Vorab: Respekt vor einer Prüfung zu haben ist vollkommen normal. Ein bisschen Bammel ist sogar sehr gut, denn er beflügelt uns ganz oft zu Höchstleistungen. Doch die Grenzen hin zur Prüfungsangst oder sogar zum Blackout sind fließend! Und es gibt ganz verschiedene Abstufungen. Die einen haben ihre Angst trotz allem noch im Griff und können die Prüfung absolvieren. Andere hingegen entwickeln eine echte Denkblockade und finden keinen Ausweg mehr. Vielleicht müssen sie sogar eine Prüfung abbrechen. Das ist sehr ärgerlich!

Drei Tipps, um deine Prüfungsangst zu überwinden

Du neigst dazu, Prüfungsangst zu haben? Du möchtest wissen, was du tun kannst, wenn du einen aufsteigenden Blackout bemerkst? Oder hast du damit noch keine konkreten Erfahrungen gemacht – möchtest aber für diesen Fall der Fälle vorbereitet sein?

Die gute Nachricht ist: Dein Wissen und deine gute Vorbereitung sind mit dem Blackout nicht weg. Du kannst aber in diesem Panikmodus und dem damit verbundenen Tunnelblick nicht auf dein Know-how zugreifen. Vielleicht hilft dir unser kleiner Crashkurs in Sachen Prüfungsangst mit seinen drei praktischen Tipps.

Tipp 1: Denke über deine Emotionen nach

Welche Gefühle steigen in dir auf, wenn du an die Prüfung denkst? Verspürst du jetzt schon Prüfungsangst oder sogar Panik? Am besten stellst du dich deinen Ängsten, indem du sie zulässt und ohne Bewertung betrachtest. Denn alles, was du vor der Prüfung klärst, kann dich in der Prüfung nicht mehr belasten.

Helene Trogisch, Dozentin für Bewerbercoaching bei karriere tutor®, hat zwei ganz konkrete Vorschläge für dich:

1. Vorschlag: Wenn du dich mit deiner Prüfungsangst beschäftigst, kann es dir helfen, dass du deine Emotionen aufschreibst. Diesen Zettel kannst du dann zerknüllen und wegwerfen – Ciao, Prüfungsangst!

2. Vorschlag: Schon im Vorfeld kannst du dir ein gedankliches Szenario festlegen, an das du dich erinnerst, wenn du panisch wirst. Vielleicht liegst du an einem Traumstrand in der Sonne und lauschst den Wellen? Oder du denkst an ein Fenster, aus dem du in eine ruhige Landschaft mit viel Grün blickst? Überleg dir genau, welches Szenario eine beruhigende Wirkung auf dich hat.

Tipp 2: Bereite dich gut vor

Es spricht nichts dagegen, dass du mit der mentalen Vorbereitung auf deine Prüfung schon einen Tag vorher beginnst – zum Beispiel mit einem Relaxprogramm und ganz viel Selbstfürsorge. Wichtig ist außerdem ausreichend Schlaf.

Bewährt hat sich auch, die Situation zu trainieren: In Gedanken kannst du die Prüfung immer wieder durchgehen und überlegen, an welchen Stellen du Panik entwickeln könntest. So kannst du deine Erwartungen an dich selbst klären und vielleicht eine der folgenden Fragen beantworten:

Manche Menschen nutzen in solch stressigen Situationen auch individuelle Erfolgsverstärker: Vielleicht kann dich deine Lieblingsperson zur Prüfung fahren? Einen Glücksbringer zu einer Prüfung mitzunehmen ist nicht albern, sondern ziemlich schlau – vorausgesetzt, du glaubst an seine Wirkung. Dann sorgst du mit deinem Glücksbringer für dich selbst und holst dir die notwendige Unterstützung!

EXTRATIPP: Snacks gegen den Stress!

Ja, das geht! Es gibt Nahrungsmittel, die dir dabei helfen, mit deiner Prüfungsangst fertigzuwerden:

Du siehst: Du kannst schon im Vorfeld ganz viel tun, um deine Prüfungsangst zu verringern. Und solltest du doch mal wegen eines Blackouts eine Prüfung verhauen, so ist das auch keine Katastrophe – schließlich hat jeder eine zweite Chance verdient. Auch du!

Tipp 3: Gib der Panik keine Chance

Dein Herz schlägt bis zum Hals, dir steht der kalte Schweiß auf der Stirn, du fängst an zu stammeln – zack, da ist er, der totale Blackout. Nichts geht mehr, dein Hirn verweigert die Arbeit vollständig, dir fällt nichts mehr ein von all den Dingen, die du bis eben noch perfekt konntest. Da ist guter Rat teuer: Panik, was nun?

Wenn du bemerkst, dass sich ein Blackout nähert, solltest du für einen Moment innehalten. Atme tief durch, denn dein Gehirn braucht nun sehr viel Sauerstoff. Vielleich trinkst du auch einen kleinen Schluck? Das hilft dir vielleicht, aus deiner aufsteigenden Angst wieder auszusteigen.

Das sagt Helene Trogisch, Dozentin für Bewerbercoaching bei karriere tutor® über Blackouts:

Helene-Trogisch-Dozetin

Ein aufsteigender Blackout kann manchmal mit einfachen Dingen verhindert werden – zum Beispiel indem du dich auf die Gegenwart konzentrierst. Denn das ist ganz einfach: Sage dir offensichtliche Wahrheiten wie „Mein Hemd ist weiß“ oder „Der Stift schreibt blau“. Das hilft dir, dich wieder im HIER und JETZT zu verankern!

Die meisten Menschen haben das in ihrem Leben schon mal erlebt. Zum Beispiel bei Klassenarbeiten oder bei mündlichen Prüfungen. Doch die gute Nachricht ist: Mit einer guten Vorbereitung kannst du einiges tun, um diese berühmt-berüchtigte Totalblockade zu verhindern.

Der Blackout: Was passiert in deinem Körper

Beim Blackout entstehen aus psychischem Druck körperliche Symptome. Meist sieht der Ablauf wie folgt aus: In dir steigen echte Schreckensszenarien auf, vielleicht sogar Erinnerungen an früheres Scheitern. Es entstehen Gefühle wie Versagensangst und Scham und du spürst den unglaublichen Druck, der gerade auf dir lastet. Dein Körper reagiert auf diesen psychischen Druck physisch – zum Beispiel mit Schwitzen, feuchten Händen, Zittern, Kopfschmerzen, Flimmern vor den Augen oder hohem Puls bis hin zum Herzrasen. Verständlich, dass du mit solchen Symptomen keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst!

Trotz guter Vorbereitung Prüfungsangst? Meister fallen nicht vom Himmel!

Du kommst gegen deine Prüfungsangst und den Blackout nicht an? Dann solltest du das zugeben – schließlich kennen fast alle Menschen dieses grässliche Gefühl. Vielleicht bittest du darum, dass dir erst mal eine andere Frage gestellt wird? Die meisten Prüfer werden Verständnis für dich haben und auf deinen Wunsch eingehen. Denn es ist tatsächlich noch kein Meister einfach so vom Himmel gefallen. Die Frage, die für deine Denkblockade verantwortlich war, kannst du vielleicht zehn Minuten später wie aus dem Effeff beantworten! Und bei einer schriftlichen Prüfung läuft eventuell auch alles wieder flüssig, wenn du einfach den Teil überspringst, der deine Panik verursacht hat.

Wir drücken dir fest die Daumen für deine nächste Prüfung!

Gamification zählt zu den absoluten Geheimtipps innerhalb der beruflichen Weiterbildung. Was du als Personalverantwortlicher oder Arbeitgeber über Gamification wissen solltest, weil es nachweislich zum Unternehmenserfolg beiträgt, findest du in diesem Artikel.

Was bedeutet Gamification?

Gamification meint den Einsatz spielerischer Elemente in einem neuen Kontext. Elemente eines Spiels, zum Beispiel das Einsammeln von Münzen oder das Einfärben einer Punkteskala, werden also in einen völlig neuen Zusammenhang gesetzt. Beispiele im Alltag gibt es dafür bereits einige, zum Beispiel die Anzeige der Passwortsicherheit über einen farbigen Balken oder das Auswählen einer Punktzahl bei einem Feedbackbogen. Doch das Prinzip der Gamification lohnt sich auch für den Bereich der beruflichen Weiterbildung, auch wenn es dort bisher noch eher zurückhaltend eingesetzt wird. In Zukunft dürfte Gamification mehr und mehr das berufliche Lernen prägen. Nur von Vorteil also, wenn du dich bereits heute mit diesem Thema beschäftigst.

Was bringt Gamification in der beruflichen Weiterbildung?

„Im Spiel jagt der Mensch sein ‚Besseres Ich‘. Diese Haltung offenbart etwas, das Unternehmen längst vergessen haben: Der Mensch möchte gefordert werden und sich weiterentwickeln. Gamification schafft hier die passenden Rahmenbedingungen für den Wirtschaftskontext .“

Dieses Zitat von Robert Rackwitz, einem der führenden Experten für Game Thinking und Gamification, verdeutlicht, worin die großen Chancen der Gamification im beruflichen Lernen stecken. Menschen möchten gefordert werden und nicht lediglich berieselt. Dies bestätigt auch eine Studie zur Arbeitsmotivation, die vom Personaldienstleister ManpowerGroup durchgeführt wurde. 77 % der Befragten gaben an, dass sie einen Job, der sie langweilt oder stresst, nicht ausüben wollten, selbst wenn dieser gut bezahlt wäre. Was bedeutet das nun in Kombination für HR-Verantwortliche und Arbeitgeber? Konkret, dass Gamification in der Weiterbildung ein Schlüsselfaktor sein kann, um Mitarbeiter zu motivieren und gleichzeitig zu qualifizieren.

Gamification

3 Gründe, Gamification ins berufliche Lernen zu integrieren

Aber warum genau schafft es Gamification, Mitarbeiter zu motivieren? Welche Aspekte spielen hier eine Rolle und was bedeutet das konkret für dich als HR-Verantwortlichen? Sehen wir uns die drei wichtigsten Gründe für Gamification in der beruflichen Weiterbildung einmal näher an.

  1. Lernen ohne Anstrengung

Berufliche Weiterbildungen für Mitarbeiter sind wichtig. Angestellte müssen sowohl aufgrund gesetzlicher Vorgaben als auch im Sinne einer fortlaufenden Verbesserung unternehmensinterner Prozesse regelmäßig weitergebildet werden. Doch was, wenn die Vorfreude auf eine notwendige Weiterbildung beim Personal nicht gerade riesig ist? Mithilfe von spielerischen Elementen im Kontext der Weiterbildungsmaßnahme wird das Lernen als Prozess erleichtert. Ein kleiner Hack hier, ein optischer Anreiz da: Lernen verliert durch die Gamification-Anteile seine Schwere. Das hat den großen Vorteil, dass auch trockene und sehr komplexe Inhalte gut erfasst werden können, weil sie sich nicht nach fadem Lernen, sondern nach einem interessanten Spiel anfühlen.

Darüber hinaus kommt das Gamification-Lernen unterschiedlichen Lerntypen zugute. Nicht jeder Mensch lernt auf die gleiche Art und Weise erfolgreich. Mithilfe der Gamification, die unterschiedliche Medien – zum Beispiel Videos, interaktive Tests und Textteile – miteinander kombiniert, erreicht man das „Lernzentrum“ unterschiedlicher Lerntypen zuverlässiger. Ein immenser Vorteil, stellt diese Strategie doch sicher, dass sich die Investition in eine Mitarbeiterweiterbildung auch bezahlt macht, weil die Inhalte tatsächlich erfasst und verinnerlicht werden.

  1. Motivation zum Dranbleiben

Je umfangreicher, komplexer und zeitintensiver die Lerninhalte einer Weiterbildung sind, desto mehr sinkt der Anteil der Teilnehmer, die wirklich motiviert dranbleiben und ihre Aufmerksamkeit bis zum Ende aufrechterhalten. Gamification kann hier gegensteuern und es auch bei langen und intensiven Themenkomplexen erleichtern, dranzubleiben.

Wie sieht das praktisch aus? Beispielsweise so, dass in unterschiedlichen Leveln gelernt wird. Mitarbeiter bekommen also nicht von Anfang an die kompletten Lerninhalte, sondern beginnen spielerisch bei Level 1 und arbeiten sich dann nach und nach hoch. Digitale Lernwelten, wie wir sie bei karriere tutor® einsetzen, splitten das Gesamtwissen in kleine Etappenziele und motivieren den Einzelnen dadurch, die jeweils nächste Stufe zu erreichen. Es wird nicht mehr der schier unbezwingbare Wissensberg gesehen, sondern gut zu bewältigende Learn-Nuggets.

  1. Tiefere Wissensverankerung

Hat ein Teilnehmer einen Aha-Moment, weil er eine wesentliche Information erfasst hat, kann diese Erkenntnis durch eine gezielte optische oder akustische Unterstützung unterstrichen werden, z. B. wird eine bestimmte Hintergrundfarbe benutzt oder ein bestimmter Ton erklingt. Hier genügen vermeintlich kleine Details, um einen großen Effekt auszulösen. Denn bei jedem Aha-Moment, der bewusst wahrgenommen wird, schüttet der Körper Neurotransmitter, beispielsweise Dopamin, aus. Diese Neurotransmitter sorgen für eine Emotion und gleichzeitig den Anreiz, weitere positive Lernerlebnisse zu kreieren. Wissen wird also tiefer verankert und gleichzeitig steigt die Lust darauf, noch mehr Wissen zu erwerben.

Mitarbeiter qualifizieren und halten

Aus Unternehmenssicht spielen in puncto Weiterbildung immer zwei Komponenten eine Rolle:

Nichts ist ärgerlicher, als viel Geld in die Qualifikation des Personals zu stecken und es dann nach kurzer Zeit an einen anderen Arbeitgeber zu verlieren. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine angenehme Art des beruflichen Lernens zugänglich machen, erhöhen ihre Chancen, die Mitarbeiter langfristig zu halten. Wer einen Arbeitgeber hat, der nicht nur finanziell in seine Mitarbeiter investiert, sondern auch daran interessiert ist, dass der Job und das berufliche Lernen Spaß machen, wird dies höchstwahrscheinlich als sehr positiv erleben. Weiterbildungen mit Gamification-Anteil auszuwählen, erhöht damit also auch die Attraktivität eines Unternehmens und wird zum Teil eines gelungenen Employer Brandings.

Alltagstaugliche Weiterbildung für größere Erfolge

Gamification-Elemente machen berufliche Weiterbildung alltagstauglicher, individueller und erfolgreicher, sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Sie erhöhen die Lust aufs berufliche Lernen und sind damit ein wesentlicher Bestandteil in unserer digitalisierten Arbeitswelt, in der lebenslanges Lernen immer wichtiger wird. Unternehmen, die das heute bereits begreifen und umsetzen, sind Mitbewerbern um mindestens eine Nasenlänge voraus und sichern sich den Zugang zu gut qualifizierten und motivierten Mitarbeitern.

Der Begriff des vernetzten Lernens umfasst ein weites Feld und kann je nach Kontext ganz unterschiedlich verstanden werden: angefangen bei der digitalen Vernetzung von Lerngruppen zum gemeinsamen Lernen über die interdisziplinäre Vernetzung, um einen ganzheitlicheren Lernansatz zu verfolgen, bis hin zum Aufbau eines umfangreichen Wissensnetzes im Gehirn für eine verbesserte Gedächtnisleistung. Wir wollen uns in diesem Beitrag einmal letztere Variante näher anschauen.

 

Ihr neuronales Wissensnetz

Beim Lernen speichern Sie Informationen in neuronalen Netzen in Ihrem Gehirn. Durch Methoden des vernetzten Lernens können Sie zahlreiche dieser Informationen miteinander verbinden. Auf diese Weise helfen Sie Ihrem Gehirn dabei, Ihre Wissensnetze zu verdichten. Warum ist das erstrebenswert? Je mehr Verbindungen zwischen den unterschiedlichen abgespeicherten Informationen bestehen, desto einfacher und schneller können Sie das benötigte Wissen in einer bestimmten Situation abrufen. Und nicht nur das. Es bestehen auch deutlich größere Chancen, dass Ihr angeeignetes Wissen im Langzeitgedächtnis verankert wird.

Nehmen wir einen konkreten Vergleich zu linearen Lernformen wie dem schlichten Auswendiglernen von Vokabellisten:

Hier besteht nur eine Verbindung, und zwar wenn „A“, dann „B“. Zum Beispiel: „Bildung“ heißt auf Englisch „education“.

lineares lernen

Bei dieser Art des Lernens ist die Gefahr des Vergessens deutlich größer. Bei einem dichten Wissensnetz hingegen verteilen sich Informationen in einer Vielzahl von Verbindungen, sodass Sie das Wissen aus verschiedenen Richtungen und in verschiedenen Zusammenhängen abrufen können. Das Mindmapping ist ein Paradebeispiel für vernetztes Lernen, denn es visualisiert genau das, was Sie mit vernetztem Lernen erreichen möchten.

 

Mindmapping und weitere Methoden zum vernetzen Lernen

Um eine Mindmap zu erstellen, notieren Sie auf einer Seite mittig und sehr deutlich das zentrale Thema, mit dem Sie sich beschäftigen wollen. Darum herum gruppieren Sie passende Schlüsselbegriffe oder Ideen, die Sie nacheinander um weitere Begriffe ergänzen. Mit Verbindungslinien zwischen den Begriffen schaffen Sie so ein verzweigtes Geäst – oder eben ein Netz – an Informationen, die alle miteinander in Verbindung stehen. Ihren Gestaltungsmöglichkeiten sind keine Grenzen gesetzt: Nutzen Sie verschiedene Farben und Formen, denn je fantasievoller Ihre Mindmap ist, desto besser verankern Sie deren Inhalte in Ihrem Gehirn.

vernetztes-lernen_wissensnetz-beispiel

Der Clou am Mindmapping ist, dass Sie beim Schreiben, Ordnen, Gruppieren und Malen beide Ihrer Hirnhälften anregen: Ihre analytische (bei den meisten Menschen die linke) Gehirnhälfte ebenso wie die Hirnhälfte, die für das bildliche Vorstellungsvermögen zuständig ist (bei den meisten Menschen die rechte). So können Sie die Leistungsfähigkeit Ihres Gehirns steigern.

Weitere geeignete Methoden zum vernetzen Lernen sind die sogenannten Mnemotechniken. Hier verwenden Sie beispielsweise Geschichten, um einzelne Information besser abzuspeichern.

Wer früher während des Unterrichts seine Schreibhefte „verschönert“ hat, galt als unaufmerksam und wurde gerügt. Neueste Studien zeigen jedoch, dass Kritzeln (engl. „doodle“) tatsächlich bei der Konzentration hilft, Kreativität fördert und sogar Stress abbaut.

 

Kritzeln gegen Ablenkung

Es klingt paradox, aber gerade, wenn Sie auditiv lernen, kann Ihnen Doodeln dabei helfen, die Konzentration aufrecht zu halten. Indem Sie Ihr Gehirn ein bisschen „nebenbei“ beschäftigen, bleiben Sie mit Ihren Gedanken beim Zuhören. „Die in den Kritzeleien versteckten Fantasien und Gedanken sind jene, von denen sich der Zeichner zu befreien wünscht, damit sie den Prozess der Konzentration nicht stören“, vermutet der österreichische Kunsthistoriker Ernst Gombrich.

 

Kritzeln gegen Stress

Wer angespannt und gestresst ist, kann sich schlecht aufs Lernen konzentrieren. Kritzeln und Malen kann hier als Entspannungstechnik helfen. Dazu müssen Sie keine bestimmten Maltechniken beherrschen, sondern Sie können einfach drauflos zeichnen. Wenn Ihnen das freie Malen nicht so liegt, können Sie auch auf Vorlagen wie Mandalas oder Ausmalbücher zurückgreifen.

 

Kritzeln fördert Kreativität

In unbewussten Kritzeleien steckt auch jede Menge kreative Kraft: Nicht umsonst gilt Paul Klee als „Oberkritzler“. Der Clou am Kritzeln ist, dass Sie es nicht kontrollieren, sondern Ihrer Fantasie ganz nebenbei freien Lauf lassen. Die Formen, die unter Ihren Händen entstehen, entwickeln ein Eigenleben – manchmal mit verblüffendem Ergebnis. Den „Soma-Würfel“, ein komplexes 3D-Puzzle aus sieben Teilen, hat sein Erfinder Piet Hein angeblich während einer Physikvorlesung nebenbei vor sich hin gekritzelt.

Neben anderen digitalen und flexiblen Lernformaten wie Erklärfilmen, Micro-Learning, Blended Learning und auch Webinaren wird dem Lernen in Unternehmen per mobilen Anwendungen eine immer größere Bedeutung beigemessen. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen drei grundsätzliche Fragen, die Sie für sich beantworten sollten, wenn Sie Mobile Learning in Ihrem Unternehmen einführen wollen.

 

Wann Mobile Learning Sinn macht und wann nicht

Mobile Learning – also das Lernen per App über ein mobiles Endgerät – ermöglicht es, spontan und ortsunabhängig zu lernen. Dies ist ein großer Vorteil, da so das berufsbegleitende Lernen erleichtert und die zur Verfügung stehende Lernzeit voll ausgeschöpft werden kann. Dass dies nicht nur für den Lernenden selbst, sondern auch für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter weiterbilden möchten, eine vielversprechende Perspektive ist, zeigt eine aktuelle Statista-Studie: 87 % der befragten Unternehmen gaben darin an, dass sie Mobile Learning in den nächsten Jahren eine zunehmende Bedeutung zuschreiben (Statista 2020, Bedeutung von E-Learning Anwendungen in Unternehmen 2019).

Doch so verlockend es auch ist, als einer der Ersten dem Trend zu folgen, sollten Sie sich als Personalentwickler zunächst folgende grundsätzliche Fragen stellen:

  1. Warum will ich eine Mobile-Learning-App einführen?

 Es kann für ein Unternehmen aus verschiedenen Gründen Sinn machen, Mobile Learning einzuführen. Die Antwort auf diese Frage sollte allerdings nicht lauten: „Weil Mobile Learning im Trend liegt und wir als Unternehmen jetzt einfach mitziehen müssen.“ Da die Einführung einer Lern-App Sie viel Geld kosten und unter Umständen wenig Nutzen bringen kann, sollten Sie sich ehrlich fragen, welches Ziel Sie damit verfolgen. Mobile Learning kann viele Funktionen haben: angefangen bei einer Art Guide, der Ihre Mitarbeiter per Checklisten durch stark reglementierte Arbeitsprozesse führt, bei denen eine Null-Fehler-Toleranz existiert – wie z. B. in der Luftfahrtbranche, über ein ergänzendes Lern-Tool im Rahmen eines umfassenden Blended-Learning-Konzepts bis hin zu einem dauerhaften Referenztool. Letzteres speichert einmal Gelerntes, ist dank Mobilgerät jederzeit direkt am Arbeitsplatz abrufbar und unterstützt die Arbeit der Mitarbeiter.

 

  1. Wie passt mobiles Lernen in unser übergeordnetes Lernkonzept?

Wenn Sie für Ihre Mitarbeiter ein übergeordnetes Lernkonzept entwickeln wollen, wie z. B. ein Blended-Learning-Modell, dann können Sie mobiles Lernen sehr gut in den informellen Lernbereich integrieren. Oder wollen Sie Mobile Learning durch Ihr vorhandenes computerbasiertes Training komplett ersetzen? Dann sollten Sie vorab gründlich prüfen, ob wirklich alle Lerninhalte über eine mobile Anwendung vermittelt werden können. Beachten Sie hierbei auch die besonderen Lernumstände beim „Learning to go“ und die Art und Weise, wie User mit einem Mobilgerät umgehen.

 

  1. Welche Lerninhalte sind für Mobile Learning wirklich geeignet?

Mobile Learning ist von kurzen Lernintervallen und Unterbrechungen gekennzeichnet. Die entsprechenden Lerninhalte müssen daher darauf angepasst sein. Lerninhalte mit längeren Video-Vorlesungen und umfangreichen Textpassagen sind für das mobile Lernen zwischendurch eher ungeeignet. Außerdem ist die Konzentrationsfähigkeit geringer, wenn man gerade unterwegs ist oder wenn man jeden Moment damit rechnen müssen, im Wartezimmer aufgerufen zu werden. Ebenso ist Mobile Learning für formale Abschlussprüfungen wenig geeignet. Hingegen können Sie in die App sehr gut Wissen integrieren, das Ihre Mitarbeiter „on the Job“ benötigen, so dass sie die Anwendung als Arbeitstool nutzen können. Hierfür eignen sich beispielsweise die mundgerechten „Lern-Nuggets“ – kleine Lernhäppchen, die schnell am Arbeitsplatz aufgenommen werden können.

Meditation ist nur etwas für Esoteriker? Mitnichten! Ob Student oder Berufstätiger: Wer lernt, braucht eine erhöhte Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit. Wie Sie auch als Laie mit kurzen und einfachen Meditationsübungen besser lernen können, erfahren Sie hier.

 

Aktives Atmen als Einstieg

Wer hätte gedacht, dass etwas so Selbstverständliches wie atmen, was wir sowieso die ganze Zeit machen, schon die erste Stufe der Meditation sein kann? Heißt das, dass wir uns nicht erst in den Lotussitz setzen müssen, um meditieren zu können? Ja, im Prinzip schon. Allerdings müssen Sie hierbei unterscheiden zwischen dem passiven Atmen – sprich dem überlebenswichtigen Atmen nebenbei – und der aktiven Atmung. Bei der Atemmeditation nutzen Sie das aktive Atmen und steuern dadurch Ihre Atemfrequenz. Wer Yoga praktiziert, kennt das Prinzip, das letztlich dazu dient, sich zu fokussieren und ganz bei sich zu sein.

Für die folgende, schnelle Atemübung müssen Sie allerdings nicht erst in den Yoga-Kurs gehen. Selbst auf Ihrem Bürostuhl können Sie das aktive Atmen gut üben.

Die Box-Atmung oder Vier-Quadrat-Atmung

Das Einzige, was Sie für die Box-Atmung tun müssen, ist Folgendes:

Vier Sekunden einatmen … vier Sekunden halten … vier Sekunden ausatmen … vier Sekunden halten … und wieder von vorne.

aktives Atmen

Mit dieser Atemtechnik beruhigen Sie Ihren Herzschlag in nur wenigen Minuten und machen Ihren Kopf frei fürs Lernen.

 

Die Gedanken fokussieren

Unser Gehirn arbeitet pausenlos: Permanent nimmt es Reize auf und verarbeitet diese. Eine nicht zu unterschätzende Leistung! Aber gerade beim Lernen sollte sich diese Leistung auf eine bestimmte Sache fokussieren – und nicht auf den schönen Ausblick vor dem Fenster oder die Planung des kommenden Wochenendes. Bestimmt haben Sie auch schon einmal minutenlang etwas gelesen und wussten am Ende gar nicht, was auf den Seiten eigentlich stand. Hier hilft eine Meditationsübung, bei der Sie Ihren Gedankenfluss stoppen und sich dadurch besser auf eine Sache fokussieren können.

Die zweite Meditationsübung verlangt schon etwas mehr Einfinden in die Ursprünge der Meditation und Sie sollten sich bei dieser Übung an einen ruhigen Ort zurückziehen können.

Die Mantra-Meditation

Bevor Sie mit der Meditationsübung beginnen, wählen Sie ein Mantra aus, das zu Ihnen und Ihrer aktuellen Situation passt. Neben dem klassischen „Om“ (gemäß buddhistischem und hinduistischem Glauben der Urklang) ist ebenso gut ein persönlicher Leit- oder Glaubenssatz als Mantra geeignet.

Nachdem Sie sich einen Platz gesucht haben, an dem Sie sich ruhig und entspannt hinsetzen können, konzentrieren Sie sich auf Ihr Mantra.

Wiederholen Sie es gedanklich immer wieder.

Wenn Ihre Gedanken abschweifen wollen, fangen Sie sie bewusst wieder ein und kehren Sie mental zu Ihrem Mantra zurück.

Auch für diese Übung reichen wenige Minuten, um einen positiven Effekt auf Ihren Gemütszustand und Ihre Konzentrationsfähigkeit auszuüben.

Ein gutes Gedächtnis ist nicht angeboren: Gute Merkfähigkeit und Gedächtnisleistung können und sollten Sie trainieren. Denn „use it or lose it“ gilt nicht nur für Ihre Muskeln, sondern auch für Ihre grauen Zellen. Wenn die folgenden Gedächtnistrainingsübungen Sie zum Schwitzen bringen, dann wissen Sie, dass Sie etwas Gutes für Ihr Gedächtnis getan haben.

 

Automatismen durchbrechen

Viele alltägliche Tätigkeiten spulen Sie automatisch ab und denken gar nicht mehr darüber nach, was Sie da eigentlich tun. Das ist bequem und spart Ihrem Hirn Denkarbeit. Aber wie beim Sport führt auch beim Gedächtnistraining nur Anstrengung zum Erfolg.

Warum daher den eigenen grauen Zellen nicht mal etwas mehr zu tun geben?

Dazu müssen Sie nicht gleich ein Studium der Quantenphysik beginnen. Schon mit kleinen Denkaufgaben, die die Automatismen Ihres Alltags durchbrechen, können Sie Ihr Gedächtnis trainieren:

Den Weg zum Bäcker, zum Einkaufen oder Ihre gewohnte Jogging-Route kennen Sie sicher in- und auswendig. Jetzt überlegen Sie mal, wie häufig Sie jeweils auf diesen Wegen abbiegen oder wie viele Kreuzungen Sie überqueren müssen. Wenn das noch zu einfach ist: Wie viele Halteverbots- oder Vorfahrt-Achten-Schilder begegnen Ihnen dabei? Überprüfen Sie Ihre Erinnerungsleistung bei der nächsten Fahrt oder beim nächsten Marsch dorthin – und vor allem auch dann, wenn Sie wieder zu Hause sind. Alternativ variieren Sie Ihre Wegstrecken ab und an. Auch das trainiert Ihr Gedächtnis.

 

Bewusst auf Merkzettel und Hilfsmittel verzichten

Auch wenn es erst einmal Überwindung kostet: Versuchen Sie doch einfach mal, auf eine schriftliche Einkaufsliste zu verzichten oder die Telefonnummern Ihrer Freunde nicht einfach aus dem Speicher des Telefons zu wählen. Gerade für das Auswendiglernen gibt es nützliche Methoden wie die Loci-Methode, mit der Sie sich sehr viel auf einmal merken können – selbst lange Listen.

 

Machen Sie etwas mit links

Eine weitere einfache Methode, mit der Sie Ihr Gehirn auf Trab halten können: Nehmen Sie beim Zähneputzen oder einer anderen routinierten Tätigkeit als Rechtshänder einfach mal die linke Hand bzw. als Linkshänder die rechte. Dabei werden andere Gehirnregionen beansprucht und Sie werden nach einiger Zeit feststellen, dass Sie auch mit dieser Hand immer geschickter werden. Ihr motorisches Gedächtnis verbessert sich dadurch. Ein wirklich bemerkenswerter Nebeneffekt, oder?

Ohne Stress und Zeitdruck für Prüfungen lernen klingt gut für Sie? Getreu dem Motto „Eine gute Vorbereitung ist die halbe Miete“ bezwingen Sie mit einem Lernplan jeden noch so großen Berg an Lernstoff – ganz ohne durchgepaukte Nächte. Hier finden Sie eine kurze Anleitung in vier Schritten inklusive Lernplan-Vorlage.

Was ist ein Lernplan?

Mit einem Lernplan strukturieren Sie Ihren Lernstoff und legen fest, was Sie wann lernen möchten. So behalten Sie den Überblick und können Ihre Lernfortschritte nachvollziehen. Wie bei einer To-do-Liste können Sie bereits gelernte Themen abhaken und sehen, wie der Berg an Lernstoff immer kleiner wird. Das sorgt für kleine Erfolgserlebnisse, aus denen Sie weitere Motivation schöpfen können.

Lernplan erstellen in vier Schritten

1. Überblick verschaffen und Lernziel definieren

In diesem ersten Schritt verschaffen Sie sich einen Überblick über die Themen, die Sie lernen müssen. Stellen Sie hierbei sicher, dass Sie alle benötigten Unterlagen und Materialien zur Hand haben. Halten Sie Ihr Lernziel sowie die Zeit, die Ihnen insgesamt zum Lernen zur Verfügung steht, fest. Bedenken Sie dabei, dass Freizeit nicht automatisch Lernzeit bedeutet und Ihr Gehirn auch mal Pause machen muss. Und auch nicht jede Alltagsverpflichtung kann während einer Prüfungsvorbereitung auf Eis gelegt werden.

2. Lernstoff unterteilen

Unterteilen Sie den Lernstoff in logisch gegliederte, in sich geschlossene Lerneinheiten. Große Themen werden in Unterthemen unterteilt. Auf diese Weise können Sie Tag für Tag Ihr Wissen ein Stück erweitern und sich dem Lernziel sukzessive nähern.

3. Priorisieren

Im dritten Schritt strukturieren Sie Ihren Lernstoff nach Wichtigkeit (vorausgesetzt, Sie haben entsprechende Informationen zu den Prüfungsinhalten) und nach Schwierigkeit bzw. Lernaufwand. Setzen Sie Inhalte, die Ihnen schwerer fallen, weiter oben auf die Liste, da der Lernaufwand größer ist und Sie mehr Zeit einplanen müssen.

4. Lernzeiten einteilen

Nachdem Sie Ihren Lernstoff gesichtet, unterteilt und priorisiert haben, können Sie Ihre wöchentlichen oder auch täglichen Lernzeiten einteilen. Wie detailliert Sie dabei vorgehen, ist ganz Ihnen überlassen. Wichtig ist, dass Sie großzügig kalkulieren, damit sich kein Zeitdruck aufbaut. Wer von einem Vollzeitjob direkt an den heimischen Schreibtisch hetzt, lernt zwar länger, aber wahrscheinlich weniger effektiv als jemand, der sich nach der Arbeit eine Pause gönnt und sich mit ausgeruhtem Kopf mit seinem Lernstoff beschäftigt.

Erlauben Sie sich auch Abwechslung und Flexibilität. Ihr Plan ist nicht in Stein gemeißelt, sondern sollte Ihren Bedürfnissen entsprechen. Wenn Sie während des Lernens feststellen, dass Ihre Leistungsfähigkeit zu anderen Uhrzeiten als den eingeplanten viel besser ist, Sie häufigere Pausen brauchen oder Sie mit einer anderen Lernmethode effektiver lernen können, passen Sie ihn einfach an.

Unser Tipp: Nutzen Sie gerne unsere Excel-Vorlage, um Ihren persönlichen Lernplan zu erstellen. Excel Vorlage Lernplan karriere tutor GmbH

Das Auswendiglernen ist besser als sein Ruf: Sie trainieren damit nicht nur Ihr Gedächtnis, sondern Sie schaffen damit auch die Basis für eine intensive Auseinandersetzung mit einem Lernthema. Unsere erfahrenen Dozenten geben Ihnen Tipps, wie Sie diese Vorstufe für das tiefere Verständnis erfolgreich meistern und dabei auch noch Spaß haben können.

 

Eselsbrücken bilden

Eselsbrücken und Merksätze helfen Ihnen dabei, sich bestimmte Informationen einfacher zu merken, da sie zum Beispiel durch ungewöhnliche Bilder bzw. Wortanfänge Ihr visuelles Gedächtnis ansprechen. Ein einfaches Beispiel aus Kinderzeiten zum Merken der Reihenfolge der Himmelsrichtungen: Nie ohne Schuhe wandern.

Eselsbrücken können Sie sich auch selbst ausdenken. Es macht gar nichts, wenn sie nur für Sie selbst nachvollziehbar sind. Und an Informationen, die mit Humor vermittelt werden, können Sie sich besonders gut erinnern.

 

Technik des bildhaften Einprägens: Kopfkino erzeugen

Gerade wenn Sie ein visueller Lerntyp sind, hilft Ihnen bildhaftes Einprägen beim Auswendiglernen. Dazu „bebildern“ Sie das, was Sie lernen wollen, in Ihrem Kopf und fügen die Bilder zu einer kleinen Geschichte zusammen. Dieses Kopfkino darf und kann sehr schräg sein, denn Humor und Außergewöhnliches unterstützt Ihr Gedächtnis! Schmücken Sie die Bilder ruhig mit allen Sinnen aus. Je deutlicher und lebendiger das Bild vor Ihnen erscheint, desto besser können Sie es sich merken!

 

Mehrere Sinne aktivieren: Laut vorlesen

Wenn Sie etwas, das Sie auswendig lernen möchten, laut vorlesen, wird es besser im Gedächtnis verankert, als wenn Sie die Texte stumm lesen. Noch besser funktioniert es, wenn es sich dabei um Texte handelt, die Sie selbst geschrieben haben: schreiben, lesen und hören. Haben Sie also keine Scheu, beim Lernen Selbstgespräche zu führen. Das gleichzeitige Sprechen und Hören der eigenen Stimme sorgt dafür, dass sich die gesprochenen Wörter in Ihr Langzeitgedächtnis einprägen.

 

Spielerisches Lernen beherrschen vor allem Kinder mühelos, aber auch für Erwachsene gibt es gute Gründe, spielbasiertes Lernen auszuprobieren. In diesen Lerntipps gehen wir darauf ein, warum spielbasiertes Lernen auch bei Erwachsenen gut ankommt und welche Vorteile Lernspiele in der Erwachsenenbildung haben.

 

Spielbasiertes Lernen nimmt den Druck

Lernen in einer spielerischen Umgebung fühlt sich weniger nach Lernen an und nimmt Ihnen dadurch den Leistungsdruck. Das Lernen passiert fast nebenbei, während Sie Spaß beim Spielen haben („Stealth Learning“). Heutzutage gibt es eine Vielzahl an digitalen Spielen, die Sie beim Lernen unterstützen. Das können sehr schlichte Quizze sein, in denen Sie virtuell gegen andere Spieler antreten, oder auch aufwendige, dynamische Simulationen.

 

Belohnungen motivieren

Sie lernen vor allem dann motiviert, wenn Sie nicht lernen müssen, sondern lernen wollen. Um den Willen zum Lernen zu fördern, beinhalten Lernspiele Anreizsysteme bzw. Belohnungen für Erfolge. Anreizsysteme können zum Beispiel Erfahrungspunkte sein, die ein nächstes Level freischalten, oder auch Auszeichnungen für die richtige Beantwortung von Quizfragen. Durch die Aussicht auf Belohnung wird Ihr neuronales Belohnungssystem im Gehirn getriggert: Was bei Naschereien funktioniert, klappt tatsächlich auch beim Lernen!

 

Praxisnahes Üben im virtuellen Raum

Die heutigen technischen Möglichkeiten im Spieldesign ermöglichen es Ihnen, das Gelernte in einer sicheren, aber dennoch praxisnahen Umgebung auszuprobieren. Statt trockene Theorie für abstrakte Prozesse zu lernen, können Sie Ihr erworbenes Wissen in interaktiven Simulationen anwenden und testen. Ihr Lernprozess ist erfolgreicher, da Ihr Gehirn mehrere Erinnerungsanker setzen kann und Sie dadurch den Lernstoff besser verinnerlichen.