Inhaltsverzeichnis
1. Was versteht man unter Corporate Communications? 2. Was ist ein Corporate Communications Manager? 3. Welche Aufgaben hat ein Corporate Communications Manager? 4. Welche Fähigkeiten brauchst du für diesen Job? 5. Wie wird man Corporate Communications Manager? 6. Wenn du Kommunikation liebst, ist das dein ZukunftsjobDu bist kommunikationsstark und verfügst über strategische sowie organisatorische Fähigkeiten? Dann könnte der Beruf der Corporate Communications Managerin bzw. des Corporate Communications Managers genau das Richtige für dich sein. Hier erfährst du, was die sogenannte Corporate Communication eigentlich ist und wofür Kommunikationsmanagerinnen und Kommunikationsmanager gebraucht werden. Welche Aufgaben haben sie und welche Kompetenzen solltest du mitbringen, um erfolgreich als Managerin oder Manager in der Corporate Communication arbeiten zu können? Entdecke die Welt dieses unterschätzten, aber wichtigen und zukunftssicheren Berufsbildes!
Was versteht man unter Corporate Communications?
Die Corporate Communication (zu Deutsch: Unternehmenskommunikation) beschreibt im Allgemeinen die ganzheitliche Kommunikation eines Unternehmens auf allen Ebenen – intern wie extern. Das übergeordnete Ziel besteht darin, ein konsistentes, glaubwürdiges und positives Unternehmensbild zu vermitteln, das alle Zielgruppen – von Mitarbeitenden über Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartner bis hin zu Kundinnen und Kunden – erreicht.
In der modernen, digital geprägten Welt hat sich bereits die Unternehmenskommunikation 4.0 – auch Corporate Communications 4.0 genannt – durchgesetzt. Doch was bedeutet das konkret? Die Unternehmenskommunikation 4.0 steht vor allem für die Digitalisierung aller Kommunikationskanäle. In der Praxis hat nahezu jedes Unternehmen die Möglichkeit der Echtzeitkommunikation über Microsoft Teams, Slack, Zoom oder ähnliche Tools intern etabliert. Darüber hinaus gehören Kommunikationskanäle wie Social Media, Blogs, Podcasts und diverse Videoplattformen zum festen Kommunikationsportfolio eines Unternehmens. Auch Automatisierungen durch Chatbots oder KI-gestützte Systeme nehmen immer weiter zu.
Insgesamt wird die Corporate Communication immer interaktiver und partizipativer, indem interne wie externe Stakeholderinnen und Stakeholder aktiv in die Kommunikation eingebunden und nach ihrem Feedback gefragt werden – und das über alle Kommunikationskanäle hinweg. Agilität und Geschwindigkeit sind gefragter denn je. Ein Unternehmen muss in der Lage sein, schnell auf Trends, Krisen und öffentliche Diskussionen zu reagieren und Stellung zu beziehen. Beispielhafte Entwicklungen für die Etablierung der Unternehmenskommunikation 4.0 sind etwa digitale Events, die Kommunikation von CEOs über LinkedIn und X (ehemals Twitter) sowie interne soziale Netzwerke für den Austausch unter Mitarbeitenden.
Sowohl die interne als auch die externe Kommunikation eines Unternehmens gehören beide zur Corporate Communications, haben aber unterschiedliche Funktionen.
Interne Unternehmenskommunikation
Zu den Grundlagen der internen Unternehmenskommunikation gehört eine persönliche, motivierende und transparente Tonalität, da die Zielgruppe dieses Unternehmensbereichs Mitarbeitende, Führungskräfte und andere interne Organe wie der Betriebsrat sind. Über interne Kommunikationskanäle wie ein Intranet, einen internen Newsletter, eine Mitarbeiter-App oder Townhall-Meetings sollen alle internen Stakeholderinnen und Stakeholder über wichtige Themen wie die Unternehmensziele, geplante Veränderungen, besondere Erfolge oder sonstige HR-Themen, wie beispielsweise ein neues Benefit-Programm, informiert werden. Das Ziel besteht darin, die Organisation von innen heraus zu stärken, indem Informationen bereitgestellt, Bindungen geschaffen und die Unternehmenskultur gefördert werden.
Externe Unternehmenskommunikation
Die externe Kommunikation im Unternehmen wirkt hingegen aktiv nach außen und beeinflusst die öffentliche Wahrnehmung. Mit einem professionellen, markenorientierten und zielgruppenspezifischen Ton sollen alle externen Stakeholderinnen und Stakeholder, wie Kundinnen und Kunden, die Medien, die Politik oder Investorinnen und Investoren, über Themen wie neue Produkte, Innovationen, Maßnahmen zur Nachhaltigkeit, Kooperationen oder Finanzkennzahlen informiert werden. Die externe Unternehmenskommunikation verfolgt die Ziele Imagepflege, Reputations- und Vertrauensaufbau, Steigerung der Markenbekanntheit und Positionierung am Markt. Zur Erreichung dieser Ziele werden viele verschiedene Kanäle genutzt. Beispiele hierfür sind Pressemitteilungen, soziale Netzwerke, die Unternehmenswebsite, Events oder Werbung.
Was ist der Unterschied zwischen Marketing und Unternehmenskommunikation?
Viele Kommunikationsprozesse im Unternehmen erfordern die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen, was die Abgrenzung teils herausfordernd machen kann. Unternehmenskommunikation und Marketing unterscheiden sich beispielsweise grundlegend in ihren Zielen: Während die Unternehmenskommunikation primär die Ziele Vertrauensaufbau, Imagepflege und Strategieumsetzung verfolgt, stehen im Marketing Absatzförderung, Markenbildung und Kundenbindung im Vordergrund. Somit ist auch die Zielgruppe der Corporate Communication deutlich breiter gefasst als die des Marketings. Auch wenn sowohl das Marketing als auch die Unternehmenskommunikation zur Erreichung ihrer Ziele teils dieselben Kommunikationskanäle wie soziale Netzwerke oder die Webseite verwenden, sollten sie keinesfalls synonym verwendet werden.
Die Abgrenzung zwischen PR und Unternehmenskommunikation ist nicht ganz so eindeutig und in der Praxis häufig unscharf. Die PR, also die Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens, befasst sich ausschließlich mit den Themen Imagepflege und Medienpräsenz, indem sie die Beziehungen zu externen Stakeholderinnen und Stakeholdern pflegt. Demgegenüber ist die Unternehmenskommunikation ganzheitlich ausgerichtet. Zu ihren Aufgaben und Zielen gehören zwar auch die Imagepflege und Medienpräsenz, aber darüber hinaus auch strategische Themen, Maßnahmen für eine erfolgreiche digitale Unternehmenskommunikation und die Mitarbeiterkommunikation. Die PR ist also ein Puzzlestück im großen Gesamtbild der Corporate Communications.
Was ist ein Corporate Communications Manager?
Mitarbeitende im Corporate Communication Management verantworten die strategische Ausrichtung der gesamten Unternehmenskommunikation, also die Planung, Steuerung und Umsetzung interner sowie externer Kommunikationsmaßnahmen. Diese Funktion ist ein zentraler Baustein für die Wahrnehmung und das Vertrauen in eine Organisation. Besonders in Krisenzeiten oder im Umgang mit sensiblen Themen schützen sie den Ruf des Unternehmens und sind dafür zuständig, Missverständnisse, Imageschäden und Vertrauensverlust zu vermeiden. Hierfür ist eine klare Kommunikationsstrategie unerlässlich.
Welche Aufgaben hat ein Corporate Communications Manager?
Was macht eine Corporate Communications Managerin bzw. ein Corporate Communications Manager eigentlich genau? Ihre wichtigste Aufgabe ist eine einheitliche und professionelle Kommunikation. Die interne und externe Kommunikation sollte so gestaltet werden, dass das Unternehmen sowohl nach außen gegenüber der Öffentlichkeit als auch intern zwischen Mitarbeitenden und Abteilungen richtig wahrgenommen wird.
Gerade in Zeiten der Digitalisierung werden große Anforderungen an die Unternehmenskommunikation gestellt: Die Kommunikation muss sehr präzise sein, aber auch immer schneller erfolgen. Da Kommunikation in nahezu allen Unternehmensbereichen benötigt wird, ergibt sich für das Kommunikationsmanager-Berufsbild ein breites Aufgabenspektrum, das von strategischen, operativen und kreativen Tätigkeiten geprägt ist.
Hier findest du eine strukturierte Übersicht der klassischen Corporate-Communications-Manager-Aufgaben:
- Kommunikationsstrategie entwickeln: In erster Linie planen Corporate Communications Managerinnen und Corporate Communications Manager die interne und externe Kommunikationsstrategie und setzen diese um. Diese muss auf die Unternehmensziele und die Markenpositionierung abgestimmt sein.
- Kommunikationskampagnen: Das Kommunikationsmanagement arbeitet oft eng mit der Marketingabteilung zusammen oder übernimmt sogar einen Teil der Marketingkommunikation. Kampagnen zur Stärkung der Marke oder zur Einführung eines neuen Produkts werden von der Corporate Communication vorab komplett durchgeplant. Von der ersten Kommunikation nach außen bis zum Umgang mit Feedback organisiert die Corporate Communications Managerin bzw. der Corporate Communications Manager alles, um sicherzustellen, dass das Kampagnenziel erreicht werden kann.
- Kommunikation von Unternehmensentscheidungen: Auch die klassischen Aufgaben einer Pressesprecherin bzw. eines Pressesprechers gehören zu den Aufgaben der Corporate Communication. Wenn ein Unternehmen wichtige Entscheidungen trifft, die nach außen kommuniziert werden müssen, sorgt die Communication Managerin bzw. der Communication Manager dafür, dass dies professionell geschieht, beispielsweise in Form einer Pressemitteilung oder einer Pressekonferenz. Zum Aufgabenspektrum gehören außerdem weitere Public-Relations-Aufgaben wie die Pflege von Medienkontakten und die Koordination von Medienanfragen.
- Kommunikation von Unternehmensmaßnahmen: Selbstverständlich müssen bestimmte unternehmerische Entscheidungen auch nach innen, also an die eigenen Mitarbeitenden, kommuniziert werden. Typische Kommunikationsmanagerinnen- und Kommunikationsmanager-Aufgaben sind es, interne Kommunikationsmaßnahmen zu planen, zu organisieren und dafür zu sorgen, dass alle Mitarbeitenden im Unternehmen die notwendigen und vor allem dieselben Informationen erhalten – denn „stille Post” im Unternehmen bedeutet das Aus für eine funktionierende Unternehmenskommunikation. Hierfür kann die Gestaltung eines gepflegten und gut strukturierten Intranets oder eines internen Newsletters hilfreich sein.
- Kundenkommunikation: Auch die Kundenkommunikation gehört zu den Aufgaben der Unternehmenskommunikation. Je nachdem, ob es im Team zusätzlich Community-Managerinnen und Community-Manager oder Kampagnenmanagerinnen und Kampagnenmanager gibt, übernimmt eine Corporate Communications Managerin bzw. ein Corporate Communications Manager hier eine beratende Funktion oder übernimmt selbst die wichtigen Kommunikationsaufgaben: Immer mit dem Ziel, eine professionelle und unternehmensförderliche Kommunikation mit der Zielgruppe zu gewährleisten.
- Krisenkommunikation: Wenn ein Unternehmen in die Kritik gerät oder sich Situationen ergeben, die eine interne oder öffentliche Stellungnahme erfordern, müssen Corporate Communications Managerinnen und Corporate Communications Manager auf kritische Rückfragen aus der Presse angemessen und rechtzeitig reagieren und dafür sorgen, dass keine internen Konflikte entstehen. Für diesen Fall müssen zunächst Krisenpläne und Kommunikationsleitfäden entwickelt werden.
- Unterstützung der Geschäftsführung: Ein weiterer zentraler Aufgabenbereich ist die Beratung und Unterstützung von Führungskräften. Communication Managerinnen und Communication Manager bereiten Reden, Präsentationen und öffentliche Auftritte vor und stehen dem Management dabei beratend zur Seite.
Neben den aufgeführten Aufgaben einer Corporate Communications Managerin bzw. eines Corporate Communications Manager können sie darüber hinaus je nach Unternehmensgröße und -struktur auch Maßnahmen in den Bereichen Employer Branding, HR- oder Nachhaltigkeitskommunikation übernehmen. Neben zentralen Kommunikationstätigkeiten gehört auch das Monitoring und Reporting der durchgeführten Maßnahmen zu den Aufgaben dieses vielseitigen Berufsbildes.
Beispiele erfolgreicher Unternehmenskommunikation
Unternehmenskommunikation ist besonders dann erfolgreich, wenn wir gar nicht bemerken, wie viel Energie und Arbeit darin stecken. Im Folgenden stellen wir dir drei erfolgreiche Corporate-Communications-Beispiele aus der Praxis vor. Das Unternehmen Coca-Cola ist ein exzellentes Beispiel für eine klare Markenidentität, ein konsistentes globales Auftreten und eine emotionale Ansprache. IKEA wiederum steht beispielhaft für gelungene Omni-Channel-Strategien und eine starke Mitarbeiterkommunikation. Das Beispiel von Germanwings zeigt hingegen, wie erfolgreiche Krisenkommunikation umgesetzt werden kann.
Coca-Cola
Das US-amerikanische Getränkeunternehmen Coca-Cola beweist schon seit Jahrzehnten, dass es die Wirkung von Kommunikation verstanden hat, wodurch sich eine globale, konsistente und emotional aufgeladene Markenidentität herauskristallisiert hat. Über TV, Print, Social Media und andere Touchpoints mit den Konsumentinnen und Konsumenten kommuniziert das Unternehmen einheitliche Werte wie Freude, Gemeinschaft und Optimismus, gepaart mit dem Gefühl von Erfrischung durch seine Produkte. Der Konzern ist bekannt für sein Storytelling und emotionale Bilder. Das bekannteste Beispiel hierfür ist wohl die Weihnachtskampagne mit dem Coca-Cola-Truck. All das schafft Markenbindung und Identifikation und zeigt, dass eine strategische Unternehmenskommunikation nicht nur die Reputation fördert, sondern auch Vertrauen aufbaut, die Kundenbindung fördert und langfristige Markenloyalität erzeugt. Eine der größten Erfolge von Coca-Cola ist übrigens bis heute die Weihnachtsmann-Kampagne von 1931. Zusammen mit dem amerikanischen Illustrator Haddon Sundblom, der den Weihnachtsmann für Coca-Cola zeichnete, prägen sie das bis heute weltweit gängige Aussehen von Santa Claus.
IKEA
Auch das schwedische Möbelhaus IKEA zeichnet sich durch eine starke Unternehmenskommunikation aus. Der Konzern vertritt nach außen hin einheitliche Werte wie Nachhaltigkeit, Funktionalität und Zugänglichkeit, die er mit skandinavischem Design kombiniert. Die Kommunikation erstreckt sich dabei immer über alle Kanäle hinweg – online wie offline.
Mindestens genauso viel Wert wie auf die externe Kommunikation legt IKEA aber auch auf die interne Kommunikation. Im Mittelpunkt steht dabei die wertebasierte Kommunikation, denn die gemeinsamen Werte Einfachheit, Gemeinschaft, Verantwortung und Vielfalt sind nicht nur fester Bestandteil der Markenidentität, sondern leiten auch die tägliche Zusammenarbeit und die Führungskultur. So dient das „Testament eines Möbelhändlers“ von Gründer Ingvar Kamprad bis heute als Leitbild für die Unternehmenskultur und -kommunikation.
Germanwings
Ein trauriges, aber gutes Beispiel für erfolgreiche Krisenkommunikation lieferte Germanwings im Jahr 2015 nach dem Absturz von Flug 9525 in den französischen Alpen, bei dem der Co-Pilot die Maschine auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf zum Absturz brachte. Dabei kamen alle 150 Menschen an Bord ums Leben. Die kommunikative Herausforderung lag besonders in der Sensibilität des Themas und der enormen medialen Aufmerksamkeit. Es bestand die Gefahr eines massiven Imageschadens für die Lufthansa-Tochter Germanwings und die gesamte Luftfahrtbranche, weshalb schnell, transparent und empathisch kommuniziert werden musste.
Lufthansa bzw. Germanwings meisterte diese Herausforderung: Innerhalb kürzester Zeit wurden Pressekonferenzen abgehalten und der Vorstandsvorsitzende der deutschen Lufthansa, Carsten Spohr, trat persönlich vor die Medien und übernahm Verantwortung. Neben einer empathischen und von Anteilnahme geprägten Kommunikation stellte die Fluggesellschaft für Angehörige und Mitarbeitende psychologische Betreuung bereit und richtete ein zusätzliches Gedenkportal ein. Trotz Empathie und Anteilnahme blieb die Kommunikation dabei jedoch stets konsistent, sachlich und authentisch. Es wurden keine Spekulationen aufgestellt, sondern nur bestätigte Informationen an die Öffentlichkeit getragen. All diese Maßnahmen trugen letztlich dazu bei, dass ein größerer Imageschaden sowohl für die Fluggesellschaft als auch für die gesamte Luftfahrtindustrie abgewendet werden konnte.
Welche Fähigkeiten brauchst du für diesen Job?
Die wohl entscheidendste Fähigkeit, die du als erfolgreiche Corporate Communications Managerin oder erfolgreicher Corporate Communications Manager mitbringen solltest, ist Kommunikationsfähigkeit, um klare, überzeugende und zielgruppengerechte Botschaften zu vermitteln. Darüber hinaus gibt es jedoch noch einige weitere Fähigkeiten, die in der Unternehmenskommunikation von Vorteil sind.
Soft Skills
Als angehende Managerin oder angehender Manager für Kommunikation solltest du neben Kommunikationsstärke und einem rhetorisch sicheren Auftreten insbesondere über Empathie, Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit verfügen. In der Corporate Communication wird interdisziplinäre Zusammenarbeit großgeschrieben, da eine stetige Abstimmung sowohl intern als auch extern erforderlich ist. Hierfür sind außerdem ein gewisses Organisationstalent, die Fähigkeit zum strukturierten Denken und Verhandlungsgeschick erforderlich. Schließlich müssen komplexe Kommunikationsprojekte sorgfältig geplant und umgesetzt sowie gleichzeitig mit internen und externen Stakeholderinnen und Stakeholdern verhandelt werden. Nicht zuletzt ist Selbstreflexion für Managerinnen und Manager der Corporate Communication ebenfalls eine wichtige Kompetenz, um die eigene Wirkung und Kommunikation stetig zu verbessern.
Hard Skills
Neben Soft Skills solltest du selbstverständlich auch gewisse fachliche Kompetenzen für die Unternehmenskommunikation mitbringen. Hierzu zählen in erster Linie Textsicherheit und Medienkompetenz im Umgang mit klassischen und digitalen Medien. Von Vorteil sind auch ein gewisses Maß an Social-Media-Kompetenz sowie Wissen über die strategische Nutzung von Plattformen wie LinkedIn, X (ehemals Twitter), Instagram oder Facebook für die Durchführung gezielter Kommunikationsmaßnahmen. Für die meisten Corporate-Communications-Jobs wird außerdem Erfahrung bei der Entwicklung von Kommunikationskonzepten und im Umgang mit Content-Management-Systemen (CMS) vorausgesetzt. Idealerweise verfügst du sogar über erste Erfahrungen im Projektmanagement und in der Krisenkommunikation.
Wie wird man Corporate Communications Manager?
Es gibt keinen festen, vorgeschriebenen Weg, um im Bereich Corporate Communications einen Job zu ergattern. Corporate Communications Managerinnen und Corporate Communications Manager haben häufig Vorerfahrungen in der Kommunikation und einen Abschluss in den Bereichen PR (Public Relations), Kommunikation, Journalismus oder BWL mit Schwerpunkt Marketing und Kommunikation. Genauso ist der Einstieg aber auch über eine entsprechende Weiterbildung zur Corporate Communications Managerin bzw. zum Corporate Communications Manager möglich.
Falls kein direkter Einstieg in diese Position gelingt, kannst du auch den Umweg über eine Tätigkeit als PR- oder Marketing-Assistenz, ein Volontariat in einer (Kommunikations-)Agentur oder eine Position als Junior PR- oder Social-Media-Managerin oder Social-Media-Manager gehen. Das Sammeln von Berufserfahrung im Bereich interner und externer Kommunikation sowie in Kommunikationsprojekten ist das A und O.
Es ist von großem Vorteil, wenn du das Unternehmen, dessen Kommunikation du übernehmen möchtest, gut kennst. Wenn du also bereits seit einigen Jahren bei deinem aktuellen Arbeitgeber angestellt bist und dich für dieses Feld interessierst, kannst du mit deinem erfahrenen Blick auf das Unternehmen punkten.
Aber auch als Quereinsteigerin oder Quereinsteiger sind Corporate-Communications-Jobs für dich nicht unerreichbar. Wenn du aus einem anderen Bereich kommst, ist es wichtig, dass du dir die fehlenden Kompetenzen für diesen Beruf aneignest und dich vor deiner Bewerbung intensiv mit dem Unternehmen beschäftigst. Um die erforderlichen Kompetenzen gezielt zu erwerben, bieten sich Weiterbildungen in den Bereichen Kommunikation, Projektmanagement oder Social Media – je nachdem, was du brauchst.
Als Bewerberin oder Bewerber profitierst du in diesem Job übrigens wie in wenigen anderen von einem eigenen Onlineprofil und von einem starken (sozialen) Netzwerk. Wenn du bereits online präsent bist und dort einen guten Eindruck hinterlässt, hebt dich das von vielen Mitbewerbenden ab und kann dich schnell in die engere Auswahl bringen.
Erhöhe deine Chancen, indem du beispielsweise ein professionelles LinkedIn-Profil erstellst. Je sichtbarer du online bist und je positiver der Eindruck, den du in Business-Netzwerken und auf sozialen Plattformen wie Facebook & Co. hinterlässt, desto interessanter wirst du für ein Unternehmen. Das ist ein Punkt, den du in Zeiten von Social-Media-Recruiting keinesfalls unterschätzen solltest.
Wie viel verdient ein Corporate Communications Manager?
Eines ist sicher: Die Zukunftsaussichten in diesem Beruf sind ausgezeichnet und das Gehalt in der Unternehmenskommunikation kann sich sehen lassen. Kommunikation ist stets gefragt und entscheidet oft anhand kleiner Details über die Wahrnehmung eines Unternehmens – und damit auch über seinen Erfolg.
Das Gehalt für Corporate Communications Managerinnen und Corporate Communications Manager ist durchaus attraktiv, variiert jedoch wie in jedem Beruf je nach Berufserfahrung, Unternehmensgröße, Branche und Standort. In gängigen Online-Jobbörsen wird ein durchschnittliches Corporate Communications Manager Gehalt von rund 56.400 € pro Jahr angegeben.
Kommunikationsmanagerinnen und Kommunikationsmanager mit weniger als drei Jahren Berufserfahrung und einem Junior-Titel beginnen in der Regel mit einem Gehalt von ca. 46.000 € pro Jahr, während du perspektivisch mit mehreren Jahren Berufserfahrung auch mit über 75.000 € brutto im Jahr rechnen kannst.
Als Senior Communications Managerin oder Senior Communications Manager liegt das durchschnittliche Jahresgehalt hingegen bei 61.000 € brutto. Große Konzerne aus den Bereichen Pharma, Technologie oder Industrie mit Sitz in München, Frankfurt am Main oder Hamburg zahlen dabei mehr als beispielsweise ein mittelständisches Unternehmen in Berlin.
Wenn du Kommunikation liebst, ist das dein Zukunftsjob
Kommunikation ist deine Stärke, du interessierst dich für die vielseitigen Bereiche der Unternehmenskommunikation und bist auf der Suche nach einem zukunftssicheren Job? Dann ist der Beruf der Corporate Communications Managerin oder des Corporate Communication Managers womöglich die perfekte Wahl für dich.
Im Corporate Communication Management hast du die Möglichkeit, die Unternehmenskommunikation gezielt voranzutreiben und zur positiven Gestaltung des Unternehmensbildes beizutragen.