Bewerbung und Jobsuche | 3 Min. Lesezeit

Weiterbildungen im Lebenslauf: So überzeugen Sie selbst den kritischsten Personaler

Autorbild von karriere tutor® Verfasst durch karriere tutor®

Im Leben lernt man niemals aus – diesen Spruch werden sicherlich viele von Ihnen schon mindestens einmal gehört haben. Und gerade mit Blick auf den beruflichen Bereich steckt da eine Menge Wahrheit drin. Denn ohne ausreichende Lernbereitschaft und die passende Aus-, Weiter- oder Fortbildung wird es in der heutigen Zeit immer schwieriger, den gewünschten Traumjob auch tatsächlich zu bekommen. Aus diesem Grund sollten Sie den Personalchef im Optimalfall schon mit Ihrem Lebenslauf von sich, Ihren Kenntnissen und Ihren Qualitäten überzeugen. Aber wie funktioniert das denn eigentlich am besten? Welche Fort- und Weiterbildungen sind überhaupt relevant? Und wo sollten diese im Lebenslauf auftauchen? Genau diese Fragen möchten wir für Sie in dem nun folgenden Artikel etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Diese Inhalte machen den Unterschied

Auf welche Inhalte achten Recruiter am häufigsten, wenn sie sich die Lebensläufe der zahlreichen Bewerber anschauen? Ganz vorne mit dabei: die Ausbildung (beziehungsweise das Studium) und natürlich auch die bisherige Berufserfahrung. Doch da ein Großteil der Bewerber häufig beides vorweisen kann, bedarf es in der heutigen Zeit schon etwas mehr. Und genau hier kommen die sogenannten Fort- und Weiterbildungen ins Spiel. Wer sich von der Konkurrenz absetzen und sich so einen vielleicht entscheidenden Vorteil gegenüber den anderen Bewerbern verschaffen möchte, sollte dem Personaler schon im Lebenslauf zeigen, welche Seminare, Kurse und Workshops er bereits erfolgreich abgeschlossen hat. Allerdings ist neben der Anzahl der Fort- und Weiterbildungen auch deren Qualität entscheidend, da nicht alle Weiterbildungen automatisch auch zu der gewünschten Stelle und der damit verbundenen Stellenbeschreibung passen.

Welche Fort- und Weiterbildungen gehören in den Lebenslauf?

Vorab sei gesagt, dass die Erwähnung jedes Seminares, jeder Fortbildung und jedes noch so kleinen Workshops grundsätzlich sinnvoll sein kann, wenn es darum geht, die Chancen auf den gewünschten Traumjob zu erhöhen. Schließlich zeigt dieses Engagement, dass Sie stets dazu bereit sind, sich weiterzubilden und Neues zu lernen. Allerdings muss man zugleich auch abwägen, welche Zertifikate im Lebenslauf auftauchen sollten und welche besser nicht. Ein kleines Beispiel zur Verdeutlichung: Wenn Sie sich im Personalwesen bewerben, in Ihrem Lebenslauf allerdings nur Fortbildungen im Bereich Vertrieb angeben, hilft Ihnen das vermutlich nicht viel weiter. Dementsprechend gilt: Je besser die Fortbildung zu der Stelle passt, auf die Sie sich bewerben möchten, desto höher ist auch der Mehrwert für den potenziellen Arbeitgeber. Relevanz ist hier also das Zauberwort. Und diese bezieht sich nicht nur auf den Inhalt der Weiterbildung, sondern auch auf die Aktualität. Denn wenn sich der Recruiter Ihre Weiterbildungen anschaut, achtet er auch darauf, wie aktuell Ihr Wissen ist. Daher sollten die angegebenen Fortbildungen nicht schon viele Jahre zurückliegen. In manchen Bereichen veraltet das Wissen sogar besonders schnell: Bewerben Sie sich zum Beispiel im IT-Sektor oder Steuerwesen, sammeln Sie mit einer Weiterbildung aus dem Jahre 2007 sicherlich keine Pluspunkte. Im unglücklichsten Fall denkt der Personaler vielleicht sogar: „Oh, sein Wissen ist ja ganz schön veraltet. Der Bewerber scheint sich nicht eigeninitiativ darum zu kümmern, auf dem neusten Stand zu bleiben. Das setzen wir aber bei unseren Mitarbeitern voraus.“ Daher der Tipp: Fragen Sie sich vorab immer, ob die jeweilige Weiterbildung für das Unternehmen einen Nutzen darstellen kann und wenn ja, welchen.

An welcher Stelle sollten die Weiterbildungen im Lebenslauf auftauchen? 

Um diese Frage beantworten zu können, kommt es vor allen Dingen auf die Art der Fortbildung an. Denn hier unterscheidet man vor allem zwischen drei verschiedenen Formen.

Unter die jeweilige berufliche Position

Eine berufliche Fortbildung oder Schulung, die während einer Festanstellung durchgeführt und gegebenenfalls auch von dem Arbeitgeber bezahlt wurde, sollte stets unterhalb der damit verbundenen beruflichen Station aufgelistet werden.

Unter „Ausbildung“

Sonstige Umschulungsmaßnahmen, die zu dem Erwerb eines anerkannten (Berufs-)Abschlusses geführt haben – wie zum Beispiel Handwerksmeister oder Techniker – fallen hingegen unter den Punkt „Ausbildung“.

Unter „Besondere Kenntnisse“

Und wenn Sie Qualifikationen durch Weiterbildungen im privaten Bereich erlangt haben, können Sie diese als gesonderten Punkt in Ihrem Lebenslauf auflisten, beispielsweise unter „Besondere Kenntnisse“.

Können Weiterbildungen im Lebenslauf fehlende Berufserfahrung und Lücken ausgleichen?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Ja beantworten. Wer zum Beispiel erst vor kurzer Zeit ins Berufsleben gestartet ist, hat bei den Personalern oft einen schwereren Stand als Bewerber, die schon einige Jahre in dem Beruf gearbeitet haben. Wenn Sie jedoch direkt nach Ihrem Schulabschluss oder während der Ausbildung an Weiterbildungslehrgängen teilgenommen und diese auch erfolgreich abgeschlossen haben, können Sie viel Boden gutmachen. Diese Fortbildungen ersetzen die praktische Berufserfahrung zwar nicht komplett, doch zeigen Sie dem Recruiter damit, dass Sie trotzdem über ein ausreichendes Maß an Kompetenz verfügen. Außerdem eignen sich Weiter- und Fortbildungen hervorragend dazu, um die allseits gefürchteten Lücken im Lebenslauf zu schließen, die beispielsweise durch Arbeitslosigkeit entstehen.

Dürfen nur zertifizierte Weiterbildungen in der Vita aufgeführt werden?  

In der Regel ist es üblich, für die im Lebenslauf erwähnten Weiterbildungen und Seminare ein Zertifikat als Kopie an die Bewerbung anzuhängen, um dem Personalchef damit zu beweisen, dass man auch tatsächlich daran teilgenommen und den Lehrgang erfolgreich beendet hat. Wer darauf verzichtet, muss mit Rückfragen des Recruiters rechnen – und riskiert im schlimmsten Fall sogar, dass die Bewerbung aufgrund fehlender Dokumente direkt auf dem Absagestapel landet. Hier gilt also: Wenn Sie eine Weiterbildung abgeschlossen haben und diese im Lebenslauf aufführen, sollten Sie auf jeden Fall auch einen Nachweis dafür liefern können.

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