Gamification zählt zu den absoluten Geheimtipps innerhalb der beruflichen Weiterbildung. Was du als Personalverantwortlicher oder Arbeitgeber über Gamification wissen solltest, weil es nachweislich zum Unternehmenserfolg beiträgt, findest du in diesem Artikel.

Was bedeutet Gamification?

Gamification meint den Einsatz spielerischer Elemente in einem neuen Kontext. Elemente eines Spiels, zum Beispiel das Einsammeln von Münzen oder das Einfärben einer Punkteskala, werden also in einen völlig neuen Zusammenhang gesetzt. Beispiele im Alltag gibt es dafür bereits einige, zum Beispiel die Anzeige der Passwortsicherheit über einen farbigen Balken oder das Auswählen einer Punktzahl bei einem Feedbackbogen. Doch das Prinzip der Gamification lohnt sich auch für den Bereich der beruflichen Weiterbildung, auch wenn es dort bisher noch eher zurückhaltend eingesetzt wird. In Zukunft dürfte Gamification mehr und mehr das berufliche Lernen prägen. Nur von Vorteil also, wenn du dich bereits heute mit diesem Thema beschäftigst.

Was bringt Gamification in der beruflichen Weiterbildung?

„Im Spiel jagt der Mensch sein ‚Besseres Ich‘. Diese Haltung offenbart etwas, das Unternehmen längst vergessen haben: Der Mensch möchte gefordert werden und sich weiterentwickeln. Gamification schafft hier die passenden Rahmenbedingungen für den Wirtschaftskontext .“

Dieses Zitat von Robert Rackwitz, einem der führenden Experten für Game Thinking und Gamification, verdeutlicht, worin die großen Chancen der Gamification im beruflichen Lernen stecken. Menschen möchten gefordert werden und nicht lediglich berieselt. Dies bestätigt auch eine Studie zur Arbeitsmotivation, die vom Personaldienstleister ManpowerGroup durchgeführt wurde. 77 % der Befragten gaben an, dass sie einen Job, der sie langweilt oder stresst, nicht ausüben wollten, selbst wenn dieser gut bezahlt wäre. Was bedeutet das nun in Kombination für HR-Verantwortliche und Arbeitgeber? Konkret, dass Gamification in der Weiterbildung ein Schlüsselfaktor sein kann, um Mitarbeiter zu motivieren und gleichzeitig zu qualifizieren.

Gamification

3 Gründe, Gamification ins berufliche Lernen zu integrieren

Aber warum genau schafft es Gamification, Mitarbeiter zu motivieren? Welche Aspekte spielen hier eine Rolle und was bedeutet das konkret für dich als HR-Verantwortlichen? Sehen wir uns die drei wichtigsten Gründe für Gamification in der beruflichen Weiterbildung einmal näher an.

  1. Lernen ohne Anstrengung

Berufliche Weiterbildungen für Mitarbeiter sind wichtig. Angestellte müssen sowohl aufgrund gesetzlicher Vorgaben als auch im Sinne einer fortlaufenden Verbesserung unternehmensinterner Prozesse regelmäßig weitergebildet werden. Doch was, wenn die Vorfreude auf eine notwendige Weiterbildung beim Personal nicht gerade riesig ist? Mithilfe von spielerischen Elementen im Kontext der Weiterbildungsmaßnahme wird das Lernen als Prozess erleichtert. Ein kleiner Hack hier, ein optischer Anreiz da: Lernen verliert durch die Gamification-Anteile seine Schwere. Das hat den großen Vorteil, dass auch trockene und sehr komplexe Inhalte gut erfasst werden können, weil sie sich nicht nach fadem Lernen, sondern nach einem interessanten Spiel anfühlen.

Darüber hinaus kommt das Gamification-Lernen unterschiedlichen Lerntypen zugute. Nicht jeder Mensch lernt auf die gleiche Art und Weise erfolgreich. Mithilfe der Gamification, die unterschiedliche Medien – zum Beispiel Videos, interaktive Tests und Textteile – miteinander kombiniert, erreicht man das „Lernzentrum“ unterschiedlicher Lerntypen zuverlässiger. Ein immenser Vorteil, stellt diese Strategie doch sicher, dass sich die Investition in eine Mitarbeiterweiterbildung auch bezahlt macht, weil die Inhalte tatsächlich erfasst und verinnerlicht werden.

  1. Motivation zum Dranbleiben

Je umfangreicher, komplexer und zeitintensiver die Lerninhalte einer Weiterbildung sind, desto mehr sinkt der Anteil der Teilnehmer, die wirklich motiviert dranbleiben und ihre Aufmerksamkeit bis zum Ende aufrechterhalten. Gamification kann hier gegensteuern und es auch bei langen und intensiven Themenkomplexen erleichtern, dranzubleiben.

Wie sieht das praktisch aus? Beispielsweise so, dass in unterschiedlichen Leveln gelernt wird. Mitarbeiter bekommen also nicht von Anfang an die kompletten Lerninhalte, sondern beginnen spielerisch bei Level 1 und arbeiten sich dann nach und nach hoch. Digitale Lernwelten, wie wir sie bei karriere tutor® einsetzen, splitten das Gesamtwissen in kleine Etappenziele und motivieren den Einzelnen dadurch, die jeweils nächste Stufe zu erreichen. Es wird nicht mehr der schier unbezwingbare Wissensberg gesehen, sondern gut zu bewältigende Learn-Nuggets.

  1. Tiefere Wissensverankerung

Hat ein Teilnehmer einen Aha-Moment, weil er eine wesentliche Information erfasst hat, kann diese Erkenntnis durch eine gezielte optische oder akustische Unterstützung unterstrichen werden, z. B. wird eine bestimmte Hintergrundfarbe benutzt oder ein bestimmter Ton erklingt. Hier genügen vermeintlich kleine Details, um einen großen Effekt auszulösen. Denn bei jedem Aha-Moment, der bewusst wahrgenommen wird, schüttet der Körper Neurotransmitter, beispielsweise Dopamin, aus. Diese Neurotransmitter sorgen für eine Emotion und gleichzeitig den Anreiz, weitere positive Lernerlebnisse zu kreieren. Wissen wird also tiefer verankert und gleichzeitig steigt die Lust darauf, noch mehr Wissen zu erwerben.

Mitarbeiter qualifizieren und halten

Aus Unternehmenssicht spielen in puncto Weiterbildung immer zwei Komponenten eine Rolle:

Nichts ist ärgerlicher, als viel Geld in die Qualifikation des Personals zu stecken und es dann nach kurzer Zeit an einen anderen Arbeitgeber zu verlieren. Unternehmen, die ihren Mitarbeitern eine angenehme Art des beruflichen Lernens zugänglich machen, erhöhen ihre Chancen, die Mitarbeiter langfristig zu halten. Wer einen Arbeitgeber hat, der nicht nur finanziell in seine Mitarbeiter investiert, sondern auch daran interessiert ist, dass der Job und das berufliche Lernen Spaß machen, wird dies höchstwahrscheinlich als sehr positiv erleben. Weiterbildungen mit Gamification-Anteil auszuwählen, erhöht damit also auch die Attraktivität eines Unternehmens und wird zum Teil eines gelungenen Employer Brandings.

Alltagstaugliche Weiterbildung für größere Erfolge

Gamification-Elemente machen berufliche Weiterbildung alltagstauglicher, individueller und erfolgreicher, sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber. Sie erhöhen die Lust aufs berufliche Lernen und sind damit ein wesentlicher Bestandteil in unserer digitalisierten Arbeitswelt, in der lebenslanges Lernen immer wichtiger wird. Unternehmen, die das heute bereits begreifen und umsetzen, sind Mitbewerbern um mindestens eine Nasenlänge voraus und sichern sich den Zugang zu gut qualifizierten und motivierten Mitarbeitern.

Im Kontext des lebenslangen Lernens erfreut sich Microlearning als modernes Lernformat für berufliche Weiterbildung wachsender Beliebtheit. Doch was hat es damit eigentlich auf sich, wie nutzt man das Microlearning und was bringt es dir für dein Berufsleben? Wir geben dir in diesem Artikel einen kompakten Überblick.

Was ist Microlearning?

Der Name ist Programm, denn Microlearning bezeichnet das Lernen in kleinen Lerneinheiten. Statt mit einem umfangreichen Fachbuch zu arbeiten oder an einem Ganztagesseminar teilzunehmen, nimmst du beim Microlearning in nur wenigen Minuten sehr komprimierte Wissensportionen auf. Wir gehen im Abschnitt „Vorteile“ noch genauer darauf ein.

Fakt ist, dass Microlearning seit einigen Jahren immer beliebter wird. Mehrere Studien bestätigen, dass Unternehmen die Vorzüge dieser modernen Lernform zu schätzen wissen und vermehrt auf das kleinteilige Lernen setzen. So ergab eine Umfrage des MMB-Instituts, dass Microlearning zu den zukunftsfähigsten Lernformen gehört. Und auch eine Studie der FH Burgenland bestätigt, dass sich rund 80 % der Befragten vorstellen können, Microlearning im betrieblichen Alltag einzusetzen.

Was sind Learning-Nuggets?

Die Lerneinheiten innerhalb des Microlearnings nennt man Learning-Nuggets bzw. Learn-Nuggets. Sie zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

Learn-Nuggets werden meist in Form von kurzen Videos, Infografiken, Quiz oder Text mit Interaktionsanteil angeboten. Dabei behandeln die Nuggets stets ein einziges Thema oder einen klar umgrenzten Teilbereich eines Themas. Umfangreiche Aspekte eines großen Themas können in mehreren Lern-Nuggets behandelt werden. Auch Blogbeiträge wie der, den du gerade liest, können zum Microlearning gezählt werden. Das Konzept des Microlearnings ist nicht zu verwechseln mit dem des Mobile Learnings. Beide lassen sich jedoch gut miteinander kombinieren, denn die kleinteiligen Wissensinhalte (Microlearning) können sehr gut digital per Tablet oder Smartphone vermittelt werden (Mobile Learning).

Welche Vorteile hat Microlearning?

Kann Microlearning aber wirklich Inhalte vermitteln? Sind nicht zum Beispiel ganz- oder mehrtägige betriebliche Weiterbildungen deutlich besser geeignet, um Personal zu schulen? Es kommt grundsätzlich auf das Thema an. Große, zusammenhängende Themenkomplexe in zeitlich umfangreicheren Lernangeboten zu vermitteln, ist natürlich sinnvoll und richtig. Aber es gibt Einsatzgebiete, bei denen die Vorteile von Microlearning überwiegen. Immer da, wo kompaktes Anwendungswissen benötigt wird, beispielsweise beim Umgang mit einer neuen Software, lohnen sich die kleinteiligen Learning-Nuggets.

Sehen wir uns die Vorteile genauer an:

Microlearning im Kontext des lebenslangen Lernens

Wir alle spüren, dass sich die Berufswelt verändert – und mit ihr die Anforderungen an Unternehmen wie auch an Angestellte. Auch das berufliche Lernen hat sich in unserer schnelllebigen, digitalisierten Welt weiterentwickelt. Längst wird Wissen nicht mehr nur einmalig mit der Ausbildung oder dem Studium erworben. Heute gilt das Credo des lebenslangen Lernens, also des kontinuierlichen Auffrischens des eigenen Know-hows.

Bist du als Bewerber stets auf dem aktuellen Wissensstand innerhalb deines Fachgebietes, erhöhst du deine Chancen im Bewerbungsprozess enorm. Auch in fester Anstellung zeigst du durch deine Bereitschaft zum lebenslangen Lernen Engagement und qualifizierst dich dadurch eher für verantwortungsvolle Positionen im Unternehmen. Neben den drei grundlegenden Eigenschaften, die du für lebenslanges Lernen brauchst, bedarf es außerdem geeigneter Lernformate, um lebenslanges Lernen überhaupt erst zu ermöglichen. Genau dies ist die Lücke, die Microlearning schließt. Dank dieses Lernformats kannst du dein Wissen mit kurzen Lerneinheiten und unter sehr flexiblen Bedingungen aktuell halten und damit deine berufliche Position deutlich verbessern.


 

Neben anderen digitalen und flexiblen Lernformaten wie Erklärfilmen, Micro-Learning, Blended Learning und auch Webinaren wird dem Lernen in Unternehmen per mobilen Anwendungen eine immer größere Bedeutung beigemessen. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen drei grundsätzliche Fragen, die Sie für sich beantworten sollten, wenn Sie Mobile Learning in Ihrem Unternehmen einführen wollen.

 

Wann Mobile Learning Sinn macht und wann nicht

Mobile Learning – also das Lernen per App über ein mobiles Endgerät – ermöglicht es, spontan und ortsunabhängig zu lernen. Dies ist ein großer Vorteil, da so das berufsbegleitende Lernen erleichtert und die zur Verfügung stehende Lernzeit voll ausgeschöpft werden kann. Dass dies nicht nur für den Lernenden selbst, sondern auch für Unternehmen, die ihre Mitarbeiter weiterbilden möchten, eine vielversprechende Perspektive ist, zeigt eine aktuelle Statista-Studie: 87 % der befragten Unternehmen gaben darin an, dass sie Mobile Learning in den nächsten Jahren eine zunehmende Bedeutung zuschreiben (Statista 2020, Bedeutung von E-Learning Anwendungen in Unternehmen 2019).

Doch so verlockend es auch ist, als einer der Ersten dem Trend zu folgen, sollten Sie sich als Personalentwickler zunächst folgende grundsätzliche Fragen stellen:

  1. Warum will ich eine Mobile-Learning-App einführen?

 Es kann für ein Unternehmen aus verschiedenen Gründen Sinn machen, Mobile Learning einzuführen. Die Antwort auf diese Frage sollte allerdings nicht lauten: „Weil Mobile Learning im Trend liegt und wir als Unternehmen jetzt einfach mitziehen müssen.“ Da die Einführung einer Lern-App Sie viel Geld kosten und unter Umständen wenig Nutzen bringen kann, sollten Sie sich ehrlich fragen, welches Ziel Sie damit verfolgen. Mobile Learning kann viele Funktionen haben: angefangen bei einer Art Guide, der Ihre Mitarbeiter per Checklisten durch stark reglementierte Arbeitsprozesse führt, bei denen eine Null-Fehler-Toleranz existiert – wie z. B. in der Luftfahrtbranche, über ein ergänzendes Lern-Tool im Rahmen eines umfassenden Blended-Learning-Konzepts bis hin zu einem dauerhaften Referenztool. Letzteres speichert einmal Gelerntes, ist dank Mobilgerät jederzeit direkt am Arbeitsplatz abrufbar und unterstützt die Arbeit der Mitarbeiter.

 

  1. Wie passt mobiles Lernen in unser übergeordnetes Lernkonzept?

Wenn Sie für Ihre Mitarbeiter ein übergeordnetes Lernkonzept entwickeln wollen, wie z. B. ein Blended-Learning-Modell, dann können Sie mobiles Lernen sehr gut in den informellen Lernbereich integrieren. Oder wollen Sie Mobile Learning durch Ihr vorhandenes computerbasiertes Training komplett ersetzen? Dann sollten Sie vorab gründlich prüfen, ob wirklich alle Lerninhalte über eine mobile Anwendung vermittelt werden können. Beachten Sie hierbei auch die besonderen Lernumstände beim „Learning to go“ und die Art und Weise, wie User mit einem Mobilgerät umgehen.

 

  1. Welche Lerninhalte sind für Mobile Learning wirklich geeignet?

Mobile Learning ist von kurzen Lernintervallen und Unterbrechungen gekennzeichnet. Die entsprechenden Lerninhalte müssen daher darauf angepasst sein. Lerninhalte mit längeren Video-Vorlesungen und umfangreichen Textpassagen sind für das mobile Lernen zwischendurch eher ungeeignet. Außerdem ist die Konzentrationsfähigkeit geringer, wenn man gerade unterwegs ist oder wenn man jeden Moment damit rechnen müssen, im Wartezimmer aufgerufen zu werden. Ebenso ist Mobile Learning für formale Abschlussprüfungen wenig geeignet. Hingegen können Sie in die App sehr gut Wissen integrieren, das Ihre Mitarbeiter „on the Job“ benötigen, so dass sie die Anwendung als Arbeitstool nutzen können. Hierfür eignen sich beispielsweise die mundgerechten „Lern-Nuggets“ – kleine Lernhäppchen, die schnell am Arbeitsplatz aufgenommen werden können.

Big Data, Künstliche Intelligenz (KI) oder Virtual und Augmented Reality gestalten zunehmend unsere Arbeitswelt und so auch die berufliche Weiterbildung. Und diese Entwicklung setzt sich 2020 fort. Daher ist die Bereitschaft, sich mit digitalen Technologien und neuen Lernkonzepten auseinanderzusetzen, unerlässlich – für Personalentwickler wie für jeden Berufstätigen. Welche Top-5-Trends die Personalentwicklung in den nächsten Jahren prägen werden und was die Kompetenz 4.0 ausmacht, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Mit Smart Machines „Hand in Hand“

Welche Kompetenzen sichern zukünftig die Beschäftigungsfähigkeit unserer Mitarbeiter? Und: Wie müssen wir unsere Personalentwicklung ausrichten, damit unser Unternehmen wettbewerbsfähig bleibt? Dies sind zentrale Fragen, mit denen sich Personalentwickler derzeit auseinandersetzen und die auch uns im Weiterbildungssektor beschäftigen. Um diese Fragen beantworten zu können, müssen wir uns mit den Technologien und Systemen auseinandersetzen, mit denen wir in Zukunft „Hand in Hand“ arbeiten werden – den sogenannten „Smart Machines“. Diese intelligenten Maschinen nutzen Künstliche Intelligenz (KI), um menschliches Verhalten nachzuahmen und reale Situationen zu simulieren. Lernen wir Menschen, mit den Smart Machines umzugehen und sie zu unserem Vorteil zu nutzen, erwarten uns nicht nur immense Produktivitätsfortschritte. Sie haben auch das Potenzial, unsere eigene Beschäftigungsfähigkeit und Kompetenz für die Arbeitswelt 4.0 zu sichern.

Trend 1: Entwicklung von digitalen Kompetenzen und von „Fusion Skills“

Eine Studie des TÜV und des Forschungsinstituts für Digitalthemen, BITKOM, belegt, was branchenübergreifend schon längst den Grundtenor widerspiegelt: Mitarbeiter brauchen entsprechendes Wissen über die Digitalisierung und digitale Technologien. Im Jahr 2020 und in den nächsten Jahren wird es also für viele Unternehmen und Mitarbeiter unabdingbar sein, den Fokus auf den Erwerb digitaler Kompetenzen zu legen. Laut Bitkom-Studie haben sich fast zwei Drittel (63 Prozent) der befragten Unternehmen dieser Herausforderung bereits angenommen und bilden ihre Mitarbeiter in Sachen digitales Know-how weiter. Um die digitale Transformation voranzutreiben, brauchen Mitarbeiter neben digitaler Kompetenz auch sogenannte „Fusion Skills“. Damit sind Fähigkeiten gemeint, die es dem Menschen ermöglichen, Smart Machines nicht nur zu bedienen, sondern sie als Teamplayer zu verstehen, der seine Stärken und Schwächen hat. Dabei ist zum Beispiel die Urteils- und Entscheidungsfähigkeit hinsichtlich der Frage, in welcher Situation oder bei welcher Aktion die Maschine unsicher ist, sehr wichtig.

Eigeninitiative ist gefragt

Da sich einhergehend mit der Digitalisierung Jobanforderungen wandeln, ist die Eigeninitiative der Mitarbeiter stark gefragt. Diese Entwicklung belegte bereits 2018 eine Kantar-TNS-Studie, die zu dem Ergebnis kam, dass 78 Prozent der Führungskräfte und Personalverantwortlichen auf die Lernbereitschaft des Mitarbeiters achten. Stolze 84 Prozent der befragten Führungskräfte gaben außerdem an, dass das Engagement für die persönliche Weiterbildung entscheidend für die Vergabe von Stellen sei.

Trend 2: Künstliche Intelligenz (KI): Von Chatbots zu Lernbots

KI-Algorithmen bestimmen bereits an vielen Stellen unseren Alltag: Der Streaming-Anbieter, der uns passgenau unsere Lieblingskünstler und -Playlists anzeigt, oder die Dating-App, die Menschen mit ähnlichen Interessen vernetzt. Bereits im vergangenen Jahr stellten wir in unserem Weiterbildungstrend-Report den enormen Einfluss von Künstlicher Intelligenz (KI) heraus. Die Geschwindigkeit, in der die Entwicklung der KI-Technik voranschreitet, wird sich auch in diesem Jahr nicht reduzieren. Bereits jetzt gibt es sogenannte Lernbots, die beim Aneignen von Basiswissen spielerisch helfen. Überall dort, wo automatisierte Antworten zu häufig gestellten Fragen verwendet werden können, sind diese Chatbots einsetzbar.

Sven R. Becker, Vorstand von IMC, einem Anbieter für Learning- und Talent-Management-Systeme, erklärt in einem Interview mit dem Blog L&Dpro die Weiterentwicklung der ursprünglichen Chatbots zu Lernbots. Becker zufolge sollen die Bots künftig auf die Bedürfnisse der verschiedenen Lerntypen genau eingehen können. Bei einem auditiven Lerntyp können beispielsweise Podcasts effizienter bei der Aneignung der Lerninhalte sein als bei einem visuellen Lerntyp, der einen gut aufbereiteten Text braucht, um sich die Kursinhalte optimal merken zu können. Der Lernbot kann daher unterstützend bei der Auswahl sowie der Bereitstellung der Lernmaterialen integriert werden.

Trend 3: Adaptive Learning

Adaptive Lernsysteme richten sich an den Bedürfnissen, den Fähigkeiten und dem Wissensstand des Lernenden aus. So können sie beispielsweise die individuellen Lernstärken und -schwächen eines Teilnehmers identifizieren. Adaptive-Learning-Software hat den großen Vorteil, dass sie für jeden Teilnehmer ein eigenes Profil anlegt. So können Dozenten und Lehrkräfte mit Hilfe einer Profilanalyse zum Beispiel individuelle Aufgaben vergeben. „Das kann eine einzelne Lehrkraft für eine ganze Gruppe nie leisten. Andererseits gibt es viele Facetten menschlichen Lernens und Handelns, auf die Computer bis heute nicht gut reagieren können – zum Beispiel Kreativität”, erklärt Prof. Dr. Niels Pinkwart, Professor für Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin in einem Interview mit digitalisierung-bildung.de. Aktuell befindet sich dieser Bereich noch in den Kinderschuhen. Dafür erforderliche Wissensdatenbanken sind noch unzureichend aufbereitet und die nötigen KI-Algorithmen noch nicht umfassend einsatzfähig.

Trend 4: Virtual und Augmented Reality vereinen Theorie und Praxis

Die Technologien Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) werden in der Weiterbildung vielfältig eingesetzt. Ein greifbares, praktisches Beispiel ist die VR-Brille: Dort, wo klassische Weiterbildungen lediglich theoretische Inhalte vermitteln, vereinen moderne Lerntools wie die VR-Brille praktische und theoretische Inhalte direkt in einer virtuellen Arbeitsumgebung. Dr. Ralf Klamma von der RWTH Aachen hat im Rahmen seines WEKIT-Projekts beispielsweise eine innovative Lernplattform entwickelt, die mit AR-Brillen arbeitet. So können die Lernenden anhand der smarten Brillen etwa das Bedienen einer Maschine erlernen. Der Träger der Brille sieht eine virtuelle Hand, die ihm zeigt, welche Schalter und Knöpfe er zu drücken hat, um die Maschine zu bedienen.

Im Bereich Corporate Learning können Soft-Skill-Trainings wie Rhetorik bereits anhand von Virtual Reality abgebildet werden. Das Start-up Straightlabs verknüpft beispielsweise neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit Gamification-Methoden: Im Rahmen seines „VR Speech Trainings“ stellt das Tech-Unternehmen eine virtuelle Plattform zur Verfügung, innerhalb der der Schüler lernen kann, Vorträge zu halten. Dazu wird eine realitätsnahe Vortragssituation simuliert, sodass der Lernende glaubt, er stünde vor einem echten Publikum. Die Gesundheitsbranche nutzt bereits ebenfalls VR und AR, um Theorie und Praxis in der Ausbildung zu vereinen: So testet beispielsweise das Deutsche Rote Kreuz (DRK) VR-Brillen in einem Pilotprojekt, um Notfallsanitäter auszubilden. Mit Hilfe einer VR-Brille wird in diesem Fall der gesamte Innenraum eines virtuellen Rettungswagens abgebildet. Den Auszubildenden hilft das dreidimensionale Lernerlebnis unter anderem dabei, virtuell eine Narkose vorzubereiten. Künftig sollen auch virtuelle Patienten mit Hilfe der VR-Brille dargestellt werden, um deren Behandlung zu trainieren.

Trend 5: Produktivitätssteigerung durch Just-in-time-Teaching

Einst für den Hörsaal bestimmt, erobert das Just-in-time-Teaching (JITT) nun auch den gesamten Bildungssektor. Der Kerngedanke hinter dem neuen Lernkonzept: Durch die Vorbereitung auf die Vorlesung „just in time“ – sprich gerade rechtzeitig – sollen die Studierenden den Lernstoff besser verinnerlichen. Dazu arbeiten Studierende unmittelbar vor der Unterrichtseinheit das Skript durch und absolvieren im Anschluss einen kurzen Test zu den jeweiligen Lerninhalten. Danach findet die Vorlesung statt, die in diesem Fall jedoch wenig mit dem klassischen Frontalunterricht zu tun hat. Statt permanent mitschreiben zu müssen, zielt das JITT darauf ab, die Studierenden dazu zu motivieren, lieber aktiv am Unterricht teilzunehmen und ihre offenen Fragen zu dem vorangegangenen Test zu klären. Durch JITT kann daher eine große Produktivitätssteigerung beim Lernen erzielt werden. Außerdem bringt das JITT-Konzept den Vorteil mit sich, dass die Studierenden selbst über Zeit und Ort ihrer Vorbereitung entscheiden können. Unterrichtet werden kann dann entweder im klassischen Hörsaal vor Ort oder – wenn möglich – auch im virtuellen Klassenzimmer.

Mensch und Maschine: ein unschlagbares Team

Ob intelligente Lernsoftware, smarte Brillen oder neue Lernkonzepte: Für die Personalentwicklung 4.0 stehen Technologien bereit, die Lernende nicht nur zum größtmöglichen Lernerfolg führen sollen, sondern auch zum Spaß am Lernen. Letzterer hängt natürlich auch zum großen Teil von der persönlichen Einstellung zum Lernen ab: Die Bereitschaft, sich für neue Trends und Themen zu öffnen und die digitale Transformation als Chance zu begreifen, ist die Kompetenz 4.0 schlechthin.

Man nehme ein paar „Lern-Nuggets“ hier, ein „Lunch-Roulette“ dort und gebe noch eine Prise „Webinare“ dazu – und schon hat man die perfekte Rezeptur für die Personalentwicklung 4.0. Wie bitte? Dass es sich hierbei um neue Formen der Weiterbildung handelt, ist für den Laien nicht unbedingt sofort ersichtlich, aber dass wir Berufstätigen uns in einem Zeitalter des lebenslangen Lernens befinden, ist längst ein alter Hut. Doch welche modernen Lernmethoden sich vordenkende Personalentwickler ausgedacht haben und wie sie es schaffen, eine Kultur des Lernens im Unternehmen zu etablieren, hat das Weiterbildungsportal kursfinder.de jüngst in einer Studie herausgefunden.

karriere tutor® im Interview mit Vanessa Schäfer (kursfinder.de), Projektleiterin der Studie „L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?“, und Martin Saidi, Dozent bei karriere tutor® mit über 20 Jahren Erfahrung in Führungspositionen und Personalentwicklung.

Frau Schäfer, Sie haben in diesem Jahr (2019) 175 Experten aus Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen in ganz Deutschland zum Thema Personalentwicklung befragt. Was verstehen Sie unter Personalentwicklung 4.0?

„Personalentwicklung 4.0 bedeutet für mich, die Weiterentwicklung der Mitarbeiter an den schnellen Wandel der heutigen Arbeitswelt anzupassen, um so agil auf Veränderungen reagieren zu können. In Zeiten von Arbeit 4.0 ist es wichtig, das Wissen direkt am Arbeitsplatz dann abzurufen, wenn es gerade gebraucht wird. Dies gelingt besonders gut mit Hilfe digitaler Formate. In Bedarfsmomenten werden den Mitarbeitern gezielt kleine digitale Lernunterstützungen, sogenannte Lern-Nuggets, zur Verfügung gestellt, sei es in Form eines Videos, durch eine interne Community, über eine Wissensplattform oder ein entsprechendes Dokument in einer Cloud. Das ermöglicht ein individuelles, eigenverantwortliches Lernen mit unmittelbarer Anwendung des Erlernten.“

Demnach sehen Sie, Frau Schäfer, in der Weiterbildung einen wesentlichen Baustein der heutigen Personalentwicklung.

„Individuelle Weiterbildung bedeutet heute punktgenau und ohne Zeitverlust lernen zu können.“

Martin, du hast durch deine Tätigkeiten als Personalberater, Geschäftsführer und Vorstand Personal in unterschiedlichen Unternehmen viel Erfahrung in der Personalentwicklung gesammelt. Heute bist du Dozent bei uns und weißt, wie man Menschen etwas beibringt und für das Lernen begeistert. Welche Rolle spielt deiner Meinung nach die berufliche und persönliche Weiterbildung in der heutigen Personalentwicklung?

„Kompetenz besteht aus Wissen, Können und Erfahrung. Diese drei Elemente bilden die Grundlage für erfolgreiche Mitarbeiter und damit für erfolgreiche Unternehmen. Weiterbildung, Training und Coaching spielen bei der Personalentwicklung eine große Rolle und müssen je nach Bedarf und Entwicklungsphase des Mitarbeiters eingesetzt werden. Wie Frau Schäfer schon sagte: Individuelle Weiterbildung bedeutet heute punktgenau und ohne Zeitverlust lernen zu können. Dies ermöglichen eben gerade digitale Weiterbildungsangebote wie die von karriere tutor.“

Von E-Learnings über Video-Tutorials bis hin zu Lern-Apps

Welche neuen Lernmethoden haben sich die von Ihnen befragten Unternehmen denn konkret einfallen lassen, Frau Schäfer?

„Die Vielfalt dessen, was sich die Unternehmen haben einfallen lassen, ist enorm. Das Thema Microlearning über selbstgeschneiderte E-Learnings ist aktuell ein Trend: Wissensvermittlung häppchenweise. Auch öfter genannt wurden verschiedene Formen des Social Learnings. Dabei geben Mitarbeiter ihr Wissen an Kollegen weiter, es findet ein Austausch untereinander statt, was sich zugleich positiv auf das Betriebsklima und den Teamgeist auswirkt. Was in jungen Unternehmen gerne als digitale Lernform herangezogen wird, sind Tutorials: Anleitungen in Videoformat. Das Thema App spielt natürlich auch beim Lernen eine Rolle. So setzen manche Personalentwickler auf Lern-Apps, womit Wissen jederzeit und überall abrufbar wird.“

Lernen 4.0: örtlich und zeitlich flexibel, digital und kollaborativ

Martin, was bedeutet Lernen 4.0 bei karriere tutor®?

„Flexibilität. Hierin sehen wir uns als großen Vorreiter. Unsere Lehrgänge können in Vollzeit, Teilzeit oder auch berufsbegleitend absolviert werden. Unsere Teilnehmer erhalten Zugang zu unserer digitalen Lernwelt, die rund um die Uhr erreichbar ist. So können sie jederzeit auf ihre Lerninhalte zugreifen, weiterlernen und wiederholen, auch abends und am Wochenende oder eben auch mal zehn Minuten zwischendurch. Auch bieten wir unterschiedliche Lernformen an. Wir ermöglichen unseren Teilnehmern neben dem Selbststudium und computergestütztem, kollaborativem Lernen auch Live-Tutorien mit Betreuung durch Dozenten. Ich glaube, das ist genau das, was eben Lernen 4.0 ausmacht: aktuelles und zugleich zukunftsorientiertes Wissen jederzeit verfügbar zu haben und auf die Art zu lernen, die am besten zum eigenen Lerntyp sowie zu den eigenen Lebensumständen passt. Genau darin beraten wir auch Unternehmen intensiv, um ihnen maßgeschneiderte Weiterbildung für ihre Mitarbeiter anbieten zu können. Wir sind der Meinung, dass Weiterbildung sowohl zum einzelnen Mitarbeiter als auch zu den Unternehmenszielen und den Workflows des Unternehmens passen muss.“

Könntest du in deinen eigenen Worten kurz erklären, was Unternehmen sich unter unseren maßgeschneiderten Weiterbildungsangeboten konkret vorstellen können?

„Nun ja, dank dem modularen Aufbau unserer Lehrgänge können einzelne Bausteine aus unterschiedlichen Lehrgängen miteinander kombiniert werden. So erhalten Unternehmen genau die Weiterbildungsinhalte, die ihre Mitarbeiter benötigen. Dieses Angebot ergänzen wir durch eine permanente, intensive Betreuung der Teilnehmer durch unsere Dozenten in Tutorien, während der telefonischen Sprechzeiten und per E-Mail. Der Customer Support ist täglich erreichbar – auch am Wochenende – und bei Bedarf bieten wir auch unterstützende Workshops mit Dozenten vor Ort im Kundenunternehmen an.“

Neue Lernformate bieten ein „Win-win“ für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Können Sie das bestätigen, Frau Schäfer? Welche Vorteile sehen die befragten Unternehmen in den neuen Lernformaten?

„Ja, was die Flexibilität angeht, bestätigt unsere Unternehmensumfrage das, was Herr Saidi beschrieben hat. Man muss keinen Mitarbeiter mehr zwangsläufig drei Tage auf Seminar schicken und anschließend dauert es vielleicht Monate, bis sich die Gelegenheit ergibt, das Erlernte in der Praxis anzuwenden. Dann ist im Gedächtnis des Mitarbeiters ohnehin nur noch ein Bruchteil des Erlernten übrig. Vielmehr bieten die aufgezählten Lernmethoden die Gelegenheit, genau zum richtigen Zeitpunkt das zu lernen, was gerade gefordert wird, quasi just in time und on demand, häufig auch mobil von überall. Außerdem ermöglichen digitale Lernformen meist ein spielerisches Lernen – das erhöht natürlich die Motivation, sich damit auseinanderzusetzen, ein „Win-win“ für beide Seiten: Arbeitnehmer und Arbeitgeber.“

Frau Schäfer, Sie haben in Ihrem L&D-Report herausgestellt, dass es für Unternehmen ungemein wichtig ist, eine Lernkultur zu etablieren, damit lebenslanges Lernen nicht nur eine Floskel ist, sondern gelebt wird. Das mag nicht für jedes Unternehmen ganz so einfach sein. Was können Personalentwickler denn diesbezüglich aus Ihrer Studie lernen?

„Eine Lernkultur braucht die Akzeptanz aller Beteiligten, dass Weiterentwicklung etwas Positives ist und das Unternehmen voranbringt – selbst wenn manchmal dazu vielleicht neue, unkonventionelle Wege eingeschlagen werden müssen. Auch der Austausch untereinander ist wichtig. Erst der setzt die Lernerfahrung in einen Kontext und sorgt für Nachhaltigkeit, so dass das Wissen geteilt wird und langfristig im Unternehmen bleibt. Wesentliche Motoren zur Schaffung einer Lernkultur sind bei den befragten Unternehmen zudem Führungskräfte und das Management, indem sie etwa eine Lernkultur vorleben und Mitarbeiter zum Lernen ermuntern. Darüber hinaus fördern etwa Aufstiegschancen sowie neue, zeitgemäße Lernmethoden und -inhalte die Lernbereitschaft in Unternehmen.“

Lernmotoren

Quelle: kursfinder.de, L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?

Martin, kommt der von Frau Schäfer erwähnte persönliche Austausch unter den Mitarbeitern bei den digitalen Lernformaten nicht zu kurz?

„Nein, denn auch bei unseren digitalen Lernformaten können sich die Teilnehmer untereinander oder mit der Dozentin oder dem Dozenten persönlich und live austauschen. Das passiert zum Beispiel regelmäßig in unseren Online-Live-Tutorien oder auch während der Gruppenarbeiten im virtuellen Klassenraum. Gesammelte Ideen und gemeinsam erarbeitetes Wissen wird dabei in Dokumenten festgehalten, an denen alle gleichzeitig arbeiten und alle jederzeit den aktuellen Stand sehen können. Das Gute ist, dass sich digitales Lernen eben auch sehr gut mit einem Workshop vor Ort sozusagen als Kick-off zur Weiterbildung kombinieren lässt und am Ende für einen nachhaltigen Lernerfolg sorgt. Denn das Gelernte kann nach dem Workshop noch vertieft und wiederholt abgerufen werden. Ich bin sogar der Meinung, dass digitale Lernplattformen den Wissenstransfer unter den Mitarbeitern sowie den persönlichen Austausch fördern anstatt hemmen.“

Inwiefern?

„Denken wir z. B. an große Unternehmen mit verschiedenen Standorten weltweit, wo verschiedene Kollegen im Prinzip das Gleiche tun, nur an unterschiedlichen Standorten. Der regelmäßige persönliche Austausch mag hier nicht immer ganz einfach sein. Virtuelle Meeting-Räume – wie auch karriere tutor® sie nutzt – schaffen hierfür weitaus bessere Möglichkeiten des standortübergreifenden Wissensaustausches. Die Kommunikation über digitale Tools wie Skype oder Microsoft Teams ist reine Gewöhnung – mehr ist es nicht.“

Begrenzte Ressourcen und hohe Arbeitsauslastung hemmen die Personalentwicklung

„Die größten Herausforderungen, mit denen die Personalentwicklung zu kämpfen hat, sind begrenzte Ressourcen sowie die hohe Arbeitsauslastung der Mitarbeiter: Es bleibt wenig Zeit für Weiterbildung. Bei den Ressourcen stellt einerseits bereits das Budget eine Herausforderung dar, weil viele Unternehmen über kein spezifisches Weiterbildungsbudget verfügen. Andererseits sind auch die begrenzten Ressourcen im Bereich HR und Personalentwicklung nicht zu unterschätzen: Mitarbeiter gezielt und individuell zu fördern, erfordert Zeit. Doch genau das ist notwendig, denn das Gießkannenprinzip hat ausgedient. Was sich in Unternehmen mit Lernkulturen bewährt hat, ist ein individueller Personalentwicklungsplan und ein Weiterbildungsbudget für jeden Mitarbeiter.“

Herausforderungen PersonalentwicklerQuelle: kursfinder.de, L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?

Haben Sie hier Tipps für Personalentwickler im Umgang mit diesen Herausforderungen?

„Personalentwickler sollten eng mit der Unternehmensspitze zusammenarbeiten, um dort das Bewusstsein für Personalentwicklung zu schärfen und so nachhaltig mehr Ressourcen bereitgestellt zu bekommen. Auch eine engere Zusammenarbeit mit den Führungskräften kann die Situation entzerren: Diese sind näher an der Belegschaft dran und kennen die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter viel genauer als die Personalentwickler.“

Ihre Umfrage zeigt, dass nur 60 % der Befragten glauben, dass das Management davon überzeugt ist, dass das eigene Weiterbildungsprogramm dem Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil verschafft. Wie können die restlichen 40 % der Personalentwickler die Geschäftsleitung von der Wichtigkeit der Weiterbildung überzeugen, um ausreichend Budget dafür zu bekommen?

„Die Arbeitswelt verändert sich so schnell, dass die Unternehmen, die nicht in die nötige Wissensvermittlung investieren, den Anschluss verlieren werden. In Zeiten von Arbeiten 4.0 müssen sich Unternehmen weiterentwickeln, aber das funktioniert letztendlich nur, indem sie ihre Mitarbeiter weiterentwickeln. Gute Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital eines Unternehmens.“

WettbewerbsvorteilQuelle: kursfinder.de, L&D-Report 2019: Wo steht Ihre Personalentwicklung?

Human Capital als wichtige Kennzahl für die Personalentwicklung 4.0

Martin, nehmen wir an, die Geschäftsführung hat sich überzeugen lassen und unterstützt die Personalentwicklung in vollem Umfang. Wie schafft man es nun noch, dass die eigenen Mitarbeiter eine positive Einstellung zum lebenslangen Lernen entwickeln?

„Auch hier wird es Unternehmen durch die digitalen Möglichkeiten sehr vereinfacht, die Mitarbeiter dahin zu bringen, dass sie sich jederzeit und regelmäßig weiterbilden. Weil ganz einfach die Hemmschwelle genommen wird. Ich muss mir keinen bestimmten Termin im Kalender freihalten, zu dem ich mich dann ins Auto oder in den Zug setze, um an einer Weiterbildung teilzunehmen. Als Personalentwickler oder eben Führungskraft kann ich das „Grundrauschen“ des lebenslangen Lernens vorantreiben, indem ich Potenzialanalysen mache. Das heißt, ich setze mich jedes Jahr wieder mit jedem einzelnen Mitarbeiter hin und bewerte seine Potenziale, bestimme daraufhin notwendige Trainings und messe dann nach Abschluss des Trainings den Erfolg. So kann ich die Mitarbeiter nachhaltig weiterentwickeln und das Unternehmen dadurch voranbringen. Die Personalentwicklung geht weg vom reinen Kostenfaktor hin zur Wertanlage, die sich lohnt. Somit bildet das sogenannte Human Capital einen wachsenden Gegenwert zu den Weiterbildungskosten, der auf eine nachhaltige Bindung von Know-how im Unternehmen einzahlt.“

Frau Schäfer, Martin, herzlichen Dank für das Interview!

Welche Weiterbildung lohnt sich 2019 besonders? Wie oft sollte ich mich weiterbilden? Und wie verändert sich das berufliche Lernen 2019 und danach? Wir geben dir einen kompakten Überblick über die 7 wichtigsten Weiterbildungstrends 2019. Los geht’s!

 

2019: einmal weiterbilden? Immer weiterbilden!

Denk bitte einmal kurz an deine Ausbildung zurück. Egal ob Lehre oder Studium – bestimmt hattest du damals mehr als einmal den Gedanken, dass sich diese Lernerei in Kürze auszahlen wird und du dann aber auch erst einmal für sehr lange Zeit genug vom Lernen hast. Weil es anstrengend ist, sich neue Dinge anzueignen und weil es sehr viel Zeit einfordert. Wir haben eine gute Nachricht: 2019 ist das Jahr, in dem Weiterbildungen effizient und damit zeitsparend wie nie zuvor werden. Denn der Weiterbildungsmarkt öffnet sich und bietet heute mehr denn je alltagstaugliche Lernmöglichkeiten an, die du auch berufsbegleitend nutzen kannst. Und das auch solltest, denn in diesem Jahr verlässt die berufliche Weiterbildung endgültig den Status eines netten Goodies und wird zum unabdingbaren Investment für deine eigene sichere berufliche Zukunft. Regelungen wie das neue Qualifizierungschancengesetz 2019 zeigen, dass es ohne Weiterbildung nicht mehr geht. Die Gedanken von damals, einmal zu lernen und dann so schnell nicht wieder, solltest du also in deinem eigenen Interesse schnell beiseiteschieben. Freu dich stattdessen darauf, dass Gesetze wie dieses sogar proaktiv für dich arbeiten und dir beispielsweise großartige Chancen auf eine Förderung bescheren.

 

Weiterbildungstrends 2019

Glücklicherweise ist Weiterbildung 2019 nicht nur wichtiger denn je, sondern auch einfacher als je zuvor. Denn berufliches Lernen passt sich heute verstärkt dem Leben und den alltäglichen Herausforderungen an und muss nicht mehr stur in sehr langen und intensiven Lernblöcken absolviert werden. Sieh dir die 7 größten Trends zur Weiterbildung 2019 an und freu dich auf diese effiziente und praxistaugliche Lernwelt.

 

1. Weiterbildungstrend 2019 : Microlearning

Microlearning ist einer der großen Weiterbildungstrends 2019 und bezeichnet das Lernen in kleinen Einheiten. Du lernst also anders als in einer dreijährigen Ausbildung oder in einem fünfjährigen Studium nicht alle möglichen Randbereiche bis ins Detail kennen, sondern wohldosierte kleine Wissensportionen. Das hat verschiedene Vorteile:

 

2. Weiterbildungstrend 2019: Stufenweises Lernen

Der Trend zum lebenslangen und immer weiter fortlaufenden Lernen bringt die Entwicklung des stufenweisen Lernens mit sich. Weil sich gerade im digitalisierten Arbeitsleben Dinge schnell verändern und weiterentwickeln, passen sich auch berufliche Weiterbildungen daran an. Folglich findest du auf dem Weiterbildungsmarkt 2019 nicht nur umfangreiche Grundausbildungen, sondern mehr und mehr auch Aufbau- und Vertiefungskurse, mit denen du das jeweils nächste Wissenslevel erreichst. Auch das bietet Vorzüge:

 

3. Weiterbildungstrend 2019: videobasiertes Lernen

Dicke Wälzer alias Lernunterlagen werden nach und nach von schlanken Workbooks abgelöst. Hinzu tritt ein neues Medium, das keine komplette Innovation ist, für Weiterbildungen 2019 aber noch wichtiger wird, als bisher. Videobasiertes Lernen, also Unterrichtseinheiten via Video bzw. E-Learning mit Videomodulen, ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil beruflicher Lehrgänge. Warum? Weil sehr viel dafür spricht: 

 

Unser Video gibt einen kleinen Einblick in weitere Vorteile des E-Learnings, die wir 2019 nutzen dürfen.

 

4. Weiterbildungstrend 2019: Mobiles Lernen

Ob digitale Nomaden oder schlichtweg Arbeiten im Wechsel zwischen Büro, Home-Office und Coworking-Space: Wir leben heute mobil. Anlass genug, dass sich auch das Lernen dieser Entwicklung anpasst. Feste Schulungsräume an festen Schulungsorten zu sehr streng geregelten festen Schulungszeiten sind eine aussterbende Spezies. Stattdessen wird zunehmend mobiles Lernen gefragt. Also konkret auch mal ein Lernvideo unterwegs ansehen zu können oder auf die nächste Lektion eines Lehrgangs von unterschiedlichen orten aus zugreifen zu können. Mobiles Lernen hat viele Pluspunkte:

 

5. Weiterbildungstrend 2019: Gemeinsames Lernen

Weil viele Menschen deutlich besser lernen, wenn sie den persönlichen Austausch in einer Gruppe nutzen können, gehört auch das gemeinsame Lernen zu den Weiterbildungstrends 2019. Denn wer sozial, also im Miteinander lernt, profitiert von gleich mehreren Dingen:

Gemeinsames Lernen muss übrigens nicht zwangsläufig an Vor-Ort-Termine gekoppelt sein, sondern kann auch über Chatrooms oder Online-Lerngruppen erfolgen.

 

6. Weiterbildungstrend 2019: Gamification

Lass uns gedanklich noch einmal zurück zum Anfang springen. Wenn wir an die langen Stunden damals in der Uni oder Berufsschule denken, schleicht sich vieles ein, aber vermutlich kein Gefühl der Leichtigkeit. Wie gut, dass wir heute einen großen Schritt weiter sind und moderne Weiterbildungsanbieter zeigen, dass Lernen auch Spaß machen darf. Von Multiple-Choice-Wissenstests, wie wir sie in unseren Lernmodulen fest integrieren über eigene Portale mit spielerisch angelegten Lernübungen gibt es heute bereits einige Möglichkeiten, sich mit Freude weiterzubilden. Die Vorteile liegen auf der Hand:

 

7. Weiterbildungstrend 2019: Persönliches Wachstum

Nicht nur für die Schule lernen wir… aus diesem alten Hut wird 2019 nicht nur ein Trend, sondern eine ganze Weiterbildungsbewegung. Denn im Gegensatz zum vor wenigen Jahren vor allem rein fachlichen Lernen meint sich weiterzubilden 2019 auch das persönliche Wachstum. Schon lange zeigen Studien wie diese zu den Erwartungen an Berufsanfänger, dass eben nicht nur das WAS interessiert, sondern auch das WER und WIE.

all das mitzubringen und stetig zu verbessern ist einer der wohl wichtigsten Weiterbildungstrends 2019. Denn es schafft nicht nur kleine Wissensinseln, sondern fördert die gesamte persönliche Weiterentwicklung. Einige Anbieter erkennen das bereits heute und bieten spezielle Lehrgänge im Selbstmanagement oder ergänzendes Coaching der Teilnehmer an.

 

Dranbleiben und berufliches Glück finden

Alles in allem gewinnt Weiterbildung 2019 viel an Leichtigkeit. Lernen darf Freude machen, gemeinschaftlich erfolgen und vor allem jedem einzelnen dabei helfen, die eigenen beruflichen Ziele zu verwirklichen. Ein schöner Trend also, der insgesamt positiv auf das Jahr 2019 blicken lässt. Teile diese guten Nachrichten gerne gleich über die Share-Buttons unten auf der Seite auf Facebook, Twitter oder einem anderen Lieblingsnetzwerk.

Wenn Sie mitten im Berufsleben stehen, sich 2019 aber noch nicht weitergebildet haben, dann haben Sie vermutlich noch nichts vom Qualifizierungschancengesetz gehört. Oder aber Sie sind ein Digital Native der neuesten Generation, der mit allen Wassern der Digitalisierung gewaschen ist und sich nicht um seinen Platz in der digitalen Arbeitswelt sorgen muss. Wem das neue Gesetz etwas bringt und wie Arbeitnehmer und Unternehmen davon profitieren können, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Qualifizierungschancengesetz erleichtert die Förderung

Durch das im Januar 2019 in Kraft getretene Qualifizierungschancengesetz wurde die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit deutlich mehr Budget zur Förderung beruflicher Weiterbildung ausgestattet. Für arbeitsmarktpolitische Maßnahmen sind 2019 rund 10 Milliarden Euro vorgesehen, wovon ein großer Anteil in aktive Weiterbildungsförderung fließen soll. Was so kompliziert klingt, bedeutet konkret eines:

2019 ist das Jahr der beruflichen Weiterbildung!

Und das aus gutem Grund. Sein Wissen und Können stets aktuell zu halten, ist gerade in der heutigen Arbeitswelt elementar wichtig für eine sichere berufliche Zukunft. Letztlich geht es darum, Anreize zu schaffen, dass Beschäftigte sich für den digitalen Wandel wappnen. Die Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit, Annelie Buntenbach, erklärt in einer Mitteilung zum Haushaltsplan, dass Weiterbildung nicht nur für den Aufstieg zählt, sondern auch eine bedeutende Rolle spielt, wenn es darum geht, einen Arbeitsplatz zu erhalten. Wann also, wenn nicht 2019, können wir unsere Zukunft besser in die Hand nehmen?

Warum es sich für Sie lohnt, jetzt aktiv zu werden

Dass der Haushalt erhöht wurde, ist kein Zufall. Der Gesetzgeber hat erkannt, wie elementar Bildung ist und wie wichtig es ist, dass man nach seinem Berufsabschluss nicht stehen bleibt, sondern sich permanent weiterbildet. Stichwort: lebenslanges Lernen. Dies nützt am Ende gleich mehreren Beteiligten:

Es gibt kein Argument mehr, sich nicht weiterzubilden

War der Zugang zur Förderung beruflicher Weiterbildung bisher vor allem Arbeitslosen oder Beschäftigten über 45 Jahren vorbehalten, öffnet das neue Qualifizierungschancengesetz die geförderte Weiterbildung nun für deutlich mehr Menschen. Dies zeigt sich konkret in Form des rechtlichen Beratungsanspruchs für alle Arbeitnehmer.

Jeder, ob arbeitslos, arbeitssuchend oder in Anstellung, hat nun per Gesetz einen Anspruch auf eine fachliche Beratung zur beruflichen Weiterbildung. Zwar gibt es nach wie vor keinen Rechtsanspruch auf eine Weiterbildung und der AZAV-Bildungsgutschein bleibt eine Kann-Leistung, aber die Barrieren zur Förderung werden deutlich reduziert.

Auch das Förderprogramm WeGebAU öffnet sich und schließt künftig nicht mehr nur die Zielgruppe der 45-Jährigen und Älteren ein, sondern Arbeitnehmer unabhängig von ihrem Alter und ihrer Ausbildung. Eine echte Chance für Tausende von Menschen, die eine Weiterbildung nicht aus eigenen Mitteln finanzieren können, aber trotzdem etwas tun möchten, um ihren Wert am Arbeitsmarkt zu steigern. Sämtliche Vorurteile, die sie vielleicht zuvor gehemmt haben, einen Antrag zur Förderung einer Weiterbildungsmaßnahme zu stellen, können sie mit der Qualifizierungsoffensive ad acta legen. Dazu zählen die folgenden Annahmen:

All diese Thesen gelten so nicht mehr. Das neue Qualifizierungschancengesetz richtet sich sowohl an Arbeitssuchende und Arbeitslose als auch an Arbeitnehmer und unterstützt sogar Unternehmen. Gerade für kleinere Unternehmen, die keine hohen Weiterbildungsbudgets haben, übernimmt die Bundesagentur bis zu 100 % der Kosten.

Foerderung Weiterbildungskosten

Neben den Zuschüssen zu den Weiterbildungskosten sind auch die Zuschüsse zum Arbeitsentgelt während der Weiterbildung interessant, besonders für Unternehmen, die sich keine umfangreiche Weiterbildung ihrer Mitarbeiter leisten können.

Arbeitsentgeld Zuschuesse

Mit Know-how in die digitale Zukunft

Die Digitalisierung verändert nicht nur Unternehmen und Unternehmensprozesse, sondern stellt auch ganz neue Anforderungen an Arbeitnehmer. Automatisierte Abläufe, agile Formen der Zusammenarbeit, digitale Methodenkompetenz – all das wird zunehmend wichtig und erfasst nach und nach alle Branchen. Wer also schon heute etwas für seine sichere berufliche Zukunft tun möchte, darf seinen Fokus auf diese Dinge legen. Möglichkeiten wie Blended Learning oder E-Learning kombinieren diese beiden Stränge heute bereits sehr gut und vermitteln fachliches, aber auch methodisches und soziales Know-how. Das spielt für Arbeitnehmer eine Rolle, aber auch Unternehmen dürfen zur Qualifizierung der Mitarbeiter neue Wege gehen.

Unser Tipp daher: Nutzen Sie im ersten Schritt Ihr Recht auf eine Beratung zur beruflichen Weiterbildung und ergreifen Sie dann die Chance der Weiterbildungsförderung, um sich rechtzeitig auf die Arbeitswelt 4.0 vorzubereiten.

Eine gute Weiterbildung kann für dein Berufsleben entscheidend sein. Interessantere Aufgaben, mehr Verantwortung, mehr Geld und sogar der Aufstieg in deinen Traumjob – all das ist möglich, wenn du das dazu passende Wissen aufbaust. Entscheidend ist dabei allerdings, dass es sich um eine anerkannte, gute Weiterbildung handelt. Außerdem bedeutet sie auch immer eine Investition von Zeit und Geld. Da sollte das Ergebnis dann schon zu deinen Vorstellungen passen. Mit unseren Tipps fällt dir die Auswahl eines Kurses oder eines Seminars bei einem der vielen Weiterbildungsveranstalter leichter.

Objektive und subjektive Faktoren zählen

Die „eine“ Weiterbildung, die auf alle Menschen passt, gibt es nicht. Dafür sind wir alle zu verschieden und haben unterschiedliche Wünsche an das Lernen und Leben. Um eine gute Weiterbildung zu finden, ist es daher wichtig, dass du sowohl objektive als auch subjektive Faktoren bei deiner Suche berücksichtigst.

Tipp: Mach dir eine Liste mit allen Kriterien, die dir wichtig sind, und notiere dabei gleich, wie entscheidend der jeweilige Punkt ist. Damit erhältst du deine ganz persönliche Auswahl-Checkliste und hast alles Wichtige im Blick – bevor du eine Weiterbildung buchst.

passende Weiterbildung finden

Der Anbieter: staatliche Anerkennung und Co.

Wer eine gute Weiterbildung sucht, stellt schnell fest, dass das Angebot sehr groß und sehr unübersichtlich ist. Und jeder Anbieter zeigt auf seinen Webseiten Gütezeichen, Qualitätssiegel und Anerkennungsurkunden. Da durchzusteigen ist gar nicht so einfach.

Hast du dir ein paar Weiterbildungsanbieter mithilfe der Qualitätssiegel herausgesucht, stellen sich weitere Fragen.

Schau dir auch die Angebote von Verbänden und Vereinen aus deiner Branche an. Der große Vorteil dabei: Hier bekommst du Wissen vermittelt, das genau auf deinen beruflichen Bedarf zugeschnitten ist.

die Inhalte der Weiterbildung was wirst du hier lernen

Die Inhalte der Weiterbildung: Was wirst du hier lernen?

„Irgendwas mit Wirtschaft …“ – wenn du eine sinnvolle gute Weiterbildung planst, reicht ein solcher Wunsch nicht aus, um einen geeigneten Kurs zu finden. Hier bist du selbst gefordert: Was genau soll in dem Kurs oder in dem Seminar vermittelt werden? Welche Inhalte sollen in welcher Tiefe behandelt werden? Brauchst du einen Anfänger- oder einen Fortgeschrittenenkurs? Vielleicht fehlt dir für den nächsten Karriereschritt ein bestimmtes Zertifikat? Oder du willst einen ganz anderen Beruf einschlagen und suchst nun einen Kurs, der dich darauf vorbereitet? All das sind Punkte, über die du gründlich nachdenken solltest, bevor du dich für einen Kurs entscheidest.

Wenn du in deinem jetzigen Unternehmen vorankommen willst, sprich auch ruhig mit deinem Chef oder der Personalabteilungen, wie die deinen Weiterbildungswunsch einschätzen. Dann kannst du dich auch gleich erkundigen, ob ein Arbeitgeber dein Vorhaben finanziell unterstützt oder dich für Präsenzzeiten und Prüfungen freistellt.

Die Aufbereitung: Wie lernst du am besten?

Anschließend stellt sich die Frage, in welcher Form du am liebsten lernen möchtest. Wünschst du dir Webinare, die dir ein zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglichen? Damit du dich dann wirklich mobil und flexibel weiterbilden kannst, sollten alle Inhalte jederzeit abrufbar sein. Vielleicht möchtest du aber lieber den regelmäßigen Austausch mit anderen Studenten und Präsenzveranstaltungen haben? Oder ist dir beides gleichermaßen wichtig? Sieh dir die Didaktik des Lehrgangs genau an und prüfe, ob es eventuell auch eine Kombination von Videoinhalten, geführten Inhalten und Lerngruppen gibt. Je nach Anbieter ist eine Kombination aus E-Learning und persönlichem Austausch in der Lerngruppe möglich. Eine gute Weiterbildung ist die, die dir die Lerninhalte so vermittelt, wie du sie brauchst und optimal verinnerlichen kannst. 

Halte deine Überlegungen am besten wieder schriftlich fest und gleiche deine Anforderungen an Inhalte und Organisation mit den angebotenen Kursen ab. In den Kursbeschreibungen sollte genau enthalten sein, was dich während deine Weiterbildung erwartet. Ein Beispiel, wie das aussehen kann, siehst du auf unseren Produktdetailseiten, die die Inhalte ausführlich aufschlüsseln. Stelle dir außerdem Fragen wie:

Die Referenten: Von den Besten lernen

Nach den Inhalten ist es Zeit, sich die Referenten anzusehen. Schließlich willst du von den Besten lernen. Welche Qualifikationen kann der Referent oder die Referentin vorweisen? Wie nah ist der Kurs an der betrieblichen Praxis, die für die Qualität und die spätere Praxistauglichkeit deines neuen Wissens entscheidend ist? Hat der Vortragende eine entsprechende Ausbildung und bildet auch er sich regelmäßig weiter? Prüfe, ob du Informationen zu den Dozenten, Tutoren und Referenten findest oder ob diese eher versteckt sind.

Wichtig ist aber nicht nur das Fachwissen, sondern auch die pädagogische Kompetenz. Gibt den Namen einfach mal in eine Suchmaschine ein und lies dir die Ergebnisse durch. Mit etwas Glück findest du Kommentare ehemaliger Teilnehmer zu Kurs und Referenten in einem der Bewertungsportale.

Der Abschluss: Welche Bestätigung deiner Weiterbildung bekommst du?

In welcher Form wird dir die Teilnahme an der Weiterbildungsmaßnahme bestätigt? Hier reichen die Möglichkeiten von einer einfachen Teilnahmebescheinigung bis hin zu staatlich anerkannten Abschlüssen, denen unterschiedliche Prüfungen vorausgehen. Oft arbeiten Anbieter wie auch karriere tutor® mit der IHK zusammen, sodass du am Ende der Weiterbildungsmaßnahme ein IHK-Zertifikat in den Händen hältst. Vor allem, wenn du dich mit deinen neuen Qualifikationen bewerben willst, kann ein gutes Zertifikat entscheidend sein, ob du die Stelle bekommst oder nicht.

passendes Lernmaterial

Das Material: Umfang und Aufbereitung

Nach all den Vorüberlegungen hast du vermutlich einen oder auch mehrere Kurse konkret in die nähere Auswahl gezogen. Um dich zu entscheiden, solltest du versuchen, einen Blick auf das Lernmaterial zu werfen. Wenn auf der Webseite des Anbieters eine Probelektion angeboten wird, lade sie herunter, ansonsten kannst du in der Regel Material bestellen. Sieh es dir gründlich an. Ist der Stoff logisch gegliedert und in der gebotenen Ausführlichkeit behandelt? Gefällt dir, wie du als Lernender angesprochen wirst? Sind die Erklärungen verständlich? Werden dir genügend Möglichkeiten gegeben, das Gelernte zu wiederholen und so zu festigen? Und ganz wichtig: Ist alles fehlerfrei?

Eine Probelektion gibt dir beim E-Learning auch die Möglichkeit, das technische Angebot zu überprüfen. Ist der Zugang tatsächlich so unkompliziert, das Material wirklich so interaktiv gestaltet und das Forum so lebhaft, wie der Anbieter behauptet? Wenn es hier zu Schwierigkeiten kommt, kann dir das die Lust am Lernen verleiden.

Tipp: Nutze diese Testphase auch gleich, um den Support zu testen!

Die Kosten: Was darf eine gute Weiterbildung kosten?

Nicht zuletzt sind natürlich auch die Kosten wichtig – aber nicht entscheidend. Es ist besser, einen Kurs zu wählen, der vielleicht etwas kostspieliger ist, aber dafür genau deinen Bedarf abdeckt, als in einem preiswerten Kurs zu sitzen und das Gefühl zu haben, deine wertvolle Zeit zu verschwenden. Achte unbedingt darauf, dass dir alle Kosten genannt werden, bevor du buchst und dass später nicht möglicherweise Gebühren für Prüfungen oder eine teure Hotline abverlangt werden.

Das alles klingt ganz schön aufwendig. Aber es lohnt sich, bei der Suche nach einer guten Weiterbildung systematisch und gründlich vorzugehen. Dann wirst du mit neuem Wissen belohnt, das dich wirklich weiterbringt. Und dann macht auch das Lernen gleich viel mehr Spaß.

 

Mit der Digitalisierung ändern sich nicht nur Technologien, sondern ganze Unternehmensabläufe und die interdisziplinäre Zusammenarbeit. Sich fortlaufend weiterzubilden scheint unumgänglich. Doch wie kann der Einzelne dies am besten tun? Welcher Kurs verspricht auch in Zeiten des rasanten digitalen Wandels up to date zu sein? Und wie finden Sie diese Kurse unter der Vielzahl an Angeboten? Wir zeigen es Ihnen.

Die neue Definition beruflicher Qualifikation

Bevor Sie sich die Frage stellen, welche Weiterbildung in der Digitalisierung die richtige für Sie ist, möchten wir das Thema etwas weiten. Denn das, was bisher gemeingültig als beruflich qualifiziert verstanden wird, reicht im digitalen Wandel nicht mehr aus. Bisher stützt sich die berufliche Qualifikation vor allem auf die Menge an fachlichem Wissen. Was der Einzelne fachlich in seinem Arbeitsbereich weiß, sagt aber nicht zwangsläufig etwas darüber aus, wie erfolgreich er in Zeiten von Arbeit 4.0 sein wird. Das zeigen erste Untersuchungen bereits sehr deutlich. In einem Strategiepapier des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln zum Qualifizierungsbedarf und den Anforderungen im Zeichen der Digitalisierung wird klar, dass neben der reinen Fachkompetenz weitere Bereiche an Bedeutung gewinnen. Die Kompetenzen mit neuen Technologien umzugehen beispielsweise, Planungs- und Organisationsfähigkeit sowie die Fähigkeit in permanent wechselnden oder komplett virtuellen Teams zusammenzuarbeiten. Insbesondere Unternehmen 4.0, die bereits einen hohen Digitalisierungsgrad aufweisen, betonen, dass Methoden- und Sozialkompetenzen bereits heute immens wichtig sind und es künftig verstärkt sein werden. Die neue Definition der beruflichen Qualifikation im digitalen Wandel besteht also aus drei Komponenten:

 

Weiterbildung in der Digitalisierung bedeutet lebenslanges Lernen

Der digitale Wandel ist kein laues Lüftchen, sondern ein kraftvoller Orkan, der wohl alle Arbeitsbereiche erfassen und verändern wird: Neue Geschäftsmodelle, neue Technologien, neue Formen der Zusammenarbeit im Team und völlig neue Berufsgruppen entstehen. All diese Veränderungen geschehen in einem rasanten Tempo. Und ebenso rasant müssen auch Weiterbildungen in der Digitalisierung sein, wenn diese Ihnen als Teilnehmer wirklich aktuelles Wissen vermitteln sollen. Gewiss bedeutet lebenslanges Lernen sich fortlaufend weiterzubilden, aber um dies effektiv zu können, braucht es geeignete Formen der beruflichen Weiterbildung in der digitalen Transformation.

 

Anforderungen an die Fortbildung in der Digitalisierung

Was sollten Menschen von einer guten Weiterbildung in der Digitalisierung erwarten? Welche Anforderungen stellt der Arbeitsmarkt? Mit welchem Lehrgang können Sie beruflich erfolgreich bleiben und woran erkennen Sie zukunftsfähige Seminare, Workshops, Schulungen und Studiengänge? Achten Sie auf folgende Dinge, wenn Sie sich beruflich qualifizieren möchten:

 

Weiterbildungen für Mitarbeiter

 

Offline- vs. Online-Weiterbildung

Einige der Anforderungen zeigen die Problematik konventioneller Offline-Weiterbildungen bereits klar auf. Zwar können diese durchaus von kompetenten Lehrern abgehalten werden; individuelle Schwerpunkte zu setzen und mit neuesten Technologien zu lernen, ist hingegen kaum möglich. Der klassische Abendkurs mit Schulungsunterlagen auf Papier oder das autodidaktische Selbststudium mit Fachliteratur zu Hause bedeutet immer auch, dass die Informationen rasch veralten können. Je nach Branche geschieht dies sehr schnell. Sind Sie beispielsweise in der IT tätig, wird das Fachbuch von heute morgen schon nicht mehr auf dem neuesten Stand sein. Ein klares Argument, das für die Online-Weiterbildung spricht. Doch wie sieht es mit den anderen Anforderungen aus?

 

Online-Kurse sind flexibler

Online zu lernen bringt meist einen Gewinn an Flexibilität. Die Kurse können zeitlich und räumlich unabhängig absolviert werden, wenn die Anbieter dies ermöglichen. Als Teilnehmer einer Online-Weiterbildung nutzen Sie moderne Technologien bereits während des Lehrgangs und schärfen damit die eigene Kompetenz im Umgang mit diesen. Doch auch hier sollten Sie aufmerksam sein und die Anbieter von Online-Weiterbildungen genau miteinander vergleichen. Zwar gibt es viele Institute, die eine Online-Anmeldung und den E-Mail-Kontakt zum Dozenten ermöglichen, die darüber hinaus aber trotzdem mit Unterlagen auf Papier arbeiten, die per Post verschickt werden. Das Risiko von schnell veralteten Informationen bleibt in diesem Fall also bestehen. Für die Online-Weiterbildung in der Digitalisierung gibt es also ein klares „Ja!“, aber eben auch ein „Ja, aber…!“ Vergleichen Sie die Anbieter miteinander und hinterfragen Sie deren Lernmodalitäten genau.

 

karriere tutor® ist der Spezialist für Ihren digitalen Erfolg

karriere tutor® bietet ausschließlich Online-Seminare an. Aber wir haben diese revolutioniert und an die Anforderungen des digitalen Wandels angepasst. Heute stehen wir als Spezialist für die Online-Weiterbildung in der Digitalisierung für den direkten Weg zu Ihrem beruflichen Erfolg und Glück im digitalen Wandel. Wir stehen für Zukunftslösungen im Bereich der beruflichen Weiterbildung und gehen dafür neue Wege. Bei uns bekommen Sie keine Lernmaterialien per Post zugeschickt und auch keinen Universaldozenten für alle Kurse. Unsere Kursinhalte werden bei wichtigen Neuerungen derzeit innerhalb weniger Wochen, schon bald innerhalb weniger Tage aktualisiert. Denn Sie profitieren so viel mehr von:

 

 

 

Wir coachen Sie zum digitalen Erfolg

Sie möchten Ihre Ziele erreichen und die beste Weiterbildung in der Digitalisierung finden? Dann holen Sie sich kompetente Unterstützung vom Innovationsführer der Online-Weiterbildung. Wir begleiten Sie und machen Sie fit für Ihre digitale Zukunft! Schreiben Sie uns!

Berufliche Weiterbildungen können mit einem Bildungsgutschein vom Arbeitsamt gefördert werden. Wie das geht, wie Sie einen Bildungsgutschein beantragen, welche Voraussetzungen es dafür gibt und ob auch Berufstätige gefördert werden können, lesen Sie in unserem Artikel.

Was ist ein Bildungsgutschein?

Besitzer eines Bildungsgutscheins dürfen sich kostenlos beruflich weiterbilden, denn die Agentur für Arbeit übernimmt die Summe, die für die Weiterbildung anfällt.

Wer einen Anspruch auf den Bildungsgutschein hat, kommt also komplett gratis zu einer wichtigen beruflichen Qualifizierung. Davon profitiert im Grunde jeder, Arbeitslose wie Berufstätige gleichermaßen.

Doch nicht jeder erfüllt die Voraussetzungen für einen Bildungsgutschein. Seit April 2012 hat der derzeit aktuelle AZAV- Bildungsgutschein der Arbeitsagentur die frühere Anerkennungs- und Zulassungsverordnung Weiterbildung (AZVW) abgelöst und ist seitdem an noch strengere Voraussetzungen gebunden.

Im Merkblatt 6 der Agentur für Arbeit finden Sie alle Bildungsgutschein- Voraussetzungen ausführlich beschrieben. Im Folgenden haben wir die zentralen Stellen, die Sie zur Beantwortung folgender Fragen brauchen, kompakt zusammengestellt.

Wichtige Fragen vorm Antrag:

Du willst eine Online-Weiterbildung belegen, hast aber noch viele Fragen? Dann melde dich jetzt zu unserer kostenfreien Infoveranstaltung an.

Bildungsgutschein: Voraussetzungen und Chancen

Es gibt zwar bestimmte Bildungsgutschein-Voraussetzungen, doch einen Rechtsanspruch gibt es leider nicht. Denn es handelt sich um eine sogenannte Kann-Leistung. Das bedeutet, dass die Arbeitsagentur selbstständig entscheiden kann, ob Sie einen solchen AZAV-Gutschein bekommen oder nicht.

Die jüngste Statistik der Arbeitsagentur selbst zeigt, dass die Anzahl der Maßnahmeteilnehmer insgesamt leicht rückläufig ist. Dieser Umstand zeigt, wie wichtig es ist, die eigenen Chancen auf einen Bildungsgutschein genau auszuloten und optimal zu nutzen. Denn die Entscheidung für oder gegen einen Bildungsgutschein macht das Arbeitsamt vor allem davon abhängig, wie sinnvoll eine berufliche Weiterbildung in Ihrem Fall ist.

Chancen auf einen Bildungsgutschein optimal nutzen

Chancen optimal nutzen

Sind Sie arbeitslos oder von Arbeitslosigkeit bedroht, stehen die Chancen gut, dass Sie einen Bildungsgutschein beantragen können, der auch bewilligt wird.

Möchten Sie sich nur aus Interesse beruflich weiterbilden, wird das Arbeitsamt die Kosten höchstwahrscheinlich nicht übernehmen. Sie sehen also, dass eine gute Vorbereitung wichtig ist, wenn Sie einen Bildungsgutschein beantragen möchten. Das gilt übergreifend für alle Bundesländer, denn den Bildungsgutschein beantragen können Sie sowohl in Bayern als auch in Schleswig-Holstein oder in Hessen.

Alles, was Sie zunächst dafür tun müssen, ist einen Termin bei Ihrem zuständigen Arbeitsvermittler auszumachen. Dort können Sie gemeinsam mit ihm besprechen, ob die Förderung Ihrer beruflichen Weiterbildung vom Arbeitsamt übernommen werden kann. Wenn Sie dabei mindestens eine der folgenden Bildungsgutschein-Voraussetzungen erfüllen, können Sie Ihre Planung fortsetzen.

Wer kann einen Bildungsgutschein beantragen?

Realistische Chancen, dass ein Antrag auf einen Bildungsgutschein bewilligt wird, haben Sie, wenn einer der folgenden Punkte auf Sie zutreffen:

Trifft mindestens eine dieser Bildungsgutschein-Voraussetzungen auf Sie zu, können Sie einen Bildungsgutschein beantragen. Machen Sie dafür schnellstmöglich einen Termin mit Ihrem zuständigen Vermittler bei der Agentur für Arbeit oder im Jobcenter aus. Denn ohne den persönlichen Kontakt zum Arbeitsvermittler ist es nicht möglich, einen AZAV-Bildungsgutschein zu beantragen. Das persönliche Gespräch vor Ort ist immer Voraussetzung.

Vermittlungsgespraech Agenutr fuer Arbeit

Bildungsgutschein bekommen: Tipps fürs Vermittlergespräch

Bildungsgutschein bekommen: Tipps

Zu Beginn erwähnten wir, dass die Förderung Ihrer beruflichen Weiterbildung durch das Arbeitsamt eine Kann-Leistung ist. Es liegt also immer im Ermessen des Vermittlers, ob er einen Antrag bewilligt oder ablehnt.

Um ihn davon zu überzeugen, dass Sie nicht nur die Bildungsgutschein-Voraussetzungen erfüllen, sondern auch unbedingt eine Förderung bekommen sollten, gibt es gute Tipps und Hilfen. Bereiten Sie sich sorgfältig auf das persönliche Gespräch vor, damit Ihr Vermittler erkennt, dass Sie sich engagiert um eine Arbeit bemühen. Denn selbstverständlich möchte die Arbeitsagentur mit staatlichen Fördergeldern verantwortungsvoll umgehen und nur demjenigen eine Förderung zusprechen, der diese auch für die Sicherung seiner Arbeit bzw. den Wiedereintritt in den Arbeitsmarkt nutzen wird.

Unsere Tipps für das Vermittlergespräch sind daher:

Wenn Sie konkrete Vorstellungen haben, warum Sie den Bildungsgutschein beantragen und welcher Kurs Sie weiterbringen kann, steigert das Ihre Erfolgschancen.

Besonders wenn Sie als Berufstätiger einen Bildungsgutschein trotz Arbeit beantragen möchten, ist die sorgfältige Vorbereitung entscheidend. Denn wer nicht akut von einer Arbeitslosigkeit bedroht ist, hat ohne gute Argumente wenig Chancen auf eine komplette Förderung.

Können Sie aber nachweisen, dass Sie Ihre Stelle ohne eine Weiterbildung mittelfristig verlieren werden oder dass Ihr Arbeitgeber ein bestimmtes Zertifikat benötigt, um Sie weiterhin in Ihrer Position beschäftigen zu können, können Sie auch als angestellter Arbeitnehmer einen Bildungsgutschein beantragen und auch bewilligt bekommen.

Welche Kosten werden übernommen?

Welche Kosten konkret übernommen werden, hängt von Ihren Voraussetzungen ab. Sofern Sie noch beschäftigt sind, kann Ihr Arbeitgeber einen Teil der Weiterbildungskosten tragen. In diesem Fall übernimmt die Arbeitsagentur den Rest der Gesamtsumme, wenn Sie dort einen Bildungsgutschein beantragen. Sind Sie aber bereits arbeitslos oder erhalten Sie keine Unterstützung von Seiten des Arbeitgebers, kann der Bildungsgutschein auch die komplette Summe abdecken. Sowohl die Kosten für die Weiterbildung selbst als auch Fahrt- und Unterbringungskosten, Aufwendungen für Lehrmaterial und sogar Kinderbetreuungskosten können übernommen werden.

Wenn Sie Ihren Bildungsgutschein beantragen, werden genau diese Punkte detailliert abgefragt, um die Kosten der Weiterbildung und damit auch die nötige Bildungsgutschein-Höhe besser zu ermitteln.

richtige gefoerderte Weiterbildung finden

Wie finde ich die richtige geförderte Weiterbildung?

Bisher haben wir ausschließlich von Voraussetzungen für den Bildungsgutschein gesprochen, die Ihre Person selbst betreffen. Doch auch die möglichen Umschulungen müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Denn das Arbeitsamt fördert nicht jeden beliebigen Lehrgang, sondern ausschließlich solche, die von einem geprüften Weiterbildungsanbieter angeboten werden. Anbieter müssen sich zertifizieren lassen und unter anderem einen hohen Arbeitsmarktbezug, konzeptkonforme Schulungsangebote und gut aufbereitete Lerninhalte liefern. Dies leistet längst nicht jeder Anbieter.

karriere tutor® aber gehört zu den AZAV-zertifizierten Weiterbildungsinstituten. Wenn Sie einen Bildungsgutschein beantragen, können Sie mit dieser Förderung also an allen unseren Kursen teilnehmen.

Alle zertifizierten Weiterbildungen listet das Arbeitsamt in seiner Weiterbildungsdatenbank KURSNET. Suchen Sie hier in Ruhe und am besten bereits vor dem Vermittlergespräch die Weiterbildung aus, die Sie beruflich nach vorne bringen soll.

Ihr Erfolgsduo: karriere tutor® und der Bildungsgutschein

karriere tutor® mit Bildungsgutschein

Wir gehören nicht nur zu den zertifizierten Weiterbildungsanbietern, sondern sind aus vielen weiteren Gründen eine sehr gute Wahl für geförderte Umschulungen. Denn wir begleiten Sie von Ihrer ersten Idee bis hin zum erfolgreichen Abschluss Ihrer Umschulung. Sehen Sie sich die Vorteile der geförderten Weiterbildung bei karriere tutor® auf einen Blick an:

Echte Erfolgsgeschichten dank Bildungsgutschein

Sie haben Ihre Weiterbildung gewählt, Ihren Karriereplan definiert und den Bildungsgutschein beantragt? Dann sind Sie nun bereits beim vierten und letzten Schritt auf Ihrem Weg zur geförderten Weiterbildung angekommen. Nun müssen Sie Ihren definierten Karriereplan nur noch umsetzen. Mit den Schulungen von karriere tutor® gelingt das flexibel und nachhaltig. Dass sich genau dieser Weg am Ende lohnt, zeigen viele positive Erfahrungen unserer ehemaligen Teilnehmer.

Lesen Sie hier im Blog echte Erfolgstories und Erfahrungsberichte: Etwa darüber, wie Florian Stief mit einem Bildungsgutschein und der Weiterbildung von karriere tutor® endlich zu dem Job fand, der ihn erfolgreich und glücklich machte. Oder wie sich das Leben von unserem Teilnehmer Herrn Gmeiner änderte, nachdem er seinen Bildungsgutschein beantragen und seine Umschulung mit karriere tutor® in die Tat umsetzen konnte. Unser kurzes Video zeigt Ihnen seinen beispielhaften Weg, den auch Sie gehen können.

Ihr Weg zur geförderten Weiterbildung beginnt hier

Möchten Sie selbst Ihre eigene Erfolgsgeschichte schreiben? Dann melden Sie sich bei uns! Unser Team hilft Ihnen dabei, den richtigen Kurs für Ihr berufliches Profil zu finden und bereitet Sie bestmöglich auf Ihr Gespräch beim Arbeitsvermittler vor.

Und selbst wenn Ihr Antrag auf Bildungsgutschein abgelehnt wurde, finden wir gemeinsam eine gute Lösung und prüfen, ob eine andere Förderung für Sie möglich ist. Auf unserer Übersichtsseite zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten Ihrer Weiterbildung bekommen Sie einen ersten Überblick. Schauen Sie gerne rein!