Egal, in welchem Beruf Sie arbeiten: Es gibt Kompetenzen, die Ihnen in nahezu jeder Position und jeder Branche Türen zum ersehnten Erfolg öffnen können. Emotionale Intelligenz ist so eine Kompetenz. Was emotionale Intelligenz konkret ist und wie Sie sie steigern und dadurch beruflich erfolgreicher werden können, lesen Sie in diesem Artikel.

Was ist emotionale Intelligenz ?

Der Begriff der emotionalen Intelligenz bezeichnet die Fähigkeit, eigene Gefühle und die anderer Menschen zu erfassen, korrekt einzustufen und Handlungen daraus abzuleiten. Oftmals finden Sie hierfür auch die Abkürzung „EQ“.

Sie ähnelt damit der Fähigkeit der Empathie , geht aber noch etwas weiter. Konkret ist Empathie nur ein Teil der emotionalen Intelligenz: Denn sind Sie emotional intelligent, können Sie die Empfindungen des Gegenübers nicht nur wahrnehmen, sondern auch angemessen darauf reagieren.

Geprägt wurde der Begriff der emotionalen Intelligenz im Jahr 1990 von den beiden amerikanischen Psychologen Peter Salovey und John D. Mayer. Größere Bekanntheit erlangte die EQ dann einige Jahre später, als Daniel Golemans Buch „EQ: Emotionale Intelligenz“ zum Bestseller wurde.

Was bedeutet es, emotional intelligent zu  sein?

Im Grunde beschreibt die emotionale Intelligenz eine Klugheit der Gefühle. Daniel Goleman ging in seinem Bestseller sogar so weit, dass er sie mit dem Intelligenzquotienten gleichsetzte. Für ihn war es einerseits wichtig, im klassischen Sinne intelligent zu sein, also zweckvoll und logisch zu handeln. Aber eben auch emotionale Intelligenz zu besitzen, also eigene Gefühle und Emotionen anderer Menschen wahrzunehmen und auf diese zu reagieren. Er definierte die EQ als Kombination aus fünf verschiedenen Kompetenzen:

Ein konkretes Beispiel: Erkennen Sie als Recruiter schnell, wenn der Bewerber im Gespräch sehr nervös ist, dann ist es Ihnen dank emotionaler Intelligenz möglich, Ihr eigenes Verhalten daraufhin so zu ändern, dass Sie seine Nervosität mildern. Dadurch steuern Sie das zunächst mit negativen Gefühlen belastete Gespräch gezielt zu einer entspannten Gesprächsatmosphäre.

Auch für eigene Empfindungen funktioniert das Prinzip. Wer emotional intelligent ist, registriert die eigene Nervosität und nutzt Techniken, beispielsweise eine Entspannungsmethode, um aktiv aus diesem Gefühl herauszukommen.

Ist ein hoher EQ im Job wichtig?

Überall wo Menschen aufeinandertreffen, geht es um Beziehungen. Auch im beruflichen Kontext gibt es derer viele, beispielsweise die Beziehung zwischen Angestellten und Vorgesetzten oder die Beziehung zwischen Kollegen. Da Menschen selten losgelöst von ihren Emotionen agieren, wird deutlich, warum emotionale Intelligenz für den beruflichen Erfolg wichtig ist.

Tatsächlich wird die EQ immer häufiger zu einem eigenen Teilbereich von Assessment-Centern und Bewerbungsgesprächen.  Eine Studie in den USA  ergab sogar, dass mehr als 95 % der befragten Personalmanager und 99 % der befragten Beschäftigten die emotionale Intelligenz für eine extrem wichtige berufliche Kompetenz halten. Sollten Sie sich auf eine Bewerbung oder ein Vorstellungsgespräch  vorbereiten, kann Ihnen diese Fähigkeit viele Türen öffnen.

Lassen Sie uns deshalb die Frage, ob ein hoher EQ im Job wichtig ist, mit einem deutlichen „Ja“ beantworten. Doch wofür brauchen wir emotionale Intelligenz im Job konkret?

Drei berufliche Situationen in denen emotionale Intelligenz  besonders wichtig ist

Ein hoher Job-EQ lohnt sich im Grunde täglich. Wir möchten Ihnen anhand drei ausgewählter beruflicher Situationen verdeutlichen, warum Sie emotionale Intelligenz weiterbringen wird.

Situation 1: Tätigkeit an Schnittstellen

Wenn Sie einen Job haben, in dem Sie eine Schnittstellen-Position bekleiden, zahlt sich emotionale Intelligenz enorm aus. Denn dank Ihrer Fähigkeiten wie Empathie und Selbstregulierung sind Sie in der Lage, mit den Anforderungen, die an Sie von verschiedenen Abteilungen herangetragen werden, umzugehen.

Sind Sie beispielsweise Assistenz der Leitung, hilft Ihre emotionale Intelligenz dabei, Wünsche eines aufgebrachten Mitarbeiters, der mit dem Chef sprechen möchte, zu erfassen. Sie spiegeln diesem Menschen zurück, dass Sie Verständnis für seine Sichtweise und auch für seine Emotionen haben. Dank der Fähigkeit, aus wahrgenommenen Emotionen logische Handlungsschritte abzuleiten, filtern Sie die wesentliche Nachricht des Kollegen heraus. So tragen Sie nicht die Emotion, z. B. Wut oder Angst, an den Vorgesetzten weiter, sondern können diesem sachlich die eigentliche Nachricht weitergeben. Das hilft dem Mitarbeiter, dem Vorgesetzten und generell dem Arbeitsklima.

Situation 2: Hoher Workload und Multitasking

Wenn Sie auf der Arbeit viele Bälle gleichzeitig in der Luft halten müssen, kann es schonmal hektisch werden: Während das Telefon klingelt, steht plötzlich eine Kollegin in der Tür, die eine Auskunft braucht.  Und eigentlich waren Sie gerade dabei, eine wichtige E-Mail zu schreiben. Wer hat unter solchen Umständen nicht schon einmal mit Stress reagiert, ist unruhig geworden und hat dadurch Fehler gemacht? Je mehr Sie jedoch Ihre emotionale Intelligenz nutzen bzw. trainieren, desto mehr sind Sie in solch einer Situation aber in der Lage, …

Der EQ ist hierbei nicht nur eine Anti-Stress-Maßnahme, sondern tatsächlich Ursache für Ihren beruflichen Erfolg. Dank Ihrer emotional intelligenten Vorgehensweise bleiben Sie effizient und leistungsfähig und tragen zugleich zu einer angenehmen und produktiven Arbeitsatmosphäre bei.

Situation 3: Enge  Teamarbeit

Auch bei der Teamarbeit ist emotionale Intelligenz ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Denn egal, ob es Unstimmigkeiten gibt oder verschiedene Prioritäten gesetzt werden sollen – in jedem dieser Fälle hilft emotionale Intelligenz:

Gerade in der digitalisierten Arbeitswelt   ist enge Teamarbeit enorm wertvoll. Je agiler ein Unternehmen arbeitet, je kurzfristiger Änderungen realisiert werden müssen und je häufiger die Zusammensetzung der Projektteams wechselt, umso stärker können emotional intelligente Menschen punkten.

Wie finde ich meinen EQ heraus?

Zwei Frauen im beruflichen Gespraech

Sicher fragen Sie sich an dieser Stelle, woher Sie wissen, wie es um Ihre eigene emotionale Intelligenz bestellt ist. Sie können dies sowohl anhand spezieller EQ-Tests  herausfinden als auch mithilfe verschiedener Fragestellungen für sich beantworten. Je mehr der folgenden Fragen Sie mit Ja beantworten können, umso höher ist Ihre emotionale Intelligenz:

Sie sehen, dass emotionale Intelligenz auch viel mit Achtsamkeit  zu tun hat. Je achtsamer Sie mit eigenen Gefühlen sowie fremden Emotionen umgehen, desto überlegter können Sie agieren. Je mehr Sie eine Situation von oben betrachten und losgelöst von Emotionen analysieren können, umso emotional intelligenter sind Sie.

Wie kann ich meine emotionale Intelligenz steigern?

Kann man emotionale Intelligenz lernen, oder ist diese Fähigkeit angeboren? Sowohl als auch. Jeder Mensch hat ein bestimmtes Skillset, das ihm von Geburt an mitgegeben wird. So sind manche besonders empathisch und sehr reflektiert, während andere das weniger stark sind. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Sie Ihre eigene Fähigkeit zur emotionalen Intelligenz jederzeit verbessern können. Dabei helfen folgende Dinge:

Fachlich und persönlich erfolgreich sein

Gönnen Sie sich einen ganzheitlichen Blick auf Ihren Erfolg. Wie dieser Beitrag verdeutlicht, kommt es in verschiedenen beruflichen Situationen vor allem auf Ihre persönlichen Kompetenzen wie emotionale Intelligenz an. Es lohnt sich daher immer, sich sowohl fachlich als auch persönlich weiterzubilden.

Wie wird unsere Arbeitswelt nach Corona aussehen? Das ist aktuell eine der Fragen, die sich viele bereits jetzt – auch wenn das Virus noch lange nicht bekämpft ist – stellen. Vieles dreht sich in der medialen Diskussion um das Arbeiten im Home-Office sowie um den „erzwungenen“ Digitalisierungsschub für viele Unternehmen. Aber das ist längst nicht das Ende der Fahnenstange. Die Gelegenheit zur Veränderung unserer Arbeitsgewohnheiten sowie ganzer Unternehmensorganisationen ist so günstig wie noch nie.  Es ist darum Zeit, dass wir uns vor dem Hintergrund von New Work damit auseinandersetzen, was modernes Arbeiten in der neuen Arbeitswelt eigentlich auszeichnet, wo wir stehen und was uns letztlich glücklich und damit erfolgreich macht.

Herausforderungen unserer heutigen Arbeitswelt

Unser heutiger Arbeitsmarkt steht neben der digitalen Transformation vor mehreren großen Herausforderungen:

  1. Fachkräfteengpass

In einigen Branchen wie der IT-Branche gibt es bereits seit Jahren einen großen Fachkräfteengpass. Wenn wichtige Stellen über Monate hinweg unbesetzt bleiben, leidet darunter die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit nicht nur einzelner Unternehmen, sondern mitunter ganzer Industrien. Zudem verabschiedet sich die Babyboomer-Generation in naher Zukunft in den Ruhestand. Dadurch wird der Mangel an Fachkräften noch prekärer.

  1. Überlastete und veraltete Infrastrukturen für den Berufsverkehr

Überlastete und veraltete Infrastrukturen erschweren den Berufsverkehr. Wenn Berufstätige Woche für Woche stundenlang im Stau stehen, statt die verfügbare Zeit in produktive Arbeitszeit umwandeln zu können, leidet darunter die volkswirtschaftliche Produktivität.

  1. Schaffung von Chancengleichheit und bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Work-Life-Balance

Chancengleichheit, etwa zwischen berufstätigen Frauen und Männern, sowie eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf sind wichtige Voraussetzungen für eine florierende Wirtschaft, gerade vor dem Hintergrund des Fachkräfteengpasses.

  1. Generationswechsel und Wertewandel

Die Generationen X, Y und Z prägen zunehmend unsere Arbeitswelt. Jede einzelne dieser Generationen unterscheidet sich mehr oder weniger von den anderen und handelt nach unterschiedlichen Werten. Daher müssen sich Unternehmen auf einen Wandel der Führungskultur einstellen.

Die Frage ist: Wie soll unsere neue Arbeitswelt aussehen, um diesen Herausforderungen zu begegnen, und inwiefern ist die Corona-Pandemie eine Chance, New Work nicht nur in jungen Start-ups, sondern flächendeckend einzuführen?

Corona-Folgen und New Work

Wenn wir heute von New Work („neue Arbeit“) sprechen, wird im gleichen Atemzug auch die Digitalisierung genannt. Handelt es sich doch um den Megatrend, von dem wir aktuell den größten Einfluss auf unsere zukünftige Arbeitswelt erwarten. Umfassend betrachtet beschäftigen wir uns bei dem Thema New Work damit, wie wir in Zukunft (zusammen) arbeiten wollen, was uns bei der Arbeit wichtig ist, was uns glücklich macht und wie wir der digitalen Transformation innovativ begegnen können.

Doch welche Learnings können wir aus der Corona-Krise in Bezug auf unsere „neue Arbeit“ mitnehmen?

Flexibilisierung: Home-Office kein Karrierekiller mehr

Was vor Corona für viele Unternehmen und insbesondere für einzelne Führungskräfte undenkbar war, ist nun von heute auf morgen Realität: das unternehmensweite Arbeiten im Home-Office für so viele Mitarbeiter wie möglich.

Die großen Tech-Konzerne aus dem Silicon Valley wie Twitter und Facebook gingen mutig voran und verkündeten, dass ein Großteil der Mitarbeiter auch nach Corona im Home-Office arbeiten darf bzw. wird.

Argumente für das Home-Office

Inzwischen hört man auch von deutschen Firmen Verlautbarungen, das Home-Office als dauerhafte Lösung für Mitarbeiter anzubieten. Unter den ersten sind Banken und Dienstleistungsunternehmen, bei denen ein Großteil der Tätigkeiten problemlos auch von zu Hause aus erledigt werden kann. Nicht nur die hohen Kosten für Büroimmobilien in teuren Großstädten wie München oder Frankfurt treiben die Überlegungen an. Neben den möglichen Kosteneinsparungen ergeben sich viele weitere Chancen für Arbeitgeber, insbesondere im Hinblick auf die Mitarbeitermotivation und -bindung.

Vorgesetzte dürften inzwischen festgestellt haben, dass die Produktivität ihrer Mitarbeiter durch die Home-Office-Tätigkeit eher steigt als sinkt. Und Mitarbeiter, die sich vorher für den Bürojob zur Rushhour in den Berufsverkehr Richtung Großstadt drängen mussten, haben nun erfahren, wie es ist, wenn man sich morgens ohne Stress direkt an den Schreibtisch setzen und einfach arbeiten kann. Wenn wir dadurch an Lebenszeit gewinnen, wird dies unweigerlich dazu führen, dass uns unsere Arbeit mehr Spaß macht und wir dieses Work-Life-Blending-Modell, in dem sich Berufs- und Privatleben mehr und mehr vermischen, befürworten werden.

Zusammengefasst gibt es viele Gründe anzunehmen, dass das durch Corona salonfähig gewordene Home-Office den Weg für eine fortschreitende Flexibilisierung ebnen wird.

Argumente gegen das Home-Office

Aber nicht für jeden Beschäftigten ist das Home-Office der Weisheit letzter Schluss. Einige befürchten die soziale Isolation und dass die Teamarbeit darunter leidet. Andere sehen die Gefahr, dass das Berufs- und das Privatleben immer mehr verschwimmen.

Führungskräfte sollten aktuell den Corona-bedingten Ausnahmezustand – wie etwa für berufstätige Eltern mit Kindern zu Hause – berücksichtigen. Langfristig gilt es für Unternehmen, flexible Arbeitskonzepte anzubieten, die auf die unterschiedlichen Lebenssituationen der Mitarbeiter eingehen und Freiheiten schaffen.

Flexible Arbeitszeitmodelle

Was flexible Arbeitszeitmodelle wie Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit oder Lebensarbeitszeitkonten betrifft, greift das gleiche Prinzip wie bei der freien Wahl des Arbeitsortes: Wenn uns solche Modelle ermöglichen, Privates und Berufliches besser unter einen Hut zu bekommen, fühlen wir uns als Gestalter unserer eigenen Lebenszeit und nicht als der sprichwörtliche Hamster im Hamsterrad.

Schenkt uns unser Arbeitgeber das Vertrauen, unsere verfügbare Arbeitszeit im Sinne des Unternehmenserfolges produktiv einzusetzen, fühlen wir uns diesem umso verbundener. Unsere Wechselwilligkeit sinkt, unsere Motivation und Produktivität steigen. Wenn das nicht nach einer veritablen Lösung für die Herausforderung des Fachkräftemangels klingt!

Vernetzung und Kollaboration nehmen zu

Was bereits vor der Pandemie am Kommen war, wurde nun durch das neuartige Virus befeuert: Im Handumdrehen wurden weltweite Forschungsprojekte aus dem Boden gestampft, um einen Impfstoff zu finden. Konkurrierende Tech-Unternehmen arbeiten nun eng zusammen, um schnellstmöglich eine Corona-Nachverfolgungs-App zu entwickeln.

Dies zeigt, dass in der globalen Krise auch die Chance steckt, uns global, branchen- und teamübergreifend stärker zu vernetzen. Wenn wir hierbei die Erfahrung sammeln, dass uns neue Kollaborationsformen stärker machen und wir sogar ungeahnte Potenziale freisetzen können, werden die Vernetzung und Kollaboration in unserer Arbeitswelt nach Corona zunehmen. Und das ist auch wichtig, denn zukünftig werden Unternehmen sich mehr und mehr Herausforderungen stellen müssen, bei denen vereinte Kräfte gefragt sind.

Damit dies jedoch gelingt, müssen Unternehmen intensiv daran arbeiten, Mitarbeiter aus ihren Silos herauszuholen und stärker zu vernetzen. Hierbei kommt es darauf an, dass die tägliche Arbeit Perspektivenwechsel, Adaption und Wissenstransfer ermöglicht. Agile Arbeitsweisen wie Scrum® oder Projektmanagementmethoden wie ITIL® oder PRINCE2® helfen Ihnen, die digitale Transformation in Ihrem Unternehmen umzusetzen. Nicht schon wieder dieses Buzzword „agil“, denken Sie jetzt?

New Work und Agilität – nichts als Buzzwords?

Zugegeben: „Agil“ wird gern auch als modernes Schlagwort genutzt, um als Unternehmen besonders „hip“ zu wirken. Auch mag es vorkommen, dass agile Arbeitsmethoden von Personen praktiziert werden, die nicht wirklich verstanden haben, worum es beim agilen Arbeiten geht bzw. welche Verantwortung sie mit ihrer Rolle tragen. So werden in manchen Bereichen Scrum Master® auch gern mal dauerhaft als Organisatoren für Meetings eingesetzt. Das hat mitunter nichts mit Scrum® und Agilität zu tun.

So verstanden ist die Wertigkeit solcher New-Work-Konzepte natürlich zu hinterfragen. Aber wenn Sie in Ihrem Unternehmen Agilität ernst nehmen und alle Beteiligten korrekt und konsequent danach arbeiten, hat dies immense Vorteile und Potenziale.

Digitale Tools und Technologien dank Corona endlich praxiserprobt

Digitale Tools und Technologien, die durch die Corona-Quarantäne verstärkt zum Einsatz gekommen sind, werden auch in der „neuen Normalität“ im Arbeitsalltag nicht mehr wegzudenken sein. Videokonferenztools wie Microsoft Teams oder Skype for Business haben sich als sehr effiziente Kommunikationsmittel in der Business-Welt erwiesen. Sehr wahrscheinlich werden sie zukünftig auch so manch eine Geschäftsreise ersetzen. Fluggesellschaften wie die Lufthansa rechnen damit, dass das Geschäft mit den Business-Flügen nicht mehr das Niveau wie vor Corona erreichen wird, und wollen stattdessen mehr auf die private Reisetätigkeit ihrer Kunden setzen.

Demokratisierung der Unternehmensführung und Abbau von Hierarchien?

New Work sieht vor, dass Angestellte selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten, weil dies die Motivation fördert. Dadurch wiederum steigen Produktivität, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. So wurden in den letzten Jahren in einigen Unternehmen innovative Führungskonzepte entwickelt und erprobt, in denen Mitarbeiter mehr mitgestalten und mitentscheiden. Viele Betriebe hinken hier aber noch hinterher.

Wandel des Führungsstils

Die New-Work-Bewegung plädiert daher für einen Wandel des Führungsstils in Unternehmen. Oberstes Ziel sollte dabei die vertrauensvolle, ergebnisorientierte und tolerante Zusammenarbeit sein. Ein Beispiel für einen New-Work-Führungsstil ist das sogenannte „Digital Leadership“. Digital Leadership soll den digitalen Wandel im Unternehmen vorantreiben. Der Führungsstil der Digital Leader ist dadurch gekennzeichnet, dass sie ihre Mitarbeiter darin bestärken, Neues auszuprobieren, eigene Ideen nicht nur zu entwickeln, sondern auch hartnäckig zu verfolgen sowie aus Fehlern zu lernen. Auch sollten Führungskräfte im Sinne einer New-Work-Kultur ihren Mitarbeitern selbst vorleben, wie sie vernetzt arbeiten und ihr Wissen mit Kollegen teilen. Sie sollten ihre Mitarbeiter ferner darin coachen, eigenverantwortlich Entscheidungen zu treffen und danach zu handeln.

Fokus auf Kompetenzentwicklung und Skillmanagement

Dies setzt wiederum voraus, dass Führungskräfte und Personalentwickler Kompetenzentwicklung und Skillmanagement in den Fokus stellen. Dafür gilt es, die unverzichtbaren Fähigkeiten für die digitale Arbeitswelt zu entwickeln sowie im Rahmen von Personalentwicklungsgesprächen die persönlichen Hard und Soft Skills jedes einzelnen Mitarbeiters zu definieren und aufzubauen.

New Work für ein schlagkräftiges Krisenmanagement?

Kritiker eines solchen New-Work-Führungsstils geben hierbei eine mögliche Überforderung zu bedenken. Nicht jeder Mitarbeiter könne und wolle selbstbestimmt und eigenverantwortlich arbeiten oder gar entscheiden. Zumal im Zuge der Corona-Pandemie viele Angestellte unvorbereitet von heute auf morgen ihre Arbeitsweisen umstellen und auf sich allein gestellt im Heimbüro arbeiten sollten bzw. mussten.

Es gibt auch Diskussionen darüber, ob nicht gerade in der Krise eine Geschäftsführung benötigt werde, die kurzerhand Top-down-Entscheidungen treffen und schnell durchgreifen kann. So könne auch ein zu großes Mitspracherecht der Mitarbeiter dazu führen, dass das Unternehmen nicht mehr schnell genug auf Marktveränderungen reagieren kann. All solche Überlegungen gilt es schließlich für jedes Unternehmen selbst abzuwägen.

Chancen erkennen und schnell handeln

Halten wir fest, dass wir in vielen Bereichen noch ganz am Anfang der Arbeitswelt 4.0 stehen. Die Corona-Krise hat jedoch definitiv einen Beitrag zur digitalen Transformation geleistet. Dass wir uns einen anderen Zünder gewünscht hätten, steht hierbei außer Frage. Nun gilt es für uns alle, die Chancen der Krise zu erkennen und Modelle, die uns glücklicher und erfolgreicher machen können, schnell umzusetzen. Legen wir los!b

Egal, in welchem Bereich Sie gerade arbeiten: Die Corona-Krise betrifft höchstwahrscheinlich entweder Sie selbst oder Ihre Kunden. Warum Empathie eine der wichtigsten Eigenschaften in dieser herausfordernden Zeit ist und in welchen Situationen sie besonders gefragt ist, lesen Sie in diesem Artikel.

 

Was bedeutet Empathie?

Empathie ist ein Begriff aus der Psychologie und bezeichnet die Fähigkeit, Mitgefühl mit anderen Menschen zu haben und sich in andere hineinversetzen zu können. Dabei meint Empathie keineswegs Mitleid, sondern vielmehr die Emotionen des Gegenübers verstehen und nachvollziehen zu können. Laut einer großangelegten Studie der Cambridge-Universität ist Empathie zum Teil erblich bedingt. Manche Menschen sind also von Natur aus empathischer als andere. Doch grundsätzlich kann jeder empathisches Verhalten erlernen, wenn er einen achtsamen Umgang mit sich und seinen Mitmenschen entwickelt.

 

Warum Empathie im Berufsleben so wichtig ist

Ob es um die Einstellung neuer Mitarbeiter oder die Personalentwicklung geht: Empathie im Berufsleben ist so wichtig wie noch nie. Denn Befragungen zeigen, dass es im Job nicht nur auf fachliches Know-how, sondern auch auf emotionale Intelligenz ankommt. So interessieren sich Unternehmen bei der Mitarbeitersuche heute für eine gelungene Mischung aus Soft Skills und Hard Skills. möchten nicht nur, dass ein Bewerber Ahnung von seinem Fachgebiet hat, sondern auch Fähigkeiten wie Lernbereitschaft und Eigeninitiative mitbringt. In Zeiten wie diesen ist es die Empathie, die besonders wertvoll ist: Ein empathischer Mitarbeiter kann derzeit sehr viel Positives im Team und auch im ganzen Unternehmen bewirken.

 

5 Dinge, die durch Empathie im Job verbessert werden

Was genau bringt Empathie im Job? Ist das Büro wirklich der richtige Ort für Mitgefühl? Wie können Sie Ihre empathischen Fähigkeiten konkret im Berufsleben einbringen? Die folgenden fünf Punkte zeigen, wie das gelingt.

 

1. Arbeitsklima verbessern

Es gibt sicherlich bessere Zeiten für das Arbeitsklima als Krisensituationen. Denn auch, wenn die Solidarität gesellschaftlich gerade zu wachsen scheint, schlägt sich die neue Lage vielerorts erst einmal in Form von Stress auf Berufstätige nieder. Abläufe müssen neu organisiert und kranke Kollegen vertreten werden. In aktuell besonders gefragten Branchen will ein erhöhtes Kundenaufkommen bewältigt und in anderen ein gesunkenes Auftragsvolumen abgefangen werden. In diesen Situationen braucht es Gelassenheit in der Krise und eine gute Portion Empathie. Wenn Sie empathisch sind, sind Sie in der Lage, sich nicht nur in Ihre eigene Situation einzufinden, sondern auch die Ihrer Kollegen oder Mitarbeiter nachzuempfinden. Das erleichtert die Kommunikation sehr, denn statt sich gegenseitig darin zu messen, wer nun den größeren Stress hat und am intensivsten Krisenbewältigung betreibt, können Sie Verständnis und Mitgefühl füreinander aufbringen. Sie erkennen schneller, wenn ein Kollege am Limit ist, und können diesen gezielt unterstützen. Das wirkt sich insgesamt positiv auf das Arbeitsklima aus und sorgt dafür, dass das Team auch in der Krise stark und zuversichtlich bleibt.

 

2. Missverständnisse vermeiden

Es ist gut möglich, dass auch in Ihrem Job gerade vieles neu ist. Viele eingespielte Abläufe müssen ad hoc angepasst werden, um in Krisenzeiten noch zu funktionieren. Dabei birgt jede Änderung natürlich das Risiko von Missverständnissen. Mit der Fähigkeit der Empathie federn Sie dieses Risiko ab. Sie können zwischen den Beteiligten vermitteln, verschiedene Standpunkte verstehen und dadurch dabei helfen, dass Veränderungen bestmöglich umgesetzt werden.

 

3. Kundenservice stabilisieren

Auch Ihre Kunden befinden sich in Zeiten von Corona in einer neuen Situation. Auch diese haben nun verschiedene Gefühle, mit denen Sie im Kundenkontakt konfrontiert werden können. Sei es Wut, weil ein Auftrag oder eine Bestellung nicht wie gewünscht umgesetzt werden kann, Stress, weil auch die Kunden nun viele Bälle auf einmal in der Luft halten müssen, oder Sorge, weil Ihre Kunden nicht wissen, was sie erwartet. Als empathischer Mensch können Sie mitfühlen und einen Teil dieser emotionalen Dinge auffangen. Indem Sie Ihren Kunden Verständnis und Mitgefühl signalisieren, geben Sie ihnen ein Stück Sicherheit und sorgen für Entspannung in angespannten Zeiten.

 

4. Entwicklungspotenziale erkennen

Sollten Sie in einer Branche arbeiten, die von der Krise besonders stark gefordert ist, hilft Ihnen Empathie dabei, das Team zusammenzuhalten und die Entwicklungspotenziale der Mitarbeiter zu erkennen. Als empathischer Mensch können Sie gerade in der Mitarbeiterkommunikation sehr gut dafür sorgen, dass sich alle verstanden und gesehen fühlen. Haben sich Abläufe im Unternehmen verändert, sind Sie in der Lage, Potenziale der einzelnen Teammitglieder rasch zu erkennen. Dadurch können Sie diesen diejenigen Aufgaben zuteilen, die gerade dringend benötigt werden und gleichzeitig den Talenten des Einzelnen entsprechen.

 

5. Einarbeitung erleichtern

Branchen, die gerade verstärkt gebraucht werden, suchen in der Krise nach Mitarbeitern, die schnell einsatzbereit sind. Mitarbeiter, die wegen der Krise ihren Job verloren haben, satteln kurzfristig um und fangen in einem anderen Bereich an. In beiden Situationen ist Empathie sehr wertvoll, weil sie den Übergang von einer in die andere Situation erleichtert. Sind Sie der neue Mitarbeiter, erfassen und verstehen Sie dank Ihrer Empathie rasch, worum es Ihrem neuen Arbeitgeber geht, und sind dadurch schneller in der Lage, Ihr neues Team zu unterstützen. Sind Sie derjenige, der die Einarbeitung eines neuen Kollegen übernimmt, hilft auch dort die Empathie dabei, den anderen nicht nur fachlich, sondern auch emotional ins Boot zu holen. Sie sind in der Lage, seine Bedürfnisse zu verstehen, und können sehr gut vermitteln, was gerade gebraucht und erwartet und was im Gegenzug auch gegeben werden kann.

 

Zeiten, die Empathie erfordern

Gerade jetzt in der Corona-Krise, aber auch im Job allgemein, ist Empathie eine wichtige persönliche Kompetenz, die Ihnen im Berufsleben weiterhilft. Wenn Sie Mitgefühl aufbringen und sich in die Lage anderer Menschen versetzen können, leisten Sie einen wertvollen Beitrag im Team und auch im Krisenmanagement.

Big Data, Künstliche Intelligenz (KI) oder Virtual und Augmented Reality gestalten zunehmend unsere Arbeitswelt und so auch die berufliche Weiterbildung. Und diese Entwicklung setzt sich 2020 fort. Daher ist die Bereitschaft, sich mit digitalen Technologien und neuen Lernkonzepten auseinanderzusetzen, unerlässlich – für Personalentwickler wie für jeden Berufstätigen. Welche Top-5-Trends die Personalentwicklung in den nächsten Jahren prägen werden und was die Kompetenz 4.0 ausmacht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Mit Smart Machines „Hand in Hand“

Welche Kompetenzen sichern zukünftig die Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiter? Und: Wie müssen wir unsere Personalentwicklung ausrichten, damit unser Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt? Dies sind zentrale Fragen, mit denen sich Personalentwickler derzeit auseinandersetzen und die auch uns im Weiterbildungssektor beschäftigen. Um diese Fragen beantworten zu können, müssen wir uns mit den Technologien und Systemen auseinandersetzen, mit denen wir in Zukunft „Hand in Hand“ arbeiten werden – den sogenannten „Smart Machines“. Diese intelligenten Maschinen nutzen Künstliche Intelligenz (KI), um menschliches Verhalten nachzuahmen und reale Situationen zu simulieren. Lernen wir Menschen, mit den Smart Machines umzugehen und sie zu unserem Vorteil zu nutzen, erwarten uns nicht nur immense Produktivitätsfortschritte. Sie haben auch das Potenzial, unsere eigene Beschäftigungsfähigkeit und Kompetenz für die Arbeitswelt 4.0 zu sichern.

Trend 1: Entwicklung von digitalen Kompetenzen und von „Fusion Skills“

Eine Studie des TÜV und des Forschungsinstituts für Digitalthemen, BITKOM, belegt, was branchenübergreifend schon längst den Grundtenor widerspiegelt: Mitarbeiter brauchen entsprechendes Wissen über die Digitalisierung und digitale Technologien. Im Jahr 2020 und in den nächsten Jahren wird es also für viele Unternehmen und Mitarbeiter unabdingbar sein, den Fokus auf den Erwerb digitaler Kompetenzen zu legen. Laut Bitkom-Studie haben sich fast zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Unternehmen dieser Herausforderung bereits angenommen und bilden ihre Mitarbeiter in Sachen digitales Know-how weiter. Um die digitale Transformation voranzutreiben, brauchen Mitarbeiter neben digitaler Kompetenz auch sogenannte „Fusion Skills“. Damit sind Fähigkeiten gemeint, die es dem Menschen ermöglichen, Smart Machines nicht nur zu bedienen, sondern sie als Teamplayer zu verstehen, der seine Stärken und Schwächen hat. Dabei ist zum Beispiel die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit hinsichtlich der Frage, in welcher Situation oder bei welcher Aktion die Maschine unsicher ist, sehr wichtig.

Eigeninitiative ist gefragt

Da sich einhergehend mit der Digitalisierung Jobanforderungen wandeln, ist die Eigeninitiative der Mitarbeiter stark gefragt. Diese Entwicklung belegte bereits 2018 eine Kantar-TNS-Studie, die zu dem Ergebnis kam, dass 78 Prozent der Führungskräfte und Personalverantwortlichen auf die Lernbereitschaft des Mitarbeiters achten. Stolze 84 Prozent der befragten Führungskräfte gaben außerdem an, dass das Engagement für die persönliche Weiterbildung entscheidend für die Vergabe von Stellen sei.

Trend 2: Künstliche Intelligenz (KI): Von Chatbots zu Lernbots

KI-Algorithmen bestimmen bereits an vielen Stellen unseren Alltag: Der Streaming-Anbieter, der uns passgenau unsere Lieblingskünstler und -Playlists anzeigt, oder die Dating-App, die Menschen mit ähnlichen Interessen vernetzt. Bereits im vergangenen Jahr stellten wir in unserem Weiterbildungstrend-Report den enormen Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) heraus. Die Geschwindigkeit, in der die Entwicklung der KI-Technik voranschreitet, wird sich auch in diesem Jahr nicht reduzieren. Bereits jetzt gibt es sogenannte Lernbots, die beim Aneignen von Basiswissen spielerisch helfen. Überall dort, wo automatisierte Antworten zu häufig gestellten Fragen verwendet werden können, sind diese Chatbots einsetzbar.

Sven R. Becker, Vorstand von IMC, einem Anbieter für Learning- und Talent-Management-Systeme, erklärt in einem Interview mit dem Blog L&Dpro die Weiterentwicklung der ursprünglichen Chatbots zu Lernbots. Becker zufolge sollen die Bots künftig auf die Bedürfnisse der verschiedenen Lerntypen genau eingehen können. Bei einem auditiven Lerntyp können beispielsweise Podcasts effizienter bei der Aneignung der Lerninhalte sein als bei einem visuellen Lerntyp, der einen gut aufbereiteten Text braucht, um sich die Kursinhalte optimal merken zu können. Der Lernbot kann daher unterstützend bei der Auswahl sowie der Bereitstellung der Lernmaterialen integriert werden.

Trend 3: Adaptive Learning

Adaptive Lernsysteme richten sich an den Bedürfnissen, den Fähigkeiten und dem Wissensstand des Lernenden aus. So können sie beispielsweise die individuellen Lernstärken und -schwächen eines Teilnehmers identifizieren. Adaptive-Learning-Software hat den großen Vorteil, dass sie für jeden Teilnehmer ein eigenes Profil anlegt. So können Dozenten und Lehrkräfte mit Hilfe einer Profilanalyse zum Beispiel individuelle Aufgaben vergeben. „Das kann eine einzelne Lehrkraft für eine ganze Gruppe nie leisten. Andererseits gibt es viele Facetten menschlichen Lernens und Handelns, auf die Computer bis heute nicht gut reagieren können – zum Beispiel Kreativität”, erklärt Prof. Dr. Niels Pinkwart, Professor für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin in einem Interview mit digitalisierung-bildung.de. Aktuell befindet sich dieser Bereich noch in den Kinderschuhen. Dafür erforderliche Wissensdatenbanken sind noch unzureichend aufbereitet und die nötigen KI-Algorithmen noch nicht umfassend einsatzfähig.

Trend 4: Virtual und Augmented Reality vereinen Theorie und Praxis

Die Technologien Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) werden in der Weiterbildung vielfältig eingesetzt. Ein greifbares, praktisches Beispiel ist die VR-Brille: Dort, wo klassische Weiterbildungen lediglich theoretische Inhalte vermitteln, vereinen moderne Lerntools wie die VR-Brille praktische und theoretische Inhalte direkt in einer virtuellen Arbeitsumgebung. Dr. Ralf Klamma von der RWTH Aachen hat im Rahmen seines WEKIT-Projekts beispielsweise eine innovative Lernplattform entwickelt, die mit AR-Brillen arbeitet. So können die Lernenden anhand der smarten Brillen etwa das Bedienen einer Maschine erlernen. Der Träger der Brille sieht eine virtuelle Hand, die ihm zeigt, welche Schalter und Knöpfe er zu drücken hat, um die Maschine zu bedienen.

Im Bereich Corporate Learning können Soft-Skill-Trainings wie Rhetorik bereits anhand von Virtual Reality abgebildet werden. Das Start-up Straightlabs verknüpft beispielsweise neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit Gamification-Methoden: Im Rahmen seines „VR Speech Trainings“ stellt das Tech-Unternehmen eine virtuelle Plattform zur Verfügung, innerhalb der der Schüler lernen kann, Vorträge zu halten. Dazu wird eine realitätsnahe Vortragssituation simuliert, sodass der Lernende glaubt, er stünde vor einem echten Publikum. Die Gesundheitsbranche nutzt bereits ebenfalls VR und AR, um Theorie und Praxis in der Ausbildung zu vereinen: So testet beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz (DRK) VR-Brillen in einem Pilotprojekt, um Notfallsanitäter auszubilden. Mit Hilfe einer VR-Brille wird in diesem Fall der gesamte Innenraum eines virtuellen Rettungswagens abgebildet. Den Auszubildenden hilft das dreidimensionale Lernerlebnis unter anderem dabei, virtuell eine Narkose vorzubereiten. Künftig sollen auch virtuelle Patienten mit Hilfe der VR-Brille dargestellt werden, um deren Behandlung zu trainieren.

Trend 5: Produktivitätssteigerung durch Just-in-time-Teaching

Einst für den Hörsaal bestimmt, erobert das Just-in-time-Teaching (JITT) nun auch den gesamten Bildungssektor. Der Kerngedanke hinter dem neuen Lernkonzept: Durch die Vorbereitung auf die Vorlesung „just in time“ – sprich gerade rechtzeitig – sollen die Studierenden den Lernstoff besser verinnerlichen. Dazu arbeiten Studierende unmittelbar vor der Unterrichtseinheit das Skript durch und absolvieren im Anschluss einen kurzen Test zu den jeweiligen Lerninhalten. Danach findet die Vorlesung statt, die in diesem Fall jedoch wenig mit dem klassischen Frontalunterricht zu tun hat. Statt permanent mitschreiben zu müssen, zielt das JITT darauf ab, die Studierenden dazu zu motivieren, lieber aktiv am Unterricht teilzunehmen und ihre offenen Fragen zu dem vorangegangenen Test zu klären. Durch JITT kann daher eine große Produktivitätssteigerung beim Lernen erzielt werden. Außerdem bringt das JITT-Konzept den Vorteil mit sich, dass die Studierenden selbst über Zeit und Ort ihrer Vorbereitung entscheiden können. Unterrichtet werden kann dann entweder im klassischen Hörsaal vor Ort oder – wenn möglich – auch im virtuellen Klassenzimmer.

Mensch und Maschine: ein unschlagbares Team

Ob intelligente Lernsoftware, smarte Brillen oder neue Lernkonzepte: Für die Personalentwicklung 4.0 stehen Technologien bereit, die Lernende nicht nur zum größtmöglichen Lernerfolg führen sollen, sondern auch zum Spaß am Lernen. Letzterer hängt natürlich auch zum großen Teil von der persönlichen Einstellung zum Lernen ab: Die Bereitschaft, sich für neue Trends und Themen zu öffnen und die digitale Transformation als Chance zu begreifen, ist die Kompetenz 4.0 schlechthin.

Die erste Hürde ist geschafft: Ihre sorgfältig erstellten Bewerbungsunterlagen haben Ihren Wunscharbeitgeber neugierig gemacht und Sie haben eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten. Wie Sie sich optimal auf das Kennenlerngespräch vorbereiten und einen perfekten ersten Eindruck hinterlassen, erklärte Karriereexperte Martin Saidi im karriere tutor®-Webinar „So meistern Sie Ihr ​Bewerbungsgespräch!​“.

 

Vorbereitung ist die halbe Miete

Gleich zu Beginn des Webinars betonte Martin Saidi, wie wichtig Selbstreflexion und daraus abgeleitet ein gesundes Selbstvertrauen ist. Wer sich bereits bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen intensiv damit auseinandergesetzt hat, welche persönlichen Soft und Hard Skills er dem neuen Arbeitgeber zur Verfügung stellen kann, dem wird es auch im Vorstellungsgespräch leichter fallen, seinen Mehrwert für das Unternehmen darzulegen.

Soziale Medien als nützliche Informationsquellen

Zur konkreten Vorbereitung auf den Termin empfahl Martin Saidi, darauf zu achten, wer genau der Gesprächspartner ist, und dann einen Blick in Business-Netzwerke wie XING oder LinkedIn zu werfen. Die meisten Unternehmen pflegen dort eigene Profile und veröffentlichen eventuell sogar eigene Beiträge. So können Sie sich darüber informieren, welche Themen dem Unternehmen besonders am Herzen liegen, und gerade kununu ermöglicht einen authentischen Blick in die Unternehmenskultur bzw. in die Werte eines Unternehmens. Falls sich über die eigenen Kontakte auf XING oder LinkedIn schon Verbindungen zum neuen Arbeitgeber herstellen lassen, sollte man keine Scheu haben, auf diese Kontakte zuzugehen und um Informationen oder Kontaktvermittlung zu bitten. Je besser Sie darüber Bescheid wissen, was Ihrem Gesprächspartner und seinem Unternehmen wichtig ist, desto einfacher können Sie bei dem Gespräch glänzen und es wird zu einem Austausch auf Augenhöhe.

Facebook, XING und andere Social Media Profile oder auch die Website vom Unternehmen ermöglichen meist auch einen optischen Einblick in den Arbeitsalltag der Mitarbeiter. Schauen Sie sich zum Beispiel Teamfotos an, um Hinweise auf den Dresscode zu erhalten.

Der Dresscode des Unternehmens

Wenn Sie sich dennoch unsicher sind, welcher Dresscode im Unternehmen herrscht, ist für die persönliche Vorstellung stilvolle Businesskleidung die sicherste Wahl. Die richtige Kleidung zu finden, ist für das Bewerbungsgespräch essenziell.

 

Der Ablauf des Gesprächs, typische Fragen & Körpersprache

Im Unternehmen und Gesprächsraum angekommen

Schon bevor das Gespräch beginnt, sind es oft Kleinigkeiten, die zum positiven Ablauf beitragen. Achten Sie beispielsweise bei der Sitzplatzwahl darauf, dass Sie nach Möglichkeit mit dem Gesicht zur Tür sitzen, damit Sie sich nicht umdrehen müssen, sobald jemand den Raum betritt.

Bringen Sie gerne etwas zum Schreiben mit, damit Sie sich während des Gesprächs Notizen machen können. Legen Sie den Stift aber nach jeder Notiz wieder beiseite, denn gerade in Stresssituationen verleitet ein Gegenstand in der Hand zu nervöser Gestik.

Wenn Ihnen ein Getränk angeboten wird, orientieren Sie sich am besten an dem, was bereits auf dem Tisch steht, oder halten es einfach: Kaffee oder Tee ist einfacher zuzubereiten als ein Cappuccino.

Der Gesprächsbeginn

Das Gespräch beginnt in der Regel mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Für eine gute Selbstpräsentation machen Sie sich im Vorhinein darüber Gedanken, welche Meilensteine in Ihrem Lebenslauf Sie besonders hervorheben möchten. Wenn Sie sich unsicher sind, wie weit Sie ausholen dürfen, fragen Sie ruhig, bei welcher beruflichen Station Sie beginnen dürfen.

Typische Fragen

Denken Sie daran, dass Ihre Gesprächspartner einschätzen möchten, ob Sie die richtige Person für die ausgeschriebene Stelle sind, und dahingehend auch ihre Fragen formulieren werden. Typisch sind Fragen wie:

„Bereiten Sie sich auf diese Fragen vor und wägen Sie besonders bei Ihren Schwächen ab, welche Sie erzählen sollten und welche eher nicht“, riet Martin Saidi. „Dank Ihrer Selbstreflexion sollten die Antworten auf diese Fragen alle parat sein.“ Sie dürfen gerne auch auf frühere Erfolge verweisen und ehemalige Kollegen oder Vorgesetzte mit positiven Statements zur Zusammenarbeit mit Ihnen zitieren.

Ihre Körpersprache

Kommunikation findet nicht nur auf verbaler Ebene statt, sondern auch Ihre Körpersprache trägt wesentlich zur Einschätzung Ihrer Person bei. Versuchen Sie – trotz aller Aufregung – positive Signale zu senden, indem Sie eine entspannte, aufrechte Körperhaltung einnehmen, sich Ihrem Gegenüber zuwenden und „sich erden“, indem Sie beide Füße auf den Boden stellen. Wenn Sie Ihre Hände flach überkreuzt vor sich legen und während des Gesprächs immer wieder einen Stift zur Hand nehmen, um sich Notizen zu machen, wirken Sie offen und interessiert. Verschränkte Arme wirken abweisend und eine übertrieben entspannte Haltung ist ebenso unangebracht wie eine „Fluchtposition“ auf der Stuhlkante.

 

Stellen Sie Ihrem zukünftigen Arbeitgeber die richtigen Fragen

Am Ende des Vorstellungsgesprächs erhalten Sie in der Regel die Möglichkeit, nun ihrerseits Fragen zu stellen – und dabei Ihre Gesprächspartner zu beeindrucken. Fragen Sie zum Beispiel Ihre zukünftigen Vorgesetzten:

 

Ein mutiger Gesprächsabschluss

„Wecken Sie Begehrlichkeiten und vereinbaren Sie eine SMART-Vorgehensweise – auch wenn das Mut erfordert“, empfahl Martin Saidi. SMART – das bedeutet spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch, terminiert. Ein mutiger Gesprächsabschluss bedeutet, dass Sie bestimmen, wie es danach weitergeht, und nicht dem Recruiter die Entscheidung überlassen, bis wann eine Rückmeldung erfolgt. Signalisieren Sie eindeutiges Interesse und bitten Sie um Rückmeldung zu einem bestimmten Termin. So positionieren Sie sich als erste Wahl und geraten nicht ins Hintertreffen, wenn sich nach Ihnen noch andere Bewerber vorstellen. Hier schließt sich der Kreis zu Ihrem ganz am Anfang erarbeiteten Persönlichkeitsprofil: Sie sind wertvoll und dürfen das auch signalisieren!

In jedem Lehrgang von karriere tutor® ist übrigens ein professionelles Bewerber-Coaching inklusive.

 

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bringt viele Veränderungen mit sich. Doch nicht nur das Arbeitswerkzeug, wie unsere Maschinen und unsere Software, verändert sich, sondern auch die Anforderungen an den Menschen. In diesem Artikel erklären wir, welche neun Fähigkeiten Sie in der digitalen Arbeitswelt brauchen und warum diese für die Zukunft der Arbeit tatsächlich unverzichtbar sind.

Auf die Zukunft der Arbeit vorbereiten

Der Wandel von der analogen zur digitalen Arbeitswelt ist längst in nahezu allen Branchen und Berufsbildern angekommen. Daten werden digital verarbeitet und Prozesse automatisiert. Um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, ist es aber wichtig, nicht nur neue Programme einzusetzen, sondern die Veränderung ganzheitlich anzugehen. Neben der Bereitschaft der Mitarbeiter, sich zum „Mitarbeiter 4.0“ weiterzubilden, rücken auch ganz bestimmte Fähigkeiten in den Fokus. Im diesjährigen Hochschul-Bildungsreport des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft e.V. werden diese Fähigkeiten für die Arbeit der Zukunft als „Future-Skills“ bezeichnet. Interessant an dieser Publikation ist vor allem die Tatsache, dass die herausgestellten Top-Fähigkeiten sich am derzeitigen Bedarf deutscher Unternehmen orientieren. Die genannten Schlüsselqualifikationen sollten Sie also kennen, wenn Sie sich bestmöglich auf Ihre Zukunft in der digitalen Arbeitswelt vorbereiten möchten.

Top-9-Fähigkeiten der beruflichen Zukunft

Im Hochschul-Bildungsreport werden die einzelnen Kompetenzen in drei großen Kategorien zusammengefasst. Diese sind:

Nicht-digitale Fähigkeiten:

Auch wenn die Digitalisierung der Arbeitswelt eine ganze Palette neuer Fähigkeiten und Kompetenzen einfordert, bleiben zahlreiche nicht-digitale Qualifikationen auch in Zukunft wichtig. Gemeint sind hierbei Fähigkeiten wie:

Digitale Fähigkeiten:

Digitale Faehigkeiten Digital Literacy

Je intensiver Sie an Ihren digitalen Fähigkeiten arbeiten, umso größere Chancen haben Sie auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft. Denn Mitarbeiter ohne digitale Kernkompetenzen brauchen zeit- und kostenaufwendige Schulungen, die nicht jeder Arbeitgeber gleich zu Beginn eines Beschäftigungsverhältnisses finanzieren möchte. Wer bereits digitale Fähigkeiten mitbringt, hat klare Vorteile. Zu den gefragtesten Future-Skills dieses Bereichs zählen:

Technologische Fähigkeiten:

Neben digitalen und nicht-digitalen Fähigkeiten sind es technologische Skills, die in der digitalisierten Arbeitswelt eine immer größere Rolle spielen. So suchen Unternehmen oft nach Mitarbeitern, die zusätzlich zu ihrer Fachexpertise eine oder mehrere der folgenden Skills mitbringen:

Vorteile neuer Skills in der Digitalisierung

Die Kombination aus fachlicher Expertise und methodischem Know-how ist es also, die Bewerber für Arbeitgeber heute besonders attraktiv macht. Sich auf die digitale Arbeitswelt einzustellen und persönlich weiterzuentwickeln, hat also zahlreiche Vorteile. Zum Beispiel:

Weiterentwickeln statt stehenbleiben

Wenn die Entwicklung der digitalen Arbeitswelt eines zeigt, dann dass weder die Verbesserung unserer Arbeitswerkzeuge noch wir als Menschen stehenbleiben sollten. Arbeiten bedeutet heute mehr denn je, fortlaufend in sich und seine eigenen Fähigkeiten zu investieren. Wenn Sie diese Chancen nutzen, die die Arbeit der Zukunft uns bringt, werden Sie Ihre beruflichen Ziele erreichen.

Ob auf der Hochzeit mit 100 Gästen oder im Meetingraum mit Kollegen: Kennen Sie dieses mulmige Gefühl im Bauch, wenn es darum geht, allein vor versammelter Mannschaft eine Rede zu halten? Rhetorik wird einem nicht in die Wiege gelegt. Aber mit einer guten Vorbereitung und gezieltem Üben können auch Sie zum kompetenten Redner werden. Wie das funktioniert, zeigen wir Ihnen in den folgenden 10 Tipps mit praktischen Beispielen.

Tipp 1: Zielgruppenorientierung

Das Wichtigste, wenn Sie eine Rede vorbereiten, ist, dass Sie sich an Ihrer Zielgruppe orientieren. Stellen Sie sich dabei folgende Fragen:

Tipp 2: Klarer Aufbau und roter Faden

Wenn Sie damit beginnen, Ihre Rede aufzubauen, fragen Sie sich zuallererst:

Das klingt trivial. Doch mal ganz ehrlich: Wie viele Reden haben Sie schon gehört und sich gefragt: „Was will er/sie uns eigentlich damit sagen?“ Halten Sie daher in zwei bis drei kurzen Sätzen fest, welche Botschaft Sie rüberbringen möchten.

Im zweiten Schritt unterteilen Sie Ihre Rede in Einleitung, Hauptteil und Schluss.

Einleitung

Hier gilt es, Aufmerksamkeit zu erlangen. Wie gelingt das? Probieren Sie es mit einer gewagten These oder mit Bildern, die starke Emotionen wecken. Oder Sie beginnen mit der Beschreibung einer persönlichen Beobachtung, die Sie selbst ins Grübeln gebracht hat. Werfen Sie dazu Fragen in den Raum, auf die Sie im Hauptteil zurückkommen werden. Diese können dann als roter Faden Ihres Vortrags dienen. Damit Sie diesen nicht verlieren, helfen übrigens handliche Karten, auf denen Sie sich die wichtigsten Punkte notieren.

Hauptteil

Im Hauptteil vermitteln Sie Ihre Kernaussage. Wechseln Sie zwischen Fakten und einer Geschichte oder Anekdoten, um für Abwechslung zu sorgen. Binden Sie Ihre Zuhörer in Ihren Vortrag mit ein, indem Sie ihnen Fragen oder kurze Aufgaben stellen.

Schluss

Im Schlussteil können Sie Ihrer Rede ein Sahnehäubchen aufsetzen, indem Sie Ihre Zuhörer überraschen oder zum Lachen bringen. So bleibt Ihre Rede in guter Erinnerung. Alternativ schließen Sie mit einer Handlungsaufforderung ab, um die Zuhörer nochmals zu aktivieren. Schließlich hatte Ihre Rede ja ein Ziel!

Tipp 3: Zeitrahmen festlegen und einhalten

Halten Sie Ihre Rede im beruflichen Kontext, gibt es in der Regel einen vorgegebenen Zeitrahmen, den Sie einhalten müssen. Aber auch unabhängig davon sollten Sie auf die Zeit schauen und bedenken, dass jeder Mensch nur eine begrenzte Aufmerksamkeitsspanne hat. Reden Sie daher nicht zu lange. Weniger ist oft mehr.

Tipp 4: Auswahl der Präsentationstechnik

Zunächst kommt es auch darauf an, wo Sie Ihre Rede halten und welche Ausstattung Ihnen dort zur Verfügung steht. Wählen Sie dann die zum Anlass passende Präsentationstechnik aus. Nicht immer ist eine PowerPoint-Präsentation das beste Mittel. Eine selbst entworfene Skizze am Flipchart oder zwei bis drei ausgewählte Bilder, die per Beamer an die Wand geworfen werden und Ihre freie Rede begleiten, können völlig ausreichend sein. Menschen begeistern sich für Menschen und wollen nicht von PowerPoint-Folien überflutet werden.

Tipp 5: Frei vortragen

Präsentieren Sie frei, lesen Sie kein Skript ab und halten Sie Blickkontakt zu Ihrem Publikum. Nutzen Sie daher Ihre Vorbereitungszeit dafür, den Inhalt Ihrer Rede auswendig zu lernen. Wenn Sie eine kleine Gedächtnisstütze während des Vortrags benötigen, nehmen Sie am besten Handkarten mit Stichpunkten.

Tipp 6: Körpersprache

Eine aufrechte Haltung ist die Voraussetzung dafür, dass sie frei und mit fester Stimme vortragen können. Kleidung, in der Sie sich wohlfühlen, unterstützt Ihr selbstbewusstes Auftreten. Aber zugleich muss sie dem professionellen Kontext genügen, um Ihre Kompetenz widerzuspiegeln. Nehmen Sie sich daher vorher genug Zeit, um die richtige Garderobe zu wählen. Überlegen Sie sich, wie Sie mit Ihrer Körpersprache während Ihres Vortrags gezielt Highlights setzen können, um bestimmte Aussagen zu unterstreichen.

Tipp 7: Bildsprache

Formulieren Sie bildhaft und plastisch: Anekdoten, Geschichten, Parabeln, Vergleiche, Gleichnisse – all diese rhetorischen Mittel helfen Ihnen dabei, dass Ihnen das Publikum zuhört und gut folgen kann. Denn Bilder können tausendfach schneller vom menschlichen Gehirn verarbeitet werden als Worte. Lassen Sie Anschauungsmaterial herumgehen. So sprechen Sie zusätzlich die haptischen Sinne der Adressaten an und lassen sie an Ihrem Vortrag teilhaben.

Tipp 8: Stimme

Stimme-und-Stimmlage

Damit Sie zu Beginn die richtige Lautstärke finden, orientieren Sie sich an dem Zuhörer in der letzten Reihe. Sprechen Sie laut genug, damit auch er sie gut verstehen kann.

Versuchen Sie beim Reden Ihre Stimmlage zu variieren. So betonen Sie bestimmte Aspekte und bauen einen Spannungsbogen auf.

Tipp 9: Bewusste Pausen

Planen Sie bewusste Pausen in Ihren Vortrag ein, um das Publikum ankommen zu lassen. Mit Pausen geben Sie den Zuhörern nicht nur Zeit, das Gesagte zu verarbeiten, sondern auch Zeit für Denkanstöße. Zudem erhalten Ihre Aussagen dadurch mehr Gewicht.

Tipp 10: Sprach- und Entspannungsübungen gegen Lampenfieber

Deutliches, klares Sprechen ist das A und O, um verstanden zu werden. Trainieren Sie daher Ihre Sprechmuskulatur mit diesen kurzen Übungen:

  Vor einen Spiegel stellen und laut sprechen: i / e / a / o / u.

  Anschließend sagen Sie laut „m“.

  Dann leise „m“.

  Nun folgt das „r“.

  Bei verschiedenen Wörtern sagen Sie übertrieben laut das „r“,

  z. B. Arme, Brust, Bremsen usw.

Ein bisschen Lampenfieber hat selbst der erfahrenste Redner – und das ist auch gut so! Denn durch die innere Anspannung – und die dadurch bedingte Adrenalin-Ausschüttung – sind Sie konzentrierter bei der Sache und deutlich leistungsfähiger.

Um kurz vor der Rede erhöhten Druck abzulassen, können Sie wiederholt tief ein- und ausatmen und dabei die ausgestreckten Arme mit aller Kraft gegen eine Wand drücken. Bei besonders wichtigen Reden hilft eine Generalprobe im kleinen Kreis vor Familienangehörigen oder Freunden.

Fazit

Für Ihre bevorstehende Rede bleibt zu guter Letzt nur noch eins zu beachten: Versuchen Sie nicht, perfekt zu sein. Bleiben Sie menschlich und erlauben Sie sich, Fehler zu machen. Nehmen Sie sich nicht zu ernst. Wenn Sie sich beim Reden verhaspeln, nehmen Sie es mit Humor. Das macht Sie menschlich und sympathisch. So werden Sie Ihr Publikum ganz von selbst für sich gewinnen.

Eine solide Basis, ein gutes Allroundwissen – das ist gut und wichtig. Und trotzdem ist es entscheidend, immer wieder auch in dich als Person zu investieren und dich fachlich wie persönlich weiterzuentwickeln. Aus 22 Gründen, die wir dir in diesem Artikel verraten.

 

Berufliche Kompetenz braucht Wissen und Wollen

Lange Zeit war das Fachwissen der Primus unter den Qualifikationen. Wer einen guten Job finden wollte, tat dies vor allem über Expertenwissen in seinem Fachgebiet. Nach wie vor ist dieses Fachwissen wichtig, vor allem die Tatsache, dass du kontinuierlich dranbleibst und dein Wissen aktuell hältst. Doch Statistiken zeigen, dass die Soft Skills aufholen und sich den Thron der Bewerberanforderungen mit den Hard Skills teilen. So ist es Unternehmen heute nicht nur wichtig, dass Bewerber Hard Skills mitbringen, also dass ein künftiger Buchhalter sich beispielsweise in der Abrechnung auskennt und die entsprechende Software bedienen kann. Sondern es spielt auch eine Rolle, ob jemand lösungsorientiert arbeiten kann und lernbereit ist. Die Top 5 der wichtigsten persönlichen Eigenschaften, die Berufseinsteiger laut Recruitern und Managern haben sollten, sind:

 

Die Umfrage des Jobportal Stepstone, aus der die Zahlen stammen, zeigt klar auf: Soft Skills und Hard Skills gehören heute untrennbar zusammen. Beide sind wichtig und beide brauchst du, wenn du heute erfolgreich sein möchtest.

 

22 Gründe für die Soft-Skill-Hard-Skill-Kombi

 

22 Gründe für die Soft-Skill-Hard-Skill-Kombi

Warum braucht es beides? Weil es dich erfolgreich macht. Lies hier im Detail, wieso das so ist.

 

1. Du stichst heraus:

Aus einer Masse an Bewerbern wird zunächst immer vorsortiert. Je mehr Bewerber fachlich oder persönlich top erscheinen, umso wichtiger wird es, dass du beide Kompetenzen mitbringst. Das schiebt dich im Stapel der Bewerbungen nach vorne.

 

2. Du machst dich interessant:

Heute werden nicht nur Könner, sondern auch Köpfe gesucht. Wenn du besondere Soft Skills mitbringst, macht dich das interessant.

 

3. Du zeigst Kompetenz

Nicht nur auf ein Pferd zu setzen, sondern mehrere Vorzüge zu haben, macht einen kompetenten Eindruck und erhöht deine Chancen in jeder Bewerbungsrunde.

 

4. Du bist unverwechselbar

Deine fachliche Ausbildung haben vielleicht auch andere vorzuweisen, deine methodischen Kompetenzen möglicherweise auch. In dieser Kombination aber bist du unverwechselbar und dadurch interessant.

 

5. Du bist nahbar

Ausschließlich die Hard Skills zu erwähnen, erscheint oft nüchtern und unnahbar. Wenn du deine persönlichen Kompetenzen ergänzt, macht dich das als Person greifbarer. Denn letztlich wirst du nicht im luftleeren Raum arbeiten, sondern immer in Kontakt mit anderen.

 

6. Du bist flexibel

Je spezialisierter du fachlich bist und je ausgeprägter deine Soft Skills sind, umso flexibler einsatzfähig wirst du für ein Unternehmen. Es muss sich nicht auf eine enge Nische beschränken, sondern weiß, dass du entwicklungsfähig und bei Bedarf flexibel einsetzbar bist.

 

7. Du bist kein Fachidiot

Deine Expertise ist top? Deine Soft Skills auch? Wenn du methodische, persönliche und fachliche Kompetenzen vereinst, wirst du zum Experten, der nicht nur viel weiß, sondern auch viel umsetzen kann. Du bist zwar in deinem Gebiet top, aber nicht extrem eng auf dieses beschränkt.

 

8. Du zeigst Motivation

Wenn du sowohl Soft als auch Hard Skills mitbringst, zeigst du die Motivation, permanent an dir selbst zu arbeiten. Ein großer Vorteil.

 

9. Du bist up to date

Dein Wissen ist frisch und auf der Höhe der Zeit und du bist in der Lage mit den aktuellen Tools deiner Branche umzugehen? Perfekt, denn das begeistert jedes zukunftsorientierte Unternehmen für dich.

 

10. Du bist teamfähig

Hard Skills ermöglichen dir, eine ausgeschriebene Aufgabe fachlich zu bewältigen. Persönliche Kompetenzen allerdings erlauben es dir, dich effizient in ein Team einzubringen,. Eine Fähigkeit, die gerade in agilen Unternehmen immer wichtiger wird.

 

11. Du bist ein Erfolgsgarant

Persönlich kompetent und zudem noch fachlich top? Mit dieser Kombination bist du der Garant für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg.

 

12. Du bist diszipliniert

Wer zeigt, dass er gleichzeitig fachlich weiterkommen, sich aber auch persönlich entwickeln möchte, zeigt Disziplin und Durchhaltevermögen.

 

13. Du bist offen für Neues

Unternehmen wandeln sich heute schneller denn je. Mitarbeiter, die Soft Skills und Hard Skills mitbringen und fortlaufend erweitern, zeigen sich offen für Neues.

 

14. Du bist ein Vormacher

Wenn du die Kombination aus Wissen, Können und Wollen mitbringst, bist du gleichzeitig ein Vorbild für andere im Unternehmen.

 

15. Du nutzt dein Potenzial

Es ist verschenktes Potenzial, wenn du dich entweder auf Hard Skills oder auf Soft Skills konzentrierst. Der Fokus auf beide Bereiche bringt dich nach vorne und lässt dich dein ganzes Potenzial ausschöpfen.

 

16. Du bist lukrativ

Natürlich haben Unternehmen immer auch den wirtschaftlichen Aspekt im Blick. Überzeugst du fachlich wie persönlich, erscheint ein Deal mit dir deutlich lukrativer, als wenn du nur in einer der beiden Säulen stark wärst.

 

17. Du kannst andere unterstützen

Mittelfristig können auch andere von deiner Fach- und Methodenkompetenz profitieren und du kannst ganze Teams unterstützen.

 

18. Du kannst Verantwortung übernehmen

Andere unterstützen zu können qualifiziert dich zudem für interessante Führungsaufgaben.

 

19. Du bist engagiert

Lebenslanges Lernen und die Tatsache, dass du in dich selbst investierst, zeigt dein Engagement.

 

20. Du bist startklar

Soft Skills und Hard Skills müssen bei dir nicht erst lange geschult und gefördert werden? Ein Pluspunkt für jeden Arbeitgeber, denn du bist sofort einsatzbereit.

 

21. Du bist kundenorientiert

Fachlich kompetent zu sein, erleichtert vor allem dir die tägliche Arbeit. Zudem aber auch lösungsorientiert, verlässlich und engagiert zu sein – allesamt Soft Skills – zeigt deine Kundenorientierung. Ein Faktor, der sehr wichtig ist.

 

22. Du kannst dich selbst organisieren

Immens wichtig, weil enorm zeitsparend, ist die Fähigkeit sich selbst zu organisieren. Mit einem soliden Paket aus Soft- und Hard Skills zeigst du, dass das für dich kein Problem ist.

 

Von Anfang an mehrdimensional lernen

Unbestritten – die Kombination aus Hard Skills und Soft Skills ist wertvoll und für dich ein wahrer Erfolgsbringer. Aber wie kannst du das nun angehen und dich nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickeln? Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Achte zum Beispiel bei einer Weiterbildung darauf, dass sie dich nicht nur inhaltlich schult, sondern auch methodisch vorbereitet. Dass du vielleicht in Lerngruppen üben kannst und dadurch deine Teamfähigkeit und Kommunikationskompetenz ganz nebenbei schärfst. Hast du dich bisher eher mit Fachliteratur autodidaktisch weitergebildet, entscheide dich stattdessen für E-Learning. Auch, wenn du vielleicht daran zweifelst, kann dieser Weg dich fachlich und persönlich enorm voranbringen. Ehemalige Teilnehmer wie Absolvent Holger Golfels berichten davon, dass sie sich Online-Lernen anfangs nie zugetraut hätten, es am Ende aber dann doch der genau richtige Weg war. Oder aber du entscheidest dich bewusst für ein Coaching oder ein Persönlichkeitstraining, um nicht nur das inhaltliche Wissen, sondern auch die persönliche Kompetenz aufzubauen. Gleichwohl, welchen Weg du wählst, wir wünschen dir dabei viel Erfolg!

 

Diskutiere mit uns auf Facebook

Wir sind uns sicher, dass es noch so viele weitere Gründe gibt, Soft Skills und Hard Skills zu nutzen. Wenn du möchtest, sammle doch gemeinsam mit uns und lass uns die 30, 50 oder gar die 100 vollmachen. Warum also lohnt es sich für dich nicht nur das eine zu nutzen, sondern in beide Bereiche zu investieren? Lass uns hier gerne gemeinsam sammeln.

Der erste Satz einer Rede, die erste Folie der Präsentation – wenn der Einstieg sitzt, fällt auch der nachfolgende Vortrag deutlich leichter. Doch gerade beim ersten Satz häufen sich die über dem Kopf zusammengeschlagenen Hände und die Fragezeichen im Gesicht. Das ändern wir jetzt! Lies rein und hol dir meine 9 besten Einstiege in deine Präsentation.

 

Kommunikation ist immer und überall

Jeder kommuniziert, egal ob verbal oder nonverbal, bewusst oder unbewusst. Die bekannte 55-38-7-Regel nach Albert Mehrabian besagt, dass 55 % unserer Kommunikation auf unserer Körpersprache beruhen, 38 % auf der Stimme und nur 7 % auf dem Inhalt des Vortrags. Es macht deshalb durchaus Sinn, sich nicht nur mit dem Präsentationsinhalt zu beschäftigen, sondern den Anfang in den Blick zu nehmen, an dem:

besonders stark zusammenwirken. Wer den richtigen Einstieg schafft, ist schon halb am Ziel und hat dadurch einen großen Wettbewerbsvorteil. Denn: Die Zuhörer hören auch tatsächlich hin und machen nicht von vornherein „zu“, wenn sie der Redner für sich einnehmen kann.

Mit dem richtigen Auftakt erzeugen wir also eine gemeinsame Basis, die auf Sympathie, Verbindlichkeit und Vertrauen beruht. Ich vergleiche es gerne mit einem 100-Meter-Lauf, bei dem der gute Rhetoriker mit dem richtigen Einstieg beim Start schon 50 m Vorsprung hat. Ein guter Rhetoriker, der den richtigen Start in eine Gesprächssituation oder einen Vortrag wählt, ist somit schon fast am Ziel. Wenn der erste Eindruck eines Redners, Sprechers oder Gesprächspartners aber schlecht ist, bedeutet das nahezu augenblicklich das Aus für einen positiven Gesprächsverlauf. Zumindest wird es deutlich erschwert, wenn der Auftakt holprig war.

 

Grundlagen zur Vorbereitung auf eine Rede

Im Grunde ist es ganz einfach, den richtigen Einstieg in ein Gespräch oder eine Rede zu finden. Nur wird der Einstieg in die Präsentation oft völlig unterschätzt. Die folgenden Tipps helfen dir, dich sorgfältig vorzubereiten und deine einzige Chance auf den positiven ersten Eindruck zu nutzen.

 

1. Tipp: positive Grundstimmung

Wusstest du, dass sich deine Stimmung automatisch in deinem Gesicht zeigt und deine Ausstrahlung beeinflusst? Wenn du positiv gestimmt bist, äußert sich das also auch in deiner Körpersprache. Also gehe positiv an deine Präsentation heran, nutze die vier Schlüssel zum Erfolg (https://blog.karrieretutor.de/beruflicher-erfolg/schluessel-zum-erfolg/), bereite dich inhaltlich vor und ermutige dich selbst zum freien Sprechen. Nutze ergänzend auch positive Suggestionen, um dich vorzubereiten. Wenn es dir hilft, lerne den ersten Satz deiner Rede ruhig auswendig, das ist völlig ok und gibt dir Sicherheit.

 

2. Tipp: Kontakt zu den Zuhörern aufbauen

Es klingt fast banal, ist aber entscheidend: Versuche, von Beginn an eine Beziehung zu deinen Zuhörern aufzubauen. Das gelingt dir durch eine freundliche Ausstrahlung, durch Blickkontakt und indem du die Möglichkeit gibst, Fragen zu stellen. Kläre diese Rahmenbedingungen vor deiner Rede und schaffe eine angenehme Gesprächsatmosphäre.

 

So startest du eine Präsentation

 

9 Startmöglichkeiten für die Präsentation

Die erste Minute entscheidet. Du kannst, je nachdem, womit du dich wohlfühlst, einen dieser 9 Eisbrecher nutzen:

1. Vorstellung: Klassisch, aber immer empfehlenswert ist es, dich selbst kurz vorzustellen. Das schafft Verbindlichkeit und lockert die Atmosphäre.

 

2. Humorvoller Einstieg: Nutze eine kleine amüsante Anekdote, um zu beginnen und ziehe die Sympathien auf deine Seite.

 

3. Rhetorische Frage: Rhetorische Fragen eignen sich sehr gut für den ersten Satz, denn sie geben gleich die Richtung vor, in die du mit deiner Rede gehen möchtest.

 

4. Zitat: Es gibt zahlreiche inspirierende, motivierende oder nachdenkliche Zitate. Auch diese kannst du als Einstieg in die Präsentation nutzen.

 

5. Provokation: Eine Provokation zu Beginn der Rede ist nicht jedermanns Sache. Aber sie bindet die Aufmerksamkeit und erhöht die Neugier auf deinen Vortrag.

 

6. Aktueller Bezug: Hat deine Präsentation einen aktuellen Anlass? Dann nutze diesen Bezug für deinen gelungenen Einstieg.

 

7. Positiv überraschen: Enthält deine Präsentation einen erstaunlichen Fakt? Nutze diesen, um von Beginn an positiv zu überraschen, und die Aufmerksamkeit auf dich zu lenken.

 

8. Kompliment: Je nach Kontext eignet sich auch ein Kompliment an die Zuhörer, um in die Rede einzusteigen.

 

9. Demonstration: Du darfst zu Beginn gerne gleich praktisch werden und den Vortrag von Anfang an lebendig gestalten. Demonstrationen sind immer ein sehr dankbarer Präsentationseinstieg.

 

Persönlicher Eisbrecher

 

Dein persönlicher Eisbrecher

Der richtige Einstieg in die Präsentation ist Übungssache und kann trainiert werden, immer aber auch themen- und typenabhängig. Wichtig ist, dass du dir Gedanken machst und einen Einstieg findest, mit dem du dich wohlfühlst und gut in dein Thema einsteigen kannst. Viel Freude und Erfolg dabei!

Zwischen dir und deinem Traumjob steht eine ganz bestimmte Hürde: die Bewerbung. Wir haben 7 Profitipps gesammelt, mit denen du deine Bewerbung richtig schreiben lernst, von Anfang an überzeugst und deine Chancen auf eine Einladung zum Vorstellungsgespräch massiv erhöhen wirst. Lies rein!

 

Gute Kommunikation ist wichtige Soft Skill

Fragt man Arbeitgeber, stufen die Allermeisten eine gute Kommunikationsfähigkeit eines Bewerbers als enorm wichtig ein. Für rund 80 % der Befragten einer großen Studie zum Fachkräftemangel 2018 [PDF], die die ManpowerGroup durchführte, zählte eine gute Fähigkeit zur Kommunikation sogar zu den wichtigsten aller Soft Skills. Die Ergebnisse im Überblick: 

 Was sind die gefragtesten Soft Skills 2018?

Eines fällt auf: Kommunikationsfähigkeiten fließen in nahezu jede andere Soft Skill mit ein. Wer lösungsorientiert arbeiten kann, profitiert von einer guten Kommunikationsfähigkeit ebenso wie jemand, der interdisziplinär arbeitet.

 

Bewerbung richtig schreiben und überzeugen

 

Bewerbung richtig schreiben und überzeugen

Wer eine ausgezeichnete Kommunikationsfähigkeit mitbringt, ist am Arbeitsmarkt gefragt. Doch diese Fähigkeit gilt es zunächst zu beweisen. Die ideale Gelegenheit dafür ist deine Bewerbung. Wenn du bereits im Motivationsschreiben zeigst, wie gut deine Kommunikation ist, dann erhöhen sich deine Chancen in die nächste Runde zu kommen, enorm. Doch wie kannst du eine Bewerbung richtig schreiben, sodass dein Talent erkannt wird? Es gibt hier 7 Dinge, die dich nach vorne bringen.

 

1. Tipp: Schreibe an den richtigen Adressaten

Du kannst eine noch so gute Bewerbung schreiben – wenn du die falsche Person ansprichst, springt der Funke einfach nicht über. Es wirkt nachlässig und auch ein Stück weit desinteressiert, wenn du dein Anschreiben entweder an alle adressierst (das ist dann der Klassiker „Sehr geehrte Damen und Herren“, der alle und eigentlich niemanden meint. Oder wenn du an die falsche Person adressierst, denn dann fühlt sich die richtige sicher nicht angesprochen.

Erkundige dich deshalb vorher genau, an wen du schreibst. Lies die Stellenanzeige aufmerksam durch oder hole dir diese Information telefonisch oder per Mail ein. Jede Bewerbung, die du richtig schreiben möchtest, beginnt mit dem richtigen Adressaten.

 

2. Tipp: Strukturiere deine Bewerbung

Eine Bewerbung richtig schreiben ist deutlich einfacher, wenn du dir ein Grundgerüst für deinen Aufbau erstellst. Denn hat dein Anschreiben eine klar erkennbare Struktur, lässt das auch Rückschlüsse auf deine Kommunikation zu. Wer von Anfang an strukturiert an eine Aufgabe herangeht, wirkt gut organisiert – eine Eigenschaft, die Personaler schätzen. Lege vorher fest, was du schreiben möchtest, dann verlierst du dich nicht in ellenlangen Sätzen und nebensächlichen Details. 

 

3. Tipp: Sei konkret

Gerade wenn du dich auf eine ausgeschriebene Stelle bewirbst, ist deine Bewerbung nicht die einzige, die in der Personalabteilung ankommt. Personaler schätzen es daher sehr, wenn sich Bewerber kurzfassen und möglichst schnell konkret werden. Verzichte also in deinem eigenen Interesse auf langatmige Einleitungen und komme schnell zum Punkt. Als Richtwert für dein Anschreiben empfehlen wir dir maximal eine locker befüllte DIN A4-Seite.

 

4. Tipp: Zeige deinen Nutzen

Viele Bewerber machen den Fehler, sich selbst zu sehr in den Mittelpunkt zu stellen und das Unternehmen dabei völlig zu vergessen. Das wirkt dann am Ende beliebig und überhaupt nicht individuell. Eine Bewerbung richtig schreiben hat auch etwas damit zu tun, dich auf deinen potenziellen Arbeitgeber einzulassen. Nenne deshalb nicht nur deine Qualifikation, sondern auch den Nutzen, den das Unternehmen dadurch haben wird. Ein Beispiel: Du bist zertifizierter PRINCE2®-Practitioner. Sehr gut! Kommuniziere aber auch, was das Unternehmen davon hat, nämlich bald einen Mitarbeiter, der richtig effiziente Projekte leiten kann. Damit zeigst du deinen unmittelbaren Wert als Mitarbeiter und ganz nebenbei deine Kommunikationsfähigkeit. Win-win!

 

5. Tipp: Schreibe aktiv

Firmen brauchen Mitarbeiter, die anpacken, die aktiv und motiviert sind. Das kannst du bereits in deiner Bewerbungsformulierung transportieren – sowohl bei einem klassischen Bewerbungsschreiben als Reaktion auf eine Stellenanzeige als auch bei einer Initiativbewerbung auf einen Job. Schreibe aktiv und lebendig. Solche Formulierungen beeinflussen den Eindruck von deiner Person positiv und heben dich aus der Masse hervor.

 

6. Tipp: Sei verbindlich

Hätte, könnte, würde, sollte – bitte streiche den Konjunktiv aus deiner Kommunikation. Wenn du deine Bewerbung richtig schreiben möchtest, trau dich verbindlich zu sein. Schreibe nicht „Ich könnte mir vorstellen, Projekte zu leiten“, sondern „Gerne übernehme ich Verantwortung und sorge für effiziente Projekte im Bereich des Qualitätsmanagements“. Direkte Kommunikation zeugt von Verbindlichkeit und ist ein enormer Vorteil für deine Bewerbung.

 

7. Tipp: Sei professionell

Achte nicht nur auf ein überzeugendes Anschreiben, sondern darauf, dass deine gesamte Bewerbung einen professionellen Eindruck macht. Dazu gehört die Optik deines Lebenslaufs, die Tatsache, dass du ein einziges PDF und keine zehn Word-Dokumente schickst und die Angabe korrekter Daten. Wenn du hier unsicher bist, lass deine Bewerbung vor dem Versand vom Profi durchchecken.

 

Eine gute Bewerbung ersetzt 20 beliebige

 

Eine gute Bewerbung ersetzt 20 beliebige

Bewerbungen richtig schreiben kostet Zeit und Muße. Das ist zunächst ein Aufwand, aber es lohnt sich für dich. Denn wenn ein Personaler sieht, dass du wirklich an einer Stelle interessiert bist, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast und einen echten Mehrwert mitbringst, brauchst du keine 20 halbherzigen Versuche, sondern wirst nach wenigen Bewerbungen erfolgreich sein. Wir wünschen dir dabei viel Erfolg!

Bonus-Tipp: Wenn du die Bewerbungsrunde erfolgreich gemeistert hast, steht dein Vorstellungsgespräch an. Lies dazu gerne unsere Tipps zum gelungenen Bewerbergespräch hier im Blog.