Teilzeitstellen werden immer begehrter. 2019 arbeiteten laut Statistischem Bundesamt insgesamt 29,2 Prozent aller Erwerbstätigen in Teilzeit. Allerdings beziehen sich nur rund 9 Prozent aller ausgeschriebenen Stellenangebote auf Teilzeitarbeitsstellen. Die Jobs sind rar und damit heiß begehrt. In unserem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie die Suche nach einem Teilzeitjob erfolgreich angehen. Eine erste Anlaufstelle ist die Jobbörse der Agentur für Arbeit. Wie Sie diese für sich nutzen und Ihren Teilzeit-Traumjob finden, erfahren Sie hier.

Teilzeitstellen – nur relevant für Frauen, die aus der Elternzeit zurückkehren?

Keine Frage, für viele Eltern ist das Vereinbaren einer beruflichen Vollzeittätigkeit mit der Kinderbetreuung eine große Herausforderung. Daher entscheiden sich viele Eltern – zum Großteil sind das immer noch die Mütter –, nach der Babypause den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben in Form einer Teilzeitstelle anzugehen. Eine Umfrage des Portals statista ergab, dass 36 Prozent aller Befragten nach der Geburt des Kindes bzw. dem Ende der Elternzeit ihre Arbeitszeit reduzieren wollen.

Erhöhung der Lebensqualität, bessere Work-Life-Balance, Zeit für andere (berufliche) Projekte – was auch immer der Grund ist, warum Sie sich entschieden haben, in Teilzeit zu arbeiten: Machen Sie sich bewusst, was Ihre Erwartungen an den neuen Job sind. Das hilft Ihnen sicher bei Ihrer Suche nach der passenden Stelle.

Wo finden Sie die heiß begehrten Teilzeitstellen?

Ihre Möglichkeiten, nach Teilzeitstellen zu suchen, sind heutzutage vielfältig. Gerade im Internet haben Sie über Online-Jobbörsen die Möglichkeit, gezielt nach bestimmten Kriterien zu filtern und sich nur die für Ihre Suchkriterien passenden Ergebnisse anzeigen zu lassen.

Erste Anlaufstelle: Jobbörse der Arbeitsagentur

Auf Ihrer Suche nach einem passenden Teilzeitjob bietet sich Ihnen als erste Anlaufstelle die Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit. Die Datenbank der Arbeitsagentur ist sehr groß und die Nutzung der Jobbörse für Sie völlig kostenfrei. Mit über 1,7 Millionen Stellen steht die Jobbörse der Arbeitsagentur anderen Online-Stellenbörsen in nichts nach. Besonders hilfreich sind die detaillierten Filter und Suchmöglichkeiten, die Sie in der erweiterten Suche einstellen können, um gezielt Teilzeitstellen angezeigt zu bekommen.

So nutzen Sie die Jobbörse der Arbeitsagentur für Ihre Suche nach einem Teilzeitjob

  1. Besuchen Sie die Website der Bundesagentur für Arbeit. Unter dem Menüpunkt „Weitere Internetauftritte“ finden Sie den direkten Link zur Jobbörse.
  2. Geben Sie bei den Suchkriterien Ihre gewünschte Tätigkeit ein. Befüllen Sie mindestens die Felder, die angeben, WAS Sie suchen und WO Sie suchen. So grenzen Sie die Suchergebnisse ein und erhalten nur Stellenanzeigen, die auf Ihr Profil passen. Es ist nicht notwendig, dass Sie im kleinsten Detail angeben, welche Art von Tätigkeit Sie ausüben möchten. Es reicht schon, ein Schlagwort wie zum Beispiel „SAP“ oder „Projektmanagement“ anzugeben, um die Suche entsprechend einzugrenzen.
  3. Klappen Sie die weiteren Suchkriterien aus, um ergänzende Filter zu nutzen. Wichtig: An dieser Stelle können Sie gezielt nach Teilzeitstellen suchen. Es stehen Ihnen verschiedene Teilzeitmodelle zur Auswahl. Falls Sie schon konkrete Vorstellungen haben, WANN Sie arbeiten können und möchten, kreuzen Sie das entsprechende Feld an. Ansonsten lohnt es sich, alle Teilzeit-Felder auszuwählen.

In unserem Schaubild zeigen wir Ihnen, wie Sie die Suchkriterien exakt auf die Suche nach Teilzeitstellen abstimmen können.

Suchkriterien

Tipp: Falls Sie Ihren Suchauftrag speichern möchten, registrieren Sie sich zuvor kostenlos bei der Arbeitsagentur.

Unterstützung von Ihrem Berater der Arbeitsagentur holen

Sagen Sie Ihrem Berater der Arbeitsagentur im persönlichen Gespräch, dass Sie nur in Teilzeit arbeiten können oder möchten und wie viele Stunden Ihnen hierfür in der Woche zur Verfügung stehen. Diese Informationen helfen Ihrem Berater beim nächsten Termin mit einem Unternehmen, in dem er Sie als passenden Mitarbeiter vorstellt. Sie haben überdies noch weitere Möglichkeiten, mithilfe des Arbeitsamtes auf Jobsuche zu gehen.

3 Praxistipps zum Schluss

Natürlich müssen Sie sich nicht vollständig auf die Suche über die Arbeitsagentur verlassen. Neben den Möglichkeiten der Jobsuche über das Arbeitsamt stehen Ihnen viele weitere Optionen wie andere Online-Stellenbörsen zur Verfügung, die Sie zusätzlich nutzen können und sollten. Wir geben Ihnen 3 Tipps, wie Sie diese spezifisch für Ihre Suche nach Teilzeitstellen nutzen:

  1. Automatische Suchaufträge auf Online-Stellenbörsen

Vergeben Sie automatische Suchaufträge an die gängigen Online-Stellenbörsen wie stepstone.de oder jobware.de. Hinterlegen Sie als Schlagwort „Teilzeit“ und eventuell weitere Stichwörter wie bestimmte Jobtitel, z. B. „Online Marketing Manager“, oder Tätigkeitsbereiche wie „Online Marketing“. Anschließend können Sie sich einen Alert einrichten, sodass Sie von den Jobbörsen automatisiert per E-Mail benachrichtigt werden, sobald es eine neue passende Teilzeitstelle für Sie gibt.

  1. Auch auf Vollzeitstellen bewerben

Bewerben Sie sich auch auf Vollzeitstellen, wenn das Jobprofil sehr gut zu Ihnen passt. Nicht jedes Unternehmen gibt in den Stellenanzeigen an, ob Teilzeit eine Option wäre. Sollte es zu einem Bewerbungsgespräch kommen, haben Sie die erste Hürde geschafft und schon einmal einen Fuß in der Tür. Wenn Sie im Gespräch das Gefühl haben, dass die Firma Sie unbedingt haben möchte, können Sie am Ende des Gesprächs nachfragen, wie flexibel die Arbeitszeiten sind und ob eine reduzierte Arbeitszeit mit Home-Office-Anteil oder auch ein Jobsharing möglich wäre. Im persönlichen Gespräch ist das viel einfacher, als gleich im Bewerbungsanschreiben mit der Tür ins Haus zu fallen.

  1. Nach Home-Office-Arbeitsplätzen und Jobs mit flexiblen Arbeitszeiten suchen

Wenn die täglichen Pendelzeiten im Berufsverkehr wegfallen und Sie sich Ihre Arbeitszeiten flexibel nach Ihren Bedürfnissen einteilen können, könnte für Sie vielleicht doch eine Vollzeitstelle in Frage kommen. Halten Sie bei Ihrer Jobsuche also bewusst auch die Augen nach solchen Optionen offen.

Fazit

Teilzeitstellen sind rar und demnach heiß begehrt. Oft benötigen Bewerber bei ihrer Suche nach einer passenden Stelle viel Geduld und Kompromissbereitschaft.

Machen Sie sich bewusst, welche Anforderungen an Ihre neue Stelle aufgrund Ihrer Lebenssituation und persönlichen Einschränkungen bestehen. Überlegen Sie, welche festen privaten Termine für Sie unverhandelbar sind (z. B. die Kinder jeden Tag um 16 Uhr von der Kita abholen) und wo Sie dafür Ihrem zukünftigen Arbeitgeber entgegenkommen können. So können Sie beispielsweise morgens früher anfangen oder abends Arbeitszeit nachholen, wenn die Kinder im Bett sind.

Seien Sie kreativ und zeigen Sie Ihrem potenziellen Arbeitgeber proaktiv Lösungsmöglichkeiten auf. Sollte er Ihnen flexible Arbeitszeiten oder eine Home-Office-Regelung anbieten, könnte sogar ein entsprechender Vollzeitjob für Sie infrage kommen.

In den 2020ern tritt nach und nach die Generation Z in den Arbeitsmarkt ein. Weil ihre Vertreter tendenziell andere Vorstellungen und Prioritäten in Bezug auf Beruf und Karriere mitbringen als die vorherigen Generationen X und Y (Millennials), müssen Arbeitgeber auch ihre Art der Mitarbeitergewinnung und -bindung anpassen. Was das für unser Verständnis von New Work bedeutet und worauf Personaler achten sollten, greifen wir in diesem Beitrag auf.

Verschmelzung oder Trennung von Arbeit und Privatleben?

Als die ersten Millennials, gemeint ist die zwischen 1981 und 1997 geborene Generation Y, ins Berufsleben starteten, begann nach und nach ein Umdenken in einigen Unternehmen. Auch die Diskussion darüber, wie unsere Arbeitswelt zukünftig aussehen soll, nahm unter dem Schlagwort „New Work“ Fahrt auf. Denn die Bedürfnisse dieser jungen Leute waren ganz anders als die der Generation X und Babyboomer, die bis dato den Arbeitsmarkt prägten.

Generation Y für Work-Life-Blending

Viele Berufstätige der Generation Y wünschten sich eher ein Work-Life-Blending, also eine Verschmelzung zwischen Arbeits- und Privatleben. Sie unterschieden nicht mehr so sehr in Arbeitszeit und Feierabend, berufliche und private To-dos, sondern sahen das Privat- und Berufsleben als Komplexe, die sie in Einklang zu bringen suchten – Stichwort „Work-Life-Balance“.

Diese Generation war es, die den New-Work-Begriff prägte und eine völlig neue Art zu leben einforderte: Wo noch starr von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr gearbeitet wurde, Teilzeit als Karrierekiller galt und Elternzeiten nur von Müttern genommen wurden, sollte in der neuen Arbeitswelt nun mehr Gleichberechtigung und Demokratie, mehr Flexibilität in der Gestaltung der Arbeitszeit und des Arbeitsortes herrschen und Selbstverwirklichung ermöglicht werden.

Doch es musste erst ein Virus kommen, das Fakten schuf, die kein Arbeitgeber, kein Chef mehr von sich weisen und sagen konnte: „Das funktioniert bei uns nicht.“ Viele berufstätige Eltern sagen schon jetzt, dass das Coronavirus einiges für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben getan hat. Schließlich hat sich in der Praxis überall in den Unternehmen gezeigt, dass Home-Office flächendeckend und regulär funktionieren kann.

Generation Z für Work-Life-Separation?

Jetzt, mitten in der bewussten Verschmelzung der verschiedenen Lebensbereiche, wird durch die jüngere Generation Z zunehmend der Wunsch nach klarer Trennung von Arbeit und Privatleben lauter. Steht uns eine Umkehr von Work-Life-Blending zu Work-Life-Separation bevor?

Die Generation des Neo-Konventionalismus

Kurz vor der Jahrtausendwende und später Geborene gehören der Generation Z an. Studien wie „Eine Generation ohne Grenzen“ der OC&C Strategy Consultants zeigen, dass Vertreter der Gen Z beispielsweise ein anderes Mediennutzungsverhalten und einen anderen Umgang mit Technologien besitzen.

Auch stünden andere Wertvorstellungen als bei der Generation Y im Vordergrund. Eine „Life Balance“ versuchen sie herzustellen, indem sie sich bewusst Zeit für Familie und Freunde reservieren. Die Arbeit soll möglichst sinnstiftend sein und die Arbeitsatmosphäre so angenehm, als würde man nur mit den besten Freunden zusammenarbeiten.

Daher müssen Arbeitgeber hier andere Anreizsysteme zur Personalgewinnung und -bindung schaffen als für die Generationen X und Y. Denn ab dem Jahr 2020 verlassen sie zunehmend Schulen, Ausbildungsbetriebe und Universitäten und treten in den Arbeitsmarkt ein.

Wünsche an den Arbeitgeber

Deshalb werden auch neue Wünsche an Arbeitgeber mit ins Unternehmen getragen. Die sogenannten „Z’ler“ gelten als Neo-Konventionalisten, denn sie wünschen sich eine weitaus stärkere Trennung von Beruflichem und Privatem und mehr Struktur im Arbeitsalltag als ihre Vorgänger. Im Detail:

Werte

Solch konkrete Wünsche der Gen Z werden von Werten getragen, die wiederum einen entscheidenden Einfluss darauf haben, welche Aspekte bei der Wahl des Arbeitgebers von Bedeutung sind. Folgende Werte der „Z’ler“ sollten Personalverantwortliche im Blick haben, wenn es um die Gestaltung der Arbeitsbedingungen dieser Generation geht:

Geprägt wurden diese nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Finanz- und Wirtschaftskrise, des Klimawandels sowie der Terroranschläge und ihren Gegenbewegungen.

Mediennutzung

Die Gen Z vernetzt sich mit Freunden über WhatsApp, Instagram, Snapchat oder auch TikTok. Die bereits erwähnte Studie von OC&C Strategy Consultants zeigt, dass diese jungen Menschen über die sozialen Medien auch Influencern und bekannten Persönlichkeiten folgen und ihre Informationen nahezu vollständig online beziehen. Gleichzeitig legen sie oftmals viel Wert auf Nachhaltigkeit und die Ethik einer Marke. Und dies bezieht sich eben nicht nur auf die Produkte, die ein Unternehmen vermarkten möchte. Wenn es um die Mitarbeitergewinnung und -bindung geht, müssen sich Unternehmen natürlich auch selbst als „Arbeitgebermarke“ verstehen.

Employer Branding meets Social Media Recruiting

Es ist den meisten „Z’lern“ nämlich nicht egal, wo und zu welchen Bedingungen sie arbeiten. Sie wünschen sich gleichermaßen, möglichst viele Optionen offenzuhalten als auch ein angenehmes und familiäres Arbeitsumfeld zu erleben. Sie sind kritisch und prüfen ihre Entscheidungen sorgfältig. Genau diese Eigenschaft fordert ein Umdenken von Unternehmen ein. Denn auch wenn sich bereits die Millennials für die Philosophie und Werte eines potenziellen Arbeitgebers sehr interessierten, ist es 2020 und in den Folgejahren unverzichtbar, als Unternehmen zur Marke mit klarem Statement zu werden. Wer heute noch kein starkes Employer Branding hat, sollte in diesen Bereich investieren, um junge Mitarbeiter anzuziehen. Nur attraktive Unternehmen werden dies künftig noch können.

Bauen Sie eine starke und interessante Arbeitgebermarke auf und stellen Sie Informationen über Ihr Unternehmen und vor allem über den Arbeitsalltag in den sozialen Medien zur Verfügung. Das reine Schalten von Stellenanzeigen in einer Online-Jobbörse reicht bei der Gen Z nicht mehr aus. Ein authentisches Employer Branding, das in ein ganzheitliches Social Media Recruiting eingebettet ist, spielt im Vergleich zu den vorherigen Generationen eine zunehmend wichtige Rolle.

Führungskultur und Arbeitsklima als Alleinstellungsmerkmale

Eine Studie der Unternehmensberatung Deloitte zeigt, dass die Gen Z noch mehr als die Millennials auf eine angenehme Arbeitskultur achtet. Daher ist es sowohl für die Mitarbeiterbindung als auch -gewinnung in Zukunft umso wichtiger, für ein positives Arbeitsklima zu sorgen. Beispielsweise können sich Personaler und Führungskräfte gezielt damit befassen, wie die Teamarbeit oder auch die bereichsübergreifende Kommunikation verbessert werden kann.

Wer als Arbeitgeber für die kommende Generation gewappnet sein möchte, sollte sich außerdem stark mit dem Wandel der eigenen Führungskultur im Unternehmen beschäftigen. Eine moderne Führungskultur ermöglicht den Mitarbeitern zum Beispiel mehr Eigenverantwortung und Entscheidungsspielräume. So schaffen Personalverantwortliche für ihr Unternehmen Alleinstellungsmerkmale, die von jungen Talenten garantiert nicht übersehen werden.

Work-Life-Separation in Zeiten von New Work

In einer Zeit wie der unsrigen, in der wir noch nicht genau absehen können, wie die Arbeitswelt nach Corona aussehen wird, ist Flexibilität ein wichtiges Gut. Insgesamt hat die junge Generation das Potenzial, bestehende Ressourcen und Stärken der älteren Generationen hervorragend zu ergänzen. Kommt es schließlich zur generationenübergreifenden Zusammenarbeit, profitieren dadurch beide Seiten.

Wie aber funktioniert die große Flexibilität mit dem Wunsch nach klarer Trennung von Arbeits- und Berufsleben? Wie können Arbeitgeber den Jungen Work-Life-Separation ermöglichen, ohne der Vielzahl an Millennials, die sich eher nach einem verbindenden Work-Life-Blending sehnen, etwas wegzunehmen? Die Antwort liegt darin, Flexibilität um Strukturen zu ergänzen. Ganz konkret bedeutet das:

Fazit

Wenn Arbeitgeber die Wünsche und Vorstellungen beider Generationen berücksichtigen, profitieren beide Seiten gleichermaßen. Die Mitarbeiter, weil sie Arbeitsbedingungen bekommen, mit denen sie ihr Potenzial voll entfalten können. Das Unternehmen selbst, weil es Vorzüge aller Generationen – mitsamt ihren Individuen – zu einem kraftvollen Ressourcenpaket bündeln kann. Ein besonders lohnenswerter Fakt, um sich als Unternehmen zukunftssicher aufzustellen.

Egal ob Sie als Unternehmen auf der Suche nach jungen Fachkräften sind oder die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter stärken möchten: Ihr Verständnis von New Work sollte weder auf ein Work-Life-Blending noch auf eine Work-Life-Separation festgelegt sein, sondern flexible Arbeitsmodelle erlauben. So kann jede Generation und jeder Einzelne für sich daran arbeiten, seine persönliche Life-Balance zu finden.

Man nehme ein paar „Lern-Nuggets“ hier, ein „Lunch-Roulette“ dort und gebe noch eine Prise „Webinare“ dazu – und schon hat man die perfekte Rezeptur für die Personalentwicklung 4.0. Wie bitte? Dass es sich hierbei um neue Formen der Weiterbildung handelt, ist für den Laien nicht unbedingt sofort ersichtlich, aber dass wir Berufstätigen uns in einem Zeitalter des lebenslangen Lernens befinden, ist längst ein alter Hut. Doch welche modernen Lernmethoden sich vordenkende Personalentwickler ausgedacht haben und wie sie es schaffen, eine Kultur des Lernens im Unternehmen zu etablieren, hat das Weiterbildungsportal kursfinder.de jüngst in einer Studie herausgefunden.

karriere tutor® im Interview mit Vanessa Schäfer (kursfinder.de), Projektleiterin der Studie „L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?“, und Martin Saidi, Dozent bei karriere tutor® mit über 20 Jahren Erfahrung in Führungspositionen und Personalentwicklung.

Frau Schäfer, Sie haben in diesem Jahr (2019) 175 Experten aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in ganz Deutschland zum Thema Personalentwicklung befragt. Was verstehen Sie unter Personalentwicklung 4.0?

„Personalentwicklung 4.0 bedeutet für mich, die Weiterentwicklung der Mitarbeiter an den schnellen Wandel der heutigen Arbeitswelt anzupassen, um so agil auf Veränderungen reagieren zu können. In Zeiten von Arbeit 4.0 ist es wichtig, das Wissen direkt am Arbeitsplatz dann abzurufen, wenn es gerade gebraucht wird. Dies gelingt besonders gut mit Hilfe digitaler Formate. In Bedarfsmomenten werden den Mitarbeitern gezielt kleine digitale Lernunterstützungen, sogenannte Lern-Nuggets, zur Verfügung gestellt, sei es in Form eines Videos, durch eine interne Community, über eine Wissensplattform oder ein entsprechendes Dokument in einer Cloud. Das ermöglicht ein individuelles, eigenverantwortliches Lernen mit unmittelbarer Anwendung des Erlernten.“

Demnach sehen Sie, Frau Schäfer, in der Weiterbildung einen wesentlichen Baustein der heutigen Personalentwicklung.

„Individuelle Weiterbildung bedeutet heute punktgenau und ohne Zeitverlust lernen zu können.“

Martin, du hast durch deine Tätigkeiten als Personalberater, Geschäftsführer und Vorstand Personal in unterschiedlichen Unternehmen viel Erfahrung in der Personalentwicklung gesammelt. Heute bist du Dozent bei uns und weißt, wie man Menschen etwas beibringt und für das Lernen begeistert. Welche Rolle spielt deiner Meinung nach die berufliche und persönliche Weiterbildung in der heutigen Personalentwicklung?

„Kompetenz besteht aus Wissen, Können und Erfahrung. Diese drei Elemente bilden die Grundlage für erfolgreiche Mitarbeiter und damit für erfolgreiche Unternehmen. Weiterbildung, Training und Coaching spielen bei der Personalentwicklung eine große Rolle und müssen je nach Bedarf und Entwicklungsphase des Mitarbeiters eingesetzt werden. Wie Frau Schäfer schon sagte: Individuelle Weiterbildung bedeutet heute punktgenau und ohne Zeitverlust lernen zu können. Dies ermöglichen eben gerade digitale Weiterbildungsangebote wie die von karriere tutor.“

Von E-Learnings über Video-Tutorials bis hin zu Lern-Apps

Welche neuen Lernmethoden haben sich die von Ihnen befragten Unternehmen denn konkret einfallen lassen, Frau Schäfer?

„Die Vielfalt dessen, was sich die Unternehmen haben einfallen lassen, ist enorm. Das Thema Microlearning über selbstgeschneiderte E-Learnings ist aktuell ein Trend: Wissensvermittlung häppchenweise. Auch öfter genannt wurden verschiedene Formen des Social Learnings. Dabei geben Mitarbeiter ihr Wissen an Kollegen weiter, es findet ein Austausch untereinander statt, was sich zugleich positiv auf das Betriebsklima und den Teamgeist auswirkt. Was in jungen Unternehmen gerne als digitale Lernform herangezogen wird, sind Tutorials: Anleitungen in Videoformat. Das Thema App spielt natürlich auch beim Lernen eine Rolle. So setzen manche Personalentwickler auf Lern-Apps, womit Wissen jederzeit und überall abrufbar wird.“

Lernen 4.0: örtlich und zeitlich flexibel, digital und kollaborativ

Martin, was bedeutet Lernen 4.0 bei karriere tutor®?

„Flexibilität. Hierin sehen wir uns als großen Vorreiter. Unsere Lehrgänge können in Vollzeit, Teilzeit oder auch berufsbegleitend absolviert werden. Unsere Teilnehmer erhalten Zugang zu unserer digitalen Lernwelt, die rund um die Uhr erreichbar ist. So können sie jederzeit auf ihre Lerninhalte zugreifen, weiterlernen und wiederholen, auch abends und am Wochenende oder eben auch mal zehn Minuten zwischendurch. Auch bieten wir unterschiedliche Lernformen an. Wir ermöglichen unseren Teilnehmern neben dem Selbststudium und computergestütztem, kollaborativem Lernen auch Live-Tutorien mit Betreuung durch Dozenten. Ich glaube, das ist genau das, was eben Lernen 4.0 ausmacht: aktuelles und zugleich zukunftsorientiertes Wissen jederzeit verfügbar zu haben und auf die Art zu lernen, die am besten zum eigenen Lerntyp sowie zu den eigenen Lebensumständen passt. Genau darin beraten wir auch Unternehmen intensiv, um ihnen maßgeschneiderte Weiterbildung für ihre Mitarbeiter anbieten zu können. Wir sind der Meinung, dass Weiterbildung sowohl zum einzelnen Mitarbeiter als auch zu den Unternehmenszielen und den Workflows des Unternehmens passen muss.“

Könntest du in deinen eigenen Worten kurz erklären, was Unternehmen sich unter unseren maßgeschneiderten Weiterbildungsangeboten konkret vorstellen können?

„Nun ja, dank dem modularen Aufbau unserer Lehrgänge können einzelne Bausteine aus unterschiedlichen Lehrgängen miteinander kombiniert werden. So erhalten Unternehmen genau die Weiterbildungsinhalte, die ihre Mitarbeiter benötigen. Dieses Angebot ergänzen wir durch eine permanente, intensive Betreuung der Teilnehmer durch unsere Dozenten in Tutorien, während der telefonischen Sprechzeiten und per E-Mail. Der Customer Support ist täglich erreichbar – auch am Wochenende – und bei Bedarf bieten wir auch unterstützende Workshops mit Dozenten vor Ort im Kundenunternehmen an.“

Neue Lernformate bieten ein „Win-win“ für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Können Sie das bestätigen, Frau Schäfer? Welche Vorteile sehen die befragten Unternehmen in den neuen Lernformaten?

„Ja, was die Flexibilität angeht, bestätigt unsere Unternehmensumfrage das, was Herr Saidi beschrieben hat. Man muss keinen Mitarbeiter mehr zwangsläufig drei Tage auf Seminar schicken und anschließend dauert es vielleicht Monate, bis sich die Gelegenheit ergibt, das Erlernte in der Praxis anzuwenden. Dann ist im Gedächtnis des Mitarbeiters ohnehin nur noch ein Bruchteil des Erlernten übrig. Vielmehr bieten die aufgezählten Lernmethoden die Gelegenheit, genau zum richtigen Zeitpunkt das zu lernen, was gerade gefordert wird, quasi just in time und on demand, häufig auch mobil von überall. Außerdem ermöglichen digitale Lernformen meist ein spielerisches Lernen – das erhöht natürlich die Motivation, sich damit auseinanderzusetzen, ein „Win-win“ für beide Seiten: Arbeitnehmer und Arbeitgeber.“

Frau Schäfer, Sie haben in Ihrem L&D-Report herausgestellt, dass es für Unternehmen ungemein wichtig ist, eine Lernkultur zu etablieren, damit lebenslanges Lernen nicht nur eine Floskel ist, sondern gelebt wird. Das mag nicht für jedes Unternehmen ganz so einfach sein. Was können Personalentwickler denn diesbezüglich aus Ihrer Studie lernen?

„Eine Lernkultur braucht die Akzeptanz aller Beteiligten, dass Weiterentwicklung etwas Positives ist und das Unternehmen voranbringt – selbst wenn manchmal dazu vielleicht neue, unkonventionelle Wege eingeschlagen werden müssen. Auch der Austausch untereinander ist wichtig. Erst der setzt die Lernerfahrung in einen Kontext und sorgt für Nachhaltigkeit, so dass das Wissen geteilt wird und langfristig im Unternehmen bleibt. Wesentliche Motoren zur Schaffung einer Lernkultur sind bei den befragten Unternehmen zudem Führungskräfte und das Management, indem sie etwa eine Lernkultur vorleben und Mitarbeiter zum Lernen ermuntern. Darüber hinaus fördern etwa Aufstiegschancen sowie neue, zeitgemäße Lernmethoden und -inhalte die Lernbereitschaft in Unternehmen.“

Lernmotoren

Quelle: kursfinder.de, L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?

Martin, kommt der von Frau Schäfer erwähnte persönliche Austausch unter den Mitarbeitern bei den digitalen Lernformaten nicht zu kurz?

„Nein, denn auch bei unseren digitalen Lernformaten können sich die Teilnehmer untereinander oder mit der Dozentin oder dem Dozenten persönlich und live austauschen. Das passiert zum Beispiel regelmäßig in unseren Online-Live-Tutorien oder auch während der Gruppenarbeiten im virtuellen Klassenraum. Gesammelte Ideen und gemeinsam erarbeitetes Wissen wird dabei in Dokumenten festgehalten, an denen alle gleichzeitig arbeiten und alle jederzeit den aktuellen Stand sehen können. Das Gute ist, dass sich digitales Lernen eben auch sehr gut mit einem Workshop vor Ort sozusagen als Kick-off zur Weiterbildung kombinieren lässt und am Ende für einen nachhaltigen Lernerfolg sorgt. Denn das Gelernte kann nach dem Workshop noch vertieft und wiederholt abgerufen werden. Ich bin sogar der Meinung, dass digitale Lernplattformen den Wissenstransfer unter den Mitarbeitern sowie den persönlichen Austausch fördern anstatt hemmen.“

Inwiefern?

„Denken wir z. B. an große Unternehmen mit verschiedenen Standorten weltweit, wo verschiedene Kollegen im Prinzip das Gleiche tun, nur an unterschiedlichen Standorten. Der regelmäßige persönliche Austausch mag hier nicht immer ganz einfach sein. Virtuelle Meeting-Räume – wie auch karriere tutor® sie nutzt – schaffen hierfür weitaus bessere Möglichkeiten des standortübergreifenden Wissensaustausches. Die Kommunikation über digitale Tools wie Skype oder Microsoft Teams ist reine Gewöhnung – mehr ist es nicht.“

Begrenzte Ressourcen und hohe Arbeitsauslastung hemmen die Personalentwicklung

„Die größten Herausforderungen, mit denen die Personalentwicklung zu kämpfen hat, sind begrenzte Ressourcen sowie die hohe Arbeitsauslastung der Mitarbeiter: Es bleibt wenig Zeit für Weiterbildung. Bei den Ressourcen stellt einerseits bereits das Budget eine Herausforderung dar, weil viele Unternehmen über kein spezifisches Weiterbildungsbudget verfügen. Andererseits sind auch die begrenzten Ressourcen im Bereich HR und Personalentwicklung nicht zu unterschätzen: Mitarbeiter gezielt und individuell zu fördern, erfordert Zeit. Doch genau das ist notwendig, denn das Gießkannenprinzip hat ausgedient. Was sich in Unternehmen mit Lernkulturen bewährt hat, ist ein individueller Personalentwicklungsplan und ein Weiterbildungsbudget für jeden Mitarbeiter.“

Herausforderungen PersonalentwicklerQuelle: kursfinder.de, L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?

Haben Sie hier Tipps für Personalentwickler im Umgang mit diesen Herausforderungen?

„Personalentwickler sollten eng mit der Unternehmensspitze zusammenarbeiten, um dort das Bewusstsein für Personalentwicklung zu schärfen und so nachhaltig mehr Ressourcen bereitgestellt zu bekommen. Auch eine engere Zusammenarbeit mit den Führungskräften kann die Situation entzerren: Diese sind näher an der Belegschaft dran und kennen die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter viel genauer als die Personalentwickler.“

Ihre Umfrage zeigt, dass nur 60 % der Befragten glauben, dass das Management davon überzeugt ist, dass das eigene Weiterbildungsprogramm dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Wie können die restlichen 40 % der Personalentwickler die Geschäftsleitung von der Wichtigkeit der Weiterbildung überzeugen, um ausreichend Budget dafür zu bekommen?

„Die Arbeitswelt verändert sich so schnell, dass die Unternehmen, die nicht in die nötige Wissensvermittlung investieren, den Anschluss verlieren werden. In Zeiten von Arbeiten 4.0 müssen sich Unternehmen weiterentwickeln, aber das funktioniert letztendlich nur, indem sie ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. Gute Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens.“

WettbewerbsvorteilQuelle: kursfinder.de, L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?

Human Capital als wichtige Kennzahl für die Personalentwicklung 4.0

Martin, nehmen wir an, die Geschäftsführung hat sich überzeugen lassen und unterstützt die Personalentwicklung in vollem Umfang. Wie schafft man es nun noch, dass die eigenen Mitarbeiter eine positive Einstellung zum lebenslangen Lernen entwickeln?

„Auch hier wird es Unternehmen durch die digitalen Möglichkeiten sehr vereinfacht, die Mitarbeiter dahin zu bringen, dass sie sich jederzeit und regelmäßig weiterbilden. Weil ganz einfach die Hemmschwelle genommen wird. Ich muss mir keinen bestimmten Termin im Kalender freihalten, zu dem ich mich dann ins Auto oder in den Zug setze, um an einer Weiterbildung teilzunehmen. Als Personalentwickler oder eben Führungskraft kann ich das „Grundrauschen“ des lebenslangen Lernens vorantreiben, indem ich Potenzialanalysen mache. Das heißt, ich setze mich jedes Jahr wieder mit jedem einzelnen Mitarbeiter hin und bewerte seine Potenziale, bestimme daraufhin notwendige Trainings und messe dann nach Abschluss des Trainings den Erfolg. So kann ich die Mitarbeiter nachhaltig weiterentwickeln und das Unternehmen dadurch voranbringen. Die Personalentwicklung geht weg vom reinen Kostenfaktor hin zur Wertanlage, die sich lohnt. Somit bildet das sogenannte Human Capital einen wachsenden Gegenwert zu den Weiterbildungskosten, der auf eine nachhaltige Bindung von Know-how im Unternehmen einzahlt.“

Frau Schäfer, Martin, herzlichen Dank für das Interview!

Weiterbildung und das regelmäßige Auffrischen der beruflichen Kompetenzen sind wichtig, sowohl für den Mitarbeiter selbst als auch für den Arbeitgeber. Genau deshalb gibt es die Möglichkeit des Bildungsurlaubs. Wie der Bildungsurlaub konkret funktioniert, welche Regeln in Ihrem Bundesland gelten und was Sie vor Ihrem Antrag auf Bildungsurlaub wissen sollten, finden Sie in diesem Artikel.

Was bedeutet Bildungsurlaub konkret ?

Was ist denn überhaupt ein Bildungsurlaub? Mit dem klassischen guten Buch, das Sie vielleicht stets mit auf Reisen nehmen, hat es nichts zu tun. Mit Hängematte und Strand ebenso wenig. Aber mit Zeitnehmen für die eigene Weiterbildung, ohne unter dem Druck der Doppelbelastung von Beruf und beruflicher Weiterbildung zu stehen, dafür sehr viel. Denn der Bildungsurlaub bezeichnet den gesetzlichen Anspruch auf eine fünftägige Freistellung von der Arbeit, um Zeit für Fort- und Weiterbildung zu haben. Und das, je nach Regelung in Ihrem Bundesland, jedes oder jedes zweite Jahr.

Vorteile des Bildungsurlaubs

Von dieser gesetzlich verankerten Möglichkeit auf Freistellung profitieren letztlich beide Seiten:

Besonders interessant: Die inhaltliche Ausrichtung der geförderten Weiterbildung, die im Bildungsurlaub absolviert wird, kann der Mitarbeiter selbst wählen.

Aber: So klar das grundsätzliche Prinzip des Bildungsurlaubs geregelt ist, desto unterschiedlicher sind die konkreten Regelungen der einzelnen Bundesländer. Denn wenn Sie einen Bildungsurlaub beantragen möchten, ist das Prozedere überall ein wenig anders.

Länderspezifische Regelungen beachten

Wer kann einen Bildungsurlaub beantragen? Ausschließlich Arbeitnehmer? Gilt der Bildungsurlaub auch für Auszubildende? Und gibt es bestimmte Fristen oder andere Voraussetzungen für diese geförderte Freistellung? Die Antworten auf diese Fragen sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

Deshalb sollten Sie unbedingt einen Blick in die gesetzlichen Regelungen Ihres Bundeslandes werfen. Informationen dazu finden Sie meist auf den Webseiten der jeweiligen Landesregierungen.

Wichtig: Es gelten die Regelungen des Landes, in dem Sie arbeiten. So gibt es zum Beispiel in Bayern und in Sachsen überhaupt keinen Anspruch auf Bildungsurlaub. Arbeiten Sie also in Baden-Württemberg, leben aber in Bayern, können Sie Bildungsurlaub beantragen. Ist es umgekehrt, gibt es diese Möglichkeit nicht, weil es in Bayern keinen Anspruch auf diese staatliche Förderung gibt.

Wer trägt die Kosten eines Bildungsurlaubs ?

Die Übernahme der Kosten des Bildungsurlaubs ist in den teilnehmenden Ländern immer gleich. Während die Arbeitgeber eine Lohnfortzahlung für die Tage der Freistellung gewähren, übernimmt der Arbeitnehmer die Seminargebühren. Natürlich können Weiterbildungskosten zudem steuerlich abgesetzt werden.

Bildungsurlaubsregelungen der 16 Länder

Die Bestimmungen zum Bildungsurlaub unterscheiden sich je nach Bundesland. Doch was gilt wo? Wer kann einen Antrag stellen? Und welche Weiterbildungsmaßnahmen erfüllen die Voraussetzungen? Hier finden Sie einen Überblick über die Regelungen zum Bildungsurlaub in den 16 Bundesländern zum Download.

Tipp: Alle Fakten zum Bildungsurlaub finden Sie im Bildungsfreistellungsgesetz des Bundeslandes, in dem sich Ihr Arbeitsplatz befindet. Informieren Sie sich dort rechtzeitig über geltende Fristen zur Antragstellung und mögliche Sonderfallregelungen.

Für welche Maßnahme kann ich mich freistellen lassen ?

Wenn Sie einen Antrag auf Bildungsurlaub stellen und dieser trotz bestehender Bildungsfreistellungsregelung in Ihrem zuständigen Bundesland abgelehnt wird, kann dies einen einfachen Grund haben: Nicht jede Weiterbildungsmaßnahme wird anerkannt. Informieren Sie sich deshalb unbedingt frühzeitig, also bereits einige Wochen, bevor Sie Ihren Bildungsurlaub beantragen, welche Veranstaltungen in Ihrem Bundesland übernommen werden. Die Landesgesetze unterscheiden u. a. zwischen diesen Weiterbildungsarten:

In einigen Bundesländern, z. B. in Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, können auch Auszubildende Bildungsurlaub beantragen, jedoch nur für politische Schulungen und Fortbildungen. In z. B. Brandenburg, Hamburg und dem Saarland gibt es die Möglichkeit, sich auch für berufliche Weiterbildungen freistellen zu lassen. Wenn Sie vor der Entscheidung stehen, Ihren Rechtsanspruch auf Bildungsurlaub zu nutzen, sollten Sie vorab unbedingt einen Blick auf die jeweiligen Regelungen werfen.

Wichtig: Der volle Anspruch auf alle fünf Tage (bzw. sechs im Saarland) entsteht nur, wenn der Antragsteller an fünf Tagen pro Woche beschäftigt ist. Möchten Sie als Teilzeitbeschäftigter Bildungsurlaub beantragen und erbringen Ihre Wochenarbeitszeit an weniger als fünf Tagen, verringert sich der Anspruch entsprechend.

Schritt-für-Schritt-Erklärung der Antragstellung

Sind alle Voraussetzungen erfüllt und alle offenen Fragen geklärt, wird es für Sie konkret. Der Prozess, um einen Bildungsurlaub zu beantragen, gliedert sich in sechs Schritte.

Vorgespraech mit Arbeitgeber

  1. Vorgespräch mit Arbeitgeber

Ein Antrag auf Bildungsurlaub sollte stets eng mit Ihrem Arbeitgeber abgestimmt werden. Suchen Sie deshalb rechtzeitig vor der Antragsfrist das persönliche Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten. Gemeinsam können Sie klären, wie Ihre Abwesenheit und die Fortbildungsdauer geregelt werden sollen. Mit diesem persönlichen Vorgespräch erhöhen Sie zudem Ihre Chancen auf Bewilligung des Bildungsfreistellungsantrags, denn wenn die Eckdaten vorab geklärt sind, erleichtert das den späteren Prozess. Verständigen Sie sich am besten auf Folgendes:

  1. Bildungseinrichtung auswählen

Stimmt Ihr Arbeitgeber einem Bildungsurlaub zu, können Sie sich auf die Suche nach einem geeigneten Weiterbildungsanbieter machen. Prüfen Sie, welche Institute Ihre gewünschte Weiterbildung anbieten, und treffen Sie Ihre Wahl.

  1. Antragsformular ausfüllen

Steht Ihre Wunsch-Weiterbildung fest, beantragen Sie die Freistellung bei Ihrem Arbeitgeber. Viele Bundesländer bieten online kostenlose Antragsformulare an, die Sie sich herunterladen und nutzen können. Meist ist auch die formlose Antragstellung möglich. Jedoch bieten die bestehenden Formulare eine gute Hilfestellung, damit keine wesentlichen Informationen vergessen werden.

Wichtig: Beachten Sie die gesetzlichen Fristen! Meist liegen diese bei ca. sechs Wochen vor Beginn der Freistellung; manche Bundesländer sehen jedoch auch kürzere Fristen vor.

  1. Bildungsurlaub beantragen

Ist das Formular ausgefüllt bzw. der formlose Antrag geschrieben, reichen Sie diesen bei der zuständigen Abteilung, meist ist es die Personalabteilung, Ihres Unternehmens ein. Dort wird der Antrag bearbeitet und schließlich bewilligt oder abgelehnt.

Was tun, wenn der Bildungsurlaub abgelehnt wird ?

Wenn Sie vorab mit Ihrem Arbeitgeber über die gewünschte Weiterbildung gesprochen haben, wird Ihr Antrag in der Regel auch bewilligt. Bleibt die Genehmigung jedoch aus, kann das an einem der folgenden Gründe liegen:

Was können Sie nun tun, wenn Sie eine Ablehnung bekommen haben? Stellen Sie den Antrag noch einmal und geben Sie dabei einen anderen Termin oder eine andere Bildungsmaßnahme an. Übrigens gilt eine rein mündliche Ablehnung des Bildungsurlaubs nicht. Kann Ihr Arbeitgeber also nicht zustimmen, muss er dies schriftlich begründen.

  1. Weiterbildung beginnen

In der Regel folgt dem Antrag jedoch eine Bewilligung. Mit dieser in der Tasche können Sie die geplante Weiterbildung beginnen und durchführen.

  1. Teilnahmebestätigung einreichen

Nach Abschluss der Weiterbildung erhalten Sie in der Regel eine Teilnahmebescheinigung oder ein Zertifikat. Reichen Sie diese Bescheinigung bei Ihrem Arbeitgeber ein.

Chancen für berufliche Weiterbildung nutzen

Leider kennen längst nicht alle Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen Bildungsurlaub zu beantragen, um sich damit Zeit und Freiraum für ihre berufliche Qualifizierung zu nehmen. Dabei ist diese Regelung eine hervorragende Möglichkeit, in die eigene Karriere und die Sicherung des eigenen Arbeitsplatzes zu investieren. Wenn Sie Ihre Chancen nach dem Lesen dieses Artikels nun nutzen wollen, wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Antragstellung und der favorisierten Weiterbildungsmaßnahme.

„Lebenslanges Lernen“ ist zum geflügelten Wort geworden. Mit gutem Grund, denn Weiterbildung ist eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Berufsweg. Doch sie braucht nicht nur Motivation – auch Zeit und Geld sind nötig. Beides musst du nicht allein aufbringen.

Wir verraten dir, ob es einen gesetzlichen Anspruch auf Weiterbildung gibt und welche Regelungen in deinem Bundesland gelten. Dabei fokussieren wir uns in diesem Artikel auf die Themen Bildungsurlaub und Bildungsprämie.

Dein Anspruch auf Weiterbildung: individuell vereinbart

Grundsätzlich muss dein Vorgesetzter dir keine Weiterbildung gewähren, denn es gibt im Gesetz keinen Anspruch auf Weiterbildung. Doch es gibt mehrere Ausnahmen: Wenn der Arbeitgeber betriebliche Weiterbildungsmaßnahmen anbietet, darf er Mitarbeiter, die in Teilzeit, geringfügig oder befristet angestellt sind, nicht davon ausschließen.

Wenn der Tarifvertrag, die Betriebsvereinbarung oder dein Arbeitsvertrag individuelle Vereinbarungen zur Weiterbildung enthalten, sind diese für beide Seiten bindend.

Als Gegenleistung darf der Arbeitgeber von dir eine Vertragsbindung erwarten: Je länger die bezahlte Weiterbildung dauert, umso länger darf er dich an den Arbeitsvertrag binden. Bei zwei Monaten Weiterbildung wäre zum Beispiel eine einjährige Vertragsbindung angemessen. Die Bedingung dafür ist, dass der Arbeitgeber den Lehrgang nicht nur vollständig bezahlt, sondern dich dafür auch bezahlt von der Arbeit freistellt. Müsstest du einen Teil deines regulären Urlaubs oder eine unbezahlte Freistellung dafür nehmen, wäre die Vertragsbindung unwirksam.

Dein Arbeitgeber kann deine Weiterbildung noch auf andere Weise fördern:

Urlaub fürs Lernen: Bildungsurlaub

Du hast genau den richtigen Lehrgang für dich gefunden – doch leider dauert er eine ganze Woche? Du musst dafür nicht deinen Jahresurlaub nutzen; freue dich stattdessen auf deinen Bildungsurlaub: In 14 von 16 Bundesländern regelt das jeweilige Bildungsurlaubsgesetz die Kriterien für die Bildungsfreistellung von Beschäftigten. In Bayern und Sachsen wird darum noch gerungen – bisher gibt es dort keinen Rechtsanspruch auf Bildungsurlaub.

Tipp: Wenn du in Bayern oder Sachsen arbeitest, erkundige dich, ob dein Arbeitgeber durch eine tarifvertragliche Regelung verpflichtet ist, dir Bildungsurlaub oder andere Unterstützung für deine Weiterbildung zu gewähren.

In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Kriterien zusammengestellt und den Anspruch auf Weiterbildung nach Bedingungen und Regelungen in den verschiedenen Bundesländern aufgelistet.

Wir stellen dir außerdem die Tabelle als PDF zur Verfügung: PDF downloaden

Bedingungen für Bildungsurlaub (BU)

In allen Bundesländern außer Bayern und Sachsen

Ausnahmen

Arbeitgeber sind zur Gewährung des BU verpflichtet

Ja

Baden-Württemberg, NRW: Nur Unternehmen mit mindestens 10 Beschäftigten (ohne Azubis).

Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen: Nur Unternehmen mit mindestens 6 Beschäftigten

Limitierung für kleine u. mittlere Unternehmen

Ja

Baden-Württemberg: 10 % der Arbeitnehmer (AN)

Berlin, Brandenburg: Bis 20 Beschäftigte: 50 % der AN

Brandenburg: max. 50 % der AN

Hessen: max. 33 % der AN

Niedersachsen: max. 50 % der AN

NRW: bis 49 An: max. 10 % der AN

Saarland: bis 50 AN: Anrechnung betrieblicher Weiterbildung möglich.

Bis 100 AN: max. 30 % der AN

 

BU-Anspruch für angestellt Beschäftigte              

Ja

 

BU-Anspruch für Beamte

Nein

 

Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen: BU auch für Beamte

Mecklenburg-Vorpommern: Unbezahlter BU für Beamte

BU für Auszubildende

Ja

Baden-Württemberg: Azubis und Studierende in dualen Studiengängen: 5 Tage in gesamter Ausbildung.

Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz: Azubis erhalten BU nur für politische Bildung.

Thüringen: Nur 3 Tage

Betriebszugehörigkeit

Mindestens 6 Monate

Saarland: Mindestens 12 Monate

Wöchentliche Arbeitszeit

Vollzeit. Bei Teilzeitbeschäftigten anteilige Berechnung des BU.

 

 

 

 

Dauer

10 Arbeitstage innerhalb von 2 Kalenderjahren. Teilzeitbeschäftigte haben anteiligen Anspruch.

Saarland: 6 Tage pro Jahr, davon 2 bezahlt. Mehr bezahlte Tage werden gewährt, wenn der Beschäftigte arbeitsfreie Zeit mit einbringt, wie Urlaub, Überstunden, Samstage, Sonn- und Feiertage. Beispiel: Bei 4 Tagen Kursdauer werden 3 Tage Freistellung vergütet.

Niedersachsen: Innerhalb von drei Jahren:

15 bezahlte Tage, wenn der Vorgesetzte zustimmt

Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen: 5 Arbeitstage pro Jahr

Inhalt

Frei wählbar: Persönliche, berufliche, politische Weiterbildung ist möglich. Gefragt sind Themen wie EDV, Kommunikation, Stress-bewältigung, Gesundheit, Soft-Skills

Bildungsurlaub für Weiterbildung im Ehrenamt nur in ausgewählten Bundesländern möglich.

Wichtig: Der Kurs muss als Bildungsurlaub zugelassen sein. Unterrichtsdauer mindestens 6 Stunden täglich.

 

Bildungsurlaub

für Weiterbildung im Ehrenamt nur in Baden-Württemberg, Bremen, Hamburg, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Thüringen

Hamburg: Gesamtdauer der Weiterbildung 5 Tage oder innerhalb von 8 Wochen jeweils ein 2- und ein 3-Tage-Block.

Anerkennung des Lehrgangs als Bildungsurlaub

Der Kurs muss in dem Bundesland für Bildungsurlaub zugelassen sein, in dem der Arbeitsort liegt.

 

Lehrgangsgebühr, Kosten für An- und Abreise, Übernachtung

Trägt der AN.

 

Antrag stellen

Möglichst früh, mindestens 6 bis 8 Wochen vor Kursbeginn. (Variiert in den Bundesländern).

Das Antragsformular ist kostenlos beim Kursanbieter erhältlich.

 

Antrag genehmigen

Meist innerhalb einer Woche. Arbeitgeber darf Teilnahmebescheinigung fordern.

 

Antrag ablehnen

Der Arbeitgeber kann den Antrag aus folgenden Gründen ablehnen:

Betriebliche Gründe, wie Großauftrag oder wenn für diese Zeit schon viele Beschäftigte Urlaub beantragt haben.

wenn die fachliche Relevanz zum Job nicht gegeben ist.

Tipp: Schriftlichen Ablehnungs-bescheid anfordern, vom Betriebsrat oder Rechtsanwalt prüfen lassen.

 

 

Tipp: Alle Fakten zum Bildungsurlaub findest du im Bildungsurlaubsgesetz des Bundeslandes, in dem sich dein Arbeitsplatz befindet. Informiere dich rechtzeitig, um Fristen und Stichtage einzuhalten. Eine hilfreiche Infoseite bietet dafür der Weiterbildungsguide der Stiftung Warentest an.

Sonderfall Fernstudium

Wie sieht es mit dem Anspruch auf Weiterbildung aus, wenn du fernlernen möchtest? Berufsbegleitende Fernlehrgänge und Fernstudiengänge werden in den Bildungsurlaubsregelungen der Bundesländer gesondert und unterschiedlich behandelt. Wir empfehlen daher, dass du dich vor Studienantritt bei der Studienberatung deinem Institut oder deiner Fernuni erkundigst. Die Mitarbeiter dort können einschätzen, wie in deinem Bundesland der Bildungsurlaub für Lernzeiten, Präsenzphasen und Prüfungen geregelt ist.

Sende auch einen Antrag auf Anerkennung des Fernlehrgangs als Bildungsurlaub an die zuständige Stelle des Bundeslandes. Die jeweiligen Adressen findest du in dieser Übersicht.

Außerdem lohnt es sich, mit deinem Arbeitgeber zu sprechen; wenn das Unternehmen von deinem Fernstudium profitiert, hast du gute Chancen auf einen individuell vereinbarten Zusatzurlaub.

Sprachreisen

Sprachreisen: zum Lernen um die halbe Welt

Ein Anspruch auf Weiterbildung unter Palmen und einen Bildungsurlaub unter südlicher Sonne? Mit dafür anerkannten Sprachreisen ist das möglich. Bedingung ist, dass der Sprachkurs mindestens fünf Tage dauert. An jedem Tag muss der Sprachunterricht sechs Stunden oder länger dauern. Hier die Regelungen für die Bundesländer:

Der Bildungsurlaub ist nicht die einzige Unterstützung für deine Weiterbildung. Es gibt noch eine andere, die du unabhängig vom Arbeitgeber und auch als selbstständig Tätiger in Anspruch nehmen kannst.

Spürbare Entlastung: die Bildungsprämie

Die Bildungsprämie ist eine Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. In bestimmten Fällen übernimmt das Ministerium die Hälfte der Kosten für eine Weiterbildung.

Ob du eine Bildungsprämie in Anspruch nehmen kannst, erfährst du in einer der Beratungsstellen in deinem Wohnort. Der folgende kurze Vorab-Check zeigt dir, ob die Bildungsprämie für dich in Frage kommt:

  1. Du bist über 25 Jahre alt.
  2. Du bist mindestens 16 Stunden wöchentlich tätig oder befindest dich in Eltern- oder Pflegezeit.
  3. Dein Bruttoeinkommen liegt unter 20.000 Euro (als Single) oder unter 40.000 Euro mit deinem Partner.
  4. Die Weiterbildung kostet weniger als 1.000 Euro.
  5. Die Weiterbildung ist für die Förderung durch die Bildungsprämie zugelassen.
  6. Du hast noch keine Rechnung für die Weiterbildung bekommen.
  7. Du hast in diesem oder im letzten Jahr keine Bildungsprämie in Anspruch genommen.

Wenn diese Aussagen auf dich zutreffen, dann ist die Chance gut, dass du eine Bildungsprämie in Höhe von 50 Prozent der Lehrgangsgebühren, also maximal 500 Euro, erhältst.

Bildungsprämie beantragen

Um den Antrag zu stellen, suchst du zuerst eine Beratungsstelle zur Bildungsprämie in deiner Nähe auf. Eine Übersicht dazu bietet dir die Seite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Dort erhältst du – wenn der Check positiv ausfällt – einen Prämiengutschein. Auf ihm steht das angestrebte Bildungsziel, zum Beispiel: „Verbesserung der IT-Kenntnisse“.

Damit suchst du den Kursanbieter deiner Wahl auf, der seinen Sitz in Deutschland hat. Erfüllt die Einrichtung die Qualitätskriterien des Bildungsministeriums und ist mit der Annahme des Prämiengutscheins einverstanden, kannst du dich für den Kurs einschreiben. Er sollte höchstens sechs Monate nach dem Ausstellen des Prämiengutscheins beginnen. Die Rechnung für die Hälfte der Kursgebühren wird dann direkt vom Kursanbieter an das Ministerium gestellt.

den richtigen Anbieter finden

Den richtigen Anbieter finden

Auch wenn es keinen direkten Anspruch auf Weiterbildung gibt, kannst du verschiedene Wege und Förderungen nutzen, um dich vergünstigt fortzubilden. Um den Bildungsurlaub und die Bildungsprämie zu nutzen, suchst du dir einen Bildungsanbieter, der für diese Fördermöglichkeiten zugelassen ist.

Worauf du bei der Wahl eines geeigneten Kursanbieters sonst noch achten solltest, haben wir dir hier zusammengestellt.

Du musst also einige Vorarbeit leisten, um dir Unterstützung für deine Weiterbildung zu sichern. Doch der Einsatz lohnt sich, denn jede Weiterbildung erweitert deinen beruflichen und persönlichen Horizont und bringt dich deinem Wunschjob oder Wunschgehalt näher.

 

Wie sehen die Auswirkungen von Arbeit 4.0 im beruflichen Alltag von Beschäftigten aus? Wie sieht der Arbeitsplatz der Zukunft aus, der stark durch Digitalisierung geprägt ist? Ja, was ist Arbeit 4.0 eigentlich – ein Schlagwort, das überall in den Medien auftaucht und die Debatten zum Standort Deutschland zunehmend prägt? Wir wollen in diesem Blogbeitrag versuchen, dieses komplexe Thema etwas aufzubohren, um besser zu verstehen, was da in den kommenden Jahren auf uns zukommt.

Das Grünbuch des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales zum Thema „Arbeiten 4.0 aus dem Jahr 2015 unterteilt die Entwicklung der Industriegesellschaft in vier entscheidende Phasen. Diese Unterteilung ist hilfreich, um den Unterschied besser zu verstehen zwischen dem heutigen Arbeiten 4.0 und seinen historischen Vorläufern in den Versionen 1.0, 2.0 und 3.0.

Von Arbeit 1.0 bis Arbeit 4.0

Arbeit 1.0 bildet den Beginn der Industriegesellschaft Ende es 18. Jahrhunderts. Plötzlich prägten Dampfmaschinen und mechanische Produktionsanlagen die Herstellung von Gütern. Der mechanische Webstuhl ersetzt den bisher üblichen hölzernen Webrahmen, Werkzeugmaschinen die Schmiedearbeit von Hand. Waren und Güter werden über die neu gebauten Eisenbahnlinien transportiert oder über den Seeweg in entfernter liegende Regionen und Länder.

Mit Arbeit 2.0 startet die Massen -und Serienproduktion von Gütern. Henry Ford verfeinert zu Beginn des 20. Jahrhunderts das Prinzip der Fließbandproduktion. Durch die Einführung eines permanenten Fließbands erhöht sich in seinen Werken die Produktion von Automobilen um das Achtfache. Mit dieser enormen Steigerung der Produktivität senkt er die Preise seiner Fahrzeuge so weit, dass sich plötzlich ein großer Teil der Bevölkerung erstmals ein Fahrzeug leisten kann.

Mit Arbeit 3.0 beginnt eine erste Welle der Automatisierung von Produktionsprozessen. Digitale Informationstechnologien und Elektronik halten Einzug in die Unternehmen. 1970 werden bei Mercedes-Benz erstmals Industrieroboter eingesetzt. Die Speicherung von Daten in Computersystemen erfolgt nicht mehr auf Lochkarten, sondern auf elektronischen Speichermedien. Die Speicherkapazitäten erhöht sich rasant ebenso wie die Fähigkeit zur Informationsverarbeitung. Erstmals wird Datenmanagement zu einem Top-Thema für Unternehmen. Die Weltwirtschaft rückt zunehmend zusammen und die erste Phase der Globalisierung der Produktion beginnt.

Arbeit 4.0: Jetzt sind wir in der Gegenwart angelangt. Heute werden Produktionsprozesse und einzelne Produktionsschritte zunehmend miteinander vernetzt. Wir können die großen Veränderungsprozesse bereits an Schlüsseltechnologien sehen, an denen intensiv gearbeitet wird. Dazu zählt die Robotik, autonomes und automatisiertes Fahren, die Herstellung komplexer Produkte per 3-D-Drucker, die Drohnentechnologie zur automatischen Auslieferung von Waren, aber auch der verstärkte Einsatz von künstlicher Intelligenz sowie Cloud-Anwendungen und Big Data. Die ersten Auswirkungen von Arbeit 4.0 zeichnen sich bereits deutlich ab.

von überall arbeiten

Gefragt ist Flexibilität

Mit Arbeit 4.0 verändert sich die Arbeitswirklichkeit von uns allen. Durch unsere digitalen Devices und den Zugang zu Unternehmensdatenbanken per Cloud können wir von überall aus arbeiten. Per Skype, Messangerdiensten und digitalen Kollaborationsplattformen wie Sharepoint sind wir weltweit miteinander verbunden. Mobiles Arbeiten, Teilzeitarbeit, Home-Office entwickeln sich zentralen Merkmal dieser neuen Arbeitswelt. Auswirkungen von Arbeit 4.0 spüren wir vor allem an der immer stärkeren Flexibilisierung der Arbeit. Der Trend dabei: Auf unsere Arbeit wird künftig dann zurückgegriffen, wenn Unternehmen sie tatsächlich benötigen. Die Arbeit findet zunehmend projektbezogen statt. Konkrete Arbeitsplatzbeschreibungen werden überflüssig, da sich die Anforderungen und Tätigkeitsmerkmale je nach Aufgabe schnell ändern können. Wichtig werden vielmehr Können, Fertigkeiten, Qualifikation und Wissen der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Und die konkrete Anwendung auf spezifische und genau definierte Projektaufgaben. Im IT-Bereich durchaus üblich: Über Crowdworking-Plattformen werden heute schon Arbeitspakete außerhalb eines Unternehmens offen vergeben. Für die Firmen eine attraktive Chance, Outsourcing zu betreiben und Leistungen preisgünstig einzukaufen. Für IT-Leute wiederum eine Chance, auch fern der großen Wirtschaftszentren und in völlig anderen Regionen dieser Welt an Aufträge zu kommen und von dort aus zu bearbeiten. Dass solche hochflexibilisierten Arbeitsformen starke Rückwirkungen die Gesellschaft und die Sozialsysteme haben, dürfte sich schnell erschließen. Das Spannungsfeld für Arbeitnehmer – oder besser Auftragnehmer – ist vorgezeichnet: hohe Selbstbestimmung auf der einen Seite bei gleichzeitiger Einkommensunsicherheit auf der anderen Seite. Wie unsere Gesellschaft durch diese neuen Arbeitsformen ein stabiles Rentensystem finanzieren will, ist eine interessante Anschlussfrage.

Auswirkungen von Arbeit 4.0: Routinearbeiten fallen weg

Ein weiteres wichtiges Kennzeichen und Merkmal der typischen Auswirkungen von Arbeit 4.0: Die Automatisierung von Arbeitsprozessen schreitet rasant voran. Maschinen steuern sich künftig selbst. Neue Berufsbilder entstehen, klassische Berufsfelder wie beispielsweise die Buchhaltung werden plötzlich nicht mehr benötigt, da Buchungsvorgänge per Software automatisch stattfinden. Aber auch das bekannte Berufsfeld des Wareneingangsprüfers ist nicht mehr notwendig, wenn alle Waren mittels Funkerkennung über einen RFID-Transponder vom Herstellungs- bis zum Empfangsort lückenlos nachverfolgt und dokumentiert werden können. Das lästige und aufwändige Zählen und Inventarisieren entfällt, bei vielen großen Textilherstellung übrigens heute schon Standard. Der Einsatz von digitalem High-Tech führt unweigerlich zu Rationalisierungsprozessen: In Japan hat der Lebensversicherer Fukoku Mutual Life Insurance im vergangenen Jahr (2017) bekannt gegeben, dass er in seiner Zahlungsabteilung 30 Prozent der Mitarbeiter durch den Einsatz künstlicher Intelligenz ersetzen will. Ihre Arbeit, dazu zählt das Einlesen von Ärzteberichten oder die systematische Ablage von Operationsdaten, übernimmt künftig das Watson-System des amerikanischen Unternehmens IBM. Perspektivisch soll Watson auch überprüfen, ob die Auszahlungen an die Versicherten korrekt verlaufen. In der ersten Phase betreffen die Auswirkungen von Arbeit 4.0 also vor allem Routinearbeiten, die auf standardisierten Vorgängen und Daten beruhen. Diese fallen zunehmend weg – und zwar branchenübergreifend. Welche Berufsfelder davon betroffen werden, wird momentan heiß diskutiert. Das Spektrum geht vom mittleren Management bis weit in Sektoren, in denen ein eher niedrigeres Qualifikationsniveau erforderlich ist wie beispielsweise Lkw- oder Taxifahrer.

Zusammenarbeiten im Projekt

Exzellentes Prozess- und Projektmanagement-Know-how gefragt

Im nächsten Schritt von Arbeit 4.0 wird die künstliche Intelligenz à la Watson eigenständig Empfehlungen aussprechen oder sogar Entscheidung treffen. Durch die Verarbeitung von riesigen Datenmengen in Echtzeit können dies Entscheidungen in vielen Fällen präziser und mit einer geringeren Fehlerquote getroffen werden, als wenn diese ein einzelner Mensch treffen müsste – so lautet das Versprechen, das Unternehmen und zahlreiche Manager mit der neuen Arbeitswirklichkeit verbinden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden wir in Zukunft eine weitere Spreizung der Arbeitsgesellschaft haben. Auf der einen Seite betreuungsintensive soziale Tätigkeit wie im Krankenhaus oder in der Pflege, die nach wie vor sehr stark nach dem klassischen Modell funktionieren. Das heißt, mit einem hohen Bedarf an persönlicher Präsenz und mit starren Arbeitszeiten verbunden. Auf der anderen Seite hochqualifizierte Tätigkeiten wie Programmierer, Data Scientists, Mobile Developper, Software-Entwickler oder Content-Manager. Hier finden sich auf der einen Seite echte Spezialisten zusammen. Eine Studie der Boston Consulting Group geht von 1 Million Arbeitsplätzen aus, die allein in Deutschland im Bereich IT- und Datenanalyse neu entstehen.

In der Arbeitswelt von morgen werden aber auch gut geschulte Generalisten gebraucht, die verstärkt fachlich übergreifend zusammenarbeiten. Damit sie in ihren Berufen erfolgreich sind, müssen sie bestes Prozess- und Projektmanagement Know-how besitzen sowie über eine sehr gute Branchenkenntnis verfügen, um bedarfsgerechte Lösungen zu entwickeln. Diese kenntnisreichen Allrounder müssen in der Lage sein, sich in ihren Projekten in schneller Zeit mit wechselnden Kompetenzen einzubringen. Das verlangt von ihnen lebenslanges Lernen und hervorragende Soft-Skills, um mit unterschiedlichsten Arbeitssituationen und Kulturen klarzukommen und sich sicher in wechselnden Arbeitskontexten sicher zu bewegen. Auch hier zeigen sich die Auswirkungen von Arbeit 4.0 deutlich: Nur wer sich selbst permanent weiterentwickelt und weiterbildet, hält Schritt.

Kollege Roboter

Ein letzter Aspekt, der die Arbeitswelt 4.0 heute schon prägt aber in Zukunft noch wichtiger wird, betrifft die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Das Schlagwort vom „Kollegen Roboter“ trifft diesen Veränderungsprozess recht gut. Künftig werden wir es mit sogenannten „Cobots“ (Collaborative Robots) zu tun haben, die gemeinsam mit menschlichen Kolleginnen und Kollegen an Werkstücken arbeiten und sich gegenseitig ergänzen. Diese neue Robotergeneration ist mit sogenannten selbstoptimierten Algorithmen ausgestattet bzw. per Internet mit großen Datenbanken verbunden. Und sie sind in der Lage, von ihren menschlichen Kollegen zu lernen und mit der Zeit hochkomplexe Tätigkeit auszuführen. Vielleicht wird es per Spracherkennung schon bald möglich sein, direkt mit ihnen zu sprechen und mit ihnen die beste Herangehensweise zu diskutieren, sodass der Lernprozess auch auf Seiten von uns Menschen gefördert wird. Klingt das in Ihren Ohren wirklich noch unrealistisch? Es gibt Unternehmen, in denen das heute schon Alltag ist. Diese Unternehmen sind natürlich innerhalb ihrer Branche ausgeprägte Innovatoren. Aber wenn die Experimente erfolgreich sind, bilden sie Blaupause für viele andere Unternehmen, die unweigerlich nachziehen werden.

Wer nach der Elternzeit zurück ins Arbeitsleben möchte, braucht eine gute Vorbereitung. Wir haben die entscheidenden Erfolgstipps für Ihren Wiedereinstieg nach der Elternzeit zusammengestellt und verraten, woran Sie denken sollten und welche Möglichkeiten Sie mit Kind im Job haben.

Wiedereinstieg nach Elternzeit: ein Frauenthema?

Während Männer meist nur eine kurze Auszeit nehmen und sich für wenige Monate Elternzeit oder eine Teilzeitlösung entscheiden, sind Frauen nach der Geburt eines Kindes deutlich länger weg vom Arbeitsplatz. Eine Umfrage des Portals statista.com ergab, dass lediglich 1 % der Frauen weniger als drei Monate Elternzeit nimmt, während rund ein Drittel der Männer diesen Zeitraum für die eigene Elternzeit nutzt. Die meisten Frauen entscheiden sich für eine Elternzeit zwischen sieben und zwölf Monaten (33 %) bzw. 24 Monaten (37 %). Hier sinkt der Anteil der Männer hingegen deutlich – für zwei Jahre planen nur 12 % der Männer eine Elternzeit für sich ein. Trotz des immer lauter werdenden Echos der Väter, die ihre Kinder betreuen, ist die Elternzeit und damit auch der Wiedereinstieg nach Elternzeit nach wie vor ein Frauenthema. Vor allem sie sind es also, die sich mit der Zeit nach der Babypause auseinandersetzen müssen und Tipps zur Rückkehr in den Job brauchen. Die wichtigsten fünf, die den Wiedereinstieg erleichtern, haben wir für Sie zusammengestellt.

Tipp 1: Bleiben, Rückkehr, oder Neuanfang?

Als schwangere Frau im Job kommen Sie um eine zumindest kurze Babypause kaum herum. Das regelt bereits das Mutterschutzgesetz, das bestimmte Schutzfristen vorschreibt. Schwangere Frauen müssen von Ihrem Arbeitgeber sechs Wochen vor; Mütter schließlich acht Wochen nach der Geburt freigestellt werden. Bei Kindern mit Behinderungen, Mehrlings- oder Frühgeburten bestehen längere Schutzfristen. Doch wie es für Sie persönlich dann nach dem Mutterschutz weitergeht, sollten Sie möglichst frühzeitig mit Ihrem Arbeitgeber besprechen. Sie haben in Deutschland zwar Anspruch auf Elternzeit, sind aber dazu verpflichtet, Ihren Antrag auf Elternzeit spätestens sieben Wochen vor Beginn derselben abzugeben. Ziehen Sie die Mutterschutzzeit also ab, muss Ihr Arbeitgeber spätestens eine Woche nach der Geburt Ihres Kindes wissen, wie lange Sie in Elternzeit gehen möchten. Ein Beispiel:

Aber nur, wenn Ihr Kind genau am Termin geboren wird. Kommt das Baby ein paar Tage früher, beginnen die acht Wochen Mutterschutz ab dem Tag der Geburt. Kommt es später, beginnen die acht Wochen dementsprechend später – gekürzt wird der Mutterschutzzeitraum aber bei einem späteren Geburtstermin nicht. Sie haben immer Anspruch auf die vollen acht Wochen.

Variante 1: Sofort zurück in den Job

Wie aber geht es nach dem Mutterschutz weiter? Sie haben die freie Wahl, ob Sie den Wiedereinstieg nach Elternzeit sofort wünschen, oder für eine längere Zeit für die Kindererziehung pausieren wollen. Wenn Sie mit Kind weiterarbeiten möchten, stellen Sie keinen Antrag auf Elternzeit, sondern kehren nach den acht Wochen Mutterschutzzeit in den Job zurück. Für viele Familien ist allerdings die Kombination aus Vollzeittätigkeit und Kinderbetreuung problematisch. In diesem Fall lohnt es sich über eine Teilzeitlösung nachzudenken. Während der Elternzeit haben Sie die Möglichkeit sowohl Elterngeld zu beziehen, als auch bis zu 30 Wochenstunden zu arbeiten. Elterngeld und Gehalt werden dann miteinander verrechnet.

Vorteile des sofortigen Wiedereinstiegs:

Variante 2: Rückkehr nach Elternzeit

Die meisten Mütter entscheiden sich heute für eine mehrmonatige Auszeit und eine Wiederkehr in den Job nach ca. 12 bis 24 Monaten. Die letzten Jahre zeigen dabei einen immer früheren Wiedereinstieg nach Elternzeit an. Waren im Jahr 2006 nach zwei Jahren noch rund 43,1 % der Mütter nicht erwerbstätig, sank dieser Anteil acht Jahre später auf 32,3 %. Das veröffentlichte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Jahr 2017. Was aber nach wie vor nur langsam ansteigt, ist der Anteil von Müttern, die Vollzeit arbeiten. Der Großteil entscheidet sich auch heute noch für eine Teilzeitlösung.

Vorteile der Rückkehr nach Elternzeit:

Variante 3: Neuanfang

Oftmals stoßen Frauen auf Widerstände, weil der Wiedereinstieg nach Elternzeit nicht so möglich ist, wie sie ihn sich erhoffen. Das kann bedeuten, dass der Arbeitgeber keine Teilzeitlösung anbieten kann oder möchte, oder dass Frauen mit Kind im Job nur noch schwer Zugang zu Aufstiegschancen im Unternehmen erlangen. Wenn Sie keine gemeinsame Lösung mit Ihrem Arbeitgeber finden, können Sie die Elternzeit auch zur Neuorientierung nutzen. Gerade diese Zeit ermöglicht Ihnen nachzudenken, was Sie beruflich erreichen möchten und wie Sie das trotz Kind schaffen können. Suchen Sie nach Ihrem Wunsch-Arbeitgeber oder absolvieren Sie eine Online-Weiterbildung von zuhause aus und bereiten Sie sich Stück für Stück auf den Wiedereinstieg als Neuanfang vor. Einige weitere Impulse dazu, wie Sie statt der Elternzeit aufsteigen, statt unter mäßigen Bedingungen an den alten Arbeitsplatz zurückzukehren, finden Sie im Blog. Lesen Sie hier gerne nach, wie Sie Ihre Elternzeit zur Erfolgschance machen können.

Vorteile des Neuanfangs nach Elternzeit

Kontakt mit der Firma aufrechthalten

Tipp 2: Den Kontakt halten oder aufbauen

Wer im Job pausiert, droht den Anschluss zu verlieren. Es ist daher wichtig, den Kontakt ins Berufsleben so gut wie möglich aufrechtzuerhalten, auch wenn Sie gerade nicht im Büro anwesend sein können. Sofern Sie sich für den sofortigen Wiedereinstieg nach dem Mutterschutz entschieden haben, fällt Ihnen der Anschluss deutlich leichter als es bei einer Rückkehr nach mehren Monaten oder gar Jahren wäre. Doch auch für längere Erziehungspausen gibt es Wege, im Job dranzubleiben und sich präsent zu zeigen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber regelmäßige Termine, an denen Sie trotz Elternzeit teilnehmen können. Auch hier gibt es flexible Möglichkeiten, die Kind und Job miteinander verbinden. Vielleicht ermöglicht Ihr Chef Ihnen Skype-Calls statt Präsenz-Meetings, um Sie auch während der Babypause einzubinden und auf dem Laufenden zu halten. Finden Sie hier rechtzeitig gemeinsame Regeln und Wege!

Haben Sie sich jedoch für die berufliche Neuorientierung entschieden, gibt es jetzt die Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen. Suchen Sie rechtzeitig vor Ende Ihrer Elternzeit nach hilfreichen Kontakten in Ihre Wunschbranche, besuchen Sie relevante Konferenzen – auch das geht heute oftmals online – und machen Sie die ersten Schritte. Wenn Sie sich beispielsweise während der Elternzeit weitergebildet haben und Ihre neuen Fähigkeiten direkt ins Unternehmen einbringen können, erleichtert Ihnen das den Übergang ins neue Arbeitsverhältnis spürbar. Denn wer bereits mit ersten Erfahrungen startet, tut sich auf neuem Terrain deutlich leichter.

Tipp 3: Bedingungen klären

Wenn das Kind da ist und Sie in die Elternzeit starten, sind Ihre Gedanken vermutlich überall aber nicht bei den Arbeitszeiten für das nächste oder übernächste Jahr. Zumindest kurz sollten Sie diesen aber dennoch Beachtung schenken und rechtzeitig abklären, wie der Wiedereinstieg nach Elternzeit konkret aussehen soll. In Ihrem Antrag auf Elternzeit genügt es zwar zunächst, die geplante Dauer der Babypause anzugeben. Der Arbeitgeber kann aber deutlich besser planen, wenn er Ihre Wünsche kennt und berücksichtigen kann. Möchten Sie in Teilzeit oder Vollzeit in den Job zurückkehren? Wünschen Sie sich mehr Flexibilität, beispielsweise einen festen Tag im Home-Office? Sprechen Sie rechtzeitig darüber und klären Sie die Bedingungen Ihres Wiedereinstiegs nach Elternzeit. Übrigens tun Sie auch bei einem neuen Arbeitgeber gut daran, rechtzeitig das Gespräch zu suchen und die Rahmenbedingungen für den Start zu regeln.

Kinderbetreuung sicherstellen

Tipp 4: Kinderbetreuung sicherstellen

Wenn Sie in den Job zurückkehren möchten, sich aber erst nach sechs oder neun Monaten mit der Betreuungsfrage beschäftigen, haben Sie höchstwahrscheinlich ein Problem. Denn nach wie vor sind Krippenplätze vor allem in den Städten sehr schnell ausgebucht. Denken Sie daher unbedingt rechtzeitig an die Kinderbetreuung. Wägen Sie die verschiedenen Möglichkeiten ab:

Manche Lösungen erscheinen auf den ersten Blick finanziell nicht sehr attraktiv. Natürlich sollten die Betreuungskosten nicht Ihr ganzes Gehalt verschlingen. Wenn Sie aber zurück in den Job müssen oder möchten und dafür eine teure Betreuung beanspruchen, können Sie diese vom Arbeitgeber bezuschussen lassen. Dieser Kinderbetreuungszuschuss ist im § 3 Nr. 33 EStG geregelt und steuer- sowie sozialabgabenfrei. Auch für den Arbeitgeber hat dieser Zuschuss Vorteile. Bezuschusst werden können nämlich Plätze in öffentlichen Einrichtungen – eine eigene Betriebskita ist also gar nicht nötig. Außerdem sind die Förderungen steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar. Am Ende profitieren also beide Seiten:

Tipp 5: Rechtliche Vorgaben zum Wiedereinstieg nach Elternzeit kennen

Kind und Job scheinen auf den ersten Blick schwer vereinbar. Doch es gibt zahlreiche gesetzliche Regelungen, die berufstätige Mütter schützen und fördern. Verschaffen Sie sich als werdende Mutter oder als Mutter in Elternzeit, die in ihren Job zurückkehren möchte, rechtzeitig einen Überblick, was das Gesetz vorgibt, welche Rechte Sie haben und welche Chancen es Ihnen eröffnet. Beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt es zahlreiche kostenlose Broschüren, die über Elterngeld, ElterngeldPlus, Elternzeit und die Rückkehr ins Berufsleben informieren. Hier kommen Sie zu den Publikationen.

Mit der Digitalisierung ändern sich nicht nur Technologien, sondern ganze Unternehmensabläufe und die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sich fortlaufend weiterzubilden scheint unumgänglich. Doch wie kann der Einzelne dies am besten tun? Welcher Kurs verspricht auch in Zeiten des rasanten digitalen Wandels up to date zu sein? Und wie finden Sie diese Kurse unter der Vielzahl an Angeboten? Wir zeigen es Ihnen.

Die neue Definition beruflicher Qualifikation

Bevor Sie sich die Frage stellen, welche Weiterbildung in der Digitalisierung die richtige für Sie ist, möchten wir das Thema etwas weiten. Denn das, was bisher gemeingültig als beruflich qualifiziert verstanden wird, reicht im digitalen Wandel nicht mehr aus. Bisher stützt sich die berufliche Qualifikation vor allem auf die Menge an fachlichem Wissen. Was der Einzelne fachlich in seinem Arbeitsbereich weiß, sagt aber nicht zwangsläufig etwas darüber aus, wie erfolgreich er in Zeiten von Arbeit 4.0 sein wird. Das zeigen erste Untersuchungen bereits sehr deutlich. In einem Strategiepapier des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zum Qualifizierungsbedarf und den Anforderungen im Zeichen der Digitalisierung wird klar, dass neben der reinen Fachkompetenz weitere Bereiche an Bedeutung gewinnen. Die Kompetenzen mit neuen Technologien umzugehen beispielsweise, Planungs- und Organisationsfähigkeit sowie die Fähigkeit in permanent wechselnden oder komplett virtuellen Teams zusammenzuarbeiten. Insbesondere Unternehmen 4.0, die bereits einen hohen Digitalisierungsgrad aufweisen, betonen, dass Methoden- und Sozialkompetenzen bereits heute immens wichtig sind und es künftig verstärkt sein werden. Die neue Definition der beruflichen Qualifikation im digitalen Wandel besteht also aus drei Komponenten:

 

Weiterbildung in der Digitalisierung bedeutet lebenslanges Lernen

Der digitale Wandel ist kein laues Lüftchen, sondern ein kraftvoller Orkan, der wohl alle Arbeitsbereiche erfassen und verändern wird: Neue Geschäftsmodelle, neue Technologien, neue Formen der Zusammenarbeit im Team und völlig neue Berufsgruppen entstehen. All diese Veränderungen geschehen in einem rasanten Tempo. Und ebenso rasant müssen auch Weiterbildungen in der Digitalisierung sein, wenn diese Ihnen als Teilnehmer wirklich aktuelles Wissen vermitteln sollen. Gewiss bedeutet lebenslanges Lernen sich fortlaufend weiterzubilden, aber um dies effektiv zu können, braucht es geeignete Formen der beruflichen Weiterbildung in der digitalen Transformation.

 

Anforderungen an die Fortbildung in der Digitalisierung

Was sollten Menschen von einer guten Weiterbildung in der Digitalisierung erwarten? Welche Anforderungen stellt der Arbeitsmarkt? Mit welchem Lehrgang können Sie beruflich erfolgreich bleiben und woran erkennen Sie zukunftsfähige Seminare, Workshops, Schulungen und Studiengänge? Achten Sie auf folgende Dinge, wenn Sie sich beruflich qualifizieren möchten:

 

Weiterbildungen für Mitarbeiter

 

Offline- vs. Online-Weiterbildung

Einige der Anforderungen zeigen die Problematik konventioneller Offline-Weiterbildungen bereits klar auf. Zwar können diese durchaus von kompetenten Lehrern abgehalten werden; individuelle Schwerpunkte zu setzen und mit neuesten Technologien zu lernen, ist hingegen kaum möglich. Der klassische Abendkurs mit Schulungsunterlagen auf Papier oder das autodidaktische Selbststudium mit Fachliteratur zu Hause bedeutet immer auch, dass die Informationen rasch veralten können. Je nach Branche geschieht dies sehr schnell. Sind Sie beispielsweise in der IT tätig, wird das Fachbuch von heute morgen schon nicht mehr auf dem neuesten Stand sein. Ein klares Argument, das für die Online-Weiterbildung spricht. Doch wie sieht es mit den anderen Anforderungen aus?

 

Online-Kurse sind flexibler

Online zu lernen bringt meist einen Gewinn an Flexibilität. Die Kurse können zeitlich und räumlich unabhängig absolviert werden, wenn die Anbieter dies ermöglichen. Als Teilnehmer einer Online-Weiterbildung nutzen Sie moderne Technologien bereits während des Lehrgangs und schärfen damit die eigene Kompetenz im Umgang mit diesen. Doch auch hier sollten Sie aufmerksam sein und die Anbieter von Online-Weiterbildungen genau miteinander vergleichen. Zwar gibt es viele Institute, die eine Online-Anmeldung und den E-Mail-Kontakt zum Dozenten ermöglichen, die darüber hinaus aber trotzdem mit Unterlagen auf Papier arbeiten, die per Post verschickt werden. Das Risiko von schnell veralteten Informationen bleibt in diesem Fall also bestehen. Für die Online-Weiterbildung in der Digitalisierung gibt es also ein klares „Ja!“, aber eben auch ein „Ja, aber…!“ Vergleichen Sie die Anbieter miteinander und hinterfragen Sie deren Lernmodalitäten genau.

 

karriere tutor® ist der Spezialist für Ihren digitalen Erfolg

karriere tutor® bietet ausschließlich Online-Seminare an. Aber wir haben diese revolutioniert und an die Anforderungen des digitalen Wandels angepasst. Heute stehen wir als Spezialist für die Online-Weiterbildung in der Digitalisierung für den direkten Weg zu Ihrem beruflichen Erfolg und Glück im digitalen Wandel. Wir stehen für Zukunftslösungen im Bereich der beruflichen Weiterbildung und gehen dafür neue Wege. Bei uns bekommen Sie keine Lernmaterialien per Post zugeschickt und auch keinen Universaldozenten für alle Kurse. Unsere Kursinhalte werden bei wichtigen Neuerungen derzeit innerhalb weniger Wochen, schon bald innerhalb weniger Tage aktualisiert. Denn Sie profitieren so viel mehr von:

 

 

 

Wir coachen Sie zum digitalen Erfolg

Sie möchten Ihre Ziele erreichen und die beste Weiterbildung in der Digitalisierung finden? Dann holen Sie sich kompetente Unterstützung vom Innovationsführer der Online-Weiterbildung. Wir begleiten Sie und machen Sie fit für Ihre digitale Zukunft! Schreiben Sie uns!

Am 01. Juni feiern wir zum zehnten Mal den Welt-Elterntag, den die UN 2012 zu Ehren aller Eltern einführte. Doch wie sieht es eigentlich aus mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere für die Väter? Bedeutet Elternschaft für diese heute immer noch zwangsläufig einen Karriereknick, oder sind die Elternzeit für Väter und beruflicher Erfolg inzwischen vereinbar? Wir geben einen aktuellen Stand.

Familie als Anker der Gesellschaft

Bildung als wohl wichtigster Wohlstandsfaktor unserer Gesellschaft und Eltern als Anker und Motor zugleich, die Kindern Bildung zugänglich machen – genau diese Kombination bewegte die UN dazu, die Bedeutung der Elternschaft mit einem eigenen Ehrentag zu feiern. Seit 2012 nun besteht der Welt-Elterntag, der symbolisch zeigen soll, wie wichtig Eltern nicht nur für die Kinder selbst, sondern auch für den Erfolg einer Gesellschaft sind. Auch der Gesetzgeber erkennt dies an und schafft mit auf Familien zugeschnittenen Angeboten wie der Elternzeit, oder jüngst der Erneuerung des Elterngeldes auf das flexiblere Elterngeld Plus, Möglichkeiten, Elternschaft und berufliche Stabilität zu vereinen. Ein Kündigungsschutz während der Babypause ist längst nicht überall selbstverständlich – im internationalen Vergleich steht Deutschland hier durchaus gut da. Gerade, was die Rolle des Vaters betrifft. Im zweiten Quartal 2015 nahm bereits jeder dritte Vater zumindest einen Teil der Elternzeit und der verfügbaren Bezugsmonate des Elterngeldes selbst in Anspruch. Das ist ein Anstieg um 1,3 % bei der Elternzeit für Väter im Vergleich zu den Erhebungen des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung bekannt gab. Länder wie die USA, Kanada oder auch unsere Nachbarn aus Frankreich kennen Vätermonate in dieser Form nicht einmal. Also alles gut in Sachen Karriere und Elternzeit für Väter?

Bringt die Elternzeit für Väter das Karriereaus?

Trotz alledem ist es aber nach wie vor so, dass überwiegend Frauen Elternzeit nehmen und Elterngeld beantragen. Und wenn die Väter es tun, dann meist nur wenige Monate oder sie arbeiten begleitend in Teilzeit weiter. Warum ist das so? Haben Männer Angst vorm Karriereknick Elternzeit? Möglich. Oder befürchten sie zu große Gehaltseinbußen? Ebenfalls wahrscheinlich. Denn Fakt ist, dass das Elterngeld zwar einen Teil des vorherigen Nettolohns ausgleicht, nicht aber das komplette Einkommen ersetzt. Für viele Väter möglicherweise Grund genug, auf dieses an sich gute Angebot zu verzichten. Der Gesetzgeber ermöglicht überdies während der Elternzeit zwar Stunden zu reduzieren, um den beruflichen Anschluss nicht zu verpassen. Aber jede Stunde, die ein Arbeitnehmer weiterhin arbeitet, mindert das Elterngeld. Insgesamt ist diese Variante für Väter – insbesondere dann, wenn sie die Hauptverdiener der Familie sind, also eher unattraktiv.

Elternzeit als Karrieremotor

Kind und Karriere zu kombinieren, scheint also trotz aller Bemühungen nach wie vor schwierig für Väter. Dies liegt aber nicht am Modell Elternzeit an sich, sondern wohl vielmehr an den verkannten Chancen, die die Elternzeit bietet. Um die aber eben kaum einer weiß. Das Recht auf berufliche Weiterbildung beispielsweise besteht auch während der Elternzeit und wirkt sich – im Gegensatz zur direkten Erwerbstätigkeit – nicht auf das Elterngeld aus. Konkret bedeutet dass, dass Väter, die Elternzeit nehmen und komplett zu Hause bleiben, sich trotzdem beruflich fortbilden können. Im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz steht zwar, dass eine Erwerbstätigkeit für maximal 30 Wochenstunden möglich ist und die Höhe des Elterngeldes mindert, für Ausbildung und Studium gilt dies jedoch nicht. Wer sich in einer Ausbildung befindet, bezieht das Elterngeld trotzdem in voller Höhe, auch wenn die Ausbildung weiterläuft. Auch eine Einschränkung durch die berufliche Weiterbildung findet sich im Gesetz nicht. Aus dieser Perspektive betrachtet scheint sie also doch möglich zu sein, die Kombination von Kind und Karriere.

Vorteile einer Weiterbildung während der Elternzeit

Vorteil berufliche Weiterbildung

Vorteil berufliche Weiterbildung

Natürlich dient die Elternzeit in erster Linie der Familie und der Betreuung des Kindes. Doch sie wurde vom Gesetzgeber bewusst so flexibel gehalten, um eben kein „Kind oder Karriere“ zu forcieren, sondern ein „Kind und (!) Karriere“ zu ermöglichen. Bisher sieht letztere Variante in der Praxis aber vor allem so aus, dass unter größter Anstrengung beides irgendwie unter einen Hut gebracht wird, indem zwar Elternzeit für Väter genommen, die Arbeitszeit aber maximal um einige Stunden reduziert wird. Väter pendeln also zwischen Familienzeit und Arbeit hin und her, vermischen beides notgedrungen und sitzen häufig geradezu zwischen den Stühlen. Förderlich ist dies weder für die Familienzeit noch für das berufliche Fortkommen. Entschieden sich jedoch mehr Väter dafür, einige Monate komplett aus dem Beruf zurückzutreten und stattdessen die Babypause mit einer beruflichen Weiterbildung zu kombinieren, bärge dies großes Potenzial. Konkret ermöglicht eine Weiterbildung in Elternzeit für Väter:

Zusammengefasst ist die Elternzeit für Väter also keineswegs Karriereknick, sondern bietet viele Chancen, die Arbeitnehmer nur nutzen müssen.

Flexible Modelle finden

Ein kleine Einschränkung gibt es dennoch. Denn wer ein Kleinkind betreut, hat natürlich nicht die Möglichkeit sich tagsüber in einen Schulungsraum zu setzen. Flexible Weiterbildungsmodelle sind gerade für Eltern enorm wichtig. Flexibel heißt in diesem Fall vor allem orts- und zeitunabhängig und genau an den Alltag mit Kind anpassbar. Solche Kurse finden Sie leider nicht überall – aber es gibt sie, wie ein Blick in unser digitales Lehrangebot zeigt.

Sind oder werden Sie Vater und wollen Karriere und Ihr Recht auf Elternzeit kombinieren? Dann gehen Sie neue Wege und nutzen Sie die Chancen, die eine berufliche Weiterbildung während der Elternzeit Ihnen bietet.

 

Job und Kinder unter einen Hut zu bekommen schaffen viele heute irgendwie. Aber längst nicht zufriedenstellend. Und wer seinen Vollzeitjob nicht mit einer Vollzeit-Weiterbildung vereinen kann, schaut ebenfalls in die Röhre. Bleibt also all jenen nur der komplette Verzicht auf die berufliche Qualifikation? Nicht unbedingt. Denn Weiterbildungen in Teilzeit könnten hier weiterhelfen. Sofern sie denn überhaupt angeboten werden. Wir nähern uns dem schwierigen Thema an.

Wie machen die das bloß?

Es gibt sie immer wieder, die Erfolgsgeschichten moderner Mütter, die mit vier Kindern einen Managerposten quasi spielerisch meistern. Oder die eines vollzeitbeschäftigen Mitarbeiters, der ganz nebenbei noch seinen Master draufsetzt. Was dahinter steckt, sehen aber die wenigsten und fragen sich stattdessen fortlaufend, wie die anderen das denn bloß schaffen. Oder zunächst einmal, wie sie überhaupt an diese Stellen gekommen sind. Wenn man selbst mit dem kranken Kind gerade wieder einen Tag freinehmen musste oder die Familie nach dem langen Arbeitstag auch noch etwas von einem haben will, erscheint einem wohl nichts ferner als die berufliche Weiterbildung. Oder gar der Aufstieg auf der Karriereleiter. Doch es scheint ja zu funktionieren. Nur wie? Wie kann sich jeder beruflich qualifizieren und zum begehrten Kandidaten für die wirklich guten Jobs machen? Und dabei trotzdem allen anderen Verpflichtungen gerecht werden? Eine Lösungsmöglichkeit ist die Weiterbildung in Teilzeit. Denn diese hat schlagende Argumente:

 

Ungerecht und unvereinbar?

Dass die Weiterbildung in Teilzeit klare Vorzüge hat, ist offensichtlich. Und trotzdem scheint der erwünschte Effekt auszubleiben. Denn Jahr für Jahr begehen wir den Equal Pay Day ungefähr zur gleichen Zeit. Dieses Jahr erst kürzlich am 18. März, im Jahr 2009 am 20. März – unterm Strich hat sich also nicht viel daran geändert, dass Frauen deutlich schlechter bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen. Der kausale Zusammenhang zur Teilzeitarbeit ist unbestritten. Rund 80 % der Teilzeitkräfte in deutschen Unternehmen sind weiblich. Weniger Zeit für den Job und noch weniger Zeit, um die eigene Karriere voranzutreiben – viele Frauen scheinen geradezu in einer beruflichen Sackgasse festzustecken. Sie bräuchten eine Weiterbildung in Teilzeit, die Ihnen neue Chancen ermöglichen kann. Und ergänzend manchmal auch jemanden, der Ihnen wirklich funktionierende Erfolgstipps für Frauen mit auf den Weg gibt.

Wer braucht eine Weiterbildung in Teilzeit?

Doch nicht nur berufstätige Frauen in Teilzeit könnten hier profitieren. Auch Arbeitnehmer, die die häusliche Pflege von Angehörigen übernehmen, Menschen, die privat stark eingespannt sind, oder finanziell auf ihren Hauptjob angewiesen sid und nur wenig Zeit für die eigene Weiterbildung aufbringen können. Konkret betrachtet brauchen also nicht nur junge Mütter eine gute Weiterbildung in Teilzeit, sondern Vertreter aller Generationen und beider Geschlechter.

Teilzeit-Weiterbildungen modernisieren

Nun ist es ja nicht so, dass es bislang gar keine Weiterbildungen in Teilzeit gab. Aber das bestehende Angebot ist durchaus ernüchternd. Wirklich flexibel und damit alltagstauglich sind meist nur die Kurse, die am Ende ein Feld-,Wald-, und Wiesendiplom hervorbringen. Die Kurse mit relevanten Abschlüssen und gefragten Zertifikaten werden nach wie vor überwiegend in Vollzeit angeboten. Wer sich aber weiterbilden möchte, gleichwohl ob dies in Vollzeit oder Teilzeit geschehen soll, will am Ende auch für den Aufwand belohnt werden. Und das kann nur mit Zertifikaten gelingen, die beruflich neue Türen öffnen können. Genau das haben wir uns zum Anspruch gemacht und möchten die klassische Weiterbildung in Teilzeit modernisieren. Konkret gestalten wir sie maximal flexibel,

All das zusammengenommen ergibt die Weiterbildung in Teilzeit der Zukunft. Die Fortbildung, die Sie auch bei geringerem Stundenumfang ganz nach oben bringen kann. Bei der Sie nicht Ihre komplette Lebensqualität opfern müssen, sondern Lernen und Leben miteinander kombinieren können. Das klingt für Sie nach einem Plan, der zu Ihnen passen könnte? Dann trauen Sie sich und gehen Sie den modernen Weg. Im persönlichen Gespräch klären wir gemeinsam, wie das in der Praxis aussehen könnte.