Jetzt wird experimentiert – neue Impulse für die Digitalisierung der Arbeitswelt

Digitalisierung – Computer, Tablet & Smartphone

 

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist eine enorme Herausforderung. Wie Arbeiten 4.0 wirklich in der Praxis aussehen kann, sollen künftig spezielle Experimentierräume zeigen. Was das ist, warum Unternehmen dort zum Scheitern eingeladen werden und was sich die Bundesregierung davon erhofft, haben wir uns für Sie genauer angesehen.

 

Alles neu macht die Digitalisierung?

Sie ist schon ein Paukenschlag, die Digitalisierung der Arbeitswelt. Auch wenn ihr Nachhall deutlich länger zu hören ist. Was Arbeit 4.0 leisten können muss, ist tiefgreifend. Remote-Arbeitsplätze, flexiblere Arbeitszeitmodelle und noch so viel mehr sind Möglichkeiten, dem digitalen Zeitalter gerecht zu werden und unsere Arbeitswelt zu modernisieren. Dass dies nötig ist, ist unbestritten. Und doch mahlen die Mühlen hier noch zu langsam. Ganz aktuell mischt sich auch die Bundesregierung ein – endlich, so könnte man sagen. Mit den neuen Experimentierräumen will sie einen Übungsplatz für das konkrete Arbeiten 4.0 schaffen. Der Ansatz geht über die theoretischen Überlegungen, wie die Digitalisierung der Arbeitswelt sich auf uns alle auswirken könnte, hinaus. Hinein in die Praxis und auf tatsächlich gangbare Wege für unser künftiges Arbeiten.

 

Brauchen wir Experimentierräume?

Zugegeben, der Begriff klingt sehr unfertig, fast spielerisch. Etwas ausprobieren und in Ruhe austesten, mutet nahezu lässig inmitten der bereits stattfindenden Digitalisierung der Arbeitswelt an. Und doch ist der Ansatz vielversprechend, wenn er funktioniert, wie vorgesehen. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles möchte „betriebliche Lern- und Experimentierräume fördern, damit Unternehmensleitung und Beschäftigte gemeinsam ausprobieren können, wie die Arbeit der Zukunft in ihrem Betrieb konkret aussehen kann.“ Und betont gleichermaßen, dass hier Gesetze alleine eben nicht ausreichen. Denn Innovationen passieren im Unternehmen selbst, nicht auf einem Gesetzespapier. Und durch Inspirationen sollen solche wirklich leistungsstarken Innovationen nun geschaffen werden.

 

Erste Wege für Arbeit 4.0

Beispiele aus der Vergangenheit gibt es bereits einige, so führte Microsoft Deutschland bereits 1998 die Vertrauensarbeitszeit ein, 2014 schließlich den Vertrauensarbeitsort. Auch die Stadtverwaltung Karlsruhe arbeitet seit Jahren daran, zukunftsfähige Lösungen für das Arbeiten 4.0 zu finden. Der Ansatz des Projekts „karlsruhe.digital“ setzt auf kleine und flexible Arbeitsgruppen, hohe Schnittmengen untereinander und vor allem einen intensiven Austausch der Projektteams. Es erinnert sehr an agile Projektmanagementmethoden wie Scrum, das ja bereits seit längerer Zeit als Zukunft des Projektmanagements bezeichnet wird. Ansätze sind da, erste Wege eingeschlagen – breite Straßen sollen nun folgen.

 

Was sollen die Experimentierräume leisten?

Konkret geht es – der Name sagt es bereits – tatsächlich ums Ausprobieren. Es dürfen und sollen Fehler gemacht werden, denn die eine zündende Idee entsteht ja bekanntlich selten aus einem einzigen Vorschlag. Vielmehr ist scheitern wichtig, überlegen und verwerfen, verfeinern und konkretisieren, um am Ende die eine wirklich gute Lösung herauszufiltern. Genau hierzu lädt das Ministerium nun ganz offiziell ein. Konkret handelt es sich also um eine Sammlung möglichst vieler Vorschläge, wie die Digitalisierung der Arbeitswelt praktisch umgesetzt werden kann. Unternehmen sind dazu eingeladen, ihre eigenen Ideen publik zu machen. Je mehr, desto besser, denn je mehr Inspiration zusammenkommt, umso eher können tatsächlich geeignete Wege entstehen. Hat ein Unternehmen einen praktischen Ansatz gefunden, der für es dem modernen Arbeiten 4.0 nahekommt, kann es diesen vorstellen und einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Auf der Plattform arbeitenviernull.de finden Sie weitere Informationen zum Prozedere. In den Sparten:

  • Arbeitszeit & Arbeitsort
  • Führung & Zusammenarbeit
  • Wissen & Qualifizierung
  • Arbeitsgestaltung & Gesundheit

darf quergedacht, experimentiert und unbedingt auch gescheitert werden. Die neu geschaffenen Experimentierräume laden als bundesweites Gemeinschaftsprojekt dazu ein, möglichst effiziente Lösungen für die Digitalisierung der Arbeitswelt zu finden. Mitmachen kann jeder, der Ideen hat und diese zeigen möchte.

 

Neue Wege gehen – gerade jetzt

Als Unternehmen sind Sie heute also von offizieller Stelle dazu eingeladen, neue Wege zu gehen. Genau dabei begleiten auch wir als Experte für digitale Weiterbildung Sie gerne. Mit flexiblen und zukunftsfähigen betrieblichen Weiterbildungen für Ihre Mitarbeiter. Vielleicht der erste Baustein Ihres persönlichen Experimentierraumes?

 

 

 

oliver_quadratischOliver Herbig hat auf dem Gebiet berufliche Weiterbildung mit Schwerpunkt Management und IT in Geschäftsführer- und Vorstandspositionen über 15 Jahre Erfahrung. Profitieren Sie mit karriere tutor® von seinem Wissen und machen Sie sich fit für den nächsten Karriereschritt.