Belohnung, bitte! Wie Sie schlechte Angewohnheiten loswerden und gutes Verhalten fördern

Sich selbst motivieren und belohnen – Eis bitte!

 

Jeder hat sie: schlechte Angewohnheiten, die ihn stören. Wie schön wäre es doch, wenn man diese durch gute ersetzen könnte? Genau das ist möglich. Warum Sanktionen nichts bringen, und wie Sie gutes Verhalten durch Belohnungen fördern können, zeigt unser Artikel.

Gute Angewohnheiten, schlechte Angewohnheiten

Von guten Angewohnheiten können wir gar nicht genug bekommen: fleißig sein, pünktlich erscheinen, sich im Job engagieren, seine Aufgaben sorgfältig erledigen und so weiter und so fort. Doch da ist ja noch die zweite Seite der Medaille: unsere eher schlechten Angewohnheiten. Dieses morgens so schlecht aus dem Bett kommen, sich lieber nochmal umdrehen und dadurch regelmäßig die U-Bahn zu verpassen zum Beispiel. Dieses eine Aufgabe erst auf den letzten Drücker fertigstellen, weil nur der steigende Zeitdruck dazu bewegt, sich endlich zu fokussieren. Schlechte Angewohnheiten würden die meisten wohl gerne unter den Teppich kehren und einen Mantel des Schweigens darüber ausbreiten. Denn klar ist es unangenehm, wenn schlechte Angewohnheiten uns ausbremsen, uns zurückhalten und hemmen. Unter den Teppich gehören sie aber trotzdem nicht, sondern besser ganz aus der Welt geschafft. Die gute Nachricht: Dieses ungewünschte Verhalten können Sie ändern. Wenn Sie stattdessen gute Angewohnheiten, also gewünschtes Verhalten, implementieren, kriegen Sie künftig nicht nur Ihre U-Bahn, sondern werden auch zufriedener und erfolgreicher. Challenge accepted? Dann lassen Sie uns loslegen, es ist gar nicht so schwer.

 

Die Macht der Gewohnheit

Selten steckte in einem Sprichwort so viel Wahres. Tatsächlich ergreift die Gewohnheit Macht über uns, denn wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Und das aus gutem Grund, denn gewohnte Abläufe vermitteln uns:

  • Sicherheit
  • Verlässlichkeit
  • Gewissheit
  • und lassen uns ruhiger schlafen.

Außerdem verbrauchen gewohnte Handlungen deutlich weniger Energie als neue Dinge. Und da unser Organismus überall sparen will, wo das eben geht, lässt er uns immer wieder zu spät aufstehen, obwohl wir uns der Folgen durchaus bewusst sind. Wir nehmen die verpasste U-Bahn in Kauf, weil wir so stark auf die gewohnte Handlung konditioniert sind. Hat gutes Verhalten also gar keine Chance? Müssen wir uns mit unseren schlechten Angewohnheiten abfinden und damit leben?

 

Belohnungen fördern gutes Verhalten

Atmen Sie jetzt ruhig auf, denn das müssen Sie nicht! Gutes Verhalten ist erlernbar. Und zwar nicht mit sanktionierenden Maßnahmen, sondern ganz komfortabel durch Beständigkeit. Wenn Sie immer und immer wieder das gewünschte Verhalten durchführen, entstehen neue neuronale Verbindungen im Hirn. Quasi Trampelpfade, die neben der bisherigen Schnellstraße ganz langsam Stück für Stück ausgebaut werden. Was wir kennen, tun wir schnell und routiniert, es kostet uns wenig Aufwand. Einen neuen Weg zu erschließen, ist da schon deutlich kraftzehrender. Genau das ist auch der Grund, warum unser Gehirn Gewohnheiten so liebt und oftmals stoisch an Ihnen festhält. Sich einfach vorzunehmen, dieses oder jenes nicht mehr zu tun, ist leider wenig erfolgversprechend. Eine schlechte Angewohnheit durch eine gute zu ersetzen, schon deutlich eher. Es braucht jedoch einen guten Anreiz, um uns selbst klarzumachen, dass wir besser den Trampelpfad nehmen und die Schnellstraße zurückbauen sollten. Belohnungen sind ein solcher Anreiz, der dabei helfen kann, gutes Verhalten zu fördern.

 

Wie belohne ich mich richtig?

Es ist typabhängig, welche Belohnung sich für Sie eignet. Am Ende zielen alle Belohnungsformen aber auf dasselbe ab: Gewünschtes Verhalten wird durch Belohnungen gefördert. Wenn Sie sich selbst für gutes Verhalten belohnen, motivieren Sie sich dazu, öfter gutes Verhalten zu zeigen. Wenn Sie zum Beispiel einen Monat lang jeden Tag rechtzeitig aufstehen, die U-Bahn bekommen und keinerlei zeitliche Engpässe riskieren, könnten Sie sich mit einer schon lange gewünschten Uhr belohnen. Oder sie empfinden es als Belohnung, dass Sie stolz auf Ihre Leistung sind und endlich in Ruhe den ersten Termin im Büro vorbereiten können, statt abgehetzt anzukommen. Konkret können Sie das Thema Belohnungen umsetzen, indem Sie sich Handlung und Folge bewusst machen. Sagen Sie sich immer wieder:

  • Wenn ich die U-Bahn erreichen will, dann stehe ich rechtzeitig auf.
  • Wenn ich mich entspannter auf den ersten Termin vorbereiten möchte, dann sorge ich dafür, vor acht Uhr im Büro zu sein.

Diese Wiederholungen erleichtern es Ihnen, die neuen Gewohnheiten tatsächlich durchzuführen und gutes Verhalten Stück für Stück zu etablieren.

 

Ausdauer zahlt sich aus

Je öfter wir gewünschtes Verhalten durchführen, umso normaler wird dieses Verhalten für unser Gehirn. Irgendwann verankern wir diese positiven Verhaltensweisen so fest, dass das Unterbewusstsein sie annimmt und nicht mehr länger an alten Gewohnheiten festhält. Jetzt ist der Trampelpfad zur größeren Straße geworden und die ehemalige Schnellverbindung verwaist. Und das alles, weil sie den richtigen Anreiz gesetzt haben. Weil uns eine Belohnung winkt, konnotieren wir die neue, gewünschte Verhaltensweise positiv und führen sie entgegen unserer unerwünschten Gewohnheit aus. Jeden Tag, an dem dies gelingt, fällt das neue Verhalten leichter. Gutes Verhalten belohnen ist also eine Frage der Ausdauer, zahlt sich am Ende aber nachhaltig aus.

 

Ihre Belohnung wartet auf Sie

Sind Sie noch auf der Suche nach einer geeigneten Belohnung? Ein begehrtes Zertifikat, das Ihren Lebenslauf aufwertet und Ihnen bei der nächsten Gehaltsverhandlung oder einem Jobwechsel bessere Chancen sichert, wäre doch ein angenehmer Anreiz. Haben Sie Lust zu stöbern? Hier geht es direkt zu unseren erfolgskursen.

 

 

Oliver Herbig hat auf dem Gebiet berufliche Weiterbildung mit Schwerpunkt Management und IT in Geschäftsführer- und Vorstandspositionen über 15 Jahre Erfahrung. Profitieren Sie mit karriere tutor® von seinem Wissen und machen Sie sich fit für den nächsten Karriereschritt.