Wenn du auf der Suche nach einer neuen Stelle bist, kommt rasch auch die Frage nach dem gewünschten Gehalt auf. In diesem Artikel erklären wir dir, wann der richtige Zeitpunkt ist, um als Bewerber das Thema Geld anzusprechen, und was es dabei zu beachten gilt.

Kenne deinen Wert

Einer der wichtigsten Tipps gleich zu Beginn: Geh mit konkreten Gehaltsvorstellungen in einen Bewerbungsprozess. Nur so wirst du das Optimum für dich herausholen. Websites wie www.gehalt.de oder www.glassdoor.de geben dir sehr gute Vergleichswerte. Mit etwas Glück findest du dort sogar konkrete Informationen zu den Gehältern, die dein potenzieller Arbeitgeber durchschnittlich zahlt. Denk daran: Die Höhe des Gehalts hängt zum einen von deinen Qualifikationen und Erfahrungen ab. Zum anderen spielen aber auch externe Faktoren wie die Unternehmensgröße, die Region oder die Branche eine Rolle.

Gehaltsvorstellungen schon in der Bewerbung nennen

Jetzt hast du eine Zahl, die du in deinem Bewerbungsschreiben nennen kannst und häufig auch nennen musst. Denn tatsächlich fragen viele Unternehmen bereits früh im Bewerbungsprozess die Gehaltsvorstellungen ihrer Bewerber ab. Liegen beide Seiten zu weit auseinander, wird das Unternehmen deine Unterlagen wahrscheinlich direkt aussortieren. Das klingt zunächst hart, ist aber letztlich auch in deinem Sinne. Schließlich ist niemandem damit geholfen, wenn erst im Vorstellungsgespräch auffällt, dass ihr allein wegen des gewünschten Entgeltes keine Einigung finden werdet. In diesem Fall hätten beide Seiten Zeit investiert, aber nicht das gewünschte Ergebnis bekommen.

Unser Tipp: Gib nicht deine absolute Untergrenze, aber auch keine völlig übertriebene Vorstellung an, sondern lass im Idealfall etwas Spielraum für Verhandlungen. Wir raten davon ab, eine Gehaltsspanne zu nennen, weil du dir damit eben jenen Spielraum nimmst.

Der richtige Zeitpunkt für die Gehaltsverhandlung im Bewerbungsgespräch

Heißt das aber auch, dass das Gehaltsthema gleich im ersten Bewerbungsgespräch auf den Tisch kommt? In der Regel nicht. Im ersten Vorstellungsgespräch geht es meist erst einmal um deine grundsätzliche Eignung für die freie Stelle. Das Unternehmen möchte von deiner Expertise und Persönlichkeit erfahren und einschätzen, ob du ins bestehende Team passt. Deshalb unsere Empfehlung: Stelle die Frage nach dem Gehalt nicht im ersten Bewerbungsgespräch, sondern warte, bis dein Gesprächspartner das Thema auf den Tisch bringt. Sollte es zu einem zweiten oder dritten Gespräch kommen, kannst du als Bewerber aber durchaus die Initiative ergreifen, sofern das Gehalt zu diesem Zeitpunkt noch nicht thematisiert wurde.

Wie führe ich eine Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch?

Wenn es im Gespräch schließlich um das Thema Gehaltswunsch geht, ist es für dich als Bewerber ratsam, nicht einfach eine Zahl in den Raum zu werfen, sondern erst einmal überzeugende Argumente zu liefern, warum du die gewünschte Summe wert bist. Im Allgemeinen ist folgender Aufbau für eine Gehaltsverhandlung im Vorstellungsgespräch sinnvoll:

  1. Eignung für die Stelle: Betone nochmals dein Interesse an der ausgeschriebenen Stelle und nenne Argumente, warum du in besonderem Maße als neuer Mitarbeiter geeignet bist. Nenne deine Stärken, die du in deiner aktuellen Stelle einbringst. Dies kann zum Beispiel eine Expertise sein oder auch eine emotionale Stärke. Wenn es für deinen neuen Job relevant ist, kannst du auch frühere Projekte aufzählen, die du erfolgreich gemanagt hast.
  2. Perspektiven für das Unternehmen: Verknüpfe diese Stärken mit Erfolgen, die du für das Unternehmen erzielen könntest. Hast du beispielsweise eine besonders intensive Weiterbildung im Bereich der Geschäftsfeldentwicklung abgeschlossen und verfügst über Expertenkenntnisse, die dem Unternehmen in besonderem Maße nutzen, erwähne dies im Gespräch. Zeige auf, welche Vorteile diese Qualifikation dem neuen Arbeitgeber bringen wird. Wenn möglich, belege deine Erfolge auch mit Zahlen, aber achte dabei darauf, diskret zu bleiben. Nenne als Bewerber nur Zahlen deines vorherigen Arbeitgebers, die du auch wirklich nennen darfst.
  3. Gehaltswunsch: Nun hast du die beste Basis geschaffen, um die Gehaltsverhandlung zu einem erfolgreichen Ende führen zu können. Äußere nun, welche Gehaltsvorstellungen du hast.

Unser Tipp: Nimm dir im Vorfeld zwei bis drei Stunden Zeit und bereite dich intensiv auf dieses Gespräch vor. Gehe verschiedene Gesprächsverläufe durch und lege dir deine Argumente für die jeweiligen Situationen zurecht. Wenn du sie selbst im Schlaf aufsagen kannst, dann trittst du auch im Vorstellungsgespräch selbstbewusster auf und hast die nötige Lockerheit. Auch diese Top-Argumente für eine Gehaltserhöhung helfen dir ganz sicher dabei. Achte nur darauf, dass du nicht arrogant oder überheblich rüberkommst. Das hat eher den gegenteiligen Effekt.

Vergrößere die Verhandlungsmasse

Beachte, dass es bei Gehaltsverhandlungen nicht nur um die Summe geht, die am Ende des Monats auf deinem Konto eingeht. Zur Verhandlungsmasse können außerdem Urlaubs- und Weihnachtsgeld, Prämien sowie der Dienstwagen gehören. Auch flexible Arbeitszeiten oder zusätzliche Urlaubstage kannst du in den Ring werfen. Sollte dein potenzieller Arbeitgeber also grundsätzlich Interesse an dir haben, aber deine Gehaltsforderungen aus irgendeinem Grund nicht erfüllen können, schlage ihm eine Alternative vor: Du verzichtest auf einen Teil deiner Forderungen, darfst dafür aber beispielsweise im Home-Office arbeiten. Das spart dem Unternehmen einen Arbeitsplatz und dir Zeit und Fahrtkosten.

Fazit: Erfolgreich verhandeln als Bewerber

Viele Menschen verhandeln nicht gerne – erst recht nicht, wenn es ums Gehalt geht. Sieh es professionell. Das wird auch dein Gegenüber tun. Es geht darum, welchen Wert du mit deinen Fähigkeiten, deinen Erfahrungen und deiner Persönlichkeit für das Unternehmen schaffen kannst. Kenne deinen Wert und untermauere ihn mit guten Argumenten, aber lass dir bei deiner Zielsumme auch Verhandlungsspielraum. Das Erfolgsgeheimnis ist die gewissenhafte Vorbereitung. Denn je besser du vorbereitet bist, desto selbstbewusster trittst du auf, desto überzeugender sind deine Argumente und desto höher deine Chancen, dein Wunschgehalt zu erreichen.

Ob Elternzeit, berufliche Neuorientierung oder eine lange Pause wegen Krankheit oder Kindererziehung – der Wiedereinstieg in den Beruf kann eine große Herausforderung darstellen. Wie die Berufsrückkehr gelingen kann und was dabei zu beachten ist, darum geht es in diesem Blogbeitrag. Hier finden Sie auch eine Checkliste zum Wiedereinstieg, die Sie auf dem Weg zurück zum Job begleiten kann.

Ihre Ausgangslage – „Sesam, öffne dich!“

So unterschiedlich unsere Lebensläufe sind, so unterschiedlich können auch die Gründe dafür sein, dass wir einmal vor der Herausforderung stehen, wieder neu einsteigen zu müssen. Wollen Sie zum Beispiel aus der Elternzeit wieder in Ihren alten Beruf zurückkehren, erfordert dies ganz andere Maßnahmen, als wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit oder nach einer langen Pause wieder Arbeit finden möchten.

Die häufigsten Gründe für den Wiedereinstieg sind:

Angesichts dieser unterschiedlichen Ausgangslagen gibt es kein pauschales Erfolgsrezept für Ihre Berufsrückkehr. Ihr Weg zurück in den Job gestaltet sich je nach Situation und persönlichen Lebensumständen individuell.

Es gibt jedoch Themen und Fragestellungen, die bei allen Wiedereinsteigern gleich sind. In einer Phase, in der wir unseren beruflichen Wiedereinstieg vorbereiten, suchen wir vor allem nach …

Wenn Sie das erste Mal vor einer Situation des Wiedereinstiegs stehen, mag sich das anfänglich vielleicht so anfühlen wie bei Ali Baba, der vor der riesigen Felsenhöhle steht und sich fragt, wie sich der Eingang zum Felsen nun öffnet. Was könnte bloß das „Sesam, öffne dich!“ sein, das Ihre Tür zum neuen Job öffnet?

Natürlich ist es im echten Leben meistens nicht so einfach wie im Märchen. Dennoch kann die Berufsrückkehr jedem gelingen – mit einem festen Willen, einer guten Vorbereitung und den folgenden fünf Schritten zum beruflichen Wiedereinstieg.

Schritt für Schritt zum Wiedereinstieg mit Checkliste

Schauen wir uns diese fünf Schritte zu Ihrem beruflichen Wiedereinstieg einmal genauer an, damit Sie im Anschluss mit der Checkliste zum Download gleich loslegen können.

  1. Schritt: Bedingungen klären und persönliche Ziele festlegen

Wenn Sie aus einer Elternzeit wieder in Ihre vorherige Festanstellung zurückkehren, haben Sie ganz andere Rahmenbedingungen, als wenn Sie aus der Arbeitslosigkeit, der beruflichen Neuorientierung oder einer längeren Krankheit wiedereinsteigen wollen.

Klären Sie daher im ersten Schritt die Bedingungen für Ihren Wiedereinstieg. Hierzu zählen sowohl individuelle als auch rechtliche Rahmenbedingungen, die sich aus Ihrer Ausgangssituation ergeben.

Zu den individuellen Bedingungen zählen u. a.:

Mögliche rechtliche Rahmenbedingungen könnten sein:

Für die Elternzeit beispielsweise gilt das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG). Bei längerer Krankheit wiederum haben Angestellte ein Recht auf Maßnahmen des betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM), hierzu zählt etwa das BEM-Gespräch (9. Sozialgesetzbuch/SGB IX). Sind Sie arbeitslos und erhalten Arbeitslosengeld I oder II (Hartz IV), gelten für Sie u. a. die rechtlichen Bestimmungen des Dritten Buches Sozialgesetzbuch (SGB III). Die relevanten Rechte und Pflichten hierzu teilt Ihnen die Agentur für Arbeit mit, sobald Sie sich arbeitslos melden. In diesem Fall kommen Sie übrigens auch für verschiedene finanzielle Förderungen in Betracht.

Die Klärung Ihrer persönlichen und rechtlichen Voraussetzungen wird Ihnen nun helfen, Ihre beruflichen Ziele in Bezug auf den Wiedereinstieg festzulegen. Dieser Schritt ist entscheidend, denn er legt die Basis für eine gelungene Berufsrückkehr. Tools wie das Vision Board und die bekannte SMART-Formel helfen Ihnen dabei, Ihre Ziele zu erarbeiten und zu verwirklichen.

  1. Schritt: Persönliches Profil erarbeiten

Der zweite Schritt zum gelungenen Wiedereinstieg lautet: Ihr persönliches Profil erarbeiten. Arbeitslosigkeit oder ein anderer Grund, der uns zu einer längeren beruflichen Pause gebracht hat, kann uns einiges an Selbstbewusstsein kosten. Auch haben wir mit der Zeit vielleicht nicht mehr so klar vor Augen, was uns eigentlich ausmacht und wie wir uns am Arbeitsmarkt am besten profilieren können.

Wenn Sie sich die Zeit nehmen, Ihr persönliches Profil zu erarbeiten, dann nützt Ihnen das in mehrfacher Hinsicht:

Um Ihr persönliches Profil zu erarbeiten, sollten Sie keine Scheu davor haben, sich ausgiebig mit sich selbst zu beschäftigen. Fragen Sie sich:

Diese Selbstreflexion bildet eine Art Kompass auf Ihrem Weg zum Wiedereinstieg. Wenn Sie genau wissen, wer Sie sind, was Sie ausmacht, was Ihre Prioritäten sind und wo Sie hinwollen, werden Sie keine Probleme haben, erfolgreich wiedereinzusteigen. Notieren Sie all Ihre Antworten hierauf und Sie werden sehen, wie sich hieraus nach und nach Ihr persönliches Profil formt.

  1. Schritt: Den Wunschjob definieren

Nachdem Sie sich im Klaren darüber sind, wer Sie sind und was Sie wollen, geht nun darum, Ihren Wunschjob zu definieren. Vielleicht sind Sie während Ihrer beruflichen Auszeit ins Grübeln gekommen, ob es sinnvoll ist, einmal etwas ganz anderes zu machen – etwas, das Ihnen mehr Spaß macht. Oder Sie müssen sich aufgrund einer Krankheit oder weil Ihr alter Job keine Zukunft mehr hat, einen neuen Beruf suchen.

Fragen Sie sich daher konkret:

Mit Hilfe dieser Fragen können Sie Ihren Wunschjob einfacher definieren. Schließlich stellen Sie damit nicht nur sicher, dass Sie einen Beruf wählen, der Ihnen Spaß macht und in dem Sie richtig gut sind. Sie sorgen auch noch dafür, dass Sie einen Beruf mit Zukunft wählen. Beides sind wichtige Faktoren für einen erfolgreichen Wiedereinstieg.

  1. Schritt: Kompetenzen erweitern

Dass es in der heutigen Berufswelt unerlässlich ist, lebenslang zu lernen, ist keine Neuigkeit. Um sich jedoch den Wiedereinstieg zu erleichtern, ist eine berufliche Weiterbildung besonders zu empfehlen. Denn Weiterbildungen im Lebenslauf können schnell zu Ihrem USP (Unique Selling Point) gegenüber all den anderen Bewerbern werden. Sie können damit schwarz auf weiß nachweisen, dass Ihre Kenntnisse aktuell sind und genau Sie das Know-how besitzen, das für diesen Job benötigt wird. Deshalb sollten Sie sich fragen:

Wichtig ist, dass Sie sich ausführlich Gedanken machen oder sich beraten lassen, welche Weiterbildung für Sie die Richtige ist.

  1. Schritt: Bewerben und Arbeit finden

Für manch einen stellt das Bewerben und Arbeitfinden eine große Hürde dar. Gerade wenn seit der letzten beruflichen Tätigkeit ein paar Jahre vergangen sind. Dann kommen Unsicherheiten auf wie:

Da hilft es Ihnen, sich schlau zu machen, wie Sie die Online-Stellensuche richtig angehen oder wie Sie die Jobsuche über das Arbeitsamt für Ihre Berufsrückkehr nutzen können. Wir haben auch Tipps für Sie, wie Sie aus Lücken im Lebenslauf Trümpfe machen. Zudem überzeugen Sie mit Weiterbildungen im Lebenslauf selbst den kritischsten Personaler.

Wie Sie die optimale Bewerbung erstellen, ist schon ein Thema für sich und erfordert eine Menge Vorbereitung. Gerade wenn die Ausgangssituation für einen Wiedereinstieg etwas schwierig oder Ihr Lebenslauf nicht ganz selbsterklärend ist, kann ein Anruf vor der Bewerbung sehr hilfreich sein. Informieren Sie sich, wie Sie das am besten angehen.

Ist die Bewerbung erst einmal abgeschickt, können Sie kurz durchatmen. Aber dann geht es auch gleich damit weiter, sich darauf vorzubereiten, wie Sie im Bewerbungsgespräch überzeugen und sogar ein Online-Vorstellungsgespräch meistern, was immer häufiger von Unternehmen genutzt wird.

Fazit und ein Extra-Tipp zum Schluss

Der Wiedereinstieg in den Beruf verlangt eine gute Vorbereitung. Wenn Sie jedoch Schritt für Schritt vorgehen und Ihr berufliches Ziel genau vor Augen haben, wird Ihnen die Berufsrückkehr mit Sicherheit gelingen.

Nutzen Sie auch die Beratung, Unterstützungen und Fördermöglichkeiten, die Ihnen dabei geboten werden. Eine mögliche Anlaufstelle bietet karriere tutor® mit der kostenlosen Karriereberatung für Arbeitssuchende. karriere tutor® hilft Ihnen gerne dabei, durch den Aufbau von fachlichen und persönlichen Kompetenzen schneller an Ihr Ziel zu kommen.

Unser Extra-Tipp zum Schluss lautet: Bauen Sie gezielt persönliche Netzwerke für Ihren Wiedereinstieg auf, um sich mit anderen Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteigern zu vernetzen. Deren Erfolgsgeschichten werden Sie motivieren und vorantreiben. Holen Sie sich von ihnen hilfreiche Praxistipps und nutzen Sie die Erfahrungen, die andere Berufsrückkehrer vor Ihnen gemacht haben. Übrigens finden Sie auch hier bei uns im Blog Erfolgsgeschichten von Wiedereinsteigern.

Ebenso können Sie bei regionalen Verbänden und Initiativen Unterstützung suchen. Bei XING gibt es z. B. spezielle Gruppen für Wiedereinsteiger. Auch die Perspektive Wiedereinstieg – eine bundesweite Initiative – unterstützt mit zahlreichen Informationen bei der Berufsrückkehr.

Wenn Sie auf der Suche nach einem neuen Job sind, ist die Suche über das Arbeitsamt ein guter Ausgangspunkt. Doch wie funktioniert die Jobsuche über das Arbeitsamt und ist sie an bestimmte Bedingungen geknüpft? Wir geben fünf Tipps, damit Sie den passenden Job über das Arbeitsamt schneller finden können.

Erste Anlaufstelle für die Jobsuche

Das Arbeitsamt, offiziell die Agentur für Arbeit, ist eine der wichtigsten Anlaufstellen, wenn Sie auf der Suche nach einer neuen Stelle sind. Sofern Sie Arbeitslosengeld 2 („Hartz 4“) beziehen, ist das Jobcenter der richtige Ansprechpartner für Sie.

In folgenden anderen Fällen kann Ihnen direkt die Arbeitsagentur bei der Jobsuche weiterhelfen:

Grundsätzlich hat laut Sozialgesetzbuch I jeder Anspruch auf eine Beratung, konkret auf eine, die „richtig, unmissverständlich und umfassend“  ist. Sie können den Service der Agentur für Arbeit also in jedem Fall nutzen, auch dann, wenn Sie noch unsicher sind, ob Sie wirklich eine neue Stelle annehmen möchten.

Wenn Sie das Arbeitsamt für Ihre Jobsuche nutzen wollen, gibt es verschiedene Dinge, die Sie wissen sollten. Die fünf häufigsten Fragen und fünf hilfreiche Tipps für die Jobsuche über das Arbeitsamt lesen Sie im Folgenden.

 

1. Wie funktioniert die Jobsuche über das Arbeitsamt?

Ein wichtiger Tipp für die Jobsuche über das Arbeitsamt ist, sich zunächst über die verschiedenen Möglichkeiten der Stellensuche zu informieren. Denn die Arbeitsagentur bietet verschiedene Optionen, die Sie zu Ihrem neuen Job führen können. Eine davon ist das Gespräch mit einem Berater der Agentur für Arbeit. Solch ein Gespräch können Sie nutzen, wenn Sie den Wunsch nach einer beruflichen Beratung haben oder sich arbeitssuchend melden wollen. Ob Sie aktuell Leistungen beziehen, ist dabei zweitrangig, ein Beratungsgespräch steht Ihnen in jedem Fall zu.

Eine andere Möglichkeit ist, direkt online nach passenden Stellen zu suchen. Denn das Arbeitsamt führt mit der „Jobbörse“ ein eigenes Webportal für die Stellensuche. Rund 1,5 Millionen freie Stellen werden dort gelistet – eine Zahl, die zeigt, dass die Jobbörse der Arbeitsagentur es durchaus mit anderen Online-Stellenbörsen aufnehmen kann. Unter jobboerse.arbeitsagentur.de  erreichen Sie das besagte Online-Portal.

2. Wie unterscheidet sich die Jobsuche mit und ohne Beratungstermin?

Wenn Sie nicht allein in der Datenbank der Jobbörse recherchieren, sondern eine Beratung in Anspruch nehmen möchten, gibt es auch hier Tipps für die Jobsuche. Über das Arbeitsamt können Sie gemeinsam mit Ihrem zuständigen Berater bzw.  Arbeitsvermittler ein Bewerberprofil einrichten. Dies kann zwar jeder für sich auch direkt online anlegen, aber mit einem Berater an Ihrer Seite können Sie den Umfang des Portals besser überblicken und die optimalen Einstellungen in Ihrem Profil vornehmen. So kann Ihnen Ihr Berater beispielsweise folgende Tipps geben:

Ihr Bewerberprofil kann dabei komplett anonymisiert veröffentlicht werden, sodass keine persönlichen Daten von Ihnen veröffentlicht werden. Dennoch sind Sie aber mit Ihren Erfahrungen und Kompetenzen für Arbeitgeber sichtbar, die in der Jobbörse nach Mitarbeitern suchen.

3. Welche Vorteile hat die Suche über einen Berater?

Wenn Sie gemeinsam mit einem Berater nach einem passenden Job suchen, hat das zwei große Vorteile:

a. Passende Stellenangebote vom Berater vorgeschlagen bekommen

Ihr Berater kann Ihnen geeignete Stellenangebote als Vermittlungsvorschlag zuschicken. Dies ist besonders interessant, wenn neue Jobangebote von Unternehmen in der Agentur für Arbeit eingehen, für die nach einem passenden Bewerber gesucht wird. Passen die offene Stelle und Ihr Profil zusammen, kann Ihnen Ihr Vermittler das Gesuch eigeninitiativ zusenden. So behalten Sie den Arbeitsmarkt nach dem „4-Augen-Prinzip“ im Blick.

b. Auf Jobs zugreifen, von denen andere Bewerber noch gar nichts wissen

Manche Arbeitgeber suchen selbst zunächst in den vorhandenen Bewerberprofilen nach geeigneten Mitarbeitern, bevor sie ein Stellenangebot bei der Arbeitsagentur melden. Stößt ein solcher Arbeitgeber auf Ihr anonymes Bewerberprofil, kann der Mitarbeiter des Arbeitsamtes den Kontakt zwischen Ihnen und dem Unternehmen herstellen. In diesem Fall wüssten Sie also von einer Stelle, die noch nicht ausgeschrieben ist, und müssten dadurch nicht mit zahlreichen Mitbewerbern konkurrieren.

 

4. Hat das Arbeitsamt Erwartungen an Jobsuchende?

Die Annahme, dass ausschließlich Arbeitslose mit Leistungsbezug das Arbeitsamt um Hilfe bei der Stellensuche bitten dürfen, ist weitverbreitet, aber falsch.

Wenn Sie keinerlei Leistung beziehen, können Sie die Suche über das Arbeitsamt trotzdem komplett kostenfrei nutzen. Die Agentur hat in diesem Fall weder Erwartungen an Sie noch knüpft Sie Ihre Jobsuche über die Arbeitsagentur an bestimmte Bedingungen.

Anders ist es, wenn Sie arbeitslos sind und Arbeitslosengeld 1 oder 2 beziehen. Dann gibt es die Erwartung, dass Sie sich aktiv um eine Stelle bemühen, um die bestehende Arbeitslosigkeit baldmöglichst zu beenden. Tun Sie das nicht, können Ihre Leistungen gekürzt werden. Details zu diesem Sachverhalt finden Sie in § 145 des dritten Sozialgesetzbuches (SGB III).

5. Wo finde ich Erfahrungsberichte zur Jobsuche über das Arbeitsamt?

Die Tipps zur Jobsuche über das Arbeitsamt sind das eine. Doch echte Erfahrungsberichte geben darüber hinaus einen anderen Einblick und helfen Ihnen möglicherweise bei der Entscheidung, ob diese Art der Stellensuche für Sie relevant ist. Doch wo finden Sie Erfahrungsberichte zur Stellensuche über das Arbeitsamt? Online werden Sie vor allem in branchenspezifischen Foren fündig. Recherchieren Sie, ob es Foren zu Ihrer Branche gibt, und lesen Sie dort nach, welche Erfahrungen andere mit der Jobsuche über das Arbeitsamt gemacht haben. Darüber hinaus können Sie bei Informationsveranstaltungen der Arbeitsagentur den Kontakt zu anderen Jobsuchenden herstellen und so ins Gespräch über das Thema kommen.

Eigeninitiative zählt

Auch wenn der Service der Agentur für Arbeit ein nützliches Angebot für arbeitssuchende und arbeitslose Menschen ist, brauchen Sie für eine erfolgreiche Stellensuche vor allem eines: Eigeninitiative. Nutzen Sie daher die Tipps zur Jobsuche über das Arbeitsamt, um diese Möglichkeit in Anspruch zu nehmen, aber werden Sie darüber hinaus auch selbst aktiv.

Schreiben Sie zum Beispiel Initiativbewerbungen und behalten Sie die Tageszeitung, soziale Netzwerke und bekannte Online-Stellenbörsen  im Blick. So erhöhen Sie die Chance, schnellstmöglich Ihren Wunschjob zu finden, enorm.

Muss die Erholung nach dem Sommerurlaub eigentlich immer so schnell verpuffen und der Stress gleich wieder zurückkommen? Wir haben Stephanie Pohlmann, unsere Fachbereichsleiterin für Gesundheitsmanagement, gefragt, ob das nicht auch anders gehen könnte. In diesem Beitrag teilt sie ihre besten Tipps mit Ihnen. Lesen Sie gerne rein.

Auch nach dem Urlaub erholt bleiben

Kennen Sie das auch? Kurz vor dem Urlaub steigt noch einmal das Arbeitspensum: Bevor es losgehen kann, muss doch noch so viel abgearbeitet werden! Und nach dem Urlaub schlägt der Alltagsstress dann trotz der besten Vorbereitung gleich wieder zu. Wie schön wäre es eigentlich, wenn wir den Erholungseffekt, den wir aus dem Urlaub mitgenommen haben, noch ein wenig länger genießen könnten? Das funktioniert tatsächlich, nämlich so:

Urlaub richtig vorbereiten

Sie können schon vor dem Urlaub einiges dafür tun, dass die Rückkehr möglichst entspannt verläuft. Zum Beispiel Ihren Urlaub gut vorbereiten. Damit meine ich konkret:

Aufgaben rechtzeitig erledigen

Sorgen Sie dafür, alle noch vor dem Urlaub zu erledigenden Aufgaben rechtzeitig zu bearbeiten, und priorisieren Sie klar, welche besonders wichtig sind und welche Sie vielleicht auch einem Kollegen übertragen oder auf nach dem Urlaub verschieben können. Das sorgt dafür, dass Sie nicht schon gestresst in den Urlaub starten, sondern dank guter Vorbereitung wirklich schnell erfolgreich abschalten können.

 

Urlaubsvertretung organisieren

Warum ist der Erholungseffekt eigentlich immer so schnell wieder weg? Weil sich während des Urlaubs meist enorm viel angestaut hat und Sie tagelang erst einmal E-Mails abarbeiten. Genau das können Sie verhindern, indem Sie rechtzeitig eine Urlaubsvertretung organisieren, die zumindest einen Teil der Mails und anfallenden Aufgaben während Ihrer Abwesenheit bearbeitet. Wichtig dabei ist, dass Sie Ihre Vertretung bestmöglich darüber informieren, welche Projekte bei Ihnen aktuell auf dem Tisch liegen und wo sie die wichtigsten Informationen dazu findet.

Über Abwesenheit informieren

Nicht nur die Urlaubsvertretung sollte wissen, dass sie Sie vertritt, sondern auch alle anderen. Hinterlassen Sie deshalb eine klare Abwesenheitsnotiz, aus der hervorgeht, wer Sie von wann bis wann bei welchen Themen vertritt und wie derjenige zu erreichen ist. So vermeiden Sie, dass alle Kollegen mit ihren Aufgaben bis zu Ihrer Rückkehr warten und sich die To-dos am ersten Arbeitstag ins Unendliche steigern.

 

Entspannt in den Urlaub starten

Ist im Büro alles gut vorbereitet, kann der Urlaub losgehen. Doch wer direkt am letzten Arbeitstag losfährt, gelangt vom stressigen Job oft direkt in den stressigen Urlaubsstau. Mein Tipp: Fahren Sie lieber einen Tag später los, damit Sie entspannt an Ihr Ziel kommen und Ihnen nicht mitten im größten Sommer-Verkehrschaos die letzten noch intakten Geduldsfäden reißen.

Erholung nach dem Urlaub bewahren

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Im Urlaub haben Sie sich entschleunigt, sich um sich selbst gekümmert, haben lange geschlafen und es sich so richtig gut gehen lassen. Zurück am Arbeitsplatz ist kaum der Rechner hochgefahren und schon ploppt eine beängstigende Anzahl von unbeantworteten Mails auf. Da lässt man sich schnell wieder in den Alltagsstress hineinziehen. Aber es geht auch anders, denn wenn Sie Ihr Urlaubsfeeling einfach mit ins Büro bringen, können Sie die Erholung länger aufrechterhalten und werden nicht so schnell von eingehenden Nachrichten und Co. erschüttert.

Das gelingt so:

Neue  Routine mitbringen

Wann, wenn nicht im Urlaub, haben Sie Gelegenheit, eine neue Routine zu entwickeln oder sich eine neue Verhaltensweise anzueignen? Wenn Sie diese im Urlaub erst einmal einige Tage lang trainiert haben, fällt es Ihnen deutlich leichter, sie auch im Alltag beizubehalten. Sind Sie im Urlaub beispielsweise jeden Morgen eine halbe Stunde spazieren gegangen? Tun Sie das weiterhin und erhalten Sie so den Erholungseffekt weit über den ersten Arbeitstag hinaus. Möchten Sie mehr darüber wissen? In diesem Artikel erklären wir, wie Sie positive Routinen gezielt fördern können.

Kollegen  beschenken

Einen großen Anteil am Stress nach dem Urlaub haben die Kollegen, die mit ihren Aufgaben direkt nach Ihrem Eintreffen auf Sie zustürmen. Mit der Organisation einer Vertretung konnten Sie das bereits ein wenig abmildern, aber ich habe darüber hinaus eine Empfehlung für den Umgang mit Kollegen am ersten Arbeitstag. Bringen Sie diesen doch eine kleine Aufmerksamkeit aus dem Urlaub mit. So lassen Sie die Kollegen ein wenig am Urlaubsfeeling teilhaben und bremsen die vielleicht sehr hohen Erwartungen etwas ab. Das sichert Ihnen einen angenehmen Start und sorgt für eine angenehme Atmosphäre und Stimmung im Büro.

Sich  selbst beschenken

Auch ein Mitbringsel für Sie selbst ist eine gute Idee, wenn Sie Ihr Urlaubsfeeling noch etwas länger erhalten wollen. Bringen Sie sich doch eine Kleinigkeit vom Lieblingsort des letzten Urlaubs mit oder wählen Sie ein Foto vom schönsten Ausflug als Hintergrundbild am PC. So können Sie Ihren Blick immer wieder bewusst weg vom Posteingang hin zu den Erinnerungsstücken schweifen lassen und kleine Mini-Erholungspausen etablieren.

Gesund  starten

Warum entspannen wir im Urlaub so gut? Weil wir ausgiebig Zeit haben, uns um uns selbst und unser Wohlergehen zu kümmern. Aber die gute Zeit können Sie auch nach dem Wiedereinstieg bewahren. Gönnen Sie sich beispielsweise eine angenehme Handcreme, ein neues Werkzeug für die Werkbank, einen besonders wohltuenden Duft oder mixen Sie sich vor der Arbeit einen gesunden Smoothie. Kurzum: Tun Sie sich auch im Alltag etwas Gutes und erhalten Sie die Erholung dadurch möglichst lange.

Entspannt durchs ganze  Arbeitsjahr

Ideal ist es, wenn Sie nicht nur unmittelbar vor und nach dem Urlaub für entspanntes Arbeiten sorgen, sondern sich insgesamt eine wohltuende Life-Balance aufbauen. Das erreichen Sie, indem Sie wirklich regelmäßig für Entspannung im Alltag sorgen. Sei es durch

Gönnen Sie sich einen Workflow und einen Alltag, der Sie produktiv macht, ohne Sie zu überfordern. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei!

Wer nach der Elternzeit zurück ins Arbeitsleben möchte, braucht eine gute Vorbereitung. Wir haben die entscheidenden Erfolgstipps für Ihren Wiedereinstieg nach der Elternzeit zusammengestellt und verraten, woran Sie denken sollten und welche Möglichkeiten Sie mit Kind im Job haben.

Wiedereinstieg nach Elternzeit: ein Frauenthema?

Während Männer meist nur eine kurze Auszeit nehmen und sich für wenige Monate Elternzeit oder eine Teilzeitlösung entscheiden, sind Frauen nach der Geburt eines Kindes deutlich länger weg vom Arbeitsplatz. Eine Umfrage des Portals statista.com ergab, dass lediglich 1 % der Frauen weniger als drei Monate Elternzeit nimmt, während rund ein Drittel der Männer diesen Zeitraum für die eigene Elternzeit nutzt. Die meisten Frauen entscheiden sich für eine Elternzeit zwischen sieben und zwölf Monaten (33 %) bzw. 24 Monaten (37 %). Hier sinkt der Anteil der Männer hingegen deutlich – für zwei Jahre planen nur 12 % der Männer eine Elternzeit für sich ein. Trotz des immer lauter werdenden Echos der Väter, die ihre Kinder betreuen, ist die Elternzeit und damit auch der Wiedereinstieg nach Elternzeit nach wie vor ein Frauenthema. Vor allem sie sind es also, die sich mit der Zeit nach der Babypause auseinandersetzen müssen und Tipps zur Rückkehr in den Job brauchen. Die wichtigsten fünf, die den Wiedereinstieg erleichtern, haben wir für Sie zusammengestellt.

Tipp 1: Bleiben, Rückkehr, oder Neuanfang?

Als schwangere Frau im Job kommen Sie um eine zumindest kurze Babypause kaum herum. Das regelt bereits das Mutterschutzgesetz, das bestimmte Schutzfristen vorschreibt. Schwangere Frauen müssen von Ihrem Arbeitgeber sechs Wochen vor; Mütter schließlich acht Wochen nach der Geburt freigestellt werden. Bei Kindern mit Behinderungen, Mehrlings- oder Frühgeburten bestehen längere Schutzfristen. Doch wie es für Sie persönlich dann nach dem Mutterschutz weitergeht, sollten Sie möglichst frühzeitig mit Ihrem Arbeitgeber besprechen. Sie haben in Deutschland zwar Anspruch auf Elternzeit, sind aber dazu verpflichtet, Ihren Antrag auf Elternzeit spätestens sieben Wochen vor Beginn derselben abzugeben. Ziehen Sie die Mutterschutzzeit also ab, muss Ihr Arbeitgeber spätestens eine Woche nach der Geburt Ihres Kindes wissen, wie lange Sie in Elternzeit gehen möchten. Ein Beispiel:

Aber nur, wenn Ihr Kind genau am Termin geboren wird. Kommt das Baby ein paar Tage früher, beginnen die acht Wochen Mutterschutz ab dem Tag der Geburt. Kommt es später, beginnen die acht Wochen dementsprechend später – gekürzt wird der Mutterschutzzeitraum aber bei einem späteren Geburtstermin nicht. Sie haben immer Anspruch auf die vollen acht Wochen.

Variante 1: Sofort zurück in den Job

Wie aber geht es nach dem Mutterschutz weiter? Sie haben die freie Wahl, ob Sie den Wiedereinstieg nach Elternzeit sofort wünschen, oder für eine längere Zeit für die Kindererziehung pausieren wollen. Wenn Sie mit Kind weiterarbeiten möchten, stellen Sie keinen Antrag auf Elternzeit, sondern kehren nach den acht Wochen Mutterschutzzeit in den Job zurück. Für viele Familien ist allerdings die Kombination aus Vollzeittätigkeit und Kinderbetreuung problematisch. In diesem Fall lohnt es sich über eine Teilzeitlösung nachzudenken. Während der Elternzeit haben Sie die Möglichkeit sowohl Elterngeld zu beziehen, als auch bis zu 30 Wochenstunden zu arbeiten. Elterngeld und Gehalt werden dann miteinander verrechnet.

Vorteile des sofortigen Wiedereinstiegs:

Variante 2: Rückkehr nach Elternzeit

Die meisten Mütter entscheiden sich heute für eine mehrmonatige Auszeit und eine Wiederkehr in den Job nach ca. 12 bis 24 Monaten. Die letzten Jahre zeigen dabei einen immer früheren Wiedereinstieg nach Elternzeit an. Waren im Jahr 2006 nach zwei Jahren noch rund 43,1 % der Mütter nicht erwerbstätig, sank dieser Anteil acht Jahre später auf 32,3 %. Das veröffentlichte das Institut der deutschen Wirtschaft Köln im Jahr 2017. Was aber nach wie vor nur langsam ansteigt, ist der Anteil von Müttern, die Vollzeit arbeiten. Der Großteil entscheidet sich auch heute noch für eine Teilzeitlösung.

Vorteile der Rückkehr nach Elternzeit:

Variante 3: Neuanfang

Oftmals stoßen Frauen auf Widerstände, weil der Wiedereinstieg nach Elternzeit nicht so möglich ist, wie sie ihn sich erhoffen. Das kann bedeuten, dass der Arbeitgeber keine Teilzeitlösung anbieten kann oder möchte, oder dass Frauen mit Kind im Job nur noch schwer Zugang zu Aufstiegschancen im Unternehmen erlangen. Wenn Sie keine gemeinsame Lösung mit Ihrem Arbeitgeber finden, können Sie die Elternzeit auch zur Neuorientierung nutzen. Gerade diese Zeit ermöglicht Ihnen nachzudenken, was Sie beruflich erreichen möchten und wie Sie das trotz Kind schaffen können. Suchen Sie nach Ihrem Wunsch-Arbeitgeber oder absolvieren Sie eine Online-Weiterbildung von zuhause aus und bereiten Sie sich Stück für Stück auf den Wiedereinstieg als Neuanfang vor. Einige weitere Impulse dazu, wie Sie statt der Elternzeit aufsteigen, statt unter mäßigen Bedingungen an den alten Arbeitsplatz zurückzukehren, finden Sie im Blog. Lesen Sie hier gerne nach, wie Sie Ihre Elternzeit zur Erfolgschance machen können.

Vorteile des Neuanfangs nach Elternzeit

Kontakt mit der Firma aufrechthalten

Tipp 2: Den Kontakt halten oder aufbauen

Wer im Job pausiert, droht den Anschluss zu verlieren. Es ist daher wichtig, den Kontakt ins Berufsleben so gut wie möglich aufrechtzuerhalten, auch wenn Sie gerade nicht im Büro anwesend sein können. Sofern Sie sich für den sofortigen Wiedereinstieg nach dem Mutterschutz entschieden haben, fällt Ihnen der Anschluss deutlich leichter als es bei einer Rückkehr nach mehren Monaten oder gar Jahren wäre. Doch auch für längere Erziehungspausen gibt es Wege, im Job dranzubleiben und sich präsent zu zeigen. Vereinbaren Sie mit Ihrem Arbeitgeber regelmäßige Termine, an denen Sie trotz Elternzeit teilnehmen können. Auch hier gibt es flexible Möglichkeiten, die Kind und Job miteinander verbinden. Vielleicht ermöglicht Ihr Chef Ihnen Skype-Calls statt Präsenz-Meetings, um Sie auch während der Babypause einzubinden und auf dem Laufenden zu halten. Finden Sie hier rechtzeitig gemeinsame Regeln und Wege!

Haben Sie sich jedoch für die berufliche Neuorientierung entschieden, gibt es jetzt die Gelegenheit, erste Kontakte zu knüpfen. Suchen Sie rechtzeitig vor Ende Ihrer Elternzeit nach hilfreichen Kontakten in Ihre Wunschbranche, besuchen Sie relevante Konferenzen – auch das geht heute oftmals online – und machen Sie die ersten Schritte. Wenn Sie sich beispielsweise während der Elternzeit weitergebildet haben und Ihre neuen Fähigkeiten direkt ins Unternehmen einbringen können, erleichtert Ihnen das den Übergang ins neue Arbeitsverhältnis spürbar. Denn wer bereits mit ersten Erfahrungen startet, tut sich auf neuem Terrain deutlich leichter.

Tipp 3: Bedingungen klären

Wenn das Kind da ist und Sie in die Elternzeit starten, sind Ihre Gedanken vermutlich überall aber nicht bei den Arbeitszeiten für das nächste oder übernächste Jahr. Zumindest kurz sollten Sie diesen aber dennoch Beachtung schenken und rechtzeitig abklären, wie der Wiedereinstieg nach Elternzeit konkret aussehen soll. In Ihrem Antrag auf Elternzeit genügt es zwar zunächst, die geplante Dauer der Babypause anzugeben. Der Arbeitgeber kann aber deutlich besser planen, wenn er Ihre Wünsche kennt und berücksichtigen kann. Möchten Sie in Teilzeit oder Vollzeit in den Job zurückkehren? Wünschen Sie sich mehr Flexibilität, beispielsweise einen festen Tag im Home-Office? Sprechen Sie rechtzeitig darüber und klären Sie die Bedingungen Ihres Wiedereinstiegs nach Elternzeit. Übrigens tun Sie auch bei einem neuen Arbeitgeber gut daran, rechtzeitig das Gespräch zu suchen und die Rahmenbedingungen für den Start zu regeln.

Kinderbetreuung sicherstellen

Tipp 4: Kinderbetreuung sicherstellen

Wenn Sie in den Job zurückkehren möchten, sich aber erst nach sechs oder neun Monaten mit der Betreuungsfrage beschäftigen, haben Sie höchstwahrscheinlich ein Problem. Denn nach wie vor sind Krippenplätze vor allem in den Städten sehr schnell ausgebucht. Denken Sie daher unbedingt rechtzeitig an die Kinderbetreuung. Wägen Sie die verschiedenen Möglichkeiten ab:

Manche Lösungen erscheinen auf den ersten Blick finanziell nicht sehr attraktiv. Natürlich sollten die Betreuungskosten nicht Ihr ganzes Gehalt verschlingen. Wenn Sie aber zurück in den Job müssen oder möchten und dafür eine teure Betreuung beanspruchen, können Sie diese vom Arbeitgeber bezuschussen lassen. Dieser Kinderbetreuungszuschuss ist im § 3 Nr. 33 EStG geregelt und steuer- sowie sozialabgabenfrei. Auch für den Arbeitgeber hat dieser Zuschuss Vorteile. Bezuschusst werden können nämlich Plätze in öffentlichen Einrichtungen – eine eigene Betriebskita ist also gar nicht nötig. Außerdem sind die Förderungen steuerlich als Betriebsausgabe absetzbar. Am Ende profitieren also beide Seiten:

Tipp 5: Rechtliche Vorgaben zum Wiedereinstieg nach Elternzeit kennen

Kind und Job scheinen auf den ersten Blick schwer vereinbar. Doch es gibt zahlreiche gesetzliche Regelungen, die berufstätige Mütter schützen und fördern. Verschaffen Sie sich als werdende Mutter oder als Mutter in Elternzeit, die in ihren Job zurückkehren möchte, rechtzeitig einen Überblick, was das Gesetz vorgibt, welche Rechte Sie haben und welche Chancen es Ihnen eröffnet. Beim Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gibt es zahlreiche kostenlose Broschüren, die über Elterngeld, ElterngeldPlus, Elternzeit und die Rückkehr ins Berufsleben informieren. Hier kommen Sie zu den Publikationen.

Hat man mit 50+ noch Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt? Oder ist man dann längst zu alt für die guten Stellen? Warum gerade die Best Ager wider Erwarten ziemlich gute Karrierechancen haben, und wie Sie diese bei Ihrer Jobsuche über 50 nutzen können, steht im folgenden Artikel.

 

Arbeitslosigkeit der Älteren steigt

Wer über 50 ist und seinen Job verliert, kommt so einfach nicht mehr in den ersten Arbeitsmarkt hinein. Das lassen zumindest die statistischen Erhebungen der letzten Jahre vermuten, denn seit 2005 stieg der prozentuale Anteil der älteren Arbeitslosen über 55 Jahren am Anteil aller Arbeitslosen signifikant an. Waren 2004 noch 11 % aller Arbeitslosen 55 Jahre oder älter, lag dieser Anteil im Jahr 2016 bereits bei 20,4 %. Das entspricht beinahe einer Verdopplung! Diese Zahlen sind alarmierend. Wer über 50 ist und keine feste Stelle innehat, hat es also wohl tatsächlich schwer, den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen.

 

Fast zwei Jahrzehnte Abstellgleis

Doch wer mit 50 arbeitslos ist, hat andererseits noch viele Jahre der Erwerbstätigkeit vor sich. Das ansteigende Rentenalter – derzeit liegt es bei 67 Jahren, weitere Verschiebungen nach hinten werden aber weiterhin geführt – lässt diesen Arbeitnehmern wenig Spielraum. Wer heute 50 ist, muss noch fast zwei Jahrzehnte arbeiten, bevor er abschlagsfrei in den Ruhestand gehen kann. Konkret müssen alle, die ab 1964 geboren wurden, heute bis zum Alter von 67 Jahren arbeiten, sofern sie nicht bereits vorher die nötigen 45 Beitragsjahre erreicht haben. Mit 50 Jahren arbeitslos zu werden ist also ein Thema, über das wir sprechen müssen. Denn es geht immer mehr Menschen an und verlangt nach schnellen und vor allem guten Lösungen. Sich nur noch mit Aushilfstätigkeiten über Wasser zu halten und mit massiven Abzügen irgendwann ins Rentenalter zu kommen, kann nicht der Weg der Wahl sein.

 

Jobsuche über 50: Mehr als schlechte Kompromisse

Mehr als schlechte Kompromisse

Mehr als schlechte Kompromisse

Sie hält sich wacker, die landläufige Meinung, dass man mit 50 ohnehin zu alt für den Arbeitsmarkt sei. Der Gesetzgeber selbst sieht dies nicht so, das sollte im Grunde Gegenargument genug sein. In der Praxis gestaltet sich die Jobsuche über 50 dennoch oft schwierig, wenn ältere Bewerber in einem Pool aus 100 oder mehr Anwärtern auf eine einzige Stelle landen und dann doch wieder das Nachsehen haben, weil ein jüngerer bevorzugt wird. Haben ältere und jüngere Bewerber gleiche Qualifikationen vorzuweisen, ist es nachvollziehbar, dass Personaler sich öfter für den jüngeren Kandidaten entscheiden. Keine Chance also für Arbeitslose über 50? Doch! Wenn Sie ihren vermeintlichen Nachteil zum Vorteil machen.

 

Älter = erfahrener

Denn mehr Lebensjahre auf der Uhr zu haben, bedeutet nicht bloß, dass der Bewerber dem Unternehmen mutmaßlich nicht mehr lange zur Verfügung stehen wird. Betrachten Sie die Medaille einmal von der anderen Seite, bringt das Ältersein auch viele Vorteile für das unternehmen mit sich:

Eine ganze Reihe an Vorteilen bringen ältere Bewerber also mit und sollten diese auch unbedingt in den Vordergrund stellen. Konkret bedeutet das für Ihre persönliche Jobsuche über 50: Zeigen Sie, was Sie können! Sie haben mehr als 20 Jahre Erfahrung im Vertrieb? Das ist ein enormer Vorteil, wenn Sie sich für eine Stelle als Vertriebsleiter interessieren! Sie hatten bereits eine Führungsposition inne? Das hebt Sie aus der Masse hervor! Sie sind zeitlich flexibel, weil die Kinder längst aus dem Haus sind? Auch das ist für einen Arbeitgeber durchaus interessant.

 

Best Practice für Best Ager

Die Prämisse lautet immer, aber bei der Jobsuche über 50 ganz besonders, sich nicht zu verstecken, sondern die eigenen Vorzüge klar zu zeigen. Moderne Jobportale setzen übrigens genau hier an. Bei Xing ProJobs beispielsweise können Sie Ihr Profil sehr detailliert angeben und alle Vorzüge von Anfang an klar präsentieren. Auch experteer.de setzt vor allem auf die Vermittlung erfahrener Fachkräfte. Nutzen Sie diese Möglichkeiten und glänzen Sie mit reichen Erfahrungspunkten und erworbenen Qualifikationen. Ihr klares Profil mit Ihren Alleinstellungsmerkmalen erhöht die Chance, dass Personaler auf Sie aufmerksam werden und Sie nicht im ersten Durchgang anhand Ihres Geburtsjahrgangs gleich aussortieren.

 

Frisches Wissen für ältere Bewerber

Ihre Erfahrung macht Sie zu einem Juwel für jedes Unternehmen. Aber Sie sollten dennoch eines beachten. Nur dann, wenn Sie Ihre Erfahrungen fortlaufend erweitern und Ihr Wissen aktuell halten, nützen Ihnen diese Kenntnisse etwas. Wer sich auf altem Wissen, das er vor zehn Jahren einmal erworben hat, ausruht, verspielt seine Vorzüge, die er den Jüngeren gegenüber haben könnte. Sind Sie in ihrem Fachgebiet ausgebildet, dann bauen Sie darauf auf – in jedem Alter! Spezialisieren Sie sich weiter, feilen Sie an Ihrem Lebenslauf, machen Sie Ihre Vita zu exakt dem Profil, das Ihr künftiger Arbeitgeber schlichtweg nicht ablehnen kann. Dann kann Ihre Jobsuche über 50 nur von Erfolg gekrönt sein.

 

Weiterbildungen 50+

Sind sie über 50 und auf Jobsuche, weil Ihre Stelle gefährdet ist, oder befinden Sie sich bereits in einer Arbeitslosigkeit? Wir ermöglichen Ihnen hervorragende Qualifikationen, die von der Agentur für Arbeit gefördert werden können. Werfen Sie doch gerne einen Blick auf unsere geförderten Weiterbildungen vom Arbeitsamt.

 

Am 01. Juni feiern wir zum zehnten Mal den Welt-Elterntag, den die UN 2012 zu Ehren aller Eltern einführte. Doch wie sieht es eigentlich aus mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, insbesondere für die Väter? Bedeutet Elternschaft für diese heute immer noch zwangsläufig einen Karriereknick, oder sind die Elternzeit für Väter und beruflicher Erfolg inzwischen vereinbar? Wir geben einen aktuellen Stand.

Familie als Anker der Gesellschaft

Bildung als wohl wichtigster Wohlstandsfaktor unserer Gesellschaft und Eltern als Anker und Motor zugleich, die Kindern Bildung zugänglich machen – genau diese Kombination bewegte die UN dazu, die Bedeutung der Elternschaft mit einem eigenen Ehrentag zu feiern. Seit 2012 nun besteht der Welt-Elterntag, der symbolisch zeigen soll, wie wichtig Eltern nicht nur für die Kinder selbst, sondern auch für den Erfolg einer Gesellschaft sind. Auch der Gesetzgeber erkennt dies an und schafft mit auf Familien zugeschnittenen Angeboten wie der Elternzeit, oder jüngst der Erneuerung des Elterngeldes auf das flexiblere Elterngeld Plus, Möglichkeiten, Elternschaft und berufliche Stabilität zu vereinen. Ein Kündigungsschutz während der Babypause ist längst nicht überall selbstverständlich – im internationalen Vergleich steht Deutschland hier durchaus gut da. Gerade, was die Rolle des Vaters betrifft. Im zweiten Quartal 2015 nahm bereits jeder dritte Vater zumindest einen Teil der Elternzeit und der verfügbaren Bezugsmonate des Elterngeldes selbst in Anspruch. Das ist ein Anstieg um 1,3 % bei der Elternzeit für Väter im Vergleich zu den Erhebungen des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt in einer Pressemitteilung bekannt gab. Länder wie die USA, Kanada oder auch unsere Nachbarn aus Frankreich kennen Vätermonate in dieser Form nicht einmal. Also alles gut in Sachen Karriere und Elternzeit für Väter?

Bringt die Elternzeit für Väter das Karriereaus?

Trotz alledem ist es aber nach wie vor so, dass überwiegend Frauen Elternzeit nehmen und Elterngeld beantragen. Und wenn die Väter es tun, dann meist nur wenige Monate oder sie arbeiten begleitend in Teilzeit weiter. Warum ist das so? Haben Männer Angst vorm Karriereknick Elternzeit? Möglich. Oder befürchten sie zu große Gehaltseinbußen? Ebenfalls wahrscheinlich. Denn Fakt ist, dass das Elterngeld zwar einen Teil des vorherigen Nettolohns ausgleicht, nicht aber das komplette Einkommen ersetzt. Für viele Väter möglicherweise Grund genug, auf dieses an sich gute Angebot zu verzichten. Der Gesetzgeber ermöglicht überdies während der Elternzeit zwar Stunden zu reduzieren, um den beruflichen Anschluss nicht zu verpassen. Aber jede Stunde, die ein Arbeitnehmer weiterhin arbeitet, mindert das Elterngeld. Insgesamt ist diese Variante für Väter – insbesondere dann, wenn sie die Hauptverdiener der Familie sind, also eher unattraktiv.

Elternzeit als Karrieremotor

Kind und Karriere zu kombinieren, scheint also trotz aller Bemühungen nach wie vor schwierig für Väter. Dies liegt aber nicht am Modell Elternzeit an sich, sondern wohl vielmehr an den verkannten Chancen, die die Elternzeit bietet. Um die aber eben kaum einer weiß. Das Recht auf berufliche Weiterbildung beispielsweise besteht auch während der Elternzeit und wirkt sich – im Gegensatz zur direkten Erwerbstätigkeit – nicht auf das Elterngeld aus. Konkret bedeutet dass, dass Väter, die Elternzeit nehmen und komplett zu Hause bleiben, sich trotzdem beruflich fortbilden können. Im Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz steht zwar, dass eine Erwerbstätigkeit für maximal 30 Wochenstunden möglich ist und die Höhe des Elterngeldes mindert, für Ausbildung und Studium gilt dies jedoch nicht. Wer sich in einer Ausbildung befindet, bezieht das Elterngeld trotzdem in voller Höhe, auch wenn die Ausbildung weiterläuft. Auch eine Einschränkung durch die berufliche Weiterbildung findet sich im Gesetz nicht. Aus dieser Perspektive betrachtet scheint sie also doch möglich zu sein, die Kombination von Kind und Karriere.

Vorteile einer Weiterbildung während der Elternzeit

Vorteil berufliche Weiterbildung

Vorteil berufliche Weiterbildung

Natürlich dient die Elternzeit in erster Linie der Familie und der Betreuung des Kindes. Doch sie wurde vom Gesetzgeber bewusst so flexibel gehalten, um eben kein „Kind oder Karriere“ zu forcieren, sondern ein „Kind und (!) Karriere“ zu ermöglichen. Bisher sieht letztere Variante in der Praxis aber vor allem so aus, dass unter größter Anstrengung beides irgendwie unter einen Hut gebracht wird, indem zwar Elternzeit für Väter genommen, die Arbeitszeit aber maximal um einige Stunden reduziert wird. Väter pendeln also zwischen Familienzeit und Arbeit hin und her, vermischen beides notgedrungen und sitzen häufig geradezu zwischen den Stühlen. Förderlich ist dies weder für die Familienzeit noch für das berufliche Fortkommen. Entschieden sich jedoch mehr Väter dafür, einige Monate komplett aus dem Beruf zurückzutreten und stattdessen die Babypause mit einer beruflichen Weiterbildung zu kombinieren, bärge dies großes Potenzial. Konkret ermöglicht eine Weiterbildung in Elternzeit für Väter:

Zusammengefasst ist die Elternzeit für Väter also keineswegs Karriereknick, sondern bietet viele Chancen, die Arbeitnehmer nur nutzen müssen.

Flexible Modelle finden

Ein kleine Einschränkung gibt es dennoch. Denn wer ein Kleinkind betreut, hat natürlich nicht die Möglichkeit sich tagsüber in einen Schulungsraum zu setzen. Flexible Weiterbildungsmodelle sind gerade für Eltern enorm wichtig. Flexibel heißt in diesem Fall vor allem orts- und zeitunabhängig und genau an den Alltag mit Kind anpassbar. Solche Kurse finden Sie leider nicht überall – aber es gibt sie, wie ein Blick in unser digitales Lehrangebot zeigt.

Sind oder werden Sie Vater und wollen Karriere und Ihr Recht auf Elternzeit kombinieren? Dann gehen Sie neue Wege und nutzen Sie die Chancen, die eine berufliche Weiterbildung während der Elternzeit Ihnen bietet.

Die Geburt eines Kindes ist, so wunderschön dieses Ereignis zweifelsohne ist, beruflich immer ein Einschnitt. Aber auch eine Chance. Denn genau betrachtet bietet sich kaum eine bessere Gelegenheit für einen beruflichen Wechsel. Ein Wiedereinstieg nach der Babypause ist schön, der gleichzeitige Aufstieg aber umso besser. Wie genau das gelingt, sagen wir Ihnen.

Warum die Sicherheitsfalle den beruflichen Erfolg hemmt

Lassen Sie uns einmal eine ganz klassische Situation durchspielen. Stellen wir uns eine Dame um die 30 vor, vor zwei Jahren Mutter geworden und nun auf der Zielgeraden, den Wiedereinstieg in ihren alten Job zu bewältigen. Eine große Aufgabe, ohne Frage, denn mit Kind ist im Job gleich eine Vielzahl mehr zu organisieren als ohne. Da beruhigt einen der altbekannte, sichere Job ungemein. Sicher ist er durchaus, denn das Mutterschutzgesetz sichert Frauen in Elternzeit einen besonderen Kündigungsschutz. Das ist vorausschauend vom Gesetzgeber, aber auch die direkte Einladung zur beruflichen Stagnation. Denn wenn unsere Dame, und laut aktueller Zahlen des Bundesamtes für Statistik sind es nach wie vor fast ausschließlich Frauen, Sicherheit wählt, wählt sie auch Stillstand. Nur selten ist die Rückkehr an die alte Position mit einem beruflichen Aufstieg verbunden. Ganz im Gegenteil, bewirken Teilzeitlösungen für junge Mütter oftmals sogar einen Rückschritt im Job.

Im Grunde können wir die junge Frau aus dem Beispiel alle verstehen und ihr Handeln nachvollziehen. Die große Bedeutung beruflicher Sicherheit ist gerade dann, wenn eine kleine Familie versorgt werden möchte, nicht von der Hand zu weisen. Aber sie könnte eigentlich beides haben: Sicherheit und Erfolg im Job. Hätte sie doch unseren Blogpost heute gelesen.

Eigeninitiative zahlt sich aus

Wissen Sie, woran es in den meisten Fällen hapert? Daran, dass das fachliche Wissen im Verlauf der Elternzeit sukzessive abnimmt. Das ist ganz normal, schließlich steht das Kind gedanklich an erster Stelle und nimmt die jungen Eltern nahezu komplett in Beschlag. Trotzdem sollten gerade Frauen wie die aus unserem Beispiel den beruflichen Wiedereinstieg nicht komplett aus den Augen verlieren. Gut ist es, während der Elternzeit zumindest sporadisch den Kontakt zum Arbeitgeber aufrechtzuerhalten, oder beim Wunsch nach einem Jobwechsel erste Kontakte zur Agentur für Arbeit zu knüpfen. Eine erste Beratung kann unverbindlich und problemlos während der Babypause erfolgen. Und sollte es auch, denn wer seine Rückkehr in den Job zu lange vertagt, hat am Ende den Absprung in Richtung Karriereaufstieg schlichtweg verpasst.

Eigeninitiative ist hier das Zauberwort und das beste Gegenmittel, um fachlich nicht auf dem Abstellgleis zu landen. Möglicherweise könnte unsere junge Mutter auch während der Elternzeit einige Stunden in der Woche arbeiten, um am Ball zu bleiben. Oder sie könnte sich weiterbilden, um das eigene Profil zu schärfen. Je besser ihre fachliche Qualifikation am Ende der Elternzeit aussieht, umso besser sind auch ihre Aussichten, was die berufliche Rückkehr betrifft.

Erfolg_nach_Elternzeit

Mut zum Neuanfang finden

Den Erfolg bereits während der Babypause zu forcieren, das ist es, was unsere Frau aus dem Beispiel tun müsste. Dann wäre sie in der angenehmen Position sich auf einen höheren Posten in ihrer alten Firma bewerben zu können oder sogar einen Neuanfang bei einem anderen Arbeitgeber zu wagen. Egal, wie ihr Weg konkret aussieht – entscheidend ist, dass sie die Wahl hat. Und das nur, weil sie trotz Pause nicht stehengeblieben ist, sondern kontinuierlich an ihrer Qualifikation gearbeitet hat. Leicht gesagt, werden Sie sich möglicherweise nun denken. Doch es ist tatsächlich nicht so schwer, wie es zunächst klingt. Denn ein paar Stunden Weiterbildung in der Woche reichen aus, um das eigene Profil spürbar aufzuwerten. Mit Kind ist das zwar etwas komplizierter, aber dank zeitgemäßer Weiterbildungsangebote wie der Online-Weiterbildungen von karriere tutor® problemlos machbar. Von zu Hause aus lernen und sich einen zertifizierten Abschluss sichern, ist heute ganz bequem möglich. Und gerade für junge Mütter attraktiv.

Entwickeln Sie Mut zum Erfolg!

Wenn nicht während einer beruflichen Pause, wann dann lohnt es sich, über die eigene Zukunft im Job nachzudenken? Investieren Sie nicht nur ins Heute, sondern auch ins Morgen und nutzen Sie die Pause um Ihre fachliche Kompetenz zu erhöhen. Und wenn Sie nicht wissen, wo Sie konkret anfangen sollen, klicken Sie sich doch einfach einmal durch unser Weiterbildungsangebot.  Davon profitieren am Ende nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihre ganze Familie.