

 

Mohammed Al Dowaik über Syrien, Lebenswille und Weiterbildung

 

Aufbruch in ein neues Leben

Mohammed Al Dowaik machte das Beste aus der Situation, egal, wie sie aussah. So beobachtete er, wann die Angriffe für gewöhnlich abebbten und nutze diese Zeit des Tages, um mit den Kindern zumindest ein bisschen vor dem Haus zu spielen. Ein paar Atemzüge frische Luft, einige Momente Kindheit auf sechs bis acht Quadratmetern Straße. Doch an einem Tag verspäteten sie sich. Als sie aus der Tür traten, ging ein Geschoss genau dort nieder, wo sie die Wochen zuvor jeden Tag Fußball gespielt hatten. Ein Nachbar starb, mehrere wurden verletzt, sein Auto zerstört. Doch er und seine Familie lebten. An diesem Tag wussten sie, dass sie nichts mehr zu verlieren hatten außer das eigene Leben. „Wenn wir an diesem Tag gespielt hätten, würden wir heute nicht leben! Wir konnten nicht mehr bleiben.“ Vieles nahm er in Kauf „wochenlang kein Strom und kein Wasser,“ aber an diesem Punkt mussten sie gehen. 

Mit mehreren Schichten Kleidung am Körper, weil sie keine Taschen für den Transport aus der Stadt mitnehmen durften, begann eine ziellose Reise raus aus Damaskus an der noch neuen aber inzwischen komplett zerstörten Eigentumswohnung vorbei und die Entscheidung, über Ägypten nach Europa zu kommen. Abschiebung, das rettende Boot angeschossen, dann Verhaftung, lange Nächte auf dem kalten Gefängnisboden, später Zwischenstationen im Libanon und dem Oman. Egal wo sie waren, kümmerte sich Mohammed Al Dowaik immer zuerst um eine Arbeit. „Ich habe immer geguckt, dass ich meine Familie ernähren kann.“ Arbeitstage von bis zu 20 Stunden, mehrstündige Arbeitswege, Ausbeutung in Form halber oder nur viertel Gehälter – nichts war Grund, eine Arbeit abzulehnen. Mohammed Al Dowaik wollte arbeiten und tat dies, egal welche Widrigkeiten dies mit sich brachte. Doch auch im Oman durften sie nicht bleiben und sollten nach Syrien zurück.

 

Einen Türspalt weit Hoffnung

Was tun, wenn alle Wege immer wieder abreißen und ins Nichts führen? Mohammed Al Dowaik findet positive Worte. „Das Leben hat uns eine Tür geöffnet“ sagt er milde und meint damit vor allem seinen spontanen Besuch in der deutschen Botschaft im Oman, um ein Visum zu beantragen. Ihm fiel schlichtweg keine andere Möglichkeit mehr ein. So bekam er wider Erwarten 2015 die Chance nach Deutschland zu kommen und dort neu anzufangen. Oder vielleicht gar dort weiterzumachen, wo er aufhören musste: beim Erfolg der Normalität. Die Widrigkeiten bei der Einreise, die vielen Rückschläge – all das wischt Mohammed Al Dowaik mit einem kraftvollen Satz weg „Wenn man alles verliert, hat man keine Sorgen mehr.“ Und so kennt sein Blick auch jetzt nur eine Richtung: nach vorne!

Nach dem Asylantrag in Bremen kümmerte er sich wie gehabt schnell um eine Arbeit. Er bewarb sich – insgesamt 400 Mal – doch bekam außer zwei standardisierten Antwortmails keinerlei Reaktion. Warum, weiß er nicht. Er ist qualifiziert in einem Beruf, der gerade in Deutschland enorm gefragt ist und in einer Branche beruflich zu Hause, die riesengroß ist. Er hat nicht nur rudimentäre Sprachkenntnisse, sondern sich bis zum Sprachniveau C1 vorgearbeitet. Inzwischen unterrichtet er sogar nebenbei als Deutsch-Dozent an einer Sprachschule. Absagen ohne Grund, ja. Doch keine Hoffnungslosigkeit. Stattdessen weitermachen. Gemeinsam mit seinem Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit bespricht er schließlich mögliche Weiterbildungen und absolviert den Lehrgang Business Development Manager bei karriere tutor® mit größtem Engagement. Sein Antrieb: für seine Familie sorgen zu können. 

 

Techniker, Manager, Ressource

Das Online-Lernen fiel ihm zunächst schwer, gibt er zu, weil er zwar den Dozenten sah, dieser aber nicht ihn. Doch er fand den Einstieg schnell und findet rückblickend nur gute Worte über diese Zeit. „Martin und Daniel, meine Dozenten, waren sehr gut und haben mich immer unterstützt. Ich habe viele Stunden gelernt und am Ende meine Projektarbeit erfolgreich beendet. Das hätte ich am Anfang nie gedacht.“

Warum seine Bewerbungen trotzdem scheitern? Der 38-Jährige vermutet, dahinter stecke „Angst und Ungewissheit bei den Arbeitgebern, weil sie nicht wissen, was es bedeutet mit einem Geflüchteten zu arbeiten.“ Deshalb war ihm wichtig, nicht nur sein Studium anerkennen zu lassen, sondern auch deutsche Zertifikate zu bekommen. „Ich verstehe, wenn ein Arbeitgeber nicht weiß, ob das klappen kann. Aber ich möchte alles geben, damit wir es versuchen können. Ich arbeite unter Stress ich arbeite unter Druck, ich kenne die deutschen Produkte in der Medizintechnik, ich setze mich immer ein und gebe immer mein Bestes bei meiner Arbeit.“ Sein Wille ist ungebrochen und so schließt er mit dem Satz, was Arbeiten für ihn bedeutet: „Arbeiten ist Leben. Ohne Arbeiten gibt es kein gutes Leben.“ Dieses Leben zu erreichen, treibt ihn Tag für Tag an. Doch das einzige, was er nicht entscheiden kann ist, ob ihm jemand die Chance gibt, dies zu beweisen.

 

Was bleibt, sind gemischte Gefühle. Demut und Achtung vor diesem Mann, der voller Hoffnung in seine Zukunft blickt. Wir wünschen ihm, dass sich seine Anstrengung bald für ihn auszahlen wird und ein Arbeitgeber erkennt, dass er nicht nur qualifiziert und gewillt, sondern eine bereichernde Ressource ist. Wenn du helfen möchtest, melde dich gerne und wir stellen den Kontakt her. 

Weiterbildungen absetzen und damit Steuern sparen, ist das eine. Doch kostspielige Lehrgänge überhaupt finanzieren eine ganz andere Herausforderung. Auch wenn Sie die Kosten für eine Umschulung, Weiterbildung oder Zertifizierung nicht alleine aufbringen können; müssen Sie deshalb nicht zwangsläufig auf sie verzichten. Wir zeigen Ihnen die vier besten Möglichkeiten für einen Weiterbildungsbonus vom Staat und öffentlichen Stiftungen.

 

Für junge Fachkräfte mit Ambitionen: das Weiterbildungsstipendium

Mit diesem Weiterbildungsbonus können Fachkräfte, die unter 25 Jahre alt sind, ihre Weiterbildung finanzieren. Die geförderten Weiterbildungen können fachlich oder fachübergreifend sein und sowohl dem Weiterkommen als Angestellter oder der Vorbereitung der Selbstständigkeit dienen. In Frage kommen auch Studiengänge, die auf der Ausbildung oder der Berufstätigkeit aufbauen. Seit 1991 werden jährlich etwa 6.000 Weiterbildungsstipendien vergeben.

Gewährt werden maximal 7.200 Euro, auf drei Jahre aufgeteilt. Also eine Summe, mit der Sie auch preisintensivere Lehrgänge gut stemmen können.

Wenn Sie die folgenden Bedingungen erfüllen, könnte ein Weiterbildungsstipendium der passende Weiterbildungsbonus für Sie sein:

  1. Sie sind unter 25 Jahre alt.
  2. Sie verfügen über eine abgeschlossene Berufsausbildung.
  3. Die gewählte fachliche oder berufsübergreifende Weiterbildung ist berufsbegleitend und dauert drei Jahre.

Grundlage des Weiterbildungsstipendiums ist eine öffentlich-private Partnerschaft, koordiniert von der Stiftung Begabtenförderung berufliche Bildung (SBB) in Bonn. Je nach erlerntem Beruf und Ort der Ausbildung gibt es unterschiedliche Ansprechpartner für diese Förderung. Ausführliche Informationen zum Weiterbildungsstipendium, den Voraussetzungen und dem Ablauf der Bewerbung sowie der zuständigen Stelle für deine Bewerbung erhalten Sie du auf der Internetpräsenz der SBB.

 

Ohne Altersgrenze: das Aufstiegs-BAföG

 

Ohne Altersgrenze: das Aufstiegs-BAföG

Über 700 verschiedene Weiterbildungsabschlüsse bei privaten und öffentlichen Trägern werden mit dem Aufstiegs-BAföG (früher: Meister-BAföG) gefördert. Hier übernimmt der Staat 40 Prozent der Lehrgangsgebühren bis zu einer Höhe von 15.000 Euro.

Wenn Sie die drei folgenden Bedingungen erfüllen, könnte dieser Weiterbildungsbonus für Sie in Frage kommen:

  1. Sie haben bereits eine Berufsausbildung oder ein Bachelor-Studium abgeschlossen. Auch nach dem Abitur oder nach dem Abbruch Ihres Studiums können Sie mit dem Aufstiegs-BAföG einen neuen beruflichen Weg beschreiten. Kein Aufstiegs-BAföG erhält, wer über einen Masterabschluss oder einen gleichwertigen staatlich anerkannten Hochschulabschluss verfügt.
  2. Der Berufsabschluss muss über einer Facharbeiter-, Gehilfen- oder einer Gesellenprüfung liegen und höher ausfallen als ein Berufsfachschulabschluss.
  3.  Die gewählte Fortbildung hat einen Umfang von mindestens 400 Unterrichtsstunden. Teilzeitmaßnahmen dauern höchstens vier Jahre und umfassen monatlich mindestens 18 Unterrichtsstunden. Vollzeitmaßnahmen dauern höchstens drei Jahre und umfassen wöchentlich 25 Unterrichtsstunden an vier Werktagen.

Förderfähig sind nicht nur Lehrgänge mit Präsenzunterricht, sondern auch Fernlehrgänge und mediengestützte Lehrgänge.

Anbieter der Bildungsmaßnahme müssen zertifiziert sein und den Fördervoraussetzungen des AFBG entsprechen; Fernlehrgänge müssen zusätzlich dem Fernunterrichtsschutzgesetz entsprechen.

Achtung: Es gibt keine Altersgrenze für das Aufstiegs-BAföG und keine Einkommensgrenze.

 

Vermögen für die Weiterbildung: der Spargutschein

Neben dem Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit ist vor allem die Bildungsprämie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) als Weiterbildungsbonus bekannt. Doch das Bildungsministerium hat mit dem Spargutschein eine weitere Unterstützung geschaffen, die unbekannter, aber nicht weniger attraktiv ist.

Mit diesem Weiterbildungsbonus können Sie Ihre Weiterbildung finanzieren, wenn Sie vermögenswirksame Leistungen ansparen und Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage haben. Grundlage dafür ist das Vermögensbildungsgesetz (VermBG).

Wenn Sie einen solchen Sparvertrag abgeschlossen haben, können Sie daraus Geld für Ihre Weiterbildung entnehmen, noch bevor die Sperrfrist abgelaufen ist – die Arbeitnehmersparzulage geht dabei nicht verloren.

So gehen Sie vor, um Ihren Spargutschein als Weiterbildungsbonus zu beantragen:

  1. Informieren Sie sich bei dem Finanzinstitut, das Ihr angespartes Guthaben verwaltet. Hier erhalten Sie Antwort auf die Fragen zu den Konditionen der Entnahme, also Gebühren für die Verfügung, Möglichkeit der Teilverfügung und einzuhaltende Fristen.
  2. Suchen Sie eine Bildungsprämien-Beratungsstelle auf. Diese finden Sie an mehr als 500 Standorten in Deutschland von Frankfurt über Hamburg bis Stuttgart oder Berlin. Hier können Sie klären, ob Ihr Weiterbildungswunsch die Voraussetzungen für die Förderung durch einen Spargutschein erfüllt. Passt Ihr Weiterbildungsziel zu Ihrem Beruf oder zu Ihrer aktuellen Tätigkeit und kostet die Maßnahme mindestens 30 Euro, erhalten Sie einen Spargutschein. In der Beratungsstelle erhalten Sie auf Wunsch auch Empfehlungen für geeignete Bildungsanbieter.
  3. Mit dem Spargutschein melden Sie sich zu einem Kurs bei dem Anbieter IhrerWahl an.

Eine ausführliche Information des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zum Spargutschein finden Sie in dieser Informationsbroschüre des Ministeriums.

Tipp: Der Spargutschein ist mit der Bildungsprämie des BMBF kombinierbar.

 

Zinsgünstig in den Endspurt gehen: der Studienkredit

 

Zinsgünstig in den Endspurt gehen: der Studienkredit

Gerade in der letzten Phase des Studiums kann das Geld knapp werden – wenn die Prüfungen keine Zeit für den Nebenjob lassen oder man die Studienzeit für einen erfolgreichen Abschluss um ein oder zwei Semester verlängern muss. Für solche Fälle ist das Bildungskreditprogramm gedacht – ein Angebot der Bundesregierung, um Schüler und Studierende gezielt bei ihrem Erst- oder Folgestudium oder bei der Promotion zu unterstützen. Anders als das BAföG wird der Studienkredit unabhängig vom eigenen Einkommen und dem der Eltern und des Ehepartners gewährt. Anträge nimmt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) entgegen.

Gleich mehrere Vorteile unterscheiden den Studienkredit von sonstigen Bankkrediten:

Informationen über den Studienkredit finden Sie online auf der Website der KfW.

Weiterbildungsbonus-Übersicht

In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Punkte jeder Finanzierungsmöglichkeit für Sie zusammengefasst:

Finanzierungsart

Was wird gefördert

Wer wird gefördert

Wie wird gefördert

Information und Antragstellung

Weiterbildungsstipendium

Berufsbegleiten-

de Ausbildung

Fachkräfte unter 25 mit abgeschlossener Berufsausbildung

Max. 7.200 Euro auf drei Jahre verteilt. Keine Rückzahlung

Bewerbung an: Stiftung Begabten-förderung berufliche Bildung (SBB)

Aufstiegs-BAföG

Ausbildung mit Abschluss, der höher ist als Facharbeiter, Gehilfen-, Gesellen- und Berufsfachschul-abschluss.

Berufsbegleitend: max. 4 Jahre mit mind. 400 Unterrichts-stunden.

Vollzeit: max. 3 Jahre mit 25 Stunden an 4 Werktagen. Fernlehrgänge und medien-gestützte Lehrgänge.

Fachkräfte mit Berufsausbildung oder Bachelor-abschluss

Max. 15.000 Euro, davon 60 % als Darlehen

Bundes-ministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Spargutschein

Weiterbildung, die zum Beruf oder zur aktuellen Tätigkeit passt

Alle, die Vermögenswirk-same Leistungen ansparen und Arbeitnehmer-sparzulage erhalten. Mit Bildungsprämie kombinierbar.

Zugriff auf Sparguthaben noch vor Ablauf der Sperrfrist und ohne Abzug der Arbeitnehmer-sparzulage

Bundes-ministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

Studienkredit

Grundständige Studiengänge im Erst- oder Zweitstudium,

Postgraduale Studiengänge: Aufbau-, Ergänzungs-, Masterstudium und Promotion, ausbildungs-bedingte Praktika,

Aufwendungen für die Ausbildung durch Einmalzahlung

Studierende in der letzten Phase des Studiums. Altersgrenze: 44 Jahre (absolvierte Semester werden auf das Höchstalter angerechnet)

Zinsgünstiger Kredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Max. 7.200 Euro, verteilt auf 24 Monate,

Einmalzahlung bis zu 3.000 Euro für ausbildungs-bedingte Aufwendungen

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

 

Sie sehen also, dass Sie die finanzielle Last nicht alleine tragen müssen, wenn Sie sich beruflich weiterbilden möchten. Nutzen Sie die Chance, die Ihnen ein Bildungsbonus in Form eines Bildungsdarlehens, Bildungskredites oder einer komplette Kostenübernahme gibt.