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    UX-Designer: ein Job, der die Zukunft gestaltet

    Autorbild von karriere tutor® Verfasst durch karriere tutor®

    UX-Designer: ein Job, der die Zukunft gestaltet

    Unternehmen kommen heute nicht mehr drum herum, ihre Waren und Dienstleistungen gezielt auch über das Internet zu vermarkten und zu verkaufen. Ein Berufsfeld, das in diesem Zuge mehr und mehr an Bedeutung gewinnt, ist das des User-Experience-Designers (UX-Designer oder auch UXD). Lies hier weiter, wenn du einen krisensicheren Beruf suchst, mit dem du deine Zukunft mehr als aussichtsreich gestalten kannst.

    Shoppen der Zukunft ist online

    Die Coronapandemie hat gezeigt, wie wichtig es für Unternehmen ist, online gut aufgestellt zu sein. So lag der E-Commerce-Umsatz mit Waren in Deutschland im vergangenen Jahr um rund 15 % höher als im Vorjahr. Derzeit spricht nichts dafür, dass sich diese Entwicklung in absehbarer Zeit wieder umkehren wird.

    Doch wenn ein Unternehmen seinen Vertrieb digitalisiert, fallen wichtige Wahrnehmungsebenen für den Kunden weg. Produkte können online nicht angefasst und von allen Seiten begutachtet werden. Es fällt schwerer, über den Bildschirm eine emotionale Verbindung zum Kunden herzustellen als mithilfe der gesamten Atmosphäre im klassischen Ladengeschäft. Zudem ist die Erwartungshaltung online meist eine andere: Statt gemütlich zu bummeln und sich inspirieren zu lassen, wird online gezielt recherchiert und nach einer möglichst schnellen Lösung verlangt. All das sind Argumente, die das junge Berufsfeld des UX-Designers auf den Plan rufen und es schon heute unverzichtbar machen.

    Kunden wollen eine möglichst einfache Nutzung des Shops, sie fordern zusätzliche Tools, wie zum Beispiel eine App, um weitere Services im Web abrufen zu können. Alle Anwendungen müssen also auf den Kunden und dessen positive Nutzungs-Erfahrung abgestimmt sein. Ein gutes Interaktionsdesign ist dabei ebenfalls unverzichtbar.

    Was macht ein UX-Designer?

    Unternehmen, die etwas online verkaufen, beschäftigen UX-Designer, um die Kundenzufriedenheit und natürlich auch den Unternehmensumsatz zu erhöhen. Ein UX-Designer ist verantwortlich für die User Experience (UX), also das Nutzererlebnis der Kunden und potenziellen Kunden einer Firma. Was zunächst nach seichter Unterhaltung klingt, ist in Wahrheit ein enorm umfangreiches und spannendes Tätigkeitsfeld, in dem du Karriere machen kannst. Wenn du als UX-Designer arbeitest, wirkst du direkt an der Schnittstelle zwischen User und Entwicklerteam und sorgst maßgeblich dafür, dass Nutzer …

    • sich im Onlineshop des Unternehmens zurechtfinden,
    • sich ein möglichst gutes Bild von der Produktwelt machen können,
    • voller Überzeugung online bestellen, weil die Produktpräsentation sie überzeugt,
    • gerne wiederkommen und zu langfristigen Kunden werden und
    • den Shop und das Unternehmen weiterempfehlen.

    Du achtest dabei fortlaufend auf die Bedürfnisse des Marktes bzw. der Nutzer, die online etwas kaufen möchten, und gibst diese und weitere Trends an die ausführenden Softwareentwickler weiter. Dadurch stellst du als UX-Experte sicher, dass dein Arbeitgeber seine Ziele online erreicht und die Menschen zu zufriedenen Kunden werden.

    Aufgaben des User-Experience-Designers

    UX-Designer: ein Job, der die Zukunft gestaltet

    Im Gegensatz zum UID, dem User-Interface-Designer, kümmert sich der User-Experience-Designer nicht nur um die ansprechende Optik und die intuitive Navigation durch den Onlineshop (Usability), sondern um den gesamten Prozess vom ersten Klick bis zum Kauf und darüber hinaus. Dabei wirkt er auf verschiedenen Ebenen:

    • Marktbeobachtung und Bedarfsanalyse: UX-Designer sind immer nah am Kunden und an dessen Bedürfnissen. Sie beobachten den Markt genau und achten auf jede kleine Änderung im Konsumverhalten der Endverbraucher. Sie analysieren den aktuellen Bedarf, registrieren Kundenwünsche und fügen all das zu einem klaren Bild zusammen, das zeigt, worauf es den Nutzern heute ankommt.
    • Konzept- und Prozessoptimierung: Stellt ein UX-Designer fest, dass sich die Kundenwünsche oder das Nutzerverhalten auf einer Website ändern, kann er bewusst reagieren und Shop-Konzepte oder Prozesse innerhalb des Shops optimieren. Konkret: Bemerkt der UXD, dass vor dem Kauf vermehrt Rückfragen zu einer bestimmten Produkteigenschaft kommen, kann er die Antwort auf diese Frage bereits in den Kaufprozess integrieren, beispielsweise in Form einer Infobox, die auf der Website eingebunden wird. Dadurch wird das Shop-Konzept ganzheitlicher und der Kaufprozess vereinfacht, weil zusätzliche Anfragen beim Kundensupport entfallen. Gleichzeitig erhöht sich durch eine solche Infobox die Usability des Shops. Die Anwendung wird einfacher und auch der Kunde geht davon aus, dass die Services bei diesem Webshop wesentlich besser ausfallen, als etwa bei der Konkurrenz.
    • Optimierung des Customer Lifecycle: Ein UX-Designer zielt nie auf den einmaligen Kauf ab, sondern sorgt dafür, dass Menschen zu wiederkehrenden Kunden werden. Um das zu ermöglichen, prüft er regelmäßig den Customer Lifecycle, also die Dauer und Intensität der Kundenbeziehung zum Unternehmen. Kaufen Kunden einmal oder mehrfach? Welche Produkte kaufen sie gehäuft gemeinsam? Welches ist das nächste logische Produkt nach dem Kauf eines ersten? All diese Fragen beantwortet der UX-Designer und optimiert dadurch den Customer Lifecycle. So kann durch die gezielte Angabe „Wird oft zusammen gekauft“ im Shop eine weitere Interaktion, sprich ein zusätzlicher Kauf des Kunden, angeregt werden.

    Welche Anforderungen gibt es an einen UXD?

    Der Name verrät bereits, dass ein UX-Designer sowohl gestalterische als auch technische Kenntnisse braucht. Konkret solltest du Folgendes mitbringen:

    • Programmierkenntnisse: Auch wenn der UXD nicht immer der ausführende Entwickler ist, profitiert er von soliden Grundkenntnissen in HTML, CSS oder auch der Programmiersprache Python. Ganz einfach deshalb, weil er dadurch gut einschätzen kann, wie erforderliche Änderungen umgesetzt werden könnten, was realistisch ist und was nicht. Der UX-Designer sollte schon einmal etwas von den gängigen Anwendungen in Shop-Software und Co. gehört haben und auch Wireframes sollten kein Fremdwort für ihn sein. Durch entsprechende Kenntnisse kann er zusammen mit dem UI-Designer Prototypen entwickeln, die der Zielgruppe beispielsweise in einer Beta-Testphase vorgestellt werden können. UI-Designer können ebenfalls bei der gesamten Konzeption der Website mit Rat und Tat zur Seite stehen oder sie können gemeinsam eine App für den Shop entwickeln, mit der Interaktionen noch einfacher werden. Zusätzliche Services können darüber ebenfalls realisiert werden.
    • Visuelles Grundverständnis: Ein UXD braucht einen Blick für die optische Gestaltung. Er muss nicht unbedingt ausgebildeter Grafikdesigner sein. Aber um einen Onlineshop wirklich nutzerfreundlich aufzustellen, sollte er zumindest die Grundlagen visueller Gestaltung mitbringen. Hier kann auch eine entsprechende Weiterbildung hilfreich sein, wenn die Ausbildung als solches noch fehlt.
    • Marketing-Grundlagen: UXD optimieren Verkaufsprozesse und brauchen deshalb ein grundlegendes Verständnis davon, wie Online Marketing funktioniert. Nur so können sie optimal auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen und diese auch mit einer zielgruppengerechten Marketingbotschaft erreichen.
    • Analytisches Denken: Ein großer Teil der Aufgaben eines UXD ist die Analyse vorliegender Daten. Du solltest also einen sicheren Umgang mit Daten beherrschen und wissen, wie du die wichtigsten Parameter herausfindest und analysierst. Auch im Prototyping solltest du entsprechende Kenntnisse und Fähigkeiten mitbringen.
    • Flexibilität: Onlineshopping ist sehr flexibel und die Wünsche der Kunden ändern sich oft rasch. Als User-Experience-Designer solltest du die Flexibilität mitbringen, auf diese veränderlichen Wünsche einzugehen.
    • Ausdauer und Detailorientierung: Trotz der großen Flexibilität braucht ein UX-Designer auch Ausdauer und die Bereitschaft, mit Details zu arbeiten. Optimierung passiert nicht immer in großen, sondern oftmals auch in kleinteiligen Schritten. Ein Produkt und seine Darstellung sowie die Einbettung innerhalb der Customer Journey stehen immer wieder auf dem Prüfstand und sind quasi nie fertig. Manchmal braucht es nur kleine Veränderungen, um aus einem vorher mäßig nachgefragten Produkt einen Bestseller zu machen. Damit du genau diese Details aufspüren kannst, brauchst du Geduld, Ausdauer und einen Blick fürs Detail. Erfahrungen im Bereich Verkauf und wie man die Interaktion mit dem Kunden ankurbeln kann, sind ebenfalls hilfreich. So lässt sich durch derartige Kenntnisse und Fähigkeiten ein Interaktionsdesign entwickeln. Hier kann der UI-Designer wieder unterstützend zu Rate gezogen werden.
    • Empathie und Kundenorientierung: Als UX-Designer arbeitest du nah an den Kunden und für die Kunden. Neben den blanken Zahlen spielt deshalb auch eine gewisse Empathie im Job eine große Rolle. Denn durch diese kannst du dich besser einfühlen und nachvollziehen, was sich deine Kunden wirklich wünschen. Das ist eine der Grundvoraussetzungen, um das Interaktionsdesign auf die Kunden abzustimmen. Das Kauferlebnis im Shop sollte durch eine einfache Nutzung des gesamten Systems verbessert werden, dadurch werden die Kunden auch wiederkehren.

    Gestalte deine Zukunft online

    Das Durchschnittsgehalt eines User-Experience-Designers liegt in Deutschland bei ca. 44.000 € pro Jahr. Die Zukunftsaussichten sind rosig, denn der E-Commerce-Bereich zählt zu den am stärksten wachsenden. Das Aufgabengebiet in diesem Beruf ist abwechslungsreich und spannend. Wenn du also heute nach einem Job suchst, der abwechslungsreich, flexibel und trotzdem sicher ist, hast du ihn im UXD gefunden, und du kannst sowohl deine Zukunft als auch das künftige Nutzererlebnis von Millionen Menschen erfolgreich gestalten. Auch wenn du bisher noch nicht in diesem Beruf gearbeitet hast, kannst du eine entsprechende Ausbildung absolvieren. Selbst ein Studium ist denkbar. Das Gehalt variiert dabei sehr stark, abhängig von der Berufserfahrung, ob eine grundlegende Ausbildung vorliegt oder zum Beispiel zusätzliche Fähigkeiten, etwa in der App-Entwicklung vorhanden sind.


    FAQ – Weitere Fragen und Antworten

    Es gibt mittlerweile spezielle Ausbildungen zum User Experience Designer. Doch auch Quereinsteiger sind in diesem Berufsfeld gerne gesehen. Grundvoraussetzung ist jedoch, dass du über Marketing- und Programmierkenntnisse verfügst.

    Die User Experience beschreibt nichts anders als das Nutzererlebnis auf Webseiten. Je besser dieses ausfällt, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der Kunde bestellt.

    Ein gutes UX Design sorgt für eine einfache Navigation auf der Website, so dass sich auch unerfahrene User schnell zurechtfinden. Darüber hinaus kommt es auf eine gute Produktpräsentation an.

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