Komfortzone verlassen: 7 Tipps, die auch Zweiflern helfen

Komfortzone verlassen und Berge besteigen!

 

Manchmal frustriert der Job nur noch oder man tritt auf der Stelle. Trotzdem kommen viele nicht ins Handeln, weil sie sich in ihrer Komfortzone zu gut eingerichtet haben. Wir verraten Ihnen 7 Tricks, wie Sie ohne großen Aufwand raus aus der Komfortzone und rein in neue berufliche Höhen kommen.

Wenn aus dem Job ein lähmender Trott wird

Steigen wir mit einem Beispiel ein, das wir so nahezu wöchentlich von unseren Teilnehmern geschildert bekommen. Der Arbeitsalltag ist grau. Das immer gleiche Büro mit den immer gleichen Gesichtern zur immer gleichen Uhrzeit zu betreten und genau zu wissen, dass auch heute wieder die immer gleichen Aufgaben auf der To-do-Liste stehen. Genau so sieht für viele ihre berufliche Realität aus. Trotzdem gaben beeindruckende 92 % der Befragten des Gallup Engagement Index Deutschland 2016 an, dass sie vorhaben, auch in einem Jahr noch bei ihrem derzeitigen Arbeitgeber zu sein. 84 % sehen dies sogar über einen Zeitraum von drei Jahren so. Nur 81 % aber geben an, dass sie in der vergangenen Woche Spaß bei der Arbeit hatten. Auch wenn es längst nicht alle sind, sind doch mehrere Tausend Menschen in Deutschland unzufrieden, denken aber nicht über einen Jobwechsel nach. Woran liegt das?

 

Der schmale Grat zwischen Boreout und Burnout

Gründe für berufliche Unzufriedenheit gibt es viele. Ganz oben und immer häufiger Grund für hohe Krankenstände in Unternehmen, sind Überlastung und Überforderung, die dauerhaft in einen enstzunehmenden Burnout münden können. Nicht zu verachten ist aber auch das Phänomen des Boreouts, also der kompletten Unterforderung. Nicht die Aufgaben haben, die einen interessieren oder Dinge erledigen, die gegen die eigene Überzeugung sprechen, können Unzufriedenheit auslösen. Zum Handeln, also beispielsweise zu kündigen oder zumindest eine Änderung des Aufgabengebietes einzufordern, reicht es dennoch nicht immer.

 

 

Warum wir die Komfortzone nicht verlassen

Handeln bedeutet zunächst immer, sich zu überwinden, vertraute Gefilde zu verlassen und sich in unbekannte Gebiete zu wagen. Das verlangt Mut, den längst nicht jeder aufbringen kann und möchte. Das ist unbequem und bedeutet das Ende der gewohnten Komfortzone. Und diese schätzen wir so sehr, weil:

  • bekannte Routinen Sicherheit vermitteln
  • Gewohntes bequem ist
  • geregelte Abläufe risikoarm sind
  • Veränderung oft mit Ängsten gekoppelt ist

Und trotzdem bringt der Trott Sie keinen Schritt weiter. Weder aus einer Unzufriedenheit noch aus einem unterbezahlten Job.

 

Komfortzone verlassen: 7 Tipps

Eben jene Teilnehmer, die uns von ihrem einstigen Alltagstrott berichteten, bestätigen nach dem Mut zum Aufbruch dann gemeinschaftlich eines: The magic happens outside your comfort zone. Wenn Sie die Komfortzone verlassen – so bequem und vermeintlich sicher sie auch sein mag – erreichen Sie mehr als Mittelmaß. Es ist nicht einfach, aber es ist möglich. Und mit unseren 7 Tipps schaffen Sie es, selbst wenn Sie aktuell noch zu den größten Zweiflern gehören sollten.

 

1. Neue Morgenroutine schaffen

Die Komfortzone verlassen Sie nicht, indem Sie Ihren Kaffee morgens fünf Minuten früher trinken. Aber mit jeder kleinen Veränderung des lähmenden Trotts durchbrechen Sie das starre Korsett der Komfortzone. Dieser erste der 7 Tipps, um die Komfortzone verlassen zu können, setzt an Ihrem inneren Potenzial an. Wenn Sie sich täglich eine halbe Stunde mehr Zeit für sich nehmen, bevor Sie zur Arbeit aufbrechen, schafft das Raum für neue kreative Ideen. Es beflügelt Sie, wenn Sie den Gedanken Raum geben und sie einfach kommen lassen können. Eigene Interessen und die für unzählige Menschen auch mit 40 oder 50 noch ungeklärte Frage „Was will ich eigentlich?“ wird genau in diesen 30 Minuten oft klarer als je zuvor.

 

2. Ziele erfassen

Der zweite Tipp baut direkt auf dem ersten auf. Denn wenn Sie die Komfortzone verlassen möchten, hilft es ungemein, wenn Sie Ihr Ziel kennen. Das muss am Anfang noch nicht detailliert feststehen, eine Vision reicht völlig aus. Die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und daraus resultierend auch Ziele zu finden, ist Übungssache. Schon bald startet bei karriere tutor® der Lehrgang „Selbstmanagement & Motivation“, der Sie genau dabei unterstützen kann. Hier im Footer können Sie unseren Newsletter abonnieren und einer der ersten Teilnehmer sein, wenn der Kurs beginnt.

 

3. Neu einkleiden

Ihr Erscheinungsbild ist mehr als eine Fassade, es spiegelt Ihr Innenleben wider. Deshalb ist eine neue Garderobe eine der besten Möglichkeiten, die eigene Komfortzone verlassen zu können. Sitzen Sie seit zehn Jahren an der selben Position und kommen eher leger ins Büro? Dann fangen Sie mit kleinen Veränderungen an. Legen Sie wieder mehr Wert auf sich selbst und gönnen Sie sich eine neue Bluse oder einen schicken Anzug. Das, was Sie nach außen ausstrahlen, wirkt sich auch motivierend und stärkend auf Ihr Inneres auf. Und innere Stärke ist der beste Weg, die festgefahrene Routine hinter sich zu lassen.

 

4. Kleine Veränderungen schaffen

Auch im Job dürfen und sollten Sie aktiv werden. Beginnen Sie mit kleinen Veränderungen, beispielsweise einem neuen Ablauf der Besprechungen oder einem veränderten Tagesablauf. So nehmen Sie der Veränderung Ihren Schrecken, weil Sie mit jeder Veränderung neue Chancen und Potenziale entdecken.

5. Ängste überwinden

Wir haben Angst zu scheitern und bewegen uns daher nicht – das ist das wohl größte Problem, das uns an unsere gewohnten Routinen fesselt. Doch Ängste sind Richtungsweiser und zeigen Ihnen, wo Sie noch wachsen können. Haben Sie beispielsweise Ängste, vor anderen frei zu sprechen? Dann beginnen Sie klein, zum Beispiel im Teammeeting, bevor Sie einen eigenen Vortrag halten. Jeder Schritt bringt Sie voran: Weg von den Ängsten und hin zu Ihrem riesengroßen Potenzial.

 

6. Worst-Case-Szenario definieren

Angenommen Sie kündigen, weil Sie unzufrieden sind: Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Sie müssten sich einen neuen Job suchen. Wäre das dramatisch, wo Sie in Ihrem jetzigen doch so unzufrieden sind? Dinge sind meist nicht so schlimm, wie wir sie uns anfangs ausmalen. Wenn Sie sich das Worst-Case-Szenario definieren, nimmt Ihnen das den Schrecken die Komfortzone verlassen zu können.

 

7. Best-Case-Szenario ausmalen

Drehen wir den Spieß aus dem sechsten Tipp, wie Sie Ihre Komfortzone verlassen können, einmal um. Was wäre, wenn alles gut geht? Was, wenn Sie Ihre Ziele erreichen, eine neue Stelle finden oder eine Beförderung bekommen? Trauen Sie sich hier unbedingt detailreich zu denken. Je klarer Ihre Vision von Ihrem persönlichen Best-Case-Szenario ist, umso wahrscheinlicher können Sie es exakt so erreichen.

 

Von der Komfortzone zur Entwicklungszone

Nur außerhalb Ihrer Komfortzone können Sie sich entwickeln. Nur außerhalb des Trotts, werden Sie neue Potenziale entfesseln. Nur außerhalb des Hamsterrads sehen Sie klar und weit. Wir bieten Ihnen eine Brücke, die von der Komfortzone direkt rein in die wichtige Entwicklungszone führt. Definieren Sie Ihre Ziele, wählen Sie aus unseren Kursen den passenden Wegbereiter und gehen Sie den ersten Schritt.

 

 

 

Oliver Herbig hat auf dem Gebiet berufliche Weiterbildung mit Schwerpunkt Management und IT in Geschäftsführer- und Vorstandspositionen über 15 Jahre Erfahrung. Profitieren Sie mit karriere tutor® von seinem Wissen und machen Sie sich fit für den nächsten Karriereschritt.