Auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) kommen heute nicht mehr ohne eigene Website aus. Doch welche technischen Voraussetzungen und Tools brauchst du wirklich, um eine Seite aufzubauen, und was kannst du getrost vernachlässigen? In diesem Artikel beantworten wir dir diese Fragen und geben dir einen Einstieg in das Thema.

Kunden anziehen über die eigene Website

94 % der deutschen Bevölkerung nutzt laut ARD/ZDF-Onlinestudie 2020 das Internet. Die Nutzer verteilen sich über alle Altersgruppen hinweg vom Teenager bis hin zum Senior. Für Unternehmen bedeutet das: Wer nicht im Internet präsent ist, spielt in der Wahrnehmung seiner Kunden kaum eine Rolle und wird eher früher als später von der Bildfläche verschwinden.

Eine gute Ausgangsbasis für die Online-Präsenz eines Unternehmens ist die eigene Website. Doch was brauchst du nun konkret, um eine solche zu erstellen? Sehen wir uns in erster Linie die technischen Voraussetzungen an und gehen dann zu den wichtigsten Inhalten über.

Erster Schritt: Technik-Basics für die eigene Website

Im Bereich der Technik brauchst du vor allem drei Dinge für deine eigene Unternehmenswebsite.

  1. Domain der Website

Deine Website braucht eine Internetadresse, unter der sie später erreichbar sein soll. Bei uns ist dies zum Beispiel www.karrieretutor.de. Diese Internetadresse, auch Domain genannt, musst du zunächst kaufen bzw. registrieren. Du bezahlst also dafür, dass du diese Adresse für dich und dein Unternehmen nutzen kannst. Die Kosten dafür sind überschaubar und belaufen sich auf ca. fünf bis fünfzehn Euro pro Domain und Jahr. Prüfe vorab, ob deine Domain bereits registriert ist. Zahlreiche Anbieter stellen eine kostenlose Domainabfrage zur Verfügung, z. B. denic.de oder one.com.

Tipp: Wenn du eine passende Domain gefunden hast, überlege dir, ob du sie mit verschiedenen Länderkürzeln registrieren möchtest. So kannst du sowohl die deutsche Domain, die auf „.de“ endet, für dich reservieren als auch internationale Endungen wie „.com“ nutzen. Letzteres ist vor allem dann sinnvoll, wenn du internationale Kundschaft hast, Ersteres völlig ausreichend, wenn du als lokal ansässiges Unternehmen in Deutschland agierst.

  1. Webhosting der Website

Deine Website braucht nach der Adresse einen Online-Platz für die Daten, die sich auf ihr befinden. Du benötigst dafür einen Hosting-Anbieter, der dir seinen Server zur Verfügung stellt, auf den du die Daten, also Bilder, Texte und Dateien, laden kannst. Auch hier zahlst du monatlich einen moderaten Betrag, der sich nach dem Umfang des gebuchten Paketes richtet. Ein sehr moderner und schneller Server mit viel Speicherplatz kostet dabei mehr als ein langsamer mit wenig Speicherplatz.

Tipp: Vergleiche Webhosting-Anbieter online und prüfe, wie viel Platz du wirklich benötigst. Für eine KMU-Website mit etwa fünf bis zehn Unterseiten und vereinzelten Bildern brauchst du weniger Speicherplatz als für einen Onlineshop mit vielen Hundert Bildern.

  1. Content-Management-System für die Website

Damit du deine Inhalte regelmäßig aktualisieren oder erweitern kannst, lohnt es sich, wenn du dich mit dem Thema Content-Management-System (CMS) beschäftigst. Mit einem solchen System kannst du die Inhalte deiner Website erstellen und pflegen. Das ermöglicht es dir, deine Seite aktuell zu halten und beispielsweise Preise anzupassen oder Blogartikel zu veröffentlichen. Die Auswahl an Content-Management-Systemen ist sehr groß und für Laien auch oft unübersichtlich. Marktführer ist seit vielen Jahren WordPress. Rund 63 % aller Websites mit einem Content-Management-System sind WordPress-Websites. Tatsächlich hat WordPress viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Seine größte Stärke liegt wohl in der großen Flexibilität, denn nahezu jede Website kannst du mit WordPress umsetzen. Über entsprechende Themes (verschiedene Vorlagen für die grafische Oberfläche) wählst du eine Basisausstattung deiner Website aus und kannst sie mithilfe kostenloser und kostenpflichtiger Plugins an deine Bedürfnisse anpassen. Alternativen zu WordPress sind beispielsweise Joomla oder Wix.

Tipp: Viele Content-Management-Systeme gibt es kostenlos als Open Source. Auch WordPress gehört in der Grundausstattung dazu. Plane jedoch unbedingt vorab durch, was deine Website technisch können soll. Wenn du erst ein kostenloses Theme installierst, die komplette Website damit einrichtest und dann doch mehr Leistung brauchst, ist dies ein ärgerlicher Mehraufwand. Also plane zuerst und sieh dich dann nach dem besten CMS und den besten Plugins um.

Zweiter Schritt: Inhaltliche Basics für die eigene Website

Sind die technischen Voraussetzungen gegeben, geht es darum, deine Website mit Inhalten zu füllen. Denn verkaufen wirst du vor allem über diese. Besonders wichtig sind hier zwei Dinge:

  1. Webdesign der Website

Wenn du mit einem CMS arbeitest, musst du nicht unbedingt ein Webdesigner sein. Diese Tools bieten eine gute Basis für dein Webdesign, das durchaus ordentlich aussieht. So kannst du mit ihnen selbstständig festlegen, wie die einzelnen Seiten deiner Website aufgebaut sein sollen, an welcher Stelle Bilder eingeplant werden und welche Farbe auf deiner Seite dominiert. Wenn du besondere Wünsche an dein Webdesign hast, die du mit einem bestehenden Plugin nicht abbilden kannst, kannst du diese ergänzend mit eigenen HTML- und CSS-Kenntnissen ganz individuell umsetzen.

Tipp: Achte auf ein einheitliches und stimmiges Design, denn deine Website repräsentiert dein Unternehmen und damit auch deine Marke online. Außerdem sollte das Design deiner Seite funktional bleiben, damit sich die Websitebesucher gut zurechtfinden.

  1. Inhalte der Website

Ein funktionales und harmonisches Design ist die Voraussetzung dafür, dass Menschen sich gerne auf deiner Unternehmenswebsite bewegen. Kaufentscheidend sind jedoch die Inhalte, also das, was du über dein Unternehmen und deine Produkte schreibst oder sagst. Formuliere für deine eigene Website ein stimmiges inhaltliches Konzept und halte eine Kernaussage für dein Business fest. So stellst du sicher, dass deine Websitebesucher sofort erfassen können, worum es bei dir geht, und nicht irritiert weiterklicken.

Tipp: Beschränke dich bei deinen Inhalten auf die wesentlichen Kernaussagen. So vermeidest du, dass die Websitebesucher überfordert sind und aufgrund der Masse an Inhalten die Seite gleich wieder verlassen.

Eigene Website fortlaufend pflegen

Deine eigene Website ist der Türöffner, der viele Menschen auf dich und dein Unternehmen aufmerksam machen kann. Doch es ist wichtig, dass du diese Seite fortlaufend pflegst. Plugins sollten aktualisiert, Daten regelmäßig gesichert werden und Inhalte ebenfalls aktuell bleiben. Wenn du bereit bist, diese Dinge regelmäßig zu tun, steht deiner erfolgreichen Website nichts mehr im Weg.

Unser Tipp zum Schluss

Jetzt hast du einen ersten Überblick, was du brauchst, um eine Website für dein Unternehmen zu erstellen. Du merkst aber schon, wie vielschichtig und schnelllebig das Thema ist. Deshalb lautet unser Tipp: Nutze diesen Blogbeitrag als Einstieg und arbeite dich nach und nach tiefer in die Materie ein. Schau dir im Internet an, wie andere Unternehmen ihre Website aufgebaut haben und welche Inhalte sie dort veröffentlichen. Suche dir passende YouTube-Tutorials, höre Podcasts und lies Fachblogs. Für einen tieferen Einstieg in die Welt der Website-Gestaltung eignen sich auch Weiterbildungen, wie zum Beispiel der Experte für WordPress, Digital Media und Content Management. So baust du dein Wissen stetig aus und kannst den Erfolg deiner Website immer weiter steigern.

Ein Content Management System (CMS) dient dazu, Inhalte einer Website zu verwalten. Mithilfe eines CMS können geschulte Anwender, wie der Content Manager, Inhalte online stellen, ohne selbst programmieren zu müssen. Auch tiefergehende HTML-Kenntnisse sind nicht notwendig, um ein CMS zu bedienen. Besonders hilfreich ist das CMS, wenn Sie eine sehr dynamische Website haben, wie z. B. einen Onlineshop oder Blog. Denn hier kommt regelmäßig neuer Content hinzu bzw. müssen die einzelnen Webseiten häufig aktualisiert werden.

Ein Content Management System verfügt im Backend in der Regel über eine benutzerfreundliche grafische Oberfläche. Hier können mehrere Nutzer gleichzeitig an der Erstellung digitaler Inhalte arbeiten. Über eine Datenbank – wie z. B. MySQL – verbindet das CMS die dort hinterlegten Website-Vorlagen mit den von den Anwendern (Administratoren) eingestellten Inhalten. Der auf diese Weise produzierte Web-Content wird dann im Frontend ausgespielt. Der Website-User sieht nun das fertige Ergebnis: die Webseite.

Eines der bekanntesten CMS, wenn es um Web-Content geht, ist das Open-Source-Programm WordPress. Welches die größten Vor- und Nachteile von WordPress sind, lesen Sie hier im Blog. Ebenfalls häufig genutzt werden die Content-Management-Systeme TYPO3, Joomla, Shopify oder Drupal.

Programmierer, Webdesigner, Redakteure oder Fotografen: Die berufliche Bandbreite, auf der sich das ortsunabhängige Arbeiten erstreckt, ist facettenreich. Mirjam Hruby, Content Managerin bei karriere tutor®, arbeitet seit zwei Jahren immer mal wieder an exotischen Orten und kennt die üblichen Herausforderungen als digitaler Nomade. Aktuell ist sie in Südostasien – einem Hotspot für Remote Worker – und gibt Ihnen in diesem Beitrag wertvolle Tipps aus erster Hand, wenn auch Sie digitaler Nomade werden wollen.

Es ist acht Uhr morgens an einem sonnigen Montag auf einer kleinen Insel im Süden Thailands. Die Blätter der Palmen am Strand von Koh Phangan wehen friedlich im Wind, das Brummen der Roller dröhnt von den rauen Straßen in den kühlen Co-Working-Space mit Meerblick. Wo viele Deutsche Urlaub machen, sitzen 30 digitale Nomaden zusammen in dem gläsernen Büroraum und starten ihre Arbeitswoche. Mittendrin Content Managerin Mirjam Hruby. Sie verbindet hier die Vorteile, die ihr der „New-Work-Spirit“ bei karriere tutor® bietet, mit ihrem Traum, das Reisen und Arbeiten miteinander zu verbinden.

Mirjam Hruby New Work

„New Work bedeutet für mich in erster Linie Flexibilität im Hinblick auf den Ort, an dem ich arbeite. Alles, was ich für meinen Job brauche, ist gutes Internet und meinen Laptop“, erklärt Mirjam Hruby. So sieht auch das Basis-Equipment des Großteils der digitalen Nomaden in Koh Phangan aus: MacBooks an jedem Arbeitsplatz, wahlweise mit portablem Zweitbildschirm für die Programmierer, oder auch iPads zum Zeichnen für die Illustratoren.

Herausforderung Nr. 1: Immer auf der Jagd nach dem schnellsten Internet

Was für einige verrückt klingt, ist für digitale Nomaden essenziell: Das persönliche Reiseziel wird nach der Qualität des Internets ausgewählt. Internetseiten wie Nomadlist.com bieten einen hervorragenden Überblick über die Orte mit dem schnellsten WiFi. In fast jeder Destination empfiehlt es sich außerdem, sich eine lokale SIM-Karte zuzulegen. „In Thailand arbeite ich meist mit dem mobilen Internet meines Smartphones als Hotspot für den Laptop”, sagt Mirjam Hruby. „Damit bin ich besonders auf Inseln viel schneller unterwegs als mit dem lokalen WLAN.”

Das schnellste Internet bieten häufig Co-Working-Spaces. Wer viele Skype-Calls am Tag hat wie Mirjam Hruby, sollte im Vorfeld sicherstellen, dass es separate Meeting- oder Skype-Räume gibt. „Ich kontaktiere meist den Betreiber des Co-Workings und reserviere mir für meine Termine einen eigenen Raum”, erklärt Mirjam Hruby ihre Strategie. „So kann ich sichergehen, dass ich in Ruhe mit meinem Team sprechen kann.”

Wie viele digitale Nomaden gibt es?

Weltweit ist das Feld des Neo-Nomadismus oder des ortsunabhängigen Arbeitens noch nicht tiefgreifend erforscht. Die Begrifflichkeiten für diesen Lebensstil wie etwa digitaler Nomade, Remote Worker, Online-Worker oder New Work als Sammelbegriff für die verschiedenen Strömungen des ortsunabhängigen Arbeitens definieren grundsätzlich einen multilokalen Arbeits- und Lebensstil. Dem Handelsblatt zufolge gibt es weltweit etwa eine halbe Million digitale Nomaden – Tendenz steigend. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens PwC sei besonders die Generation Y (Personen zwischen 25 und 35 Jahren) offen für den ortsunabhängigen Lebensstil: Jeder Fünfte könne sich vorstellen, von unterwegs an unterschiedlichen Orten zu arbeiten.

Viele Remote Worker verbringen die Winterzeit gerne in der Sonne und kehren im Sommer nach Deutschland zurück. Zu dieser Zeit finden in vielen Großstädten Meetups statt. Seit 2014 gibt es beispielsweise im Mai ein „Digitale-Nomaden-Event“ in Berlin, das mittlerweile über 1.500 Besucher lockt. Die DNX verbindet Business-Vorträge über persönliche Stories von ortsunabhängigen Online-Unternehmern mit Workshops zu gesundheitlichen Themen und Networking-Events für ihre Zielgruppe.

Herausforderung Nr. 2: Den richtigen Ort und Platz zum Arbeiten finden

Während sich Freunde und Familie in Deutschland mit dem nasskalten Wetter herumschlagen müssen, können remote arbeitende Reisefans dem Winter in wärmere Gefilde entfliehen. Über mangelnde Vitamin-D-Versorgung braucht man sich jedenfalls in den meisten Hotspots für digitale Nomaden nicht beklagen. Die beliebtesten Orte sind laut Nomadlist.com aktuell Lissabon, das balinesische Canggu und Koh Phangan im Süden Thailands, wo auch Mirjam Hruby aktuell ihre digitalen Zelte aufgeschlagen hat. Der Vorteil südostasiatischer Länder liegt auf der Hand: Die Lebenshaltungskosten betragen nicht einmal 400 bis 600 Euro monatlich und dazu genießt man Traumstrände und gutes Essen.

Laissez-faire-Stimmung am Strand? Fehlanzeige!

Treffpunkte und Arbeitsplätze der WiFi-hungrigen Internet-Nomaden sind beinahe überall auf der Welt die zahlreichen Co-Working-Spaces, die Surfen mit Höchstgeschwindigkeit möglich machen. Die Arbeitsatmosphäre dort entspricht aber keinesfalls dem Klischee vom digitalen Nomaden mit Laptop in der Hängematte und einer Kokosnuss daneben. Auch wenn die Weltarbeiter dem matten Neonlicht der Büroräume in Deutschland entflohen sind, herrscht in den Co-Working-Spaces eine fokussierte Stimmung wie in einer Universitätsbibliothek. Jeder ist vertieft in seine Projekte, es gibt separate Skype- und Meeting-Räume und ein angeschlossenes Restaurant für die Mittagspausen.

Doch nicht nur schnelles Internet treibt viele Remote Worker in die Gemeinschaftsbüros. Die Co-Working-Spaces weltweit dienen auch als Ort der Vernetzung, regen zum Austausch über die eigenen Berufsprofile an und oft werden auch Skill-Sharing-Events veranstaltet. „Mich haben die dort geknüpften Kontakte sehr inspiriert”, erzählt Mirjam Hruby. „Ob Affiliate Marketer, Dating-Vermittler oder Ernährungs-Coaches: Es ist spannend, wie unterschiedlich die Menschen online Geld verdienen.”

Hirnforschung bestätigt: Reisen fördert Kreativität

Was früher für Schriftsteller wie Goethe und Schiller zur Arbeitsroutine gehörte, nutzen heute viele Remote Worker aus. Der Tapetenwechsel durch das Reisen sorgt nachweislich für mehr kreativen Input sowie Inspiration, der auch auf den eigenen Job Einfluss nimmt. Der Hirnforscher Professor Adam Galinsky von der Columbia Business School wies anhand von mehreren Studien den positiven Einfluss von internationalem Reisen auf die Kreativität nach. „Auslandsaufenthalte vergrößern sowohl unsere kognitive Flexibilität als auch die Fähigkeit, ein Verständnis für andersartige Lebensformen herzustellen”, so Galinsky. Der Schlüssel für mehr Kreativität liege laut Galinsky im Eintauchen in das lokale kulturelle Umfeld. „Jemand, der sich nicht in die lokale Gemeinschaft einbringt, bekommt weniger kreative Förderung als Personen mit lokaler Integration.”

Herausforderung Nr. 3: In verschiedenen Zeitzonen gleichzeitig leben und arbeiten

Bei der Meeting-Planung gilt es vielerorts, die Zeitverschiebung zu berücksichtigen. Viele digitale Nomaden empfinden die Zeitdifferenz in asiatischen Ländern einerseits als angenehm. Sie starten ihren Arbeitstag meist ohne Ablenkung, da die Kollegen in Europa noch schlafen. Andererseits bedeutet das Reisen in eine andere Zeitzone auch, dass man seine Termine entsprechend den europäischen Uhrzeiten koordinieren muss. Damit das Umrechnen auf deutsche Zeit nicht zu kompliziert wird, können Apps wie Time Buddy unterstützen. Auch die Desktop-Version des Google Calendars bietet die Option, zwei verschiedene Zeitzonen einzustellen. So sieht man auf einen Blick, wo gerade welche Uhrzeit herrscht.

Boarding soon … oder nur am Wochenende

Was für Urlauber oder Langzeitreisende ohne Arbeitsverpflichtung kein Problem darstellt, ist für Remote Worker in Vollzeit nur mit Einschränkungen möglich: Zwar haben die meisten Online-Worker flexible Arbeitszeiten, doch von überall zu arbeiten bedeutet auch, dass werktags keine größeren Freizeitaktivitäten oder Ausflüge möglich sind. Besonders herausfordernd ist auch das Weiterreisen oder das Zurückreisen in das Heimatland, das für viele oft nur am Wochenende möglich ist, da unter der Woche dafür keine Zeit ist. Der dazugehörige Jetlag ist anschließend nur mit ein paar Extraurlaubstagen auszukurieren.

Herausforderung Nr. 4: Daten und Equipment sichern

Ob als Tourist oder digitaler Nomade, beinahe überall spielt das Thema Sicherheit eine große Rolle. Ihren Laptop und das technische Equipment beschützen Online-Worker daher wie ihren eigenen Augapfel. Denn nichts Schlimmeres könnte passieren, als dass der Laptop oder andere wichtige Arbeitsutensilien abhandenkämen. „Ich habe mir vor ein paar Jahren einen PacSafe gekauft”, erklärt Mirjam Hruby. „Das ist eine Art portabler Taschen-Tresor mit Zahlenschloss für meine Wertsachen.” Bei der Absicherung des eigenen Handwerkszeugs sind den persönlichen Sicherheitsbedürfnissen keine Grenzen gesetzt. Von Back-ups zur Datensicherung über wasserfeste Taschen für schaukelige Fahrten mit Wassertaxis bis hin zu Staub- und Flüssigkeitsschutz für die Laptop-Tastatur – jeder sorgt anders für einen sicheren Workflow.

Herausforderung Nr. 5: „Slow Traveling“ – Berufliches und Privates vereinbaren können

Wie viele digitale Nomaden ist auch Mirjam Hruby in die Ferne zum Arbeiten gereist, um neben der Arbeit andere Länder und Sitten kennenzulernen. „Ich sehe die Umgebung hier als Inspiration für meine eigene Arbeit, die mir Kreativität gibt“, so Mirjam Hruby. Jedoch stellt sich auch am selbstgewählten „Wunscharbeitsort“ – ähnlich wie in den heimatlichen Gefilden – die Herausforderung, Berufliches und Privates vereinbaren zu müssen, so dass weder das eine noch das andere zu kurz kommt. Eine gute Möglichkeit bietet dem digitalen Nomaden hier das „Slow Traveling“:

Während an Firmenstandorte gebundene Erwerbstätige nur zwei bis drei Wochen im Jahr eine Fernreise genießen und oftmals einen regelrechten Sightseeing-Marathon absolvieren, können sich Remote Worker oft beliebig viel Zeit nehmen. Das lange Verweilen an bestimmten Orten nennt sich Slow Traveling und dient nicht nur dazu, seine Arbeitsroutine beizubehalten, sondern ermöglicht auch das Eintauchen in die jeweilige Kultur. „Ich versuche während meiner Reisen in Kontakt mit den Einheimischen zu kommen. Am besten klappt das, wenn man sich in einem „Homestay“ bei einer einheimischen Familie einmietet”, empfiehlt Mirjam Hruby.

5 Lifehacks für das Arbeiten als digitaler Nomade:

Wagen Sie das Abenteuer Remote Work

Das Leben als digitaler Nomade erfordert also nicht nur viel Organisationsgeschick, sondern auch ein Maximum an Flexibilität und den Willen, die eigene Komfortzone zu verlassen. Nicht immer geht alles glatt, doch wer sich den Herausforderungen stellt, gewinnt ein Überraschungspaket an einzigartigen und unvergesslichen Momenten fürs Leben. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist, ins Abenteuer digitaler Nomade zu starten, kann sich freuen. „Jeder kann digitaler Nomade werden, wenn er das entsprechende Skill-Set besitzt, das für eine Tätigkeit in der Online-Welt notwendig ist“, weiß Mirjam Hruby.

Du hast keine Lust, von morgens bis abends im Büro zu sitzen? Du möchtest reisen und von unterwegs Geld verdienen? Immer mehr Menschen entdecken den Lifestyle der digitalen Nomaden für sich und möchten remote arbeiten. Wenn dir Freiheit und Unabhängigkeit wichtig sind, du aber noch nicht genau weißt, in welchen Jobs du ortsunabhängig arbeiten kannst, haben wir hier ein paar Vorschläge für dich.

1. Blogger

Du schreibst gern und begeisterst dich für ein spezielles Thema wie Food, Reisen, Persönlichkeitsentwicklung? Dann kannst du relativ einfach als Blogger loslegen und Geld mit Produktempfehlungen, bezahlten Posts oder digitalen Produkten – E-Books, Webinare etc. – verdienen. Eines ist dabei jedoch wichtig: Wenn du wirklich vom Bloggen leben möchtest, solltest du es als Business verstehen und nicht als Hobby. Das heißt, dass du zunächst recherchierst, ob dein Thema gesucht wird und ob es nicht viel zu viel Konkurrenz in dem Bereich gibt. Je größer die Nachfrage und je weniger konkurrierende Angebote, umso größer sind die Möglichkeiten, deinen Blog tatsächlich zu monetarisieren.

Bringe in Erfahrung, welche Partnerprogramme es passend zu deinem Thema gibt, welche Werbekunden und andere Wege, Geld mit dem Blog zu verdienen. Last but not least solltest du deine Zielgruppe kennen – mit ihren Wünschen, Bedürfnissen und Problemen, damit du deinen Content entsprechend aufbereiten kannst. Liefere mit deinen Blogtexten Mehrwert, positioniere dich als Experten, finde eine thematische Nische, in der andere Menschen Unterstützung brauchen, für die sie auch bezahlen. Und natürlich ist es wichtig, sich ein gewisses technisches Wissen anzueignen, um einen Blog (z. B. mit WordPress) zu erstellen, oder auch Kenntnisse der Analyse von Daten zur Suchmaschinenoptimierung, damit deine Artikel bei Google ranken.

2. Buchhalter

Auch als Buchhalter kannst du selbstständig von überall arbeiten. Dank verschiedener Tools und Programme ist ein nahezu komplett papierloses Büro in diesem Beruf möglich. Um als selbstständiger Buchhalter arbeiten zu dürfen, benötigst du eine Ausbildung im kaufmännischen Bereich und Berufserfahrung. Du solltest dich vorab gut informieren, denn freie Buchhalter dürfen weniger Aufgaben übernehmen als angestellte. Zum Beispiel ist es selbstständigen Buchhaltern nicht erlaubt, für Kunden die Bilanzierung oder Umsatzsteuervoranmeldungen vorzunehmen.

3. Journalist

Wenn Schreiben dein Talent ist, kannst du als freiberuflicher Journalist arbeiten, Print- und Online-Medien mit Texten beliefern, redaktionelle Projekte von der Themenfindung über die Recherche bis zur kreativen Umsetzung betreuen oder suchmaschinenoptimierte Blogbeiträge für deine Auftraggeber verfassen. Es gibt keinen klassischen Einstieg in den Job als Journalist; dieser Begriff ist ebenfalls nicht geschützt. Es gibt unter den Journalisten sowohl Germanisten als auch Naturwissenschaftler oder Mediziner. Wichtiger als die Vorbildung sind ein solides sprachliches Ausdrucksvermögen und die Spezialisierung auf einen Themenbereich, beispielsweise New Work oder Gesundheit.

Du kannst ohne viel Aufwand als Freiberufler starten (für die Arbeit als Journalist benötigst du keine Gewerbeanmeldung) und hast sogar den Vorteil, dass du dich bei der Künstlersozialkasse versichern kannst, die 50 Prozent deiner Beiträge für die Krankenkasse, die Pflege- und Rentenversicherung übernimmt.

4. Online Marketing Manager

Der Beruf des Online Marketing Managers ist sehr gefragt, denn Unternehmen müssen online sichtbar und gut positioniert sein – und dafür brauchen sie Fachpersonal. Dieses kümmert sich um sämtliche Marketing-Kampagnen im Netz – von der Planung über die Durchführung bis zur Erfolgskontrolle. Online Marketing Manager entwickeln je nach den Bedürfnissen der Zielgruppe Strategien, um ein Unternehmen durch Newsletter, den Social-Media-Auftritt, Google-Werbeanzeigen oder Bannerwerbung von der besten Seite zu zeigen. Und weil das alles online passiert, kannst du diesen Job sehr gut von überall erledigen.

Was du für diese Tätigkeit in jedem Fall brauchst, ist Leidenschaft fürs Digitale. Eine staatlich geregelte Ausbildung zum Online Marketing Manager gibt es nicht. Oft steigen Absolventen von BWL- oder Marketing-Studiengängen in dieses Feld ein. Es ist jedoch auch möglich, sich notwendiges Wissen in einer Weiterbildung anzueignen und parallel Berufserfahrung zu sammeln.

5. Programmierer

Hohes Einkommen und ein hohes Maß an Freiheit und Selbstbestimmung: Das sind zwei schlagende Argumente, um sich als Programmierer selbstständig zu machen. Und auch im IT-Bereich gibt es keinen typischen Ausbildungsweg. Meistens haben Programmierer Informatik studiert, aber auch Absolventen naturwissenschaftlicher Studiengänge, Softwareentwickler und Quereinsteiger haben gute Chancen, in dem Beruf Fuß zu fassen.

Was zählt, sind Wissen und Erfahrung. Und natürlich ein Talent fürs Programmieren von Apps und Software. Du solltest ein guter Problemlöser sein und gewillt zu lernen. Die Karten für selbstständige Programmierer sind sehr gut, weil die Zusammenarbeit mit Freelancern vor allem für viele kleinere Unternehmen günstiger ist. Auch hier gilt: Bau dir ein Netzwerk auf, mach dir einen Namen, bleibe auf dem neuesten Stand – und du wirst langfristig erfolgreich sein.

10 Jobs fuer digitale Nomaden

6. SEO-Experte

Du kannst als SEO-Experte dafür sorgen, dass die Websites deiner Kunden bei Google gefunden werden. Für diesen Job gibt es keine klassische Ausbildung, meist haben sich SEO-Experten ihr Wissen autodidaktisch angeeignet oder kommen durch eine Weiterbildung zu diesem Tätigkeitsfeld. Um hier zu starten, musst du nicht groß investieren: Wenn du von überall arbeiten kannst, benötigst du lediglich einen Laptop und ein Smartphone, die du, wenn dich für den Job als SEO-Experte interessierst, ohnehin schon besitzt. Und natürlich sollte deine eigene Website suchmaschinenoptimiert sein. Im besten Fall führst du einen Blog zu Themen, die deine potenziellen Kunden bewegen, bist auf Social Media gut vernetzt, produzierst Content für YouTube oder Fachmagazine.

Wenn du eine Weiterbildung im Bereich Suchmaschinenmarketing machen möchtest, findest du hier Informationen. Wir bieten außerdem Suchmaschinenoptimierung-Vertiefungskurse an: Technisches SEO und Redaktionelles SEO. „Technisches SEO ist der Grundstein einer erfolgreichen Website. Auch wenn man nicht alles selbst umsetzen muss, ist ein technisches Verständnis super hilfreich. Durch redaktionelles SEO werden Beiträge mit ein paar Kniffen noch erfolgreicher und vor allem in den Suchmaschinen besser sichtbar. Und das kann man von jedem Ort zu jeder Zeit umsetzen“, sagt Dozentin Samanta Piskor.

7. Social-Media-Spezialist

Wenn du ohnehin den halben Tag bei Facebook, Twitter oder Instagram verbringst, könnte ein Job im Bereich Social Media gut zu dir passen. Als Spezialist in diesem Gebiet erstellst du Content- und Redaktionspläne, verfasst und veröffentlichst Posts, kommunizierst mit Usern. Betreust du verschiedene Kanäle für verschiedene Kunden, so musst du gut organisiert sein, um zur richtigen Zeit das richtige Publikum zu erreichen. Du solltest Kontakte zu Influencern pflegen und einen Blick dafür haben, was in den sozialen Netzwerken funktioniert. Das sind oft Geschichten oder Themen, die Menschen berühren.

Du solltest auf dem neuesten Stand bleiben und ein Gespür für Trends entwickeln. Was auf Facebook oder Instagram vor zwei Jahren funktioniert hat, interessiert heute möglicherweise niemanden mehr. Spricht dich das Thema an und du kannst dir vorstellen, eine Weiterbildung zum Social Media Manager zu absolvieren? Dann schau doch mal hier.

8. Videograf

Filme sind absolut dein Ding? Du hast immer deine Kamera dabei, um besondere Momente oder das Außergewöhnliche im Alltäglichen festzuhalten? Möglicherweise hast du schon an eine Karriere als Videograf gedacht. Und es ist durchaus möglich, selbstständig und ortsunabhängig zu arbeiten. Videografen konzipieren eine Story, sie filmen, schneiden und bearbeiten das Rohmaterial. Wenn du Erfahrung mitbringst und ein gutes Portfolio aufweist, kannst du beispielsweise von Agenturen gebucht werden, die Dokus oder andere Formate (auch im Ausland) produzieren. Oder du reist als Hochzeitsvideograf durch die Welt. Um in diesen Beruf einzusteigen, gibt es Medienstudiengänge. Oft kommt es aber nicht auf ein Zertifikat an, sondern auf dein Talent und die Praxis, die du erworben hast.

9. Virtueller Assistent

Immer mehr Selbstständige und Unternehmen beschäftigen virtuelle Assistenten, die im Grunde ein mobiles Sekretariat darstellen und ihren Auftraggebern den Alltag erleichtern. Virtuelle Assistenten beantworten unter anderem E-Mails, stellen Recherchen an, kümmern sich um die Terminkoordinierung, buchen Reisen. Je nach Vorbildung oder Qualifikation sind auch Aufgaben im Marketing, Vertrieb und Design denkbar. Mittlerweile gibt es verschiedene Plattformen, auf denen du dich als virtueller Assistent anmelden kannst, zum Beispiel my-vpa. Du benötigst sehr gute Deutschkenntnisse, eine hohe Internet- und PC-Affinität und Kenntnisse in MS Office.

10. Webdesigner

Als Webdesigner konzipierst, gestaltest und „baust“ du Websites für deine Auftraggeber. Um Webdesigner zu werden, gibt es nicht DEN einen Weg. Manche kommen über eine Ausbildung zum Mediengestalter zu diesem Beruf, andere über Studiengänge wie Medieninformatik oder Digitale Medien. Und dann gibt es noch jene, die sich alles selbst beigebracht haben und mit WordPress Websites erstellen. Praktische Erfahrungen sind auch hier ein wichtiges Kriterium. Wenn du dich als Webdesigner CMS oder Webdesigner WordPress weiterbilden möchtest, haben wir die passenden Kurse für dich.

Wir hoffen, dass du in dieser kleinen Auswahl eine Job-Möglichkeit für dich gefunden hast. Natürlich gibt es noch diverse weitere Jobmöglichkeiten für digitale Nomaden. Damit du den für dich optimal passenden Job findest, stelle dir folgende Fragen: Welche Talente bringst du mit? Welche Qualifikationen hast du schon? Welcher berufliche Bereich begeistert dich?

Wenn du ortsunabhängig arbeiten möchtest, dann tue etwas dafür, um dieses Ziel zu erreichen. Informiere dich über Wege in die Selbstständigkeit, lerne Neues, absolviere eine Weiterbildung in dem Feld, das dir spannend und zukunftsträchtig erscheint oder starte nebenberuflich dein Online-Business, wenn du die Sicherheit deiner Festanstellung nicht aufgeben möchtest. In jedem Fall lohnt es sich, seine Ziele zu verfolgen. Wir unterstützen dich gerne dabei und sind sicher, du schaffst das.

Wer etwas will, findet einen Weg. Wer es nicht will, findet eine Ausrede.

PS: Wir suchen aktuell flexible Remote-Arbeiter (m/w/d) in verschiedenen Positionen. Schau doch mal vorbei.

Karriere bei karriere tutor -> Jetzt starten!

Mit Laptop am Strand: Dieses Bild haben viele vor Augen, wenn sie an das Leben denken, das digitale Nomaden führen. Doch was steckt wirklich hinter dem Lifestyle? Was sind die Vor- und Nachteile einer ortsunabhängigen Tätigkeit? Wir sind der Sache nachgegangen und beantworten hier die wichtigsten Fragen.

Was ist ein digitaler Nomade?

Der Definition nach ist ein digitaler Nomade ein Freelancer, Unternehmer oder in manchen Fällen auch ein Angestellter, der seine Arbeit überwiegend online bzw. am Laptop verrichtet. Dies ermöglicht es ihm, ortsunabhängig und multilokal zu arbeiten – ob im heimischen Büro in Bielefeld oder in einem Strandcafé auf Bali. Auch jemand, der jeden Tag von zu Hause arbeitet, ist theoretisch ein digitaler Nomade. Es geht letztlich um die Freiheit, dort zu arbeiten, wo man möchte.

Wie kann man als digitaler Nomade Geld verdienen?

Es gibt diverse Möglichkeiten, online Geld zu verdienen: als Texter, Übersetzer, Journalist, Virtueller Assistent, Autor, Social-Media-Experte, Fotograf, Online-Shop-Betreiber, Daytrader, Blogger, Webdesigner, Grafikdesigner, Programmierer … Selbst Psychologen, Steuerberater und Anwälte können ihre Tätigkeiten von unterwegs ausführen. Seit einiger Zeit boomt der Coaching-Bereich – und mittlerweile gibt es unzählige Berater, die als digitale Nomaden die Welt bereisen und anderen Menschen beibringen, wie sie es ihnen nachmachen. In eher seltenen Fällen sind digitale Nomaden angestellt und arbeiten remote, doch auch dies ist je nach Job und Arbeitgeber prinzipiell möglich.

Welche Eigenschaften sollte man mitbringen, wenn man digitaler Nomade werden will?

Nicht jeder ist geschaffen für den Lifestyle als digitaler Nomade. Was Remote Worker vereint, ist ein großer Wunsch nach Freiheit und Flexibilität. Freelancer und Unternehmer, die multilokal tätig sind, müssen sich gut organisieren können. Disziplin ist wichtig, eine gewisse Hartnäckigkeit, ein gutes Zeit- und Selbstmanagement. Wer als digitaler Nomade erfolgreich sein will, muss sich immer wieder selbst motivieren können. Er sollte offen für Neues sein und Durchhaltevermögen mitbringen, weil es mitunter einige Monate dauern kann, bis das Online-Business Gewinne abwirft.

Braucht man Geld, um als digitaler Nomade zu starten?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer als Freelancer von unterwegs arbeitet, braucht theoretisch keine großen Rücklagen, weil ein Geldfluss da ist. Doch je nach Berufsfeld sind am Anfang gewisse Anschaffungen (Hardware, Software, Seminare etc.) vonnöten. Und wer sein Unternehmen in Deutschland gründen möchte, braucht mitunter Kapital. Es kommt sehr darauf an, aus welcher Position du als digitaler Nomade starten möchtest und wie deine weiteren Pläne sind. So einige digitale Nomaden haben ihre Unternehmen in Hongkong oder Malta angemeldet, um etwa Steuern zu sparen. Ein finanzielles Polster ist in jedem Fall von Vorteil, um auftragsschwache Zeiten zu überbrücken.

Was bedeutet „Geo-Arbitrage“?

Geo-Arbitrage ist oft der Grund dafür, warum sich digitale Nomaden in Indonesien, Südostasien oder Südamerika tummeln: Sie verdienen ihr Geld in Euro (oder Dollar) und geben nur einen Bruchteil davon in Rupiah, Baht oder Pesos aus. Die Lebenshaltungskosten in Thailand oder Mexiko sind zum Beispiel um einiges geringer als in Deutschland, und das ermöglicht digitalen Nomaden teilweise einen Lifestyle, den sie sich in der Heimat nicht leisten könnten.

Wie vernetzt man sich mit anderen digitalen Nomaden?

Mittlerweile gibt es bei Facebook diverse deutsche und internationale Gruppen digitaler Nomaden. Daneben organisieren Blogger und Online-Unternehmer Workations, Events wie die DNX und andere Treffen für (angehende) Web Worker. Wer will, kann sich sogar auf einer Kreuzfahrt mit Gleichgesinnten austauschen und in Workshops Näheres zu Business-Konzepten und Tools für digitale Nomaden erfahren.

Vernetzung von digitalen Nomaden

Was sind die Vorteile eines Lebens als digitaler Nomade?

Du kannst tatsächlich an den schönsten Spots der Welt leben und arbeiten. Du bist frei in deiner Zeiteinteilung und lernst viele spannende Persönlichkeiten kennen, die ihr Geld ebenfalls ortsunabhängig verdienen. Du entwickelst dich ständig weiter, weil du immer wieder deine Komfortzone verlässt und Neues erfährst, weil du dich mit anderen digitalen Nomaden austauschst. Du bist im Grunde dein eigener Chef und gestaltest sowohl deinen Tag als auch deine Karriere.

Gibt es auch Nachteile des Lifestyles als digitaler Nomade?

Durchaus. So manchen Nomaden packt nach einiger Zeit das Heimweh. Einige verlieren den Kontakt zu Familie und Freunden daheim. Wenn du nicht gerade als Angestellter ortsunabhängig arbeitest, musst du zusehen, dass genug Geld reinkommt und dass du etwas für schlechte Zeiten oder für die Rente zurücklegst. Es ist eben nicht ständig nur Sonnenschein und Strand – du musst tatsächlich etwas tun … Wer viel zwischen den Zeitzonen unterwegs ist, kann mit Jetlag zu kämpfen haben. Und wenn wir schon beim Fliegen sind: Das ist für die Umwelt nicht gerade ein Plus. Auch die Geo-Arbitrage hat teilweise einen faden Beigeschmack: Die Menschen in Südostasien oder Südamerika sind nicht so privilegiert wie wir Deutschen, sie arbeiten oft für einen geringen Stundenlohn. Viele Unternehmen nutzen Geo-Arbitrage (aus), um bestimmte Aufgaben ins günstige Ausland zu verlagern, wo auch die Arbeitsbedingungen nicht dem deutschen Standard entsprechen. Wenn du die Geo-Arbitrage ohne schlechtes Gewissen nutzen willst, unterstütze die Einheimischen – finanziell oder mit sozialem Engagement.

Wenn man unglücklich im Job ist und digitaler Nomade werden möchte, was sollte man zuerst tun?

Wenn du noch nicht weißt, wie du online Geld verdienen kannst, informiere dich als Erstes. Sammle alle Informationen, die du brauchst – über Steuerliches, Rechtliches, über mögliche Jobs, über staatliche Hilfen und Weiterbildungen. Oft lernt man, wenn man ins kalte Wasser springt, aber es hilft auch ungemein, gut vorbereitet zu sein.

Wir hoffen, einige deiner Fragen beantwortet zu haben. Wir als Online-Weiterbildungsexperte sind ebenso flexibel wie das Leben und Arbeiten als digitaler Nomade. Nicht nur unsere Lehrgänge bieten wir vollkommen digital und ohne Präsenztermine an, wir arbeiten auch als Company mit rund 100 Mitarbeitern remote. Möglicherweise ist eine unserer Weiterbildungen interessant für dich – oder eine unserer offenen Stellen.

In Deutschland nutzen über 62 Millionen Menschen das Internet, somit sind fast 89 Prozent der Bundesbevölkerung online. Doch längst nicht jede Internetseite ist grafisch ansprechend und nutzerfreundlich. Was gutes Webdesign ausmacht, warum es so wichtig ist Grundlagen in HTML und CSS zu lernen und wie dir das ganz einfach gelingt, erklären wir in diesem Artikel.

 

Was ist Webdesign?

Hinter dem Begriff Webdesign stehen viele verschiedene Fähigkeiten, die eine Internetseite erfolgreich machen. Je nachdem, welches Ziel die Internetseite verfolgt, kommen unterschiedliche Technologien, Programmiersprachen und Prozesse zum Einsatz. Dabei betrifft Webdesign nicht nur die formale Gestaltung einer Internetseite. Auch die relevanten Funktionen und Strukturen müssen beachtet werden. Ein gutes Design meint immer auch die Usability, also die Nutzerfreundlichkeit der Seite.

 

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance – und in der flüchtigen Welt des Internets, in der die nächste Website nur einen Klick entfernt ist, gilt dies mehr denn je. So sollte ein Internetauftritt seriös und aufgeräumt wirken, der Nutzer muss sich zurechtfinden und wohlfühlen. Gutes Design muss Neugier erwecken und Lust darauf machen, mehr zu entdecken. Doch eine gute Website zu entwerfen, ist nicht einfach. Daher ist ein Basiswissen im Bereich der Webseitengestaltung unerlässlich. Das kann man sich jedoch relativ einfach aneignen, etwa durch CSS lernen und durch ergänzendes Grundlagenwissen zum Umgang mit Webdesign in WordPress und Co. 

 

Erst das Konzept, dann das Webdesign

Bevor es an die eigentliche Gestaltung einer Internetseite geht, ist zunächst eine Konzeption notwendig. Dabei musst du dir die thematische, aber auch die zielgruppengerechte Ausrichtung überlegen. Außerdem gilt es, den Ablaufprozess zu planen und zu organisieren sowie dafür notwendige Vorarbeiten zu erledigen. Du siehst: Webdesign ist kein standardisierter Prozess, sondern aufwendig und detailreich, sodass hier spezielle Fachkenntnisse erforderlich sind. Wie du dir diese aneignen und wo du am besten HTML lernen kannst, dazu gleich mehr.

 

Erst das Konzept, dann das Webdesign

 

HTML und CSS lernen – hier kannst du dir Wissen aneignen

Um das Internet weltweit geräte- und softwareunabhängig nutzen zu können, gibt das World Wide Web Consortium, W3C, einheitliche Standards vor. So wird zum Beispiel die Auszeichnungssprache HTML vom W3C ständig weiterentwickelt. Derzeit wird HTML in der Version 5.2 von den meisten Webbrowsern unterstützt. HTML ist keine Programmiersprache, sondern dient dazu, Inhalt und Struktur eines Dokuments zu beschreiben, jedoch nicht seine Darstellung.

Möchtest du HTML lernen, so kannst du dir entweder einschlägige Literatur besorgen, oder auch Onlinekurse zum Thema nutzen. HTML zu erlernen ist Bestandteil vieler Weiterbildungen, beispielsweise auch derer, die dir einen Umgang mit Webdesign und Content-Management-Systemen vermitteln möchten. Wenn du dir erst einmal etwas Grundwissen angeeignet hast, kannst du mit dem Projekt selfhtml dein Wissen vertiefen. Hier findest du ein Nachschlagewerk, das sowohl Anfängern als auch Profis unterschiedliche Themen rund ums Erstellen einer Website vermittelt. Dabei wird sich nicht nur auf HTML beschränkt, auch kannst du mit selfhtml CSS lernen und weitere mit HTML verwandte Technologien kennenlernen.

 

Auch wenn es bereits Lösungen gibt, die fertige Webseiten erzeugen, oder sogenannte Homepage-Baukästen, so hast Du ohne Grundkenntnisse der einzelnen Sprachen kaum Chancen, die Zusammenhänge zu verstehen. Daher solltest du eine gute Basis schaffen und CSS oder HTML lernen. Das lohnt sich heute bei vielen Bewerbungen: Hast du solide Grundkenntnisse in CSS und HTML, stichst du aus der Masse hervor. Gerade im Bereich Online-Marketing ist dies ein klarer Vorteil, der deine Bewerbung von denen anderer abhebt. Aber auch als Gründer oder Selbstständiger lohnt es sich, Webdesign-Grundlagen aufzubauen und für die eigene Webseitengestaltung zu nutzen. 

 

Konkrete Projekte nutzen

Egal, mit welcher Sprache du beginnst, um dich in die Welt der Websites einzuarbeiten, am besten gelingt dies, wenn du deine Grundlagen an einem konkreten Projekt erlernst. So kannst du dich mit Problemen auseinandersetzen, die tatsächlich existieren, und dementsprechend Lösungen entwickeln. Denn nicht die Sprache an sich ist das wichtigste an einem Webprojekt, sondern das strukturelle Denken. Und natürlich sollte auch der Spaß am Programmieren im Vordergrund stehen.

 

Hast du dich erst mal mit Strukturen und Konzepten, die hinter den einzelnen Sprachen stehen, auseinandergesetzt, dann wird dir das Erlernen einer neuen Sprache leichtfallen. Zu Beginn eignet sich eine Sprache, die schnelle Erfolge verspricht und einfach zu erlernen ist, beispielsweise HTML oder eben CSS . Denn dann bleibt dir die Motivation erhalten und du siehst zeitnah Ergebnisse.

 

So kannst du mit Webdesign-Wissen punkten

Die Möglichkeiten, die sich dir als Webdesigner bieten, erweitern sich ständig. Immer wieder werden neue Technologien entwickelt und ältere werden verbessert. Deshalb gilt es hier am Ball zu bleiben und stets mit der neuesten Generation der Browser, aber auch den aktuellen HTML- und CSS-Spezifikationen vertraut zu sein. Sowohl als Angestellter aber auch als Selbstständiger ist dieses Thema ein Dauerbrenner, an dem du dranbleiben solltest. 

Hast du dir durch das HTML und CSS lernen erst mal ein gewisses Grundwissen angeeignet, eröffnen sich vielfältige weitere Möglichkeiten. Denn wenn du die relativ leicht zu erlernenden Sprachen HTML und CSS beherrschst, ist der Schritt zu weiteren wie Javascript oder PHP nicht weit.

 

Als in den frühen 2000er-Jahren allein der Anblick eines einfachen Blogs die Anerkennungsnicker aus uns rauslockte und wir uns kaum ausmalen mochten, wie viel der Blogbetreiber dafür wohl hingeblättert haben muss, steckte WordPress noch in den Kinderschuhen. Dabei war eben jene Seite sehr simpel: eine Sidebar, ein hübsches Coverbild und vielleicht noch ein Feld, in dem fleißige Leser und Leserinnen Ihre Meinung preisgeben konnten. So wie das Internet, hat sich auch WordPress in diesen eineinhalb Jahrzehnten massiv gewandelt und ist heute DAS Content Management System auf dem Markt. Grund genug, uns die WordPress-Vorteile, aber auch mögliche Nachteile genauer anzusehen.

 

Was ist WordPress und was bringt es mir?

WordPress ist ein Content Management System (CMS) und zwar nicht irgendeins, sondern das mit einem satten Marktanteil von 60 Prozent. Ein CMS ist wiederum, vereinfacht ausgedrückt, eine Software, die es gestattet mittels einer benutzerfreundlichen Oberfläche Inhalte (Content) in einer Datenbank zu erstellen und zu verwalten. Neben WordPress gibt es zahlreiche weitere CMS, etwa Drupal, Typo3 und Joomla. CMS haben den immensen Vorteil, dass man auch ohne große Programmierkenntnisse wunderbare Seiten erstellen kann. Gut möglich also, dass die eingangs erwähnte Website damals sogar auf eigene Faust erstellt wurde, möglicherweise sogar für null Euro, denn WordPress ist als Open Source Software gratis. Zumindest insofern, dass die Software zum freien Download verfügbar ist und sie jeder frei nutzen kann. Wer aber mehr möchte, also bessere Plugins und umfangreichere Themes, muss zahlen.

 

WordPress in Zahlen:

 

Große Unternehmen schätzen die Vorteile von WordPress

Viele denken beim durchschnittlichen WordPress-Seitenbetreiber gerne an ein kleines oder  mittelständisches Unternehmen. Das ist auch oft richtig, doch KMU sind nicht die Einzigen, die die WordPress-Vorteile zu schätzen wissen. Zahlreiche große Unternehmen setzen das CMS ein; die Liste beeindruckt:

Die schieren Zahlen und die Prominenz einiger Nutzer lassen vermuten, dass man mit WordPress nichts falsch machen kann.Tatsächlich hat WordPress Vorteile en masse zu bieten.

 

10 WordPress-Vorteile auf einen Blick

WordPress eignet sich für die allermeisten Projekte im Web gut. Hier siehst du die zehn größten Vorteile von WordPress auf einen Blick:

Viele der WordPress-Vorteile ergeben sich aus dem sogenannten Netzwerkeffekt, der besagt, dass der Nutzen eines bereits guten Produkts immer weiter zunimmt, je größer die Anzahl der Nutzer wird. Kurzum: Je mehr Nutzer WordPress verwenden, umso höher auch die Entwicklerzahl und die Arbeit am System. Für Jobsuchende und Entwickler, die noch nach ihrer Spezialisierung suchen, hat das einen angenehmen Nebeneffekt. Wer sich in WordPress spezialisiert , ist ein enorm gefragter Mitarbeiter oder Dienstleister.

 

Die Grenzen von WordPress

 

Grenzen und Nachteile von WordPress

Aber CMS im Allgemeinen, darunter auch WordPress, stoßen an ihre Grenzen. Hierfür möchte ich kurz ausholen, um es dir verständlich zu erklären. In der Informatik unterscheidet man zwischen Maschinen Code, Assembly Languages und High Level Languages. Tiefer rein in dieses Thema müssen wir an dieser Stelle nicht steigen. Wichtig ist aber, dass  Programmiercode von Maschinencode (Binärer, von Computern lesbarer Code), über Assembly Languages (eine Sprachebene, die noch sehr maschienenorientiert ist, aber vom Menschen bereits theoretisch lesbar ist)  bis hin zu High Level Languages (etwa Python, Java, c++ also Sprachen, welche an das Englische angelehnte Befehle verstehen) an Abstraktion und Benutzerfreundlichkeit zunimmt, gleichwohl aber an Flexibilität einbüßt. Content-Management-Systeme haben als viertes Glied in dieser Kette die geringste Flexibilität,  sind dafür aber am benutzerfreundlichsten.

Trotzdem reicht die Flexibilität für die allermeisten Planungen mit WordPress aus; es handelt sich also eher um einen theoretischen Nachteil. Ein wichtiger Punkt ist aber die Sicherheit von WordPress. Grundsätzlich ist das CMS sicher, verlangt dafür aber regelmäßige Wartungen. Wer das schleifen lässt, erhöht das Risiko von Hackerangriffen und leider ist WordPress das CMS mit den wohl häufigsten Hackerangriffen weltweit.

 

Die Zukunft von WordPress

Sicher scheint, dass WordPress noch über eine sehr lange Zeit Bestand haben wird. Entwicklungen werden weiterhin im gewohnten Takt laufen,  sich womöglich sogar beschleunigen. Ausgebildete WordPress-Entwickler dürfen eine gute Auftragslage erwarten.

Doch auch die User dürfen gespannt sein. Denn derzeit arbeitet das Team von WordPress-CEO Matt Mullenweg mit Hochdruck am Projekt “Gutenberg”. Der Launch dieses Projekts wird über ein bloßes Update hinausgehen, denn es soll das gesamte WordPress-Erlebnis verändern. Muss man sich bislang mit leistungsstarken Page-Builder-Plugins behelfen, soll das geplante Update nach dem Prinzip „What you see is what gou get“ aufgebaut sein, sprich, man bekommt, was man sieht, ohne vorher Text eingeben zu müssen. ShortCodes werden dann vielleicht der Vergangenheit angehören. Wenn das Projekt Gutenberg halten wird, was versprochen wird, wird dies die Popularität von WordPress zusätzlich steigern und damit noch attraktiver machen können.

 

Wann sich WordPress für dich lohnt

Insgesamt überwiegen bei WordPress die Vorteile und die kleinen Nachteile sind in den meisten Fällen verschmerzbar. User, die sich heute für WordPress entscheiden, können meiner Meinung nach nachts ruhig schlafen, denn es wird immer Updates und Entwickler geben, die ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Eine Investition in eine WordPress-Seite ist also in den wenigsten Fällen eine falsche Entscheidung, vorausgesetzt die eigenen Anforderungen kommen mit der nach oben gedeckelten Flexibilität aus.

Und wer darüber nachdenkt, WordPress-Entwickler zu werden, darf sich aller Voraussicht nach auf eine konstante bis steigende Nachfrage freuen. Die Gewissheit, dass WordPress auch Zukunft Relevanz haben wird, macht den Neueinstieg in das Entwicklerdasein attraktiv, zumal kein Informatikstudium notwendig ist, sondern fachliche Weiterbildungen in WordPress eine gute Grundlage bilden. Wichtig ist für Einsteiger wie für Profis, mit der Entwicklung immer Schritt zu halten. Denn das System ist wie ein Organismus, der evolutionären Regeln unterworfen ist. Schlechte Plugins, Themes und Updates werden selektiert, gute aber gefördert und verändert – eine Art digitale Mutation. Dadurch wird WordPress immer fitter und besser. Und wenn du magst kannst du es ihm gleichtun und WordPress aus User- oder Entwicklerseite für dich nutzen.